Wie stackt Ihr mehre Aufnahmesessions

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AstroSchaut

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Hallo zusammen,

Auf meiner Festplatte habe ich Sessions über mehrere Aufnahmetage, welche Vorgehensweise ist hier beim gesamten Stacking der Einzelsessions sinnvoll.

Variante 1: die Stackingergebnisse jeder Einzelsession zusammen stacken.
Variante 2: auf das Stackingergebniss einer einzelnen Session die jeweils neuen Einzelbilder stacken
Variante 3: alle Einzelbilder der Einzelsessions stacken

Wie schaut eure Vorgehensweise aus.

Grüsse

Albert
 
Hallo Albert,

Variante 2 ist definitiv keine gute Idee, denn dein Stacker weiss dann ja nicht, dass das bereits gestackte Ergebnis anders gewichtet werden müsste.
Idealerweise Variante 3, besonders wenn die Sessions unterschiedlich lang sind. Wenn du mehrere Sessions mit etwas gleicher Länge hast geht auf 1.
Welche Software benutzt du denn? Die meisten Stacker kommen ja gut mit mehreren Sessions klar. Bei PixInsight geht das ganz easy, aber sicger auch mit anderen.

CS, Daniel
 
Hallo Albert,
die Bilder der Einzelsessions werden idealerweise sitzungsweise mit den jeweils passenden Darks, Flats und Bias oder Flatdarks korrigiert und aufeinander registriert. Anschließende werden sie alle zusammen gestackt. Das hat z.B. den Vorteil, dass Ausreißer durch Satellitenspuren oder sonstwelche unerwünschten Einmischungen in der größeren Gesamtzahl der Bilder besser identifiziert und ausgeschlossen werden können.

Ein Hinweis: Auch wenn es dir unsinnig erscheint, ist es immer gut, deine Ausrüstung sowie Software zu nennen und Vorgehensweise bei der Aufnahme knapp zu umreißen. Mit einer ungekühlten Kamera gibt es beispielsweise etwas andere Empfehlungen hinsichtlich der Erstellung von Darkframes und wenn du überhaupt keine Korrekturframes anlegst, sieht die Sache wiederum ganz anders aus.
Gruß
Sebastian
 
Hallo Albert,

ich stacke i.d.R. alle Sessions in einem Rutsch. Das mache ich mit PixInsight (WBPP) oder mit AstroPixelProcessor. In beiden Programmen kann man nach Sessions incl. Kalibrierungsframes gruppieren, auch mit unterschiedlichen Belichtungszeiten.

Gruß Jürgen
 
Danke für euere Antworten,

ich habe keine präferiertes Programm und stacke mit Siril, ASTAP, DeepSkyStacker, Fitswork und teilweise auch mit der Funktion "Online Folder" von Sharpcap.

deine Ausrüstung sowie Software zu nennen
Skywatcher Explorer 150P mit Star Discovery AZ SynScan WiFi GoTo , Celestron 90/660 mit Celestron LCM AZ-Goto, ZwoAsi 183Mc und ZwoAsi 120Mc. Bis vor kurzem habe ich dazu Sharpcap und AstroTortilla zum Platesolving verwendet. Seit neuestem bin ich (endlich) Windows frei und benutze INDI auf Basis von
KStars und EKOS.

ich stacke i.d.R. alle Sessions in einem Rutsch.
Das ist auch die von mir bevorzugte Methode, jedoch habe ich den Eindruck, das Fitswork die besten Ergebnisse liefert, aber im Vergleich zu Siril oder ASTAP muss man bei einem Stapelverarbeitungs Job am Rechner bleiben um Bilder manuell im Dialog von der Verarbeitung auszusortieren.

Ich habe öfter alle 3 Varianten ausprobiert, jedoch den Eindruck gewonnnen, daß das beste Einzelergebnis, auch durch einen Gesamtstack nicht übertroffen wird.
Für die Entscheidung, welche Session das beste Bildmaterial liefert, stacke ich die Einzelergebnisse jeder Session und lasse dann die Summenbilder von ASTAP analysieren.

Grüsse

Albert
 
Ich habe öfter alle 3 Varianten ausprobiert, jedoch den Eindruck gewonnnen, daß das beste Einzelergebnis, auch durch einen Gesamtstack nicht übertroffen wird.
Na ja. Es gilt der alte Grundsatz: Wenn es gut aussieht, ist es auch gut. Es muss dir gefallen. Die korrekte Vorgehensweise habe ich oben beschrieben. Sie setzt voraus, dass man einen Satz korrekt erstellter Korrekturframes hat. Sofern man nicht alles in Pixinsights WBPP-Script verarbeitet, sollte man auch wissen, wozu man diese Frames erstellt und wie man sie einsetzt.
Gruß
Sebastian
 
alle Frames in PI zusammenzurechnen ist der offizielle Ansatz.

Aber auch PI WBPP tut sich schwer,
bei sehr vielen Einzelframes mit stark verschieden hellen Hintergrundgradienten den Anteil der Frames im Stack entsprechend zu wichten.
Bsp: Session mit Vollmond und ohne Mond bei sehr schwachen Signal.

Da kann die Wichtung des SNR gegenüber PSF dazu führen, dass dass helle Vollmond-Signal gewinnt und den Stack „verwässert“

In dem Fall lohnt es sich den Stack einer einzelnen Session mit zu betrachten.

Es kann frustrierend sein, dass eine ganze Session bei schlechteren Seeing umsonst war, weil der Gewinn praktisch Null ist

PS: natürlich kann man in PI mit dem Tool Subframe Selector es sehr fein justieren.
Physikalisch gesehen, ist jeder frame ein Gewinn
 
Hallo Albert

Wenn du mit siril arbeitest, hast du dann mal die Oberfläche sirilic ausprobiert?
Da kannst du ein Projekt anlegen, alle Sessions der einzelnen Nächte hinzufügen und dann optional alle Einzelbilder zu einem Stack verarbeiten lassen oder alle Einzelsessions zuerst stacken und dann zu einem Gesamtbild stacken lassen oder auch nur die Ergebnisse der einzelnen Sessions ausgeben lassen.
Und mit sirilic wird alles automatisch durchgeführt. Nach dem Start muss man nicht vor dem PC sitzen bleiben.
Meine Erfahrung zur Qualität war bisher, dass siril die besten Bilder erzeugt hat. Vor allem hat es inzwischen tolle Optionen zur Registrierung die ich nicht mehr missen möchte.

VG und CS
Tom
 
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