Wie sieht euer selbstgemachtes zahnrad aus?

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Der_Michael

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Hallo!
ich habe nun auch jemanden gefunden, der mir zahnräder machen kann. Ich wollte nun fragen was da für mich in frage kommt. Also ich habe 30mm Achsen und habe mir volgendes gedacht: Ein Zahnrad aus Edlestahl oder Messing(was meint ihr?) mit 9cm Durchmesser (Das Rektazensionsachsengehäuse ist 8cm "dick") und 75 Zähne (Eine Zahl aus dem Kopf gegriffen) was muss ich noch für Angaben dem Hersteller machen, damit das Zahnrad für die Fotografie richtig hergestellt wird und kein Mumphiz draus wird?
Wie groß muss das Stück vor dem Zahnrad sein, wo ich eine Arretierschraube reinmachen kann, damit ich eine Rutschkupplung habe? Hat jemand von euch einen Plan von seinem Zahnrad (oder von dem eines anderen)? Wenn ja, kann derjenige dann den mir zuschicken?
mfG
Michael
 
Hallo,Michael
Ob simple Zahnräder wirklich einer guten Nachführung dienen ?!dazu selbstgemacht
schau mal hier www.kremp-wetzlar.com
150er Schneckenrad 33,50 €-Schnecke 12,60 €--m.E. bezahlbar
natürlich haben die auch 100 er Schneckenrad-Modul?! entnehme doch einfach den daten der Ote 150
ich habe 15 SR 100 mit Modul 1,5 wegen der gr. Hebelarme <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Haste schon den Bericht mit Monti-plan von Andreas Böker gefunden?!
 
Hi Michael,
Also Angeben musst du:
- Typ des zahnrades (Schneckenrad, Stirnrad...)
- Innendurchmesser der Narbe
- Aussendurchmesser
- Anzahl der Zähne bzw. Modul (Modul ist der Abstand zwischen den Zähnen; ergibt
sich aus der Zahnzahl und dem Aussendurchmesser)
- Material (ich würde primär aufs Geld schauen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
- Dicke des Zahnrades
- "Absatz"/ Bohrung für Arretierschaube

ich glaube, dass müsste es gewesen sein. Ich weiß zwar nicht was du für einen Hersteller gewählt hast, aber ich würde vor einer Sonderanfertigung erst mal schauen, ob irgendwo ein passendes Zahnrad im Standartkatalog steht (kommt billiger)(z.B. Conrad (schlechte Auswahl)/ kremp-wetzlar (gute Auswahl und Preis stimmt auch)

Ich hoffe dir geholfen zu haben,

Clear Sky
Dirksel.
 
Hallo

Zur Fertigung von Zahn und Schneckenrädern benötit der Hersteller eine Reihe von Angaben:
-Zahn Modul
-Teilkreisdurchmesser
-Zähnezahl
Aus diesen Angaben errechnet der Hersteller weitere Parameter wie Fusskreisdurchmesser und Kopfkreisdurchmesser.
Normalerweise arbeitet der Hersteller nach einer ordentlichen Zeichnung in der diese Werte schon vorgerechnet sind und in der auch Form und Lagetoleranzen festgelegt werden.
Auf unseren Seiten findest Du ein Montierung Getriebe Rechenprogramm welches alle für den Hersteller relevaten Parameter ausrechnet.

Wenn möglich solltest Du unbedingt ein fertiges Rad anschaffen. Die Adresse von Kremp Wetzlar wurde ja schon genannt. Dort gibt es durchaus geeignete Standarträder zu guten Preisen. Zumindest bis zu einem Durchmesser von 100mm.

Beste Grüsse
Jörg
 
Hallo,Jörg
Wieso produziert Wetzlar-Kremp nur bis 100er Schneckenrad ?! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> -15 SR 100 steht für ein 154 er Schneckenrad-außerdem wird in Einzelfertigung gar bis D 210 mm(Preis mit Schnecke ~ 170 €)gefertigt
Frage zu Otege.zip:wie geht man praktisch mit der Newton-kraft bei Belastungangaben um
mein Beispiel 1200mm Hebelarm-Gegengewichte 15 kg-Tubusgewicht ~ 15-17 je nach zubehör <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
Vorgaben Motor ?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
PS:wann ist der Ausbau der EQ -seiten abgeschlossen?
 
Hallo Clark

> Wieso produziert Wetzlar-Kremp nur bis 100er Schneckenrad ?!

Weil das sie Radabmessungen sind die Kremp-Wetzlar immer verkaufen kann. Grössere Raddurchmesser werden selten Verlangt und die legt man sich nicht auf Lager. Der Astro-Markt für sich ist zu klein als das eine Mengenfertigung grösserer Räder sich rentieren würde.

> Frage zu Otege.zip:wie geht man praktisch mit der Newton-kraft bei Belastungangaben um ...

...ist eigentlich ganz einfach, ich erkläre kurtz das Programm.
Im oberen Teil des Fensters findet man Karteikarten in denen man alle bekannten bzw. gewünschten Parameter des Getriebes eingibt.
Im unteren Teil des Fensters erscheinen alle errechneten Daten, entweder Numerisch oder als Masszeichnung.
Unten Rechts sind zwei Zeiger zu sehen- Der untere Zeiger zeigt das an der Welle anliegende Drehmoment an, der obere die Sicherheit gegen Grübchenbildung. Dieser Wert ist bei der Konstruktion von Schneckengetrieben sehr wichtig. Er beschreibt ab wann ein Antrieb überlastet ist und durch Reibung zu schnell verschleisst. Der Zeiger sollte niemals in den roten Bereich gehen.
Die Angabe einer Belastung funktioniert folgendermassen:
Du hast ein Teleskop von 1200mm Länge und es ist in etwa mittig auf der Achse montiert, dann ist der Hebelarm von der Achse bis zum Okularauszug etwa 600mm lang. Diese Hebelarmlänge trägt man in der Karteikarte "Belastungen" ein.
Wenn das Telekop fokussiert wird, fasst man am Okularauszug an, also am Ende des Hebelarms, und ob man will oder nicht, es wird dabei immer eine Kraft ausgeübt die über den langen Hebelarm auf das Getriebe wirkt. Auch wenn ich das teleskop bei gespannter Kupplung schwenke, benötige ich eine relativ grosse Kraft die auf das getriebe wirkt, denn die Schnecke muss diese Kraft im Eingriff mit dem Schneckenrad verkraften.
Man entscheidet nun welche Kraft am Hebelarmende (also am Okularauszug) maximal zu erwarten währe, ZB. 1,5kg (das entspricht 15N) und tragen diese Kraft in das Programm ein.
Desto höher man diese Kraft wählt, desto mehr rückt der Zeiger auf den roten Bereich zu. Man kann nun die Kraft erhöhen der Zeiger kurtz vor Rot steht. Die Kraft die dann engestellt ist, ist das maximal zulässige Drehmoment für den Antrieb.
Wenn der Zeiger schon bei relativ geringen Kräften ins rote geht, kann man Änderungen an den Schneckenradparametern machen. Erhöht man zb. den Raddurchmesser, steigt der Zeiger wieder höher und man kann nun mehr Kraft ausüben ohne das der Zeiger ins rote geht. Das selbe erreicht man durch Wahl eines grösseren Zahnmoduls oder durch grössere Raddicke oder durch die Auswahl eines anderen Schneckenrad Materials.

Auf diese Weise kann man das Programm nutzen um einen Antrieb zu optimieren und seine Grenzen numerisch zu ermitteln.

> wann ist der Ausbau der EQ -seiten abgeschlossen?

Wir arbeiten daran, kommen aber zu nichts. Im Moment wird hier umgebaut. Die Seite der Antriebe wird als erstes überarbeitet und sollte in einer Woche erscheinen.

Beste Grüsse
Jörg

 
Hi,Jörg
600mm Hebelarm??mein Teleskop: Refr. FH 125 f 2400 mm-also bei "Belastung":1200 mm Hebelarm-30 N(hier drückt man ja das Gegengewicht+halben Tubus bei gelöster Klemmung der Rekt.Achse-wie kann man das einwandfrei messen -wenn man keine Federwaage hat <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> )eingegeben
Getriebedaten :100 Zähne-1,5 Modul
berechnete Daten:Grübchenbildung 3,43-Drehmoment am Schneckenrad 36 Nm
kann das ungefähr hinkommen?!
die gezeigten Alternativen -wenn roter Bereich angezeigt wird-ist ja interessant-darum hat Zeiss bzw .Repsold auch so große Schneckenräder verwendet für die großen Refraktoren
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo,
Laut diesem Programm kann man da ja fast alle Losmandy,
und alle Takahashi-Montis zum Sperrmuell karren.......,
meine Montierung werd ich gleich dazu tun,denn meine
Rutschkupplung ist auf 25 dan/m eingestellt,und
da hoehrt man nicht mal eine Aenderug am Motorengeraeusch.
Laut diesem Rechenprogramm haellt eine GP nicht mal die
Windlast bei einem 114 mm Newton,oder ich mache einen
Bedienfehler. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/shocked.gif" alt="" />
 
Hallo Michael,

muß dein Schneckenrad denn ins Wellengehäuse eingebaut werden? Kann das nicht frei außerhalb oder in einem separaten Gehäuse untergebracht werden? Denn ich finde, die 90 mm sind für ein Schneckenrad, 30mm Achsen und dein Teleskop zu klein bemessen. Eigentlich heißt es ja, daß das Rad etwa so groß werden sollte wie der Spiegeldurchmesser. Auf jeden Fall, je größer, desto besser! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

 
Hallo

> Laut diesem Programm kann man da ja fast alle Losmandy,
> und alle Takahashi-Montis zum Sperrmuell karren.......,

Da kannste mal sehen ! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

nein... nein... so schlimm kann's nicht sein ! Auch wir hier
haben diese Montierungen so schon gerechnet und die waren schon ganz in Ordnung.
Welche Eingaben hast Du gemacht ? Stimmt die Schneckenrad Dicke ?

Beim Rechnen mit diesem programm ist ausserdem folgendes zu berücksichtigen:
Das Programm ermittelt die ""Verschleissgrenze"" nicht etwa die Grenze ab der Rad (zB. durch Zahnbruch) "zerstört" wird.
Wenn der Zeiger in den roten Bereich geht, bedeutet dies, dass ab jetzt Verschleiss durch die sogenannte Grübchenbildung an den Zahnflanken des Schneckenrades auftritt.
Das Schneckenrad wird dadurch natürlich noch lange nicht zerstört oder unbrauchbar, es begint jedoch bei kontinuierlichem Betrieb unter dieser belastung zu leiden und abzubauen. Das gilt übrigens nur bei drehung der Schnecke, nur dann tritt verschleiss ein.
Wir benutzen diese Verschleissgrenze um unsere Antriebe mit etwas Sicherheit zu dimensionieren.
Würde man solche Schneckenräder rechnerisch auf "Zahnbruch" prüfen, kämen enorm hohe Kräfte dabei raus. Allerdings macht eine solche rechnung für Montierungsantriebe keinen Sinn, denn schon lange lange bevor es zum Zahnbruch kommt, werden die Verschleisswerte derart hoch, dass ein Schneckenrad für den Montierungsbetrieb unbrauchbar würde. Deshalb nehmen wir die Verschleissgrenze als Massstab.
Jede Montierung kommt unter bestimmten Umständen irgendwann an diese Verschleissgrenze, sei es durch einen Stoss gegen die Montierung oder ein extrem unausgewogenes teleskop. Das Schneckenrad begint dann zu leiden und auf Dauer wirkt sich das auf den periodischen Fehler aus, zerstört wird das Schneckenrad dadurch natürlich nicht.

beste Grüsse
Jörg
 
Re: Und die Rutschkupplung?

hallo,
Upps,vergiss das mal sehr schnell.
Hier ist mein selbst hergestelltes Schneckenrad(270mm),
das Rad ist eine Scheibe,und wird ueber eine Feder
mit einem Drucklager gegen einen absolut schlagfreien
Flansch gedrueckt,natuerlich ist der Druck einstellbar.
So bleibt der Rundlauf erhalten,und durch die Feder
hat man eine Temperaturkompensation. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
Link zur Grafik: http://webplaza.pt.lu/jean2/02/snrd1.jpg
 
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