wie und wo Ringblenden an einem Newton Teleskop

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dordoom

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ein Hallo an alle Selbstbauer,

möchte gern mein 8" f5 Fotonewton weiter optimieren.
Bei einigen Kaufgeräten werden neuerdings Ringblenden eingesetzt.
Hatte jemand bereits Erfahrungen damit?
Habt ihr Tipps bzgl. der Berechnung und dem Anbringen der Blenden?
Wie groß wäre der Nutzen solcher Blenden?

Beim googeln im Netz bin ich auf eine sogenannte Lichtfalle (Blendenkonstruktion) gestoßen, welche gegenüber dem OAZ angebracht wird? Gibts hierzu schon Erfahrungen?

Für Input wäre ich euch sehr dankbar


Grüße Thomas
 
Hallo Thomas,

bei einem Newton würde ich mir den Aufwand sparen. Wenn der Tubus einen üblichen (eigentlich zu kleinen!) Durchmesser hat, sind solche Blenden eher eine Gewissensberuhigung als eine echte Lösung. Nur bei großem Tubusdurchmesser ist eine Konstruktion möglich, wo man nur mehr auf die Blenden, aber nicht mehr auf die Tubuswand blickt.

Bei einem übliche Tubus setze ich auf Velourfolie im gesamten Tubus. Dazu eine Taukappe als Tubusverlängerung vorne (ich hab eine flexible genommen, wegen Transport und Aufbewahrung). Wichtig ist auch, jede kleine Quelle von Spiegelungen aufzuspüren und zu schwärzen. Da sind Auszugsrohr (Aussenfläche und Stirnfläche im Tubus), Fangspiegelrand und Fangspiegelhalter so wie diverse Schrauben und Blechteile beliebte Lichtquellen, wenn zum Beispiel der Mond im richtigen Winkel draufscheint. Einfach Teleskop knapp neben Mond oder eine Strassenlaterne richten, und durch den leeren Okularauszug schauen. Da blitzen im Tubus oft Dinge auf, an die man nie gedacht hätte. Und matter schwarzer Lack reflektiert bei streifender Beleuchtung verflixt gut.

Die Lichtfalle ist sicher eine gute Idee, aber viel Aufwand, um bei ungünstigen Umgebungsbedingungen vielleicht noch etwas weniger Streulicht reinzubekommen. Da ist mir ein handlicher Tubus ohne "Rucksack" wichtiger.

Und zur thermischen Seite: Blenden und Einbauten, die nahe an den Strahlengang herankommen, können zum lokalen Aufsteigen warmer Luftschlieren quer durch den Tubus führen. Ein Velour, in maximal möglicher Entfernung vom Strahlengang, ist sicher günstiger. Da bleibt die Strömung hoffentlich in Wandnähe und stört den Strahlengang wenig.

Clear Skies
Arnold
 
Hallo Arnold,


danke für deine schnelle Antwort.

Vielleicht kurz was zu meinem Newton.

Es ist ein kompletter Eigenbau, mit fotografischer Auslegung.
Bis auf Spiegel und OAZ ist alles Selbstbau (keine weiteren Fertigkaufteile)

Tubus aus Hartpapier mit 4 mm Wandstärke und 25 cm Innendurchmesser. An beiden Öffnungen jeweils innen mit einem 15 cm breiten Versteifungsring (gleiches Material wie Tubus -> effektive Öffnung 24,2cm) zusätzlich stabilisiert.
Tubusinnenseite mit Velourfolie ausgeklebt und alle inne liegenden Schrauben und Teile mit Velourfoliestückchen abgeklebt.
Tubuslüfter ist auch mit dran (saugend), wobei sich das Tubusseeing mit laufenden Lüfter bei mir verschlechtert. Das hab ich auch schon öfters gelesen, dass so mancher die gleiche Erfahrung gemacht hat.

Mein Beobachtungsplatz befindet sich am Stadtrand in einem Mietshaus (Dachgeschoss) an einer Hauptstrasse. Daher fang ich mir recht viel Streulicht ein. Und durch die größere Tubusöffnung wirkt sich das recht heftig aus. Zumindest mehr als bei meinem ersten Kauf-Newton (mit viel zu engem Tubus). Daher die Überlegung mit den Blenden.

Das von dir angesprochene Problem mit gestörtem Luftstrom bei vorhandenen Blendenringen kann man meiner Meinung nach durchaus umgehen. Blendenringe einfach mit Löchern versehen und diese mit geeigneten dünnen Stoff bekleben. Oder an den Blendenringe sowas wie schräge Lamellen anbringen (vom Prinzip wie bei einer Jalousie). Oder einfach Durchbrüche in die Blendenringe schneiden und so anordnen, das bei dem benachbarten Blendenring auf gleicher Höhe kein Durchbruch ist (oh je, ziehmlich blöd beschrieben, hoffe aber man versteht mich was ich meine)

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Dein Tipp mit der extra lange Taukappe wäre natürlich eine gute Idee. Das werd ich auf jeden Fall mal ausprobieren.


Danke und Grüße
 
Hallo Thomas,

im Buch Telescope Optics von Rutten und van Venroii ist ein Abschnitt der zeigt wie man sehr genau Blenden zeichnerisch ermitteln kann.
Ich hatte vor jahren einen 10 Zoeller mal so ausgeruestet, Tubus war innen 300mm. Blendenmaterial alte Offsetdruckplatten aus Alu, 0,3mm stark. Das Material laesst sich sehr gut mit der Schere bearbeiten und bleibt schoen scharfkantig.
Die ganze Geschichte wurde dann auf 4 M3 Gewindestangen aufgefaedelt und mit Muttern und Scheiben positioniert.
Zum Tubus blieben 3mm Luft.
Die ganze Geschichte ist natuerlich schon aufwendig, vor allem der Zusammen- und Einbau.

Streulicht behaupte ich mal hatte ich keins, allerdings fehlte mir der Vergleich zu Velour. Mit dem arbeite ich mittlerweile auch ab und an, aber ich mag das Zeugs nicht.

Leider hab ich zur Zeit keinen zugriff auf genanntes Buch, vieleicht kann ja jemand anders mit Dir Kontakt aufnehmen und dir eine Kopie der zwei Seiten schicken.
Es gibt allerdings auch Programme die sowas errechnen, muesstes Du vieleicht mal googln.

Gruesse
Hans
 
Hallo Hans,

dank dir für deinen Beitrag.

bzgl. Programme habe ich bereits schon intensiv gegoogelt. Leider habe ich nur 1 Programm (NEWT25) gefunden, welches aber nicht auf meinem Win7 (64 Bit Version) Rechner läuft.


Wenn jemand mir die 2 Seiten einscanen könnte, wäre ich sehr dankbar.
 
Hallo Thomas,

wenn Du Dich bis Anfang September gedulden kannst und sich sonst niemand meldet, dann kontaktiere mich nochmal mit PM.

Gruss

Hans
 
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