Wie schreibt ihr eure Beobachtungsberichte?

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blue_scape

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Hallo,

bei den vielfältigen Beobachtungsberichten, die man hier zu lesen bekommt, frage ich mich oft, wieso man ausgerechnet diesen oder jenen Schreibstil verwendet. Darum wollte ich mal die Frage loswerden, welche Art ihr bevorzugt. Eher das Auflisten einzelner Objekte mit Beschreibungen oder doch eher ein Bericht, der die Stimmung und den Gesamteindruck sozusagen als Erlebnisabend wiedergibt?

Welche Ausführung findet ihr besser bzw. lest ihr lieber?

Das "Katalogisieren" vom Gesehenen ermöglicht ein Vergleichen mit anderen Optiken und man kann eher nochmal nachschlagen, was unter anderen Bedingungen gesehen wurde. Andererseits möchte ich persönlich dem Text immer eine Portion Faszination beimischen. Und beides zusammen gelingt mir noch nicht. Kommt mir so vor, als ob nur ich mit - ich sage mal vorsichtig - poetischem Beiwerk daherkomme.

Dann widme ich mich mal wieder dem Beobachtungsbericht von letzter Nacht.

CS
Gruß - Nico
 
Also bei sieht das wie folgt aus:

- Datum und Startzeit der Beobachtung (Ortszeit, wird nachher auf GMT zurückgerechnet)
- Benutzte Geräte
- Seeing, Durchsicht, usw., Test , ob Auflösungsvermögen der Optik erreicht wird (hierzu habe ich eine kleine Tabelle im Downloadbereich meiner Homepage)
- Gewünschtes Zielobjekt
- Aufsuchbeschreibung für Starhopping (im Sternbild..., dort Stern..., von dort ca. x° nach..., und so weiter)
- dann beschreibe ich kurz, was ich gesehen habe mit Stichworten.
- Datum und Endzeit der Beobachtung

Alles beschreibe ich nur in Stichworten auf Diktiergerät. Bei Helligkeit zu Hause setze ich alle um in EDV.

Das Schreiben des Beobachtungsberichtes ist nicht einfach, wenn es schweinedunkel ist. Ich empfehle daher ein Diktier-
gerät, was auch schon viele Handys besitzen.
 
Hallo Nico,

Die Geschmäcker sind da sicher verschieden; vielleicht sollte man auch differenzieren, für wen der Beobachtungsbericht geschrieben ist. Wenn er nur dazu vorgesehen ist, daß man später selbst nachlesen kann, was man wann unter welchen Bedingungen gesehen hat, ist das "Katalogisieren" mit kurzer Bescgreibung des visuellen Eindrucks sicherlich am sinnvollsten.

Was aber hier im Forum vorgestellte Beobachtungsberichte angeht, favorisiere ich eindeutig die eher beschreibenden Berichte mit - wie du es nennst - "poetischem Beiwerk" oder einer Prise Humor! Das liest sich nun mal viel schöner als eine simple Aufzählung. Jemand, der vielleicht nur vergleichen möchte, was man mit einer bestimmten Optik sehen kann, sieht das wahrscheinlich ganz anders.

Aber wenn man den anderen Lesern etwas mitteilen möchte, geht es ja oftmals um besondere Stimmungen oder Aha-Effekte, die man erlebt hat. Und das darf dann ruhig etwas emtotionsgeladener und spannender beschrieben sein als eine Liste mit Objektname und Häkchen dahinter... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Deine Berichte lese ich jedenfalls gerne. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Aber am besten ist es wohl, die Berichte nicht in irgendwelche Standardausführungen zu pressen (mal davon abgesehen, daß Beobachtungszeit, Objekt und Beobachtungsgerät und so etwas genannt werden, aber das geschieht ja eigentlich automatisch), an der Resonanz merkt man wahrscheinlich schnell, was gefällt, und was nicht.

Claudia
 
Hallo,

ich habe mir ein Excel-Blatt vorbereitet: oben mehrere Felder für die technischen Daten, unten viel Platz für den Bericht. Ich drucke immer einen kleinen Vorrat, fertige Berichte kommen in einen Klemmhefter. Der Text fällt ganz unterschiedlich aus. Manchmal nur Aufzählungen mit ein paar Worten Kommentar, manchmal aber auch ausführliche Beschreibungen und Stimmungsschilderungen. Ich drucke meist vor der Beobachtung eine Guide-Karte aus, auf die kommen kurze Notizen, die ich später auf das Protokollblatt übertrage. Auf jeden Fall habe ich immer mein Klemmbrett mit weißem Papier mit draußen, man weiß ja nie...

Grüße von Michael.
 
Kurz und bündig. Dann lass mal hören, Uwe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Danke auch an die anderen.

Gruß - Nico
 
Hi Nico,

ich hatte mir ein paar Ideen aus dem Forum geholt und ein Protokoll erstellt, in dem die Objektdaten, Beobschtungsbedingungen und Standortbedingungen erfaßt werden.
Am Ende des Protokolls gibt es noch eine Möglichkeit die Beobachtung zu umschreiben. Hier fließen dann Kommentare ein die man nicht in Zahlen und Werten ausdrücken kann.

Schau einfach mal unter "Beobachtungen" auf meiner Website, da findest Du jede Menge "Protokolle" oder gehe direkt zum letzten Bericht.
 
Hi Nico und so,

wo wären die "irisierenden Wolken" von Vollmann, die ohne das Haus des Nachbarn nur schwer, wahrscheinlich sogar unmöglich, einzufangen gewesen wären?

"Farbenspiele in den Wolken und das Eichhörnchen", lesen sich so bunt, dass man sie sich lebhaft vorstellen kann.

Und was ist mit Nico´s "Mondspaziergang"?
Bin noch unterwegs........

Ich mag auch die "seltene Sternenbedeckung" von Nightwatch.

Adsons "Spaziergang mit dem LIDL" hab ich auch genossen.

Ich denke: Es sollte schon so sein, dass mehr Buchstaben als Zahlen zu lesen sind.
Aufzählungen von Katalog- Nummern kann ich in Katalogen lesen.

In diesem Sinne

Sabine
 
Hallo,
das "Praxishandbuch deep Sky" und die Deep-Sky-Liste bieten einige standardisierte Kriterien für die vergleichende (!!!) verbale Objektbeschreibung an. Das hat den Vorteil, dass man später selbst z.B. nachsehen kann, was die alte Ausrüstung im Gegensatz zur neuen (nicht) leistete. Daneben wächst natürlich die Vergleichbarkeit mit anderen...
 
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