Wie seht ihr Profis Pluto?

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Charon

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HY-HY!
Ich da mal ne´Frage:
Folgendes:
Viele von euch haben ja so ein Superteleskop! Wie seht ihr da eigentlich Uranus, Neptun und Pluto? Das interessiert mich wirklich mal richtig!
Denn mit meinem Teleskop kann ich ja grad mal zwei wirklich hauchdünne rote Streifen auf Jupiter sehen, als Vergleich!
Bin gespannt auf eure Antworten!!!
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Ich hab nur dieses, nun nennen wir es "Ding":
Bresser Optik/Refraktor-Teleskop
Brennweite: 900mm
Objektiv: 60mm
Vergrösserung:41x bis 450x
Auflösung:2"
CU later <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Der springende Punkt ist folgender:
wenn ich das Okular Ke22mm einsetze( das ist das schwächste!) sehe ich Jupiter sehr klar und farblich am besten. Setze ich jetzt das HM9mm-Okular ein ist der Planet schon relativ stark verschwommen, und ich sehe ihn in ziemlich dunklen Farben. Wenn ich jetzt noch das SR4mm-Okular einsetze sehe ich nur noch einen, zwar grossen, aber sehr dunklen verschwommenen Fleck! Bei Saturn kann ich ja nicht einmal die Cassini Ringteilung sehen. Ich habe zwar noch die Barlow-Linse aber die kann ich nur mit dem Ke22mm-Okular zusammensetzen! Und selbst damit erkennt man schon einen ziemlich verwaschenen Planetenrand! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Deshalb arbeite ich meistens nur mit dem Ke22mm-Okular.
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oje, das klingt gar nicht gut.

also das SR4mm kannst du sowieso beiseite legen.
dessen vergrößerung ist für dieses gerät viel
zu hoch. da bekommst du sogar dann ein flaues
bild, wenn die optik spitzenmäßig wäre.

aber das 9mm okular sollte eigentlich eine
scharfe und saubere abbildung zulassen.

kann nun sein, daß das 9mm okular einfach zu
minderwertig ist, oder die objektivlinsen
des gerätes sind nicht gut genug.

vielleicht hast du eine möglichkeit, an ein
okular mit bekannt guter qualität und etwa
10mm brennweite ranzukommen.

du könntest dir auch ein 10mm Super-okular
bei www.teleskop-service.de kaufen.
das kostet nur n'paar euro und hat eine
sehr gute qualität.

ich glaube fast, damit wirst du mehr sehen.

falls nicht, ist das teleskop selbst zu schlecht.

dann kannst du nur eines machen, ein neues
besseres kaufen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
hallo.

ich hab auch so ein ähnliches teil gehabt.
einen 60mm bresser refraktor mit 800mm brennweite.
das teil war glaub ich von der quelle oder so....

ich hatte genau die selben probleme wie du!
dabei hatte ich ein 20er, ein 12.5er und ein 4er billigokular. es war nicht mal 1.25" !!! mit dem 12.5er
(64x) sah ich die 2 dominierenden wollkenbänder auf jupiter halbwegs gut, aber die farben wahren alle falsch,
und das bild war generell zu dunkel. natürlich sah ich bei dieser vergrößerung auch keine teilung (saturn). jetzt nach dem ich die astronomie zu meinem "haupt-hobby" gemacht habe, hab ich mir einen 10" dobson gekauft. erst da habe ich bemerkt, was mein bresser für ein reinfall war, und sofort in den dachboden gestellt. für die erdbeobachtung und zum einstieg ist es aber (für den minimalisten ohne finanzielle möglichkeiten) ein passables gerät, auch wenn man nicht viel vom himmel sieht.

 
Hm, ich glaube irgendwie, dass mit dem Gerät was nicht stimmt. Ich besitze einen 76/700er Reflektor, ein von der optischen Leistung also etwa vergleichbares Gerät-mit dem 6mm-Okular habe ich keinerlei Probleme, scharfzustellen. Auch ein geliehenes 5mm-Okular erzielte noch ganz brauchbare Resultate. Aber versuche es am Besten nochmal bei besseren Bedingungen. Im Dezember ist Saturnopposition, da müsstest du die Cassini-Teilung eigentlich sehen können. Und auch Jupiter ist ja derzeit mit seinen rund 34 Bogensekunden schon arg zusammengeschrumpelt. Bezieht sich das Problem nur auf die Planeten, oder kriegst du auch unscharfe Bilder z.B. vom Mond?
Gruß, Gardalon
 
Mit dem Ke22mm-Okular sehe ich den ganzen Mond im Blickfeld, nehme ich aber jetzt ein stärkeres Okular verschwimmt auch der Mond. Aber nicht so stark wie die Planeten! Selbst die Andromeda-Galaxie kann man mit dem Blossen Auge fast noch besser sehen. Wie seht eigentlich iihr die ein gutes Teleskop habt diese Galaxie? Habt ihr zufällig ein Bild davon?
Heute abend gehe ich wahrscheinlich mal wieder raus. Aber für mich gibt es leider wenig zu sehen, denn Deep-Sky Objekte kann ich sowieso vergessen deswegen vergräme ich mich meistens wieder ins nähere Sonnensystem zurück.
Ich habe mal auf der internetseite mit den Okularen geschaut, ich weiss aber nicht was für Okulare ich dort nehmen kann! Denn mit Teleskop kenne ich mich nur wenig aus.
Könnt ihr mir da helfen? Wäre nett! Ich versuche dann mal mein erstes und einziges Teleskopfoto hier reinzustellen(kann aber evtl. etwas dauern, weil ich erst jmd. mit nen´ Scanner finden muss!) ihr könnt ja so lange raten was auf den Foto zu sehen ist!!
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Hallo Charon,
Ich glaube, da ist was faul mit dem Teleskop. Ich kann den Mond mit einem ähnlichen Gerät auch mit einem 5mm-Okular gestochen scharf sehen. Und dass du keine Deep Sky-Objekte sehen kannst, ist auch seltsam. Versuche mal M44 nahe Jupiter-wenn du den nicht als Sternhaufen sehen kannst, stimmt irgendwas ganz und gar nicht mit deinem Teleskop.
Gruß, Gardalon
 
OK Das versuche ich heut einfach mal! Was hast eigentlich du für´n Teil?
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Hallo!

Im 14,5" Newton sieht man Uranus als deutliches grünches Scheibchen. Wenn sie nicht zu nahe am hellen Planeten stehen, kann man die Monde Ariel und Umbriel erkennen, aber das ist schon schwierig. Einzelheiten auf dem Uranus habe ich noch nicht erkannt, obwohl bei bestem Seeing und 400* schon prinzipiell was drin sein müsste. Jedenfalls achte ich noch darauf, ob ich was sehen kann - hab's noch nicht abgeschrieben, das wohl durchaus im Bereich des Möglichen.

Neptun ist halb so groß und man sieht ein leicht bläuliches Scheibchen ohne Details. Der Mond Triton ist angeblich leichter als Ariel oder Umbriel - das will ich mal testen.

Für den Pluto (natürlich stets sternförmig) reicht ein Achtzöller, wenn man die genaue Position weiß (GUIDE !!). Im 14,5" sind stets noch wesentlich schwächere Sternchen 15. Größe zu erkennen. Ich habe mal von einer erfolgreichen Beobachtung mit einem exzellenten Vierzöller unter Alpenhimmel gehört und halte das für plausibel - aber mit einem 90er bleibt Pluto unerreichbar.

Clear skies,
Tom
 
@Charon. Ich benutze einen 76/700er Reflektor, der dürfte etwa die gleiche Leistung wie dein 60er Refraktor erbringen.
@Tompfleger. Details auf Uranus konnte auch Voyager keine sehen, wenn es bei dir also genauso ist, muss das nicht verwundern ;-).
Gruß, Gardalon
 
Hi Gardalon!

Voyager hat nix gesehen, weil nix da war. Auf alten Zeichnungen von Antoniadi (Pic du Midi?) und anderen Altvorderen der Planetenforschung ist durchaus was drauf. Wahrscheinlich hängt das aber auch von der uranozentrischen Breite der Sonne ab (jahreszeitliche Variationen). Bei 84 Jahren Umlaufzeit dauert es halt Jahrzehnte, bis sich die Zirkulationsmuster möglicherweise so ändern, dass kontrastreichere Strukturen sichtbar werden. Ich muss halt in 20 Jahren nochmal nachschauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Clear skies,
Tom
 
Hi Gardalon,

Stephen James O´Meara hat visuell die Rotation des Uranus bestimmt. Seine Werte wichen stark von allen publizierten Werten ab, sie wurden aber durch Voyager bestätigt.

Er hat auch Speichen in den Saturnringen gesehen (hatten auch andere vor ihm getan..), die damals von den Profis abgetan wurden - auch hier gab es eine Bestätigung durch "Nahaufnahmen" von Voyager.

ciao

Philipp
 
Ach menno <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> ! Alle fast alle ham´ hier n´ Reflektor!
Danke Tompfleger jetzt weiss ich auch mal´ wie Leute die hinteren Planeten sehen mit nem´ "etwas" besseren Teleskop! Das hat mich wiklich mal interessiert!
Also ich geh´ dann mal wieder zu meinem roten Scheibchen was, heissen Gerüchten zufolge, der Mars sein soll. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
CU later <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Charon!

Bei dem ganzen Thema darf man nicht vergessen, dass Beobachtungserfahrung ungeheuer wichtig ist: als angehender Sterngucker auf der Münchner Volkssternwarte habe ich noch die angeregten Diskussionen über die Details in Erinnerung, die fortgeschrittene Beobachter auf dem winzigen Marsscheibchen gesegen haben wollten. Mir war das unbegreiflich, weil ich so gut wie gar nichts erkennen konnte.

Aber wenn man dranbleibt, wächst die Fähigkeit zur Detailerkennung. Das ist beim Planetenspechteln nicht anders als bei Deep Sky - in beiden Fällen kommt es vor allem drauf an, sich viel Zeit zu lassen! Nicht gleich aufgeben, wenn nicht auf Anhieb was zu erkennen ist!

Nur bei absolutem Grotten-Seeing schwenke ich gleich weiter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Und: man muss lernen, wo man seiner Wahrnehmung noch trauen kann. Ist es Einbildung oder ist da wirklich was? Leute mit sehr großer Erfahrung wie O' Meara beherrschen es, diese Unterscheidung sehr sicher zu treffen. Aber bei solchen Extrembeobachtungen am Limit des Netzhautrauschens scheint offenbar "Langzeitbelichtung" sogar beim Auge etwas zu bringen - zwar wird das Bild nicht heller, aber das Sehsystem ist dann wohl in der Lage, Strukturen zu bestätigen; der rauschmindernden Bildaddition ist das nicht ganz unähnlich. Jedoch sind solche Fähigkeiten wohl nicht jedem gegeben und auch ich merke, dass es früher mal besser ging. Jedoch führe ich das eher auf das seltene Beobachten als auf das Alter zurück. Bin ja noch nicht mal 40 <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Fast alle haben 'nen Reflektor: das ist leicht erklärbar! Da gibt es eben mehr Öffnung fürs gleiche Geld. Wer überwiegend Planeten beobachtet, für den ist ein guter Refraktor oder Schiefspiegler sicher das ideale Gerät; auch bei "nur" vier oder sechs Zoll Öffnung ist dann enorm Detail zu sehen.

Ich als alte Deep Sky Eule brauche irgendwie mehr Licht. Unter einem dunklen Alpenhimmel macht's bei sechs Zoll Spaß, ab acht Zoll geht dann das Fenster richtig auf und dann gilt eigentlich, dass die Grenze nur durch das Budget und die Transportfähigkeit des Teleskops gegeben ist. Ich habe über zehn Jahre lang mit einem 8,5" f/5 beobachtet - ein feines Gerät, viele tolle Beobachtungserlebnisse. Der 14,5"er jedoch zeigt so viel mehr und stellt für mich persönlich das Maximum dessen dar, was ich noch durch die Gegend karren und aufbauen will.

Aber: Kleine Fernrohre haben den enormen Vorteil, dass man sie einfach nur hinstellt und durchschaut - beim großen überlegst du schon, ob es sich überhaupt lohnt!
Eines der 'schönsten' Teleskope in meinem Freundeskreis ist ein 80/640-Flourit von Vixen (FL80S)- in zwei Minuten von 0 auf 100, kontrastreiches und rasiermesserscharfes Bild - einfach genial! Leider ist das Teil ziemlich teuer <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/ooo.gif" alt="" /> Ich bin ja niemandem auf sein Fernrohr neidisch, aber bei einem FL80S o.ä. könnte ich das glatt noch werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />

Also: bleib' dran an Mars und Jupiter - mit deinem Fernrohr wirst du mehr erkennen, wenn deine Erfahrung zunimmt. Wenn du dann mal ein größeres Teleskop besitzt, wirst du von diesem Erfahrungsschatz profitieren! Greenhorns sehen an mittelgroßen Teleskopen oft weniger als alte Hasen an kleineren <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Und: nicht traurig sein, wenn der 20"er noch nicht in Reichweite ist. Mit jedem Fernrohr kann man spannende Sachen sehen - das "Erlebnis Sternenhimmel" gibts immer!

Clear skies,
Tom
 
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