Wie müssen Beugungsscheiben aussehen damit sie "lehrbuchmäßig" sind?

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TaurusM45

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Hallo zusammen.

Wie sollten die Beugungsscheiben/Ringe intra und extrafokal bei meinem Refraktor eigentlich aussehen wenn er gut ist bzw wie sähen sie aus wenn er schlecht wäre?

Leider kenne ich mich dahingehend nicht so gut aus als das ich das gesehenen richtig deuten könnte.

Viele Grüße Andreas
 
Hallo Andreas,

an den Airy Scheibchen kann man das nicht so gut erkennen, eher intra und extrafokal.

Schau dir mal das Buch Star Testing Astronomical Telescopes an. Da wird das alles lang und breit erklärt. Im Moment scheint das aber wohl vergriffen zu sein.

Grüße,
Joachim
 
Bei einem Refraktor auf jedenfall gefiltert testen. Der Gaussfehler, auch wenn er klein ausfällt, zusammen mit dem Farblängsfehler, zerzausen einem die intra/extrafokalen Ringe schon sehr.
Am besten einen Grünfilter aus einem RGB set oder den Baader SC und ein heller Stern bei hoher Vergrößerung.
Dann sollte man Intra und extrafokal (am vesten 2-4 Ringe unscharf) möglichst ähnliche, bestenfalls gleiche Bilder erhalten, ohne, dass einzelne Ringe arg unterschiedliche Helligkeit haben. Die Ringe sollten scharf begrenzt und nicht verwaschen sein.
Und sie sollten Kreisrund (oval und in der Richtung um 90° wechselnd wenn man durch den Fokus geht ist Asti) und konzentrisch (justage) sein.
Also kreisrund, scharf begrenzt, gleichmäßig hell und auf beiden Seiten vom Fokus gleich.
Achso, du brauchst gutes Seeing
LG, Olli
 
Hallo Andreas

Gugst du hier:

Beim Achromat wird der Sterntest vom Farbfehler dominiert, weshalb man z.b. einen Farbfilter, oder eventuell auch einen Solar Continuum Filter im grünen verwenden sollte.
Im Idealfall sollten die Fresnellringe intra und extrafokal gleich strukturiert sein und vor allem gleich hell.
Also z.b. extrafokal nicht dunkler wie intrafokal.
Der Fokus sollte bei hoher Vergrößerung mit einem scharfen Bild einfach zu finden sein.
Dazu muss das Teleskop möglichst ausgekühlt bzw. Angepasst sein.

Gruß
CS
 
Hallo Andreas,

intra und extrafokal sollten die Ringe bzw die Helligkeitverteilung/ Intensität ähnlich sein. Das deutet auf eine gut korrigierte Optik hin. An meinen Achromaten ist das nicht der der Fall!!


Der von mir verwendete Maksutov zeigt intra wie extrafokal die gleiche Verteilung. Er ist farbrein und mit einem APO system vergleichbar. Mit einer Farbkamera EOS 500D habe ich das in verschiedenen Fokuslagen am Stern Regulus (blau-weiß) getestet und fotografiert. Davon hänge ich mal ein Bild ran! Bei Höchstvergrößerung ist nur bei bestem Seeing das Beugungsscheibchen und der hellste Beugungsring deutlich zu sehen. Mit Hilfe einer Monokamera habe ich das ebenfalls getestet und ein Summenbild erstellt. Das dient zum Schärfen als PSF.

Bildreihe übereinander Text.jpg

Hier das Beugungsbild, bei 5m Brennweite im Fokus.
PSF_2.jpg


Diese Tests kann man relativ einfach machen und daraufhin das optische System beurteilen. Das ist besser als nur visuell am Teleskop in der Nacht. Da verhunzt man sich schnell die Justage! Die Beugungsringe sollten symmetrisch sein und wenn das Teleskop justierbar ist, auch korrigieren! Das Teleskop immer gut ausgekühlen!
VG Frank
 
Hallo Olli,
die Miniskuslinse habe ich mittlerweile "befreit" ... die Verschraubung war vergossen und darunter kam ein zu fest angezogener Schraubring zum Vorschein. Gut erkannt von dir! Müsste den Test wiederholen! Aber die Abbildung ist nun besser!
VG Frank
 
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