Wieder(Neu)Einsteiger bräuchte ein paar Ratschläge

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Zippianer
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Zippianer

Hi Astronomie Freunde

Nach längerer Pause hat mich doch wieder der Ergeiz gepackt, etwas in Sachen Astronomie zu tun, bzw. ein Equipment zusammenzustellen.
Da das ganze eh nicht billig kommen wird, kann es sich auch Monate hinziehen, bis ich alles vollständig habe. Möchte auf keinen Fall alles auf ein Mal ausgeben.

Vorab muss ich etwas zu meinem Stand erklären.

Ich bin seit 2003 beruflich ca. 80% im Jahr in Deutschland und im europäischen Ausland auf Reisen. Deswegen auch seit 2007 geschieden.
Diese berufliche Tätigkeit lässt mir mehr wenig Zeit, mich mit Hobbies zu Hause zu beschäftigen.
In erster Linie geht der Besuch der erwachsenen Kinder, Verwandte und Freunde vor. Ausserdem steht auch einige Arbeit im Haus und Garten an und noch andere Hobbies wie die Modelleisenbahn, Sport u.a.


Mein Werdegegang:

Ca.2005 versuchte ich mich als Spiegelschleifer. Besuchte auch des öfteren die Sternwarte in München, wo ich mich mit Freunden des Teleskopbaus traf.
Natürlich konnte ich wegen der vielen Reisen das Projekt nicht beenden und gab es bald au. Ausserdem besuchte ich auch mal ein Spechteltreffen auf einem Acker, wo viele Hobbyspechtler mit ihren verschiedenen Teleskopen zu Gange waren.
Da konnte ich mir erst mal einen Eindruck verschaffen was so möglich war.
Ehrlich geasagt, bin ich aber nicht der Typ, der sein Teleskop ins Auto packt und in der Nacht irgendwo auf einen Acker fährt um es in der Kälte erst aufzubauen und einzustellen.

Kurz danach legte ich mir einen 10er Dobson zu. Ehrlich gesagt, war ich wenn ich ab und zu nach Hause kam, zu faul um das schwere Ding irgendwo im Garten aufzubauen und den Himmel zu erkunden.
Ausserdem lag mir die Bedienung des Dobsons überhaupt nicht.
Somit war der Dobson bald Geschichte und landete bei Ebay.

Ca. 2010 juckte es mich wieder in den Fingern und ich legte mir wieder ein Teleskop zu ( bei TS ) und zwar einen 80er Skywatcher Refraktor mit einer Skyscan Goto Montierung ( Ich glaube der HEQ5 oder so ) zu.
Dann jedoch musste ich monatelang an einem Projekt im Ausland mitarbeiten, sodass ich wieder keine Zeit fand dem Hobby nachzugehen. Hatte auch am Anfang Probleme mich mit der GoTo Steuerung zurecht zu finden.

Somit war auch dieses Teleskop bald Geschichte.

Nach nun mehr wieder 6 Jahren hat es mich wieder gepackt. Beschäftige mich mit dem Gedanken mir ein Teleskop zuzulegen und mich ernsthaft mit der Praxis zu beschäftigen.
Ich möchte halt nicht 5 Jahre warten bis ich in Rente gehe, sondern schon vorab ( wenn auch nicht intensiv ) etwas tun.

Bin zur Zeit wieder mal ca. 5 Wochen in England und habe viel Zeit mich im Internet und mit englischen Zeitschriften ( Sky at Night und Astronomy now ) zu beschäftigen.
Ich möchte nichts übereilen, aber habe folgendes Equipment im Sinn und würde gerne eure Meinung, bzw. Vorschläge darüber hören.


1. Teleskop
Es soll auf jeden Fall ein APO ( ED ) Refraktor werden. Bitte nicht versuchen mir einen Newton vorzuschlagen.
Folgende hätte ich (bei TS ) in der Auswahl:
William Optics APO FLT98 zu ca. 1750€
William Optics APO FLT110DG zu ca. 2500€
Ich weiss, sind keine billig Geräte, deshalb habe ich auch folgende im Sinn:
TS-Optics Photoline 115 / f7 zu ca. 1450€
Desweiteren hat TS ein par preiswertere ED Refraktorenim Angebot, wie
TS-Optics ED 110mm f/7 zu 760€
TS-Optics ED 110mm f/7 zu 1000€

Es ist halt die Frage, ob die Triplet APOs wirklich soviel besser als die ED's sind oder ob die Farbfehler zu vernachlässigen sind.
Ausserdem ist ein wenig Geld sparen auch nicht schlecht, obwohl ich halt Qualität und Haltbarkeit bevorzuge.

2. Okulare
Für den Anfang dachte ich an ein Baader Zoom 8-24mm, eventuell noch ein 5mm und ein Übersichtsokular von ca. 36mm.
Die TS WW mit 100° Blickfeld scheinen mir ein gutes Preis/leistungsverhältnis zu haben. Oder ist das Zoom nichts?
Ratschläge, Vorschläge immer willkommen.

3. Montierung
Irgendwann in der Zukunft ( vielleicht in 5 Jahren wenn ich in Rente gehe und mehr Zeit habe ), möchte ich mich natürlich mit der Astrofotografe beschäftigen.
Ist es deswegen vielleicht ratsam jetzt schon zu einer Montierung mit Motorsteuerung ( eventuell Goto ) zu greifen? Da würde ich an die HEQ5 oder 6 denken.
Nehme mal an dass die HEQ5 ausreicht.

4. Fernglas
Um den Himmel kennenzulernen, wäre ein Vorschlag für ein (Reise) Fernglas wünschenswert.
Es sollt ein gutes Preisleistungsverhältnis haben, nicht zu schwer sein und doch einiges am Himmel zeigen.

Zu Hause wohne ich in einem Dorf in der Nähe von München. Die Lichtverschmutzung hält sich in Grenzen. Das Schlimmste ist aber die helle Strassenlaterne !! Habe schon oft an die Anschaffung eines Luftgewehrs gedacht ( *lol*)
Für diie Zukunft habe ich auch schon an ein kl. Sternwartenhäuschens gedacht, aber die Laterne !! Vielleicht gibt es da ne Möglichkeit diese irgendwie abzuschotten.


So, jetzt soll es fürs erste genug sein. Wäre nett, wenn mir der eine oder andere ein paar Tips, bzw. Erfahrungen mit den angegebenen Produkten geben könnte.

Viele Grüße aus England

Werner

 
Hallo Werner,

Du bist offenbar gut beschäftigt, viel unterwegs und hast vor der Rente wenig Zeit.

Warum willst Du Dir das Gerödel mit Teleskop, Montierung etc. schon jetzt antun?

Denke mit einem guten Spektiv und Zoom-Okular von Kowa, Swarovski oder Zeiss oder einem Astro-Großfernglas z. B. von APM http://www.apm-telescopes.de/de/fernglaeser/grossfernglaeser-ab-100mm-oeffnung.html
auf einem ordentlichen Stativ bist Du besser bedient.
Kostet außerdem auch schon ausreichend viel. ;)

In 5 Jahren kann bei Dir und technisch gerade bei Montierungen viel passieren; die Richtung erkennt man z. B. bei den Montierungen von Avalon:
http://www.teleskop-express.de/shop...-GoTo-Einarm-Gabelmontierung-ohne-Stativ.html
Den Kram würde ich mir erst holen, wenn ich ihn brauche.


 
Hallo Werner,

ich fange mal von hinten an:

5) Strassenlaterne abschaltbar machen lassen, hier mit den Stadtwerken sprechen.

4) ich empfehle was mit 8x50 mm maximal 12 x 70 mm, oft gibts bei EBAY gebrauchte Sachen für wenig Geld, die ganz brauchbar sind. Wenn auch da die Ansprüche steigen kann man auch für ein geniales Bono leicht 5000 € und mehr ausgeben. Ich habe mal durch eines der Oberklasse geschaut, alles auf Stativ bei 100 facher Vergrösserung, war schon der Hammer, als das Bild vom rechten und linken Auge zu einem "zusammen fiel". Juptiter und Saturn in "3d", das vergisst man nicht.
Aber dahin muss man sich erst einmal entwickeln.

3) Montierung ist wichtig, hier nicht sparen, denn wenn du anfängst mit Astrofotografie steigen schnell die Ansprüche.

Dann verkaufst du schnell deine Sachen wieder und kaufst DAFÜR was neues.

Ich habe mich beispielsweise mit einer guten GP DX-Montierung von Vixen hochgearbeitet.
Zuerst ging es ging es um "Goto", die Optik war/ist u.a. ein C8.

Dann ging es los mit "Goto", "Computeranschluss", "Webcam" und "Planetenaufnahmen". Dann kam "Deepsky" dazu, dazu brauchte ich eine gute SW-Cam, ein Filtertad und einen Radialguider.
Mit dieser Kombination war mit dem C8 die Gewichtsgrenze der GPDX erreicht. Dann habe ich eine gebrauchte AP900 gekauft, die gute Dienste leistete, bis sie gestohlen wurde. Hier war es kein Problem a) mal eben draussen aufzubauen b) ein oder zwei Rohre "draufzupacken" und dann Aufnahmen zu machen.

Zuletzt bin ich bei einer Paramount gelandet, die MX ist für mich übermotorisiert, eine MY T oder eine 10Micron 1000 HRS würden auch reichen.

Das sind aber Anschaffungen fürs "Leben", da denke ich nicht drüber nach, sie wieder zu verkaufen oder nicht.
Bei dem ganzen EQ6-Zeugs und den zahleichen Klonen liest und findet man deswegen so viel, weil eben nicht alles so toll geht, sondern weil man Lösung für das eine oder andere Problem sucht.

Nun zu deinen Optiken:
auch hier: klein und solide anfangen, die es gibt nicht "DIE" Optik, sondern nur die für eine entsprechende Klasse von Objekten.

Je höher der Durchmesser der Optik, umso mehr Licht wird gesammelt und gerade bei Linsenfernrohren steigt das gewicht sehr schnell mit dem Durchmesser, vor allem von man Hochwertige Optiken (Triplet's) in Objektiven hat.
Alles kein Problem, wenn man die richtige Montierung hat und man gewillt ist eine 15 kg Optik irgendwo aufzubauen.

Du sprachst von "nicht billig", zum durchschauen reichen fast alle Fernrohre, kriegsentscheidend wird es beim fotografieren.

Da steigt der Anspruch schnell, wenn du punktförmige Sterne bis in die Bildecke haben möchstest. Ausserdem mächste man keine Farbsäume haben usw. All das spielt bei der Entscheidung eine Rolle.

Du kannst gerne mal mit mir Kontakt aufnehmen, ggf. kann ich dir da etwas helfen.

Liebe Grüße
Peter
 
Zitat von Der_Peter:
Hallo Werner,

Du bist offenbar gut beschäftigt, viel unterwegs und hast vor der Rente wenig Zeit.
Ganz genau Peter. Habe aber während meiner Reisen relativ viel Zei, speziell am WE und möchte mich halt wieder verstärkt mit der Astronomie beschäftigen.

Zitat von Der_Peter:
willst Du Dir das Gerödel mit Teleskop, Montierung etc. schon jetzt antun?
Da ich mich halt vorab schon ein wenig mit guten Produkten "einarbeiten" und dann in ca. 5 Jahren voll loslegen will,
Zitat von Der_Peter:
mit einem guten Spektiv und Zoom-Okular von Kowa, Swarovski oder Zeiss oder einem Astro-Großfernglas z. B. von APM http://www.apm-telescopes.de/de/fernglaeser/grossfernglaeser-ab-100mm-oeffnung.html
auf einem ordentlichen Stativ bist Du besser bedient.
Kostet außerdem auch schon ausreichend viel. ;)

Ja, an so etwas hatte ich auch schon gedacht. Aber genau wie beim Fernglas, sollte alles nicht so schwer sein, dich beruflich ( Bin Techniker ) einiges an Gepäck schleppen muss !!

Zitat von Der_Peter:
5 Jahren kann bei Dir und technisch gerade bei Montierungen viel passieren; die Richtung erkennt man z. B. bei den Montierungen von Avalon:
http://www.teleskop-express.de/shop...-GoTo-Einarm-Gabelmontierung-ohne-Stativ.html
Den Kram würde ich mir erst holen, wenn ich ihn brauche.

Auf jeden Fall mal Danke für deine Antwort.
Würde halt aber gerne noch etwas über die angegebenen APOS wissen wollen

Gruß

Werner
 
Zitat von deapsky:
Hallo Werner,

ich fange mal von hinten an:

5) Strassenlaterne abschaltbar machen lassen, hier mit den Stadtwerken sprechen.
Ob das so leicht geht, kann ich mir nicht vorstellen. Da müsste ich ja erst mit der Gemeinde sprechen usw. , ein wenig aufwendig. Verstehe einfach nicht, dass diese Lampen nicht von ca. 1 -4 konsequent abgeschaltet werden, sinnloser Stromverbrauch !!
Zitat von deapsky:
ich empfehle was mit 8x50 mm maximal 12 x 70 mm, oft gibts bei EBAY gebrauchte Sachen für wenig Geld, die ganz brauchbar sind. Wenn auch da die Ansprüche steigen kann man auch für ein geniales Bono leicht 5000 € und mehr ausgeben. Ich habe mal durch eines der Oberklasse geschaut, alles auf Stativ bei 100 facher Vergrösserung, war schon der Hammer, als das Bild vom rechten und linken Auge zu einem "zusammen fiel". Juptiter und Saturn in "3d", das vergisst man nicht.
Aber dahin muss man sich erst einmal entwickeln.
Würde eher zu was kleinerem tendieren, da ich immer sehr viel Gepäck mit mir rumschleppen muss, da zählt jedes Gramm.
Zitat von deapsky:
Montierung ist wichtig, hier nicht sparen, denn wenn du anfängst mit Astrofotografie steigen schnell die Ansprüche.

Dann verkaufst du schnell deine Sachen wieder und kaufst DAFÜR was neues.

Ich habe mich beispielsweise mit einer guten GP DX-Montierung von Vixen hochgearbeitet.
Zuerst ging es ging es um "Goto", die Optik war/ist u.a. ein C8.
Weiss, ich deswegen wollte ich ja gleich zur EQ6. Da ich mit dem Fotografieren erst eh viel später anfangen will wäre eine Montierung über 3000€ etwas übertrieben oder nicht?
Zitat von deapsky:
ging es los mit "Goto", "Computeranschluss", "Webcam" und "Planetenaufnahmen". Dann kam "Deepsky" dazu, dazu brauchte ich eine gute SW-Cam, ein Filtertad und einen Radialguider.
Mit dieser Kombination war mit dem C8 die Gewichtsgrenze der GPDX erreicht. Dann habe ich eine gebrauchte AP900 gekauft, die gute Dienste leistete, bis sie gestohlen wurde. Hier war es kein Problem a) mal eben draussen aufzubauen b) ein oder zwei Rohre "draufzupacken" und dann Aufnahmen zu machen.

Zuletzt bin ich bei einer Paramount gelandet, die MX ist für mich übermotorisiert, eine MY T oder eine 10Micron 1000 HRS würden auch reichen.

Das sind aber Anschaffungen fürs "Leben", da denke ich nicht drüber nach, sie wieder zu verkaufen oder nicht.
Bei dem ganzen EQ6-Zeugs und den zahleichen Klonen liest und findet man deswegen so viel, weil eben nicht alles so toll geht, sondern weil man Lösung für das eine oder andere Problem sucht.
Wie schon gesagt, Fotografie kommt erst viel später
Zitat von deapsky:
zu deinen Optiken:
auch hier: klein und solide anfangen, die es gibt nicht "DIE" Optik, sondern nur die für eine entsprechende Klasse von Objekten.

Je höher der Durchmesser der Optik, umso mehr Licht wird gesammelt und gerade bei Linsenfernrohren steigt das gewicht sehr schnell mit dem Durchmesser, vor allem von man Hochwertige Optiken (Triplet's) in Objektiven hat.
Alles kein Problem, wenn man die richtige Montierung hat und man gewillt ist eine 15 kg Optik irgendwo aufzubauen.

Du sprachst von "nicht billig", zum durchschauen reichen fast alle Fernrohre, kriegsentscheidend wird es beim fotografieren.

Da steigt der Anspruch schnell, wenn du punktförmige Sterne bis in die Bildecke haben möchstest. Ausserdem mächste man keine Farbsäume haben usw. All das spielt bei der Entscheidung eine Rolle.
Da ich Qualität will, denke ich halt nicht an einen 80er Achromaten, sondern halt an die Optiken die ich vorher erwähnt habe.
Oder ist es wirklich sinnvoller mit was billigem anzufangen?

Viele Grüße

Werner
 
Hallo Werner!

Zitat von Zippianer:
Für den Anfang dachte ich an ein Baader Zoom 8-24mm, eventuell noch ein 5mm und ein Übersichtsokular von ca. 36mm.
Die TS WW mit 100° Blickfeld scheinen mir ein gutes Preis/leistungsverhältnis zu haben. Oder ist das Zoom nichts?
Wenn Du kein Problem mit den Gesichtsfeldern des Baader-Zooms hat (48° bei 24 mm, 68° bei 8 mm), kann das Teil in seinem Brennweitenbereich auch zum Ende der Okularanschaffungen werden, da es keine weiteren Gründe gegen das Teil gibt, aber viele dafür.

Zusammen mit einem Übersichtsokular und vielleicht noch einem mit geringer Brennweite (oder einer Barlowlinse für das Zoom) bekommst Du so tatsächlich eine Okularausstattung, die man auch länger benutzen kann.

Grüße

fquadrat

PS
Bei 1,25"-Steckhülsen kann das Baader auf deren Rändelschrauben aufsetzen, da ist eine Verlängerung oder ein Stoppring hilfreich.
 
Hallo Werner,

noch ein Hinweis zur EQ6: Wenn die gewichtsmäßig noch tragbar ist, dann würde ich über die brandneue EQ6-R nachdenken. Scheint die sinnvolle Weiterentwicklung der EQ6 zu sein: Neu mit Riemenantrieb, mehr Tragkraft, besserer Polwiege, Henkel etc.

Zu den von Dir genannten Refraktoren kann ich nichts sagen. Habe den Skywatcher ED 120/900 und das ist schon ein "Trumm". Auf jeden fall nichts mehr für's Handgepäck, genausowenig wie eine EQ6 mit oder ohne R.
Triplett Refraktoren sind halt noch schwerer als welche mit 2 Linsen.

Ich glaube, Du solltest Dir mal eine Obergrenze für's Gesamtgewicht setzen, dann wird die Auswahl wesentlich leichter.
 
Zitat von fquadrat:
Zitat von Zippianer:
Für den Anfang dachte ich an ein Baader Zoom 8-24mm, eventuell noch ein 5mm und ein Übersichtsokular von ca. 36mm.
Die TS WW mit 100° Blickfeld scheinen mir ein gutes Preis/leistungsverhältnis zu haben. Oder ist das Zoom nichts?
Wenn Du kein Problem mit den Gesichtsfeldern des Baader-Zooms hat (48° bei 24 mm, 68° bei 8 mm), kann das Teil in seinem Brennweitenbereich auch zum Ende der Okularanschaffungen werden, da es keine weiteren Gründe gegen das Teil gibt, aber viele dafür.

Zusammen mit einem Übersichtsokular und vielleicht noch einem mit geringer Brennweite (oder einer Barlowlinse für das Zoom) bekommst Du so tatsächlich eine Okularausstattung, die man auch länger benutzen kann.

Oha, 48° bei 24mm ist arg wenig, das hatte ich gar nicht gewusst.
68° sollten es schon mindestens sein.



Gruß

Werner
 
Zitat von Der_Peter:
Hallo Werner,

noch ein Hinweis zur EQ6: Wenn die gewichtsmäßig noch tragbar ist, dann würde ich über die brandneue EQ6-R nachdenken. Scheint die sinnvolle Weiterentwicklung der EQ6 zu sein: Neu mit Riemenantrieb, mehr Tragkraft, besserer Polwiege, Henkel etc.

Zu den von Dir genannten Refraktoren kann ich nichts sagen. Habe den Skywatcher ED 120/900 und das ist schon ein "Trumm". Auf jeden fall nichts mehr für's Handgepäck, genausowenig wie eine EQ6 mit oder ohne R.
Triplett Refraktoren sind halt noch schwerer als welche mit 2 Linsen.

Ich glaube, Du solltest Dir mal eine Obergrenze für's Gesamtgewicht setzen, dann wird die Auswahl wesentlich leichter.

Das Equipment ist ja nicht für meine Reisen gedacht, sondern für zu Hause, deswegen setze ich mir kein Gewichtslimit.
Ist der SW ED 120 en echter Triplet APO, als farbfrei ?
 
Hallo Werner,

du schreibst :
"Da du erst sehr viel später mit dem fotografieren anfangen willst"...

Glaube mir, du wirst recht schnell beginnen, mal eine DSLR anzuschliessen, um mal Bilder zu machen. Das fängt so beim Mond an und geht dann recht schnell weiter...

Mit der Optik musst du wirklich überlegen:
Zum Schauen ist das unkrtisch, hier hilft viel Öffnung, damit du Licht bekommst, um auch die Objekte alle erkennen zu können, es macht die Sache aber teuer. Viel Optik für wenig Geld ist ein C8, so einen Tubus bekommt man schon gebraucht für 300 €.

Spannend wird das bein fotografieren.

Schau dich einfach mal um: Ich habe mir auch einen Takahashi FS102 gebraucht für etwas mehr als 1000 Euro gekauft. Ist eine Superoptik.

Andere bei einem bekannten Händler gekaufte APO-Optiken habe ich zigmal zurückgeschickt, weil miese Abbildung, eirige Sterne, verspannte Optik und Korrektor usw. Nach dem 3tem Mal verschicken jetzt ok. Bei einem Takahashi passiert das eigendlich nicht.

Das ist so meine Erfahrung, die ich mit Optiken gemacht habe, (einige Astrofreunde von mir übrigens auch), die als "Super Highend" angepreist wurden und am Ende sich mit der Auslieferung als Gurken herausgestellt haben.

Visuell waren sie ok, aber für Fotos ungeeignet.

Mit einer EQ6 kann man gut beginnen, du wirst feststellen, wo die Grenzen und die Mängel sind.

Schau dir doch Optiken bei Astros aus deiner Ecke an. Schaue da durch und sammle deine eigenen Erfahrungen.

Gruß
Peter



 
Hi Peter

Danke, habe mir natürlich schon ausführlich Gedanken darüber gemacht.
Wie ich ja schon erwähnte, will ich keinen Dobson, sondern einen qualitativ ansprechenden Triplet APO. Mit dem ( und einer vernünftigen Montierung) steht dann auch der Astrofotografie nichts im Wege.
Um die Probleme die du angeführt hast zu vermeiden, werde ich die Produkte direkt bei TS kaufen und mir bei Bedarf auch Tests aushändigen.
Ein Takahashi, das wär natürlich was, leider neu zu teuer und gebraucht so gut wie nicht zu finden.
Anscheinend gibt es hier im Forum niemand, der die, in meinem Anfangsposting genannten APOs besitzt oder schon mal benutzt hat. Hat denn wirklich niemand einen APO von William Optics oder TS Photoline ???

Gruß

Werner


 
Zitat von Zippianer:
...
Ist der SW ED 120 en echter Triplet APO, als farbfrei ?

Nein, ist ein 2-Linser, aber für mich(!) visuell auch bei 250fach absolut farbrein.

Hier hast Du Testbilder zu einigen APOs und ED APOs:
https://teleskop-austria.at/support/testphotos/Refractor_color_test/Vega_testphotos_apochromats.jpg

Mein Fazit:
Auch ein Triplet muss nicht zwingend farbrein sein.
Außerdem scheint ein Triplet auch schwieriger zu justieren zu sein.
Man weiß es nie und kann nie sicher sein...

 
Zitat von Zippianer:
Oha, 48° bei 24mm ist arg wenig, das hatte ich gar nicht gewusst.
68° sollten es schon mindestens sein.
Dann wirst Du auf ein Zoom verzichten müssen, denn das Baader hat in dem Bereich schon ein für ein Zoom besonders großes scheinbares Gesichtsfeld.

Grüße

fquadrat
 
Eigentlich bin ich gerade folgendes am Überlegen.

Meine zwei Teleskope mit den schweren ( GoTo ) Montierungen habe ich mir immer im Winter zugelegt. Bei Kälte muss man sich halt immer überwinden ins Freie zu gehen , das Teleskop aufzubauen, einzurichten und alles Zubehör mitzunehmen und zu benutzen. Der andere Fehler meiner Meinung war die schwere Gotomotierung mit der ich meist überfordert war, besonders beim Aus und Einrichten.
Eventuell wäre es doch besser am Anfang einfach eine einfache azimutale Montierung zu nehmen und einen 100er 2 Linser. Da gibt es schon einiges preiswertes. Dazu noch 2-3 gute Okulare . Wenn ich mich dann am Himmel einigermassen auskenne, kann ich Jahre später immer noch zum teureren Equipment wechseln und das alte in Ebay verkaufen. Eventuell kaufe ich auch etwas gebrauchtes.
Was meint ihr?

 
Hi Werner,
Zitat von Zippianer:
Eventuell wäre es doch besser am Anfang einfach eine einfache azimutale Montierung zu nehmen und einen 100er 2 Linser.
klingt nach nem Plan. Wenn Du dir primär Großfeldträume erfüllen möchtest, sogar nach nem Guten.
Alternativ würde ich eine Alt/Az GoTo-Montierung mit interner Stromversorgung vorschlagen. Die trägt sowohl einen zu-kurz FH als auch einen Mak/SC für den Hochvergrößerungsbereich, ohne manuell in 2 Achsen nachführen zu müssen.

cs
Jürgen
 
@Uwe
Das Dingens hat aber auch seinen Preis !!

@ Markus

Was ist ein Acuter ?????

@Jürgen

Ja die Az Montierungen habe ich auch schon in Betracht gezogen.

 
Hallo Werner,

Zitat von Zippianer:

Bitte entschuldige diesen Anglizismus. Es handelt sich um eine 90/900 ED-Linse, nach Recherche im WWW solltest Du Informationen finden. Zusammen mit Porta sehr massearm(!) und daher meine meistgenutzte Kombination.

Es gibt grössere Öffnungen, kleinere Brennweiten etc., darum erwähne ich explizit die Subjektivität.

Viele Grüsse und klaren Himmel...

Markus
 
Hallo Uwe!
Zitat von Radfahrer:
ein bisschen mehr geht schon:
Leica asph. 7,9mm - 17,8mm ; 60° - 82°
Nett! Wer weniger auf AP achten muß und das Geld übrig hat, dürfte mit Teil seinen Spaß haben. Fehlt noch das Speers-Waler 5-8-mm-Zoom ...

Grüße

fquadrat
 
Hallo Peter,

du gabst am Sonntag Werner den Ratschlag das Gerödel dann
anzuschaffen wenn Er die Rente durch hat und mehr Zeit hat.
Dem muss ich widersprechen.
Ich habe gelernt ein Hobby im Arbeitsleben aufzubauen.
Als "Rentner" hat man zwar mehr Zeit für ein Hobby aber
dann kein Geld mehr für solch kostspielige Sachen.
Ich spreche aus Erfahrung. Ich habe jetzt meine Rente durch.
Mit 40% weniger Einkommen könnte ich mir das ganze Gerödel
garnicht mehr zulegen.
Ich hatte betont, als "Rentner".
Ein Pensionär steht auf einer höheren Ebene. Der hat als
Ruheständler etwa genau so viel wie vorher.

Gruß Anton.
 
Hallo Werner,

Du hast nun diverse Teleskope aufgegeben und eigentlich sollte doch vor allen Träumen die Frage stehen, was Dich konkret motivieren würde, etwas mit dem Teleskop zu machen. Eigentlich wäre das Teleskop egal, wenn es fertig in einer Rolldachhütte stünde: Dach auf, gucken! Nur passt die Rolldachhütte in keinen Koffer. Foto gurkt hier auch immer 'rum.

Foto unterwegs: Im Moment nutzen viele Sternfreunde DSLRs und andere Kameras mit leichten Objektiven auf kleinen Reisemontierungen, wie der Polarie, iOptron oder Star Adventurer.

Beobachten unterwegs: Feldstecher - und dann tun Dir die Arme weh und Du hast wieder keine Lust.
Der Gedanke an eine Giro Mini oder Ayo ist nicht falsch, also ein sehr solides Fotostativ und... naja 80mm ED, mehr wird das nicht, sonst muss doch wieder ein dickeres Stativ her und das geht im Koffer nicht. Zumal Deine Refraktor-Fixierung ein hohes Stativ erzwingt. Ein Mak wäre da einfacher und ein kleiner Newton (z.B. R130Sf) auf so einer Montierung ebenso. Das Wort "Reisedobson" mal gar nicht in den Mund genommen - sowas kann man ja selbst als 200/1200 so bauen, dass es auch nicht mehr wiegt, als ein 80mm ED mit Stativ.

Egal wie ich es auch drehe: Du stehst Dir eher selbst im Weg, weil Du nicht erkennst oder benennst, was Dich abhält. Welches Teleskop Du nicht benutzt, ist letztendlich egal.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Thorsten,

da dies Thema offtopic ist und ins Smalltalk-Forum gehört
habe ich dir mal eine E-Mail gesendet.

Gruß Anton.
 
Es gibt ja so viele Möglichkeiten die mir vorschweben.
Astrofotografie mal beiseite gelassen.

1. Preiswertes Teleskop, preiswerte Montierung, preiswerte Okulare
2. Hochwertiges Teleskop, preiswerte Montierung, preiswerte Okulare
3. Preiswertes Teleskop, hochwertige Montierung, gute Okulare.
4. Hochwertiges Teleskop, Montierung und Okulare

Und, und, und..................

Eigentlich habe ich mir zum Anfang für folgendes entschieden:

2 linsiger ca. 100mm Refraktor, azimutale leichte Montierung und drei gut bis sehr gute Okulare ( Die von ES 100° für ca. 300€ scheinen ein gutes Preisleistungsverhältnis zu haben.

Bin aber vorerst bis ca. Ende März in England ( bis auf ein WE ) und habe somit noch viel Zeit etwas zu ändern.

 
Hallo Werner,

eigentlich brauchst du ja erstmal ein Reiseteleskop. Da bietet sich bei deiner Zielsetzung ein Apo moderater Öffnung schon an, weil du den frei mit Okularen und Zenitspiegel, Amiciprisma etc. bestücken und später schön für Fotos verwenden kannst. Wenn man keine Angst hat nicht genug Geld auszugeben könnte man auch mit 70mm auf stabilem aber noch leichtem Fotostativ anfangen. Das gibt es auch in allroundigem f/6, das dann auch noch mit Okularen der 30 statt 300 Euro-Klasse passabel funktioniert.

Sind allerdings alles Gedankengänge eines notorischen Sparfuchses :) Aber auch so sollte man im Kopf behalten dass sich Interessen noch durch Erfahrung verschieben können. Ist dann halt blöd wenn man 3000 Euro in die falsche Richtung investiert hat.


CU
Klaus
 
Hallo Klaus,

ich will mal ein paar Gedanken zum Thema Reiseteleskop im allgemeinen und Reiseteleskop hier im Speziellen einfach so hinwerfen, auch wenn ich schon im vorherigen Beitrag meinte, dass hier am Menschen vorbei beraten wird.

Reiseteleskop allgemein:
- Wer mit dem Teleskop auf Reisen geht, sucht meistens besseren Himmel als daheim auf, weshalb es attraktiv ist, ein Teleskop auf die Reise mitzunehmen. Von besserem Himmel profitieren Deepsky-Objekte. Deepsky-Objekte profitieren aber noch mehr von Öffnung. Somit muss Öffnung pro Raum und Öffnung pro Gewicht maximiert werden.

Reiseteleskop speziell:
- Wenn das Teleskop immer auf Geschäftsreise dabei sein soll, dann ist anzunehmen, dass der Himmel nicht besonders gut ist. Es soll halt nur an Himmel genutzt werden, was da ist. Planetenbeobachtung geht bei jeder Mondphase und ein Standort ist schnell gefunden, wenn man in halbwegs seriöser Gegend untergekommen ist. Planetenbeobachtung profitiert von möglichst viel farbrein abbildender Öffnung und einem kleinen Öffnungsverhältnis um die ganze Konstruktion von Objektiv bis Okular entspannt zu halten. Hier spricht auf Reisen einiges für ein Teleskop mit gefaltetem Strahlengang. Man könnte über ein VMC110L nachdenken, da das Gerät mit f/9,4 nicht so stark im Planetentrimm ist, wie der 100mm Mak von Skywatcher. Ein 80mm Volks-Apo ist dagegen deutlich unhandlicher.

Clear Skies
Sven
 
Zitat von klawipo:
Hallo Werner,

eigentlich brauchst du ja erstmal ein Reiseteleskop. .
CU
Klaus

Hallo Klaus
Nein, das geht rein gar nicht. das habe ich auch schon in einem anderen Posting erwähnt. Ich habe, da ich ständig mehrere Wochen unterwegs bin, zwei grosse Gepäckstücke zw. 20-28kg und ein Handgepäckstück zu schleppen. Da geht auf gar keinen Fall noch eines !!

Deswegen denke ich an ein komfortables Fernglas, das für den Himmel geeignet ist und auch nicht zu schwer aufträgt.

Gruß

Werner
 
Hallo Werner,

so langsam hast Du alles bis auf ein SCT oder MAK durch. Erinnerst Du Dich noch daren, dass ich Dir als erste Antwort auf Dein Posting ein Spektiv oder ein Astro-Fernglaus vorgeschlagen habe.

Ich glaube, es macht momentan überhaupt keinen Sinn Dir was zu empfehlen, ausser den NASA und Hubble Internet-Seiten mit schönen bunten Bildern. ;)
 
Hallo Werner,

ich glaube da liegt ein Missverständnis vor. Ich hatte einen ca 40 cm langen und rund 8cm dicken Apo auf auf einfahrbarem Fotostativ im Sinn. Das ist in etwa so transportabel und platzsparend wie ein Fernglas. Nur viel variabler einzusetzen, auch später Richtung Foto. Oder habe ich was anderes übersehen was für dich dagegen spricht so eine kleine leichte Kombi mit auf Reisen zu nehmen?

Ansonsten könnte man auch über ein Fernglas mit Bildstabilisation nachdenken, wenn das Stativ auch als Option für unterwegs wegfällt.

CU Klaus
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben