(Wieder) Einstieg mit Ziel Planetenbeobachtung

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 3058
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Ehemaliges Mitglied 3058

Hallo zusammen,

nach fast 3 Jahren ohne möchte ich wieder nach Oben schauen.
Leider weis ich einfach nicht was ich nehmen kann und soll.
Mir ist das schnelle auf und abbauen sehr wichtig, Mobil sollte es auch sein. Was nicht heißt das ich mit dem Auto zu meinem Platz fahren kann sondern zu Fuß hinlaufen will und mich nicht als Packesel fühlen will.

Hauptziel sollte nur die Planetenbeobachtung sein und keine Deep Sky Objekte oder ähnliches.

Preislich habe ich derzeit ein Maximales Budget von 550 Euro für alles.

Was halltet ihr von einem William Optics 66mm SD APO, das habe ich angeboten bekommen.

Danke für "jede" Rückmeldung

cs
Sascha
 
Hallo Sascha,

66mm Öffnung ist für Planeten wohl viel zu wenig Öffnung! Hast du dich denn schon mal z.B. hier im Forum belesen? Es gibt unzählige Threads, in denen diese Frage kommt und umfassend beantwortet wird. Stichwort Dobson! Den 66mm Refraktor kannst du gleich wieder vergessen. :)



Viele Grüße,
Christian
 
Hallo,

der Willi ist zu klein. Du willst mobil zu fuß das ganze gerödel irgendwo hin tragen und nicht mehr als 550 Euro ausgeben, auf und abbau soll schnell von statten gehen. Ok. Dann hol dir einen 4.5" f/8 oder einen 6" f/6 Newton oder einen 90/900 Refraktor oder einen Mak deiner Wahl und hol dir dazu eine Rockerbox, z.b. Alpha

Grüße
Matthias
 
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Danke erstmal für die Antworten, das geht wie immer fix hier :)

@Christian_P: Ja im Forum habe ich mich schon belesen, nur komme ich bei zu vielen Antworten immer mehr ins Grübeln :)

@Feldstecher: Danke, ich denke ein Refraktor wäre vielleicht eine Möglichkeit. Wenn ja, welcher wäre dann hier "gut"?

Ein Dobson finde ich Persönlich schon zu Groß und "unhandlich".

Ein Maksutov Cassegrain - 127mm Öffnung / 1500mm Brennweite wurde mir schon von einem sehr Netten User hier für einen guten Preis angeboten. Das wäre in einem Transportkoffer auch noch Tragbar. Der unterbau war und ist aber auch hier das schwere.

Viele Grüße
Sascha

 
Hallo Sascha,

ich besitze als Zweitscope auch so einen 127/1500 Mak und bin davon begeistert, der bietet eine tolle Performance am Planeten und ist super kompakt.

Der müsste zur Not auch noch auf eine EQ-2 passen und die ist nicht all zu schwer.

Aber nur ein Tip am Rande: Lege dich nicht so auf Planeten fest! Oft sind einfach keine am Himmel zu sehen bzw. stehen sehr schlecht(So wie jetzt). Oft ist auch das Seeing schlecht für Planeten etc und man möchte trotzdem spechteln. Da kommen dann wenns schön finster ist die Deep Sky Objekte. Die machen aber keinen Spass wenn man zu wenig Öffnung hat!

Gruß, Gerry
 
Der Mak ist sicher ein gutes Planetenrohr (Nachteile: eventuell vorhandenes Spiegelshifting und er möchte gerne ausgekühlt sein, aber da du ja zu fuß durch die nacht läufst erledigt sich das ja en passant). Den kannst du ja auch azimutal montieren (AZ4, GSO AZ) oder auf die oben verlinkte Rockerbox. Was ist bei dem Angebot für ein "Unterbau" mit dabei? Wenn sich Tubus und Montierung trennen lassen kannst du den "Unterbau" ja austauschen.
Grüße
Matthias
 
@Gerry_K: Danke für die Info dann lag ich mit meiner Einschätzung nicht ganz so falsch das ein MAK nicht soooo schlecht ist. Die EQ2 hatte ich dabei auch im Auge war mir aber nicht ganz sicher.

Der Tipp sich nicht festzulegen werde ich nun auch bedenken.


@Feldstecher: Bei dem Angebot ist nur der OTA mit dem Zubehör (http://www.astroshop.de/skywatcher-maksutov-teleskop-mc-127-1500-skymax-bd-ota/p,14981). Alles andere müsste ich noch dazu Kaufen. Denke das die EQ2 vom Preis auch sehr gut ist und das Gewicht da auch nicht so sehr über die Stränge schlägt.
 
ich hab nochmal nachgedacht... ob die EQ-2 für dem Mak 127 reicht kann ich nicht sagen, aber für Planeten willst Du hoch vergrößern und wenns dann wackelt macht das keinen Spaß. Vielleicht gibts hier ja jemanden der das weiß (oder google mal) ob die EQ2 ausreichend ist. Eine parallaktische Montierng musst du wenigstens pi mal daumen einnorden, sonst macht die keinen Sinn. Ich meine nur wegen schnellem auf- und abbau und so, aber mit Kompaß oder ungefährer Peilung des Polarstern sollte das innert Minuten erledigt sein. Alternativ kannst du einen kleineren Mak nehmen und die EQ2. Ich habe einen Mak 105/1470 (auf einer EQ-5) und der zeigt Jupiter und Saturn sehr schön und Mars als er vor ein paar Jahren ziemliche nahe war, war eine echte Pracht. 2018 isses ja wieder soweit. Mondphotos mache ich damit auch. Planeten mit azimutaler Monti und einem Mak hab ich selbst noch nicht probiert, und weiss jetzt -obwohl ichs oben geschrieben habe - nicht obs so toll ist, da das Gesichtfeld im Mak doch
eher klein ist und gepaart mit hoher Vergrößerung rauscht der Planet wahrscheinlich recht schnell durch - da ist die parallaktische Montierung von Vorteil, da du nur in einer Richtung drehen musst (falls eingenordet). Von der Handlichkeit ist so ein kleiner Mak echt super. Nur über die Montierung und was Du schleppen willst musst Du dir noch klar werden. Gegenbenfalls lieber eine kleiner optik wählen.
Viel Erfolg
Matthias
 
Hallo Sascha,

mir ging es ganz ähnlich wie dir: Nach mehrjähriger Astro-Abstinenz kam auch der Wunsch auf, mal wieder etwas Mond und Planeten zu gucken und dafür ein spezialisiertes, zu Fuß (Ich habe kein Auto) leicht transportierbares kleines Teleskop zu kaufen, bei mir wurde es dann der 90mm-Mak erst auf EQ1, später auf AZ4. Ich kann vom kleinen Mak auch nur Gutes berichten: Wahrscheinlich das kleinste und leichteste ernstzunehmende Teleskope, das es überhaupt im Handel gibt, und an Mond und Planeten eine knackscharfe, enorm kontrastreiche Abbildung, dank des gutmütigen Öffnungsverhältnisses auch mit günstigen Okularen. Mein 90mm-Mak ist meinem alten Vixen 114/900 Newton an Mond und Planeten klar überlegen und meinem 80/600-Halbapo etwa ebenbürtig. Wenn der 90er schon so eine gute Leistung hinlegt, wird der 127er sicher erst recht ein herrlicher Mond- und Planetenspezialist sein.

Was die Montierung angeht, würde ich, wenn du zu Fuß unterwegs bist, vielleicht eine azimutale Montierung andenken, damit ist die Nachführung bei hohen Vergrößerungen etwas anstrengender, aber du sparst eine Menge Gewicht. So wild ist das mit der Nachführung aber auch nicht - kürzlich habe ich einen 114/900 Newton auf der AZ4 benutzt und dabei bis 143x vergrößert, was noch ganz gut ging, irgendwann verinnerlicht man das Nachführen an beiden Achsen auch. Die AZ4 bspw. ist noch relativ günstig (160€ mit Alu- und 220€ mit Stahlstativ, wobei das Stahlstativ zu Fuß definitiv nicht transportierbar ist, wie ich schmerzlich feststellen musste), nicht allzu schwer und wird den 127er Mak mit links tragen, immerhin sitzt da mein ein ganzes Stück längerer 80mm-ED samt Prismenschiene, Rohrschellen, Zenitspiegel und 2"-Okular noch sehr stabil. Von der etwas teureren Vixen Porta hört man auch viel Gutes.

Meiner Erfahrung mit dem 90mm-Mak nach sind diese kleinen Travelmaks als hochtransportable Mond- und Planetenspezialisten also wirklich empfehlenswert. Allerdings prophezeie ich, dass es dir, wenn der Astrovirus zurück ist, rasch so gehen wird wie mir: Da will man dann schnell doch auch Richfield und ein wenig Deep Sky und ist schnell auch bereit, lange Wege mit ÖPNV aus der Stadt heraus in Kauf zu nehmen und sich ein universelleres Kompaktteleskop zuzulegen, was bei mir dann der 80/600 ED wurde ;-)

CS,
Fabian
 
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Hi,
ich bräuchte noch ne Definition Deiner Mobilitätsanforderungen um dazu etwas zu sagen.

Ansonsten zu dem im Raum stehenden Punkten
EQ2 und 127iger Mak- NEIN, das geht gar nicht, siehe meine Montierungstabelle auf der HP. EQ3 wäre ok.

Nur Planeten - ich denke auch, das ist gewagt sich so festzulegen.

Die enge preisliche Limitierung führt dazu, dass parallaktische Varianten nur zu Lasten Sehergebnis gehen.

Insofern würde ich tendenziell darauf verzichten und azimutal wählen.
Als Monti kommen dann z.B. in Frage: Giro - auch Mini , Porta, AZ4 oder halt doch Dobson
Als Gerät z.B. 80mm- 100mm FH mit f/10, Travelmaks, gebrauchter 80mm ED, 114/900 Newton aufwärts.

Denke mal über Bollerwagen oder Sackkarren nach ;)
Und, man kann auch - trotz anderer ASpezialisierung - mit eine 6" f/5 Newton schön Planeten gucken. ;)
CS



 
@Fabian: Hi Fabian, was mich ein wenig wundert...
wie kommst du darauf, dass dein 114/900mm Newton von Vixen deinem 90mm Mak unterlegen sein soll? Da stimmt etwas nicht. ;) Das dürfte eigentlich nicht sein. Den MAKs wird ja gerne höhere Leistung zugesprochen. Ich frage mich warum. Einen logischen Grund gibt es aus meiner Sicht da nicht. Der Newton sollte besser sein, es sei denn er ist nicht optimal eingestellt.


Gruß,
Christian
 
Hallo Christian,

den 114/900er habe ich vergangenen Monat an fünf Beobachtungsnächten einsetzen können, sodass die Eindrücke noch frisch sind, und an Mond und Planeten lag seine Leistung klar unter der des Mak, obwohl ich ihn neu justiert hatte. Jupiter zeigte im Newton nur die beiden Hauptwolkenbänder und eine leichte Verfärbung in der Polregion, der Mak bei seinem letzten Jupiter-Einsatz dagegen bereits einige Unregelmäßigkeiten innerhalb der Wolkenbänder. Wobei der Vergleich vielleicht nicht ganz fair ist, da Jupiter beim letzten Mak-Einsatz schon ein ganzes Stück höher am Himmel stand als bei der früheren Beobachtung mit dem Newton. Auch der Mond machte im Mak einfach einen knackigeren Eindruck mit härteren Licht- und Schattenkontrasten, das Bild im Newton war da auch bei gutem Seeing ein bisschen schlechter. Saturn stand bei beiden Beobachtungen so tief, dass ein sinnvoller Leistungsvergleich nicht mehr möglich war. Ich vermute, dass die von mir wahrgenommene und von vielen anderen Mak-Nutzern auch berichtete Überlegenheit des Mak gegenüber einem Newton an Mond und Planeten darauf zurückführen ist, dass bei den sehr langen Brennweiten der Maks die Beugungsscheibchen größer werden, die Lichtstrahlen dadurch kaum außerhalb des Beugungsscheibchens fallen. Bei einem geschlossenen System wie einem Mak gibt es kaum Tubusseeing (Wenn es voll ausgekühlt ist, versteht sich, was bei größeren Maks ja eine ganze Weile dauert), außerdem kommt er aufgrund seines Öffnungsverhältnisses mit einfachen Okularen besser zurecht als ein Newton. Zudem hat der Mak keine störenden Fangspiegelstreben.

CS,
Fabian
 
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@Andreas: Mit Mobilität meine ich nur zu Fuß ohne Bollerwagen oder Sackkarren ;). Mein Platz ist so ca 500-1000m weit weg.

Ich möchte mich auch nicht zu Tode schleppen, also soll heisen alles zusammen unter 10 KG. Eine Tasche für das Stativ und Montierung und eine für Tubus.

Mein Preislimit ist halt derzeit nicht mehr nach oben zu schrauben damit es für den Anfang wieder überschaubar ist. Wenn ich im Gebrauchtmarkt schaue wird sich da sicherlich etwas finden was Neu über den 550 liegt.

Mit dem MAK hätte ich ja nicht nur Planeten beobachten können sondern auch den "Rest".

Viele Grüße
Sascha
 
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Hallo Sascha,

nimm doch den Mak 127 und bestell dir noch die AZ4 dazu. Mit dem 10kg limit ist, so denke ich, eine parallaktische Montierung (bei der auch noch Gegengewichte dazu kommen) eigentlich immer drüber. Der Mak wiegt ja schon ca. 4 kg, dann hast noch Okulare, Sternkarte, Rotlichtlampe, und warme Klamotten, Thermoskanne etc. Den Mak kannst in einen Rucksack, die AZ4 links unterm Arm und rechts das Kleinzeug.
Matthias
 
Hallo Fabian,

deine Aussage kann ich nur bestätigen. Ich hab 2 Newtons (den 114er seit 35 Jahren) und einen Mak seit 10 Jahren, und der Mak ist am Planeten und Mond schon sehr gut und ja meine Newtons sind richtig justiert.

Grüße
Matthias
 
Hallo Sascha,

ich bin auch immer zu Fuß unterwegs (i.d.R. ca. 3km) und kenne daher das Gewichtsproblem. Da ich mit einem 150mm f/5 Newton auf einer NEQ-3 unterwegs bin, kommen da immer ca. 20kg zusammen. Man hat ja auch immer noch einen Campingstuhl, eine Thermoskanne, etc. dabei...
Das ist mit einem guten Trekking-Rucksack aber kein Problem.

Die von dir angesetzten 10kg halte ich persönlich für etwas kritisch.
Der 127er Mak wiegt allein schon ca. 3,5kg.
Dazu kommen Zenitspiegel, Okulare, Sucher, Filter, Barlow, etc. also mindestens nochmal 1 kg.
Dazu ein Campingstuhl und die Thermoskanne nochmal mindestens 1 kg.
Bleiben noch ~4 kg für die Montierung übrig.

Zu azimutalen Montierungen kann ich nichts sagen, aber zu der EQ-2/3:

Die EQ-2 trägt laut Hersteller 4,1kg. Das Ganze wäre also schon sehr kritisch mit dem 127er Mak.
Dazu kämen noch ~4kg Gegengewicht, sowie das Gewicht der EQ-2 selber. Hier findet man mit 1,5kg immerhin die Gewichtsangabe des Stativs.
Da wärst du also ingesamt schon bei mindestens 11kg ohne die eigentliche EQ-2.

Die NEQ-3 sollte mit dem 127er Mak zurecht kommen. Allerdings wiegt sie samt Stativ ca. 7 kg, d.h. du bist hier insgesamt schon bei guten 15kg.

Zumindest was parallaktische Montierungen betrifft wirst du mit der 10kg-Anforderung also nicht weit kommen.
Ich kann dir jedoch empfehlen das Ganze mal mit einem 70 Liter Trekking-Rucksack zu versuchen. Da bekommst du viel hinein und es lässt sich gut tragen, auch über längere Distanzen.

Grüße,
Steffen
 
Ich würde mich an deiner Stelle erst nochmal wegen den azimutalen Montierungen erkundigen. Hier wäre z.B. die bereits angesprochene AZ-4 die bis zu 8kg (?) tragen soll.
Da würden immerhin schon die 4kg Gegengewicht entfallen...

Zitat von Lustmolch:
Die NEQ-3 inkl. Montierung müsste ja in so einen Sack passen? (http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p2228_TS-Optics-Stativtasche-fuer-Fotostative-und-kleine-Linsenfernrohre.html)
Das Alu-Stativ passt da sicherlich rein, bei der EQ3 könnte es aber knapp werden. Die Montierung würde ich eher im Rucksack transportieren.

Zitat von Lustmolch:
dann muss ich nur noch jemaden finden der seine NEQ-3 inkl. Montierung Verkauft :)
Ich weiß ja nicht, welchen 127er Mak du anschaffen willst, aber es gibt da Folgendes von Skywatcher für 512€:
Skywatcher Maksutov Teleskop MC 127/1500 SkyMax BD NEQ-3.
Woanders findet man ihn u.U. bestimmt noch günstiger, evtl. auch gebraucht.
 
Hallo Sascha,
in deinem 1. Post schreibst Du:
Mir ist das schnelle auf und abbauen sehr wichtig

Aufbau parallaktisch:

  • Monti auf Stativ setzen (wg. transport)
  • Monti grob einnorden
  • Gegengewichte anbringen
  • Tubus auf die Monti schnallen
  • pi mal daumen ausbalancieren

Aufbau azimutal:
  • Tubus auf die Monti schnallen

Ich will hier keine Überzeugungsarbeit leisten, aber dein Eingangsstatement passt eher zu einer azimutalen Montierung als zu einer parallaktischen.
Grüße
Matthias

 
Wenn es um die Nachführung geht: für einen ähnlichen Preis bekommst du auch einen 4" oder 5" Mak auf einer azimutalen Goto. Die führt dann auch nach, ist bei dem kleinem GF und der Vergrößerung an Planeten auch nicht verkehrt.
 
Hi

@Fabian: Ich danke dir für die ausführliche Beschreibung deines Vergleiches. Ich muss dein Urteil hier natürlich anerkennen, denn es sind ja deine Beobachtungen. Aber mich wundert das doch sehr stark und es bleiben Zweifel auf meiner Seite: 9cm gegen 11,4cm ist ein klarer Öffnungsvorteil für den Newton. Die Obstruktion ist in einem ähnlichen Bereich, jedenfalls nicht so unterschiedlich, dass sie den Ausschlag geben kann. Wenn der Newton einen Kugelspiegel bei ca. f/8 hat, dann zieht das seine Leistung ein wenig herunter, aber der MAK müsste optisch sehr gut sein, sodass beide dann ungefähr gleich sind. Aber auf keinen Fall dürfte der MAK deutlich besser sein, so wie du es schreibst. Da stimmt dann etwas nicht. So gut kann der MAK als Teleskoptyp gar nicht sein. ;) Wo soll der die Mehrleistung hernehmen?


Viele Grüße,
Christian
 
@Feldstecher: Ja du hast recht, ich habe halt wieder den Virus :) Sorry ;)

@MoonSeeker: Ja genau der ist es, bekomme in Neu für 250 Euro was ich einen guten Preis finde.
Die AZ-4 scheint da ja noch zu gehen, denke das es von Gewicht/Zeit/Preis die Kostengünstigste Lösung ist mit der ich was anfangen kann.

Weitere Meinung sind gerne Willkommen.
 
@Sascha.
Mit dem MAK hätte ich ja nicht nur Planeten beobachten können sondern auch den "Rest".

Hm, ich habe ja mit meinem - kleineren - Mak auch einige sehr schöne Deep Sky-Beobachtungen gemacht, aber dir muss klar sein, dass Maks wirklich auf Mond und Planeten spezialisiert sind und du starke Abstriche in Kauf nehmen musst, wenn du damit doch einmal Deep Sky beobachten willst. Da ist zum einen das bei 1,5 Meter Brennweite sehr kleine erreichbare Gesichtsfeld, bei dem sehr große Objekte wie die Andromedagalaxie oder große Gasnebel gar nicht komplett überschaubar sind und viele andere Objekte vielleicht gerade noch ins Gesichtsfeld passen, aber nicht mehr besonders reizvoll wirken, wenn sie nicht in weiten Raum eingebettet sind, bspw. h&chi oder andere größere offene Sternhaufen. Auch sind stark obstruierte 127mm Öffnung nicht allzuviel für Deep Sky. Beim Mak wird wirklich enorm viel Licht geschluckt, bis es mal in deinem Auge ankommt, bei DS-Objekten wird es da schon bei mittleren Vergrößerungen schnell duster. Für Deep Sky-Beobachtungen ist mein 80/600 ED mit nominell weniger Öffnung unvergleichlich besser geeignet als mein Mak. Einen Mak halte ich nur für empfehlenswert, wenn du wirklich nur Mond und Planeten beobachten willst. Wenn du dagegen ein zu Fuß transportierbares Kompaktteleskope suchst, mit dem alle Beobachtungsbereiche abgedeckt werden, hielte ich einen kleinen ED für sehr erwägenswert. Ich habe seit Kurzem den Skywatcher 80/600 ED und bin sehr begeistert davon: Richfieldfähigkeiten wie ein Großfernglas, an Mond und Planeten die Leistung eines kleinen Mak und bei Deep Sky immerhin vergleichbar mit einem 114/900 Newton. 80mm Öffnung sind nicht viel, aber er holt aus diesen 80mm so ziemlich alles heraus, was überhaupt geht. Allerdings sind EDs mit der notwendigen Basisausstattung doch schon ein Stück teurer als der Mak.

@Christian.
9cm gegen 11,4cm ist ein klarer Öffnungsvorteil für den Newton.

Ja, aber was nützt mir die etwas größere Öffnung, wenn das größere Gerät seeinganfälliger ist und deswegen meistens unterhalb seiner theoretischen Leistungsfähigkeit bleibt, während das kleinere Gerät wesentlich häufiger dazu kommt, sein Potential auszuspielen? Neben der größeren Seeinganfälligkeit eines Newton kommen wie gesagt noch die Fangspiegelstreben dazu, die Spikes bilden und damit die Detailerkennbarkeit reduzieren. Und schließlich müsste man sich für einen konkreten Vergleich von zwei Geräten die Qualität der Spiegelverarbeitung ansehen: Ein kleineres Gerät mit einem Strehlwert von 0,9 kann ein größeres mit einem Strehlwert von 0,8 übertreffen. Die nominelle Öffnung allein ist noch nicht ausreichend, um die Leistungsfähigkeit eines Teleskops zu bestimmen. Ein 8"-Billigdobson wird gegen einen 6"-Vollapo auch ziemlich alt aussehen (Womit ich natürlich nicht sagen will, dass das qualitative Verhältnis zwischen meinem Vixen-114er und meinem Chinamak so aussehe, der Vixen ist ein sehr ordentliches Teleskop, aber man muss halt mehr Faktoren als nur die nominelle Öffnung berücksichtigen).

CS,
Fabian

EDIT: @Matthias.
Hier wäre z.B. die bereits angesprochene AZ-4 die bis zu 8kg (?) tragen soll.

Ich bin mit der AZ4 zwar sehr zufrieden, insbesondere angesichts des günstigen Preises, aber 8 Kilo würde ich ihr nicht unbedingt zumuten wollen. Das wird sie zwar noch irgendwie tragen, aber viel Beobachtungsspaß gäbe es dabei wahrscheinlich nicht. Wobei ich in englischsprachigen Foren auch schon etliche Erfahrungsberichte von Leuten gelesen habe, die ein C8 auf der AZ4 benutzen und damit zufrieden sind. Wobei die Toleranz gegenüber Wackeln und Ausschwingzeit ja individuell sehr verschieden ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Übrigens ein kleiner Nachtrag zum Thema Mond- und Planetenqualitäten des Mak: Ich war gerade mit dem 90/1250er Mak ein bisschen zum Mond- und Jupitergucken draußen und habe spaßeshalber mal die 6mm-Goldkante eingesetzt, die ich für den ED gekauft hatte, womit ich am Mak auf für 90mm Öffnung ziemlich irrsinnige 208-fache Vergrößerung komme (Normalerweise nutze ich 125x als Höchstvergrößerung). Ich habe nicht schlecht gestaunt, am Mond problemlos scharfstellen zu können und ein richtig gutes, sehr detailreiches Bild zu erhalten, bei dem das Abfahren des Terminators ein wirklicher Genuss war. Am Jupiter war das Bild dagegen schon recht flau und nicht mehr ganz scharfzustellen, aber durch das schlicht viel größere Planetenscheibchen war die Erkennbarkeit ausgedehnterer Details leichter als bei 104x im 12mm-Okular, so habe ich bspw. bei 208x den GRF deutlicher sehen können als bei 104x, wo das Planetenscheibchen zwar viel schärfer ist, wegen der geringen Größe aber die Trennung des GRF vom Wolkenband etwas knifflig. Wobei es am Jupiter schon sehr grenzwertig war, ästhetisch besonders schön war das Bild nicht mehr. Dass man mit dem Zwerg bei über 200-facher Vergrößerung am Mond noch ein wirklich gutes und am Planeten ein mit Abstrichen akzeptables Bild bekommt fand ich jedenfalls ziemlich beeindruckend und bestärkt mich darin, den kleinen Mak trotz ED-Refraktor als ultrakompakte Mond- und Planetenröhre für den spontanen Einsatz zu behalten.

CS,
Fabian
 
Hallo,

Randbemerkung: Speziell am Mond gehe ich mit meinem 127/1500er MAK mit dem 5mm Skywatcher UWA bei ruhiger Luft auch auf 300-fach, was zunächst überhöht klingt. Allerdings bin ich mit dem Bild hier zufrieden. Bei Jupiter ist damit aber nix mehr zu holen. Da bleib ich lieber bei 10mm und 150fach.

Beste Grüße,

Achim
 
@Fabian: Hi, Fabian, ich denke mal dass Seeingabhängigkeit noch nicht die Rolle spielen wird. Dazu sind die Öffnungen noch zu klein. Natürlich gibt es aber Unterschiede. Ich frage mich aber immer noch, wie der 90mm MAK deutlich besser sein kann, wie das 114mm Vixen Newton. Wenn du das so beobachtet hast, muss man das erst mal so stehen lassen. Die höhere Brennweite des MAK gegenüber dem Newton könnte zu einer schwierigen Vergleichbarkeit führen, die einem eine Überlegenheit in Form von höheren Vergrößerungen mit längeren Okularbrennweiten vorgaukelt. Die Okulare spielen also auch schon wieder eine Rolle. Das macht einen Vergleich umso schwieriger. Das Auflösungesvermögen von 114mm ist allerdings klar besser. Bei beugungsbegrenzter Abbildung sollte der Newton unter guter, ruhiger Luft mindestens gleich viel wenn nicht sogar mehr zeigen. Wenn er auch einen etwas geringeren Kontrast zeigt. Allerdings ist der MAK auch mit Obstruktion belastet, sodass er nicht mit Kontrast glänzen kann. Fangspiegelstreben verursachen zusätzlichen Kontrastverlust, der allerdings sehr gering ausfällt und meist praktisch unter den Tisch fällt.

Die kompakten Maße sind bei so einem kleinen MAK natürlich das Argument schlechthin, den Vorteil sehe ich auch an meinem C8.


Gruß,
Christian
 
Hi Christian
die Frage braucht man sich nicht zu stellen.
So lange die beiden Röhren nicht gleichzeitig nebeneinander stehen ist jede/r Schlußfolgerung/ Vergleich bestenfalls eine Halbwahrheit.
Wer lange genug dabei ist weiß das auch.
Ich habe seit 10 Jahren so einen Travelmak 90. Ein gutes Exemplar, gut ausgekühlt mit gutem ZS und Okus kann schon einiges leisten. Auch die 200fach am Mond wie Fabian beschrieb.
Ich hatte sogar mal eine Nacht da sah man mit dem 90iger Mak mehr am Jupiter als mit einem C8 nebendran. jetzt könnte man auguren.... aber nein, Ursache ist einfach das Seeing, speziell im Tubus des C8 gewesen.
Es war ein warmer Sommertag der sich über nacht aber schnell abkühlte. Während der Mak nach einer Weile die Abkühlung mitging und die ansonsten ruhige Luft volle leistung zuließ, rannte das C8 der Temperierung hinerher und war schon bei 100fach matschig.
Das war eine Nacht, ist aber keine Basis für ein Pauschalurteil ;)
CS
 
Hallo Leute,

solche unterschiedlichen Einschätzungen liegen immer an den Äpfel-/Birnenvergleichen (unterschiedliche Spsteme) und das noch nicht mal direkt nebeneinander unter gleichen äußeren Voraussetzungen und bei zubehörbedingt zumindest ähnlichen Werten von AP und Vergrößerung.
Der MAK hat auch keinerlei Kontrastvorteile systembedingte gegenüber dem Newton, hier stehen vorrangig 90 mm gegen 114 mm Öffnung und dann kommt erst Mal lange nichts, wenn wir ein halbwegs vergleichbares Qualitätsniveau unterstellen.

Nach meiner Erfahrung ist alles was bisher in diesem Thread geschrieben würde, sowohl theorie- als auch beobachtungsverträglich, ohne dass eines der Teleskope systembedingte oder einzelstückbedingte Wunder vollbringen muss. Alles liegt im Rahmen der bandbreite normaler Qualität, Teleskopbeherrschung und individueller unterschiede bei den Beobachtern selbst.
Ich habe mal versucht, meine Erfahrungen und resultierenden Schlüsse aufzuarbeiten, wobei drei Themenblöcke ineinandergreifen:

http://www.astrotreff-deep-sky.de/ATDS_postst6824_Grundsatzliches-zum-Seeing-noch-ein-Versuch--.aspx

http://www.astrotreff-deep-sky.de/ATDS_postst6823_Grundsatzliches-zur-AP-ein-Versuch----.aspx

http://www.astrotreff-deep-sky.de/A...fnungsverhaltnis-in-der-visuellen-Praxis.aspx

und wenn man will das auch noch

http://www.astrotreff-deep-sky.de/ATDS_postst6929_Grundsatzliches-zur-Obstruktion-ein-Reizthema.aspx

Gruß
*entfernt*
 
@Antares: Hallo Antares,
du hast Recht! Es bringt wahrscheinlich wirklich nichts, da jetzt zu viel hinein zu interpretieren. In einer anderen Nacht kann der Newton dann eventuell doch zeigen was er kann. ;) Ich wollte nur zu denken geben, dass der kleine Mak nur weil er ein Mak ist, nicht automatisch besser für den Mond oder die Planeten geeignet ist. Es hat nur den Anschein, das Viele so etwas glauben. Ein Mak wird einem ja oft als das Planetengerät und Mondgerät verkauft. So ist es in vielen Werbesprüchen zu lesen.


Viele Grüße,
Christian
 
Hi Christian,
nun das ist schon etwas dran. Maksutov Cassegrain Geräte sind bauartbedingt schon auf Planetenbeobachtung ausgelegt. Dort haben sie ihre Stärke und leisten bei entsprechender Qualität auch einiges. Großfeld können diese Maks nicht, daher die Kategorisierung.
Das Thema ist letztlich aber weniger "Werbung" sondern die Pauschalaussagen. Auch ein Newton kann ein Planetengerät sein. Ich könnte Dir mind. 1 zeigen ;)
CS
 
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