Wie oft muss ein Newton justiert werden?

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darkangel

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Hallo Astrofans,

ich überlege z.Zt. intensiv, mir ein Teleskop anzuschaffen, mit dem ich vor allem Sonne, Mond und Planeten beobachten will. Von den Infos und Tipps dazu wird man ja geradezu erschlagen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

Dabei ist mir der 8" GSO-Dobson ins Auge gefallen. Der hat ja den Vorteil, auch mal was aus dem DeepSky-Bereich erreichen zu können.

Jetzt würde ich gerne mal wissen, wie oft man so einen Newton justieren muss und wie lange das so ungefähr dauert. Hinsichtlich der Dauer habe ich da Angaben von 2 Minuten bis hin zu 2 Abenden gefunden. Und wie stark wirkt es sich aus, dass ich zu meinem Beobachtungsplatz über einen seehr schlechten Weg fahren muss?

Und wenn ich schon mal beim Fragen bin: von der Loggia aus macht eine Beobachtung wohl keinen Sinn, oder?).

clear skies.
 
Hi,
eigentlich muss ein Newton auch nur so oft justiert werden, wie er dejustiert wird.... nicht mehr und nicht weniger.
Es gibt Newtons, die bedingt durch ihr "schnelles" Öfnnungsverhältnisses, eher zur Dejustage neigen. Aber es kommt auch darauf an, wie oft und WIE überhaupt so ein Teleskop transportiert wird. Dann hat man die Möglichkeit, sich ein 150/1200 zu holen, dieser ist justagestabil und wenn es mal dejustiert ist, dann ist es nicht so empfindlich, kann auch dementsprechend einfacher wieder justiert werden. Es kann natürlich auch ein entsprechendes System mit 8" oder 10" geholt werden, da verhält es sich ebenso.

Schönen Gruß
Robert
 
Hallo.
Zuerst zum Teleskop: Wenn Du Planeten beobachten willst ist ein Newton vielleicht nicht so zu empfehlen, da Newtons eben vorwiegend die Lichteimer für den Deep-Sky Einsatz sind. Gerade die Dobsons. Schau dich doch eher mal nach einem Refraktor um, oder (wenn es der Geldbeutel hergibt) nach einem Maksutov bzw. SC auf ner parallaktischen Montierung mit Nachführung. Manuell nachzuführen kann schon sehr nervenaufreibend sein.
Zur Justage von Newtons:
Ich justiere meinen Newton grundsätzlich vor jedem Beobachten und es war auch wirklich immer nötig. Gerade nach Transporten kann man sicher sein, dass am Hauptspiegel nix mehr stimmt. Die Justage ist aber kein Hexenwerk. Anleitungen dürfte man im Forum hier genug finden.
Zur Beobachtung von der Loggia aus:
Wenn Du vorwiegend Planeten, Mond und Sonne beobachten willst dürfte da schon einiges gehen. Allerdings wirst du Nächte abwarten müssen in denen die Luftunruhe (erfahrungsgemäß unerträglich in der Stadt) ein humanes Niveau erreicht, damit du nicht nur Matsch vor dem Auge hast.
Gruß,
Jan-David
 
Hi,
von welcher Justage reden wir beim Newton?
Eine komplette Justage mit Ausrichtung FS zum OAZ ggf Offset etc ist zeitaufwändig. Je nach Übung und Gerät sind da schnell Sunden weg.
Dies ist aber i.d.R. nur einmal, wenn überhaupt erforderlich.

Redest Du von der "Kontrolljustierung" vor dem Einsatz so ist das mit etwas Übung bei vernünftiger Mechanik des Gerätes in 2-5 Minuten passiert.
Dies mache ich z.B. vor jedem Einsatz.
CS
 
Hallo


Ich habe auch immer mit Schrecken an das Justieren meines Newton (250/1200) gedacht. Irgendwann habe ich mir dazu einen Justierlaser gekauft und mit einem mulmigen Gefühl ganz vorsichtig Schritt für Schritt mit der Justage angefangen.


Im Grunde war es für mich viel einfacher als ich es mir immer vorgestellt hatte. Heute überprüfe ich die Justierung meines Newton auch vor jedem Beobachten.


Das dauert bei mir max. 5 bis 10 Minuten. Und der anschließende Test am Stern zeigt mir das ich doch recht gut justiert habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />


Du mußt das nur ein paarmal gemacht haben, dann geht Dir das viel leichter von der Hand. Ich hatte damals niemanden der mir helfen konnte, also habe ich mir hier sehr viel dazu angelesen. Im Grunde ist es kein Hexenwerk.


Ich habe auch Berichte gelesen in der eine Justage mehrere Stunden dauern soll. Ich für meinen Teil komme mit max. 10 Minuten sehr gut hin. Bisher hatte ich noch keine Probleme beim Beobachten.


Gruß Murdock


PS: Ich meine die, wie Antares korrekt erwähnte, "schnelle Kontrolljustierung" vor dem Beobachten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

also es hängt sehr stark vom Gerät selbst ab. Es gibt sehr justierstabile Geräte, zum Beispiel mein R200SS brauchte ich nun 3 Jahre lang nicht mehr zu justieren, weil die stabile Bauweise eben dafür sorgt, daß sich nichts verstellt. Mein 12-Zöller allerdings braucht an jedem Beobachtungsabend eine kurze Kontrolle. Das ist aber nur ein nachjustieren und ich mache das recht flott mit der Barlowed-Laser-Methode. Einen Justierlaser braucht man dazu allerdings, aber der Preisverfall treibt einem die Teile nun schon für 30 Euro in die Arme.

Was die Gedanken zur Planetenbeobachtung angeht, so habe ich andere Erfahrungen gemacht, als Jan-David. Meine schönsten Planetenbeobachtungen habe ich an einem 8" f/6 Newton machen können, der sogar auf einem GSO-Spiegel basiert, aber ansonsten total umgebaut ist. Ausserdem muß man erwähnen, daß nicht jeder Spiegel so gut ist, wie dieser. Aber immerhin, mit den vielen 8" f/6 Newtons, durch die ich mal geschaut habe, war ich eigentlich immer zufrieden. Ich denke, daß so ein Gerät eine gute Wahl ist. Allerdings solltest Du Dir zur Planetenbeobachtung einen Lüfter einbauen, den Tubus mit schwarzer Velourfolie oder Filz auskleiden und noch gegen Streulicht eine "Taukappe" z.B. aus schwarzer Pappe bauen.
Ein Maksutov ist natürlich ebenfalls eine feine Sache, da stimme ich zu, aber ein SC ist im durchschnitt wieder nicht so dolle, auch wenn ich zumindest ein gutes 8" SC kennengelernt habe. Ein Refraktor, der dem 8" f/6 Newton das Wasser reichen sollte, müsste meiner Meinung nach schon so zwischen 130mm und 150mm Öffnung sein und dabei farbrein, also kein Achromat, sondern ein APO oder ED APO, oder eben ein dann schon unhandlich langer Fraunhofer mit so etwa f/15.

Clear Skies
Sven
 
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