Wie sieht es in den Teleskopfabriken aus?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
keinen Grund zur Ursache :)

In Zeichnungen werden die Toleranzen immer mit Kennzahlen angegeben und nach dem "/" die Größe.

0 / Spannungsdoppelbrechung
1 / zulässige Blasen und Einschlüsse
2 / Inhomogenitäten und Schlieren
3 / Toleranz der Oberflächenform (Passe)
4 / Zenlrierfehler
5 / Oberflächenfehler
6 / Zerstörschwelle durch Laserstrahlung

Ein Beispiel für die Oberflächenfehler (z.B. 5/ 2x16) = 5/ N x A Anzahl N der Oberflächenfehler mit max. zul. Größe (mm) der Stufenzahl A.
Nach den Vorgaben in der Zeichnung wird dann das optische Bauelement in der Optikkontrolle geprüft.

Gruß *entfernt*
 
Ich habe doch geschrieben, die (Optik)-Toleranzen sind in der Norm DIN ISO 10110 Teile -1 bis -12 festgelegt.
Was meinst Du dann mit "Ach was!"?
Du schreibst, dass Du "Laie" bist... ich möchte es Dir ja gerne noch einmal erklären- weiß aber nicht, wo ich ansetzen muss.

Gruß Bernd
Mensch Bernd, wie in aller Welt willst Du (offenbar Kenner der Lage) ein Produkt, hergestellt unter Mittelalterbedingungen, auf Normqualität beurteilen.

Erklären musst du mir nichts, denn offenbar ist hier niemand in der Lage sachlich zu erklären, ob diese Mittelalter-Teleskope der Norm entsprechen
und vor Allem wie dies nach dem Kauf zu beurteilen ist. (Ich meine hier nur die Staubpartikel, von denen es mangels fehlender clean bench, nur so wimmelt)
 
Wir schreiben von unterschiedlichen Dingen, eine Prüfung von Teleskopen (nach Norm) war nie gemeint.. und die gibt es auch nicht.

Gruß Bernd
Wenn es nie Thema war und wenn du es selbst nicht überprüfen kannst, wozu dann das sinnlose Geschreibsel über die rauen Arbeitsbedingungen?
Wer es mit Holzstab und ohne cleanbench schafft die Optikprofis zu täuschen muss also besser sein als die hiesigen Handschuhträger.

Gruss zurück!
 
Wenn es nie Thema war und wenn du es selbst nicht überprüfen kannst, wozu dann das sinnlose Geschreibsel über die rauen Arbeitsbedingungen?
Wo habe ich denn etwas über die rauen Arbeitsbedingugen geschrieben? Außerdem fehlen auf den Videos etliche Arbeitsschritte. Die reine Optikmontage ist etwas anderes als die Fertigung (Zuschnitte Glasrohlager, schleifen, polieren, Kontrolle, Ultraschallanlage, Aufdampfanlage, Zusammenbau der Einzelkomponenten (FH) Verkitten (Achromat) oder Ölfügen. Danach kommt ja erst die eigentliche Montage.
Und Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.
 
Wo habe ich denn etwas über die rauen Arbeitsbedingugen geschrieben? Außerdem fehlen auf den Videos etliche Arbeitsschritte. Die reine Optikmontage ist etwas anderes als die Fertigung (Zuschnitte Glasrohlager, schleifen, polieren, Kontrolle, Ultraschallanlage, Aufdampfanlage, Zusammenbau der Einzelkomponenten (FH) Verkitten (Achromat) oder Ölfügen. Danach kommt ja erst die eigentliche Montage.
Und Qualität ist, wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt.
Die ganze Diskussion hier hat sich an den rauen Arbeitsbedingungen aufgewiegelt und die damit verbundenen Qualitätsmängel.
Wozu wenn die Qualität passt und das tut sie allemal für uns Hobbyastronomen.
 
...und das passiert dann, wenn der Himmel einfach zu lange bewölkt ist. Ich hatte das Glück, verschiedenen Teleskop- und Okularbauern über die Schulter schauen zu dürfen, manches hat mich erstaunt (auch hinsichtlich Arbeitsschutz), manches zum Lachen gebracht, unter dem Strich kann ich aber nur sagen: Für den Freizeitmarkt (und nix anderes haben wir ja hier im Forum, hier dürfte kaum ein Teleskopnutzer unterwegs sein, der wirklich professionelles Equipment nutzt) werden dort so oder so immer noch wirklich spaßbringende Produkte gefertigt - was wollen wir mehr?
War ein amüsanter Thread für die Kaffeepause, aber mehr auch nicht...

Stefan
 
das ist bestimmt 'n cooler Job, mit 'nen fetten Laser draufballern und schauen, wann die Linse verdampft.
Uiii... ist eventuell Deine Egoshooter-Konsole vor kurzem eingegangen, Captain? :LOL: Vielleicht solltest Du an solchen Tagen nicht unbedingt wirklich in der Qualitätskontrolle tätig sein...:eek:

However, da Deine Signatur lautet: "Wer früher stirbt, ist länger tot" wollte ich (nach unreiflicher Überlegung) kurz anmerken, dass "Wer später geboren wird, war länger tot" ebenso richtig ist, wenn man Reinkarnation und einen konstanten Zeitpfeil annimmt. :coffee:

lg
Niki
 
@Demokrat :ROFLMAO::ROFLMAO: ich sollte mir vielleicht mal so 'ne Console zulegen...
Übrigens, mich hat dieser Punkt in der Materialprüfungs-Liste an einen Beitrag erinnert, den ich vor Jahren mal gesehen habe, aus der Luftfahrtbranche. Dort werden Flugzeugscheiben gestetet, in dem Brathähnchen (natürlich noch nicht gegrillt) mit einer Pressluftkanone drauf geschossen werden. Ist einfach interessant, mit welchen Tätigkeiten manche Leute ihr Geld verdienen :)

Und so ganz stimmt das mit dem längeren Tot vor der Geburt ja nicht. Falls man an die Reinkarnation glaubt, war man vorher halt längere Zeit als anderes Lebenwesen unterwegs. Aber obwohl ich den Buddhismus interessant finde, bin ich doch in solchen Fragen recht ungläubig.
Das ist aber jetzt alle soooo weit OT, da gibts bestimmt gleich wd. eine Verwarnung von oben. Bin ja schon still ...
 
bin ich doch in solchen Fragen recht ungläubig.
Das ist aber jetzt alle soooo weit OT
:) Nein nein... mit Glaubensfragen bist Du doch hier im Forum genau richtig :)... was hier nicht alles geglaubt wird... auf Wunder kann gewartet werden- ab morgen wird gehext :D

Aber noch einmal zu
das ist bestimmt 'n cooler Job, mit 'nen fetten Laser draufballern und schauen, wann die Linse verdampft. :) :) Da müsste ich mich mal drauf bewerben...
Wie alles im Leben... eher unspektakulär...

Gruß *entfernt*
 
Und so ganz stimmt das mit dem längeren Tot vor der Geburt ja nicht. Falls man an die Reinkarnation glaubt, war man vorher halt längere Zeit als anderes Lebenwesen unterwegs.
Du meinst, das ist so eine nahtlose Kette... ohne Wartezimmer...

Tja. Ich denke... wir sitzen gerade in einem Wartezimmer! :coffee:

Off topic... nun, ein wenig phisosophisch betrachtet ist das Leben Vieler mit fortschreitendem Lebensalter oft OT geworden. Was wurde denn aus all unseren Plänen, Schiffskapitän oder Lokführer oder Millionär zu werden... auch, dass Takahashi seine Guckis in normalen Räumlichkeiten zusammenschraubt und wir das auch noch mit ansehen müssen... entsetzlich! Desillusionierend! Ein Wahnsinn. So war das alles nicht geplant... :eek:

lg
Niki
 
Und so ganz stimmt das mit dem längeren Tot vor der Geburt ja nicht. Falls man an die Reinkarnation glaubt, war man vorher halt längere Zeit als anderes Lebenwesen unterwegs. Aber obwohl ich den Buddhismus interessant finde, bin ich doch in solchen Fragen recht ungläubig.
Dafür dass du aber recht ungläubig bist, erstaunt es, dass du "glaubst", man sei längere Zeit als ein anderes Lebewesen "unterwegs". (falls man an die Reinkarnation glaubt)

Aaaaalso :D erst einmal ist der Begriff "Lebewesen" bereits problematisch, da es anscheinend (in diesem Kontext) auch nach dem Tod Leben gibt (?) impliziert der Begriff Lebewesen es könnte auch ein Nicht-Lebewesen geben, dass es dann ja nicht geben dürfte, wenn es NUR Leben gibt :p. Also müsste man sich eigentlich auf einen anderen Begriff einigen :oops:

Dann setzt du voraus, dass man für längere "Zeit" "unterwegs" sein kann (wenn man an Reinkarnation glaubt)
Zeit ist relativ und eher ein Attribut unserer Existenzebene. "Dort" gibt es Zeit in dem Sinne nicht. Mit Zeit verhält es sich so ähnlich wie hier "bei uns" auf der Quantenebene. Es übersteigt den menschlichen Horizont (in dieser Dimension).
"Unterwegs sein" würde somit auch wegfallen, wenn alles gleichzeitig passiert bzw. die Zeit "anders" ist.

Und zuletzt ist dein Unglaube auch ein Glaube. Sagst du du glaubst an nichts, dann hast du das selbe Problem wie die Gläubigen. Du kannst nicht beweisen, dass da "nichts", bzw. sie nicht, dass da "Etwas" ist.

Dass nur dazu, weil sich das Thema hier wohl geändert hatte.. :D
VG
 
Hi,
nur in einem abstürzenden Flugzeug gibt es garantiert keine Atheisten. Ich sitze aber im Moment bequem im Lockdown auf der Couch, der Kühlschrank ist voll, und die Klopapier-Vorräte sind aufgefüllt. Wozu soll ich da jetzt an etwas glauben??? :):)
-cb

PS: @Demokrat du sprichst in deiner philospphischen Anmerkung einige ernste Themen an. Die Zeit bringt es grad mit sich, dass man, wenn man zusätzlich ein entsprechendes Alter erreicht hat, aufs eigene Leben zurückblickt und vieles hinterfragt, u.U. neu bewertet, od. vollständiger begreift, erkennt, was auch immer. Uff, leider ist das Fass aber etwas zu Gross für diesen Rahmen. Aber tut gut zu wissen, dass man sich manche Fragen nicht als einziger stellt...
 
... Ich denke... wir sitzen gerade in einem Wartezimmer! :coffee:

... Was wurde denn aus all unseren Plänen, Schiffskapitän oder Lokführer oder Millionär zu werden... auch, dass Takahashi seine Guckis in normalen Räumlichkeiten zusammenschraubt und wir das auch noch mit ansehen müssen... entsetzlich! Desillusionierend! Ein Wahnsinn. So war das alles nicht geplant... :eek:
Enttäuschend, nicht wahr? Immerhin das Ende der Täuschung (E. Tolle). Ich sitze auch gerade im Wartezimmer da ich eine ehemalige Arztpraxis bewohne.

CS
 
@maorimaori Tut mir leid, wenn's so rüberkam. Ich kann dir versichern, dass ich persönlich immer beides unabhängig voneinander sehe, d.h. wenn ich situationsbedingt spontan hier und da einen Witz einwerfe, bedeutet das kein Urteil über das Thema selbst. Mache ich übrigens auch im RealLife (TM) so, da bin ich bei Freunden, Arbeitskollegen etc. entspechend bekannt 'für :)
 
Hallo zusammen,

bin gerade erst über diesen Thead gestolpert und möchte nach den ganzen OT-Diskussionen nochmals zum Thema zurück:

Im Vixen-Video scheint es sich bei der Glasfabrik um Ohara zu handeln. Das sieht man an der Aufschrift am Stapler, der den Schmelztiegel aus dem Ofen fährt (ab 2:35). Ja, genau die Firma, die das vorzügliche FPL53 herstellt. Es ist bei Ohara üblich, dass die erste Schmelze so brachial behandelt wird. Natürlich wird der Bruch vermischt und wieder eingeschmolzen. Das Glas nach der Endschmelze ist der lange Strang (3:50), der dann zu handlichen Platten gebrochen wird. Das habe ich schon mit eigenen Augen bei Schott sehen dürfen. Diese Glasplatten kommen dann wieder in einen Ofen, werden erhitzt, aber nicht mehr geschmolzen. Dann erfolgt eine langwierige Feinkühlung über Tage hinweg. Erst danach hat man das fertige Rohglas.

Viele Grüße
Andreas
 
..was mich wirklich mal interessieren würde, wie ist FLP53 einzuordnen?

und

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
jedoch nach den neuesten Einblicken, das nicht mehr ganz so "vorzügliche".
..aber netter Versuch..
Du scheinst eine große Abneigung gegen das Verfahren zur Glasherstellung zu haben. Durch dieses Aufbrechen und Vermischen schafft es Ohara, ein sehr homogenes und sehr gut auf den Zielwert (Katalogwert) gebrachtes Rohglas zu fertigen, besser als Schott. Das bestätigen mir auch die Einkäufer für Rohglas in der Firma, in der ich arbeite.

Vielleicht sind jetzt viele Amateure enttäuscht, wenn ihre ach so geliebten Optiken eben kein Hightech auf dem Niveau der Halbleiterindustrie sind. Zumindest die Selbstschleifer können es verstehen, dass es auch in der Optikfertigung grob und dreckig zugehen kann.

..was mich wirklich mal interessieren würde, wie ist FLP53 einzuordnen?
Ist es das zweit beste Glas für Refraktoren nach CaF2?

Die optischen Eigenschaften des S-FPL53 kommen dem CaF2 recht nahe, wenn auch nicht ganz. Es ist zumindest der beste Ersatz für astronomische Refraktor-Objektive. In andern Bereichen sind eventuell höher brechenden ED-Gläser wie S-FPL51, N-PK51, S-PHM52, S-PHM53 von Vorteil.

Viele Grüße
Andreas
 
Wer wie ich mit "clean bench" wenig fand: Damit liefert Google reichlich:

Clean air bench
Laminar flow bench
Laminar flow hood

Eine nette Bauanleitung:


Es gibt reichlich zu lesen, was für welchen Zweck sinnvoll ist. Der Trick ist wohl die laminare Strömung, damit keine Wirbel Staub nach innen tragen. Neu ist sowas schrecklich teuer, aber der Selbstbau ist keine große Sache.

Michael
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben