Wiedereinstieg mit 130/650 Dobson

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okaluza

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Hallo,

ich möchte wieder - ein wenig - in die Astronomie einsteigen. Meine Ausrüstung war früher ein 100ED, INED70, 120/600. Dazu fast alle Vixen LVW, einige eudiaskopische Okulare (mit denen ich merkwürdigerweise gerne geschaut habe) und noch einige andere. Durch Familie und kleine Kinder kam ich einfch nicht mehr dazu.

Aber es juckt mir doch in den Fingern und ich möchte wenigstens ab und zu in der Lage zu sein, einfach in den Graten zu gehen und ab und zu zu spechteln, vielleicht auch mit meinen Kinden (10 und 7 Jahre). Das ganze soll klein sein, schnell einsatzbereit, aber auch nicht zu klein, so dass man was fernünftiges sehen kann. Ferner soll das Teleskop so transportabel sein, das man es ohne Probleme mit in den Urlaub nehmen kann (Urlaub mit Wohnwagen).

Ich habe mich eigentlich schon auf den Skywatcher Heritage-130P festgelegt. Allerdings habe ich jetzt noch den BRESSER Messier 5" Dobson gefunden. Was ist von dem zu halten? Die Daten sind ähnlich, er scheint aber etwas stabiler zu sein uhd dürfte auch weniger Probleme mit Streulicht haben. Dafür lässt er sich zum Transport nicht so klein machen. Ausserdem hat bei mir der Name BRESSER keinen guten Ruf (zu Unrecht?).

Bei den Okularen bin ich mir noch nicht ganz sicher, was meint ihr:

Die bequeme Variante:

Planetary 25, 8/7, 4

oder die optisch bessere Variante:

Baader Classic Ortho 6, 10, 18, 32 mit Baader Q-Turret Barlow


Eigentlich habe ich Lust auf die Baader, aber das kleinere Gesichtsfeld ist bei einem Dobson vielleicht suboptimal.


Bei den Planetary habe ich noch eine Frage. Ist es eigentlich egal, welche Serie man kauft, der Preis ist doch sehr unterschiedlich:

Skywatcher Planetary

oder

TS HR Planetary

Sie scheinen mir vom gleichen Fliessband gefallen zu sein.


Über eure Antworten würde ich mich freuen.

Gruss Oliver

 
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Hallo Oliver,

ich bin nicht sicher ob SW und TS Planetaries gleich sind. Aber ziemlich sicher dass die von TS dieselben sind wie die, welche man bei Aliexpress für unter 30 Dollar bekommt, wenngleich mit ein paar Wochen Lieferzeit.

Obwohl ich keinen der beiden Tischdobsons persönlich kenne hätte ich bei dem Messier ein etwas besseres Gefühl.

Ich für meinen Teil würde Option drei wählen, einen gebrauchten Newton 150/750 mit Parabolspiegel für um hundert Euro kaufen und mir daraus einen unperfekten, aber schön transportablen Gitterrohrobson zimmern.

CU
Klaus
 
Hallo Oliver,

vom Teleskop her schaut der Messier Dobson vertrauenerweckender aus. Volltubus mit Rohrschellen, das ist auch anders montierbar, wohingegen das Heritage nicht rotierbar ist (was man in der Dobson-Form ja auch nicht braucht). Beugungsbegrenzt wird bei beiden zugesichert, das ergibt bei diesen Eckdaten automatisch Parabolspiegel, Justageschrauben sehe ich auch bei beiden. Nachteil des Bresser Messier ist wieder der dumme OAZ-Turm, der Fangspiegelgröße und Vignettierung in die Höhe treibt. Beim Heritage sitzt das Okular nahe am "virtuellen" Tubusdurchmesser. Das ist bei dem Ding viel besser und gibt mehr Teleskop für's Geld, wenn der Fangspiegel korrekt dimensioniert ist.

Okulare... also die LVW waren und sind eine Bank, nur für das Gerät vermutlich zu schwer. Die Planetaries gehen, sind aber nicht meine Traumokulare an so einem Gerät. Was ich bestücken würde... also mal Geld etwas mit im Auge: 1,25" Max mit 24mm Brennweite, z.B. als ES 68°. Das 26mm LER 62° von ES ist an f/5 kein besonderer Wurf (siehe meine Homepage). Classic Ortho mit Barlow drunter - unter 3,5mm Effektivbrennweite würde ich nicht gehen und das kleine Feld macht bei den hohen Vergrößerungen eher wenig Spaß. Fragt sich nur, wo der Mittelweg liegt. In den Planetary vermutlich, oder in ordentlichen Plössls mit 50° und der Barlow drunter. Gebraucht sind Pentax XL Dir vermutlich zu teuer. Aber ich würde da lieber ein XL 5,2 mit einem "erstmal eingeschobenen" 35 Euro Plössl (FMC) und dem 24mm 68° kombinieren, als alles mit Planetaries oder alles mit Classic Orthos zu bestücken. Einziges Risiko: Das selbst ein XL 5,2 einfach zu schwer ist. Und aus dem Bauch heraus, würde ich bei so einem Gerät (f/5) und 1,25" einfach 24mm bis ca. 6mm mit Deepsky-Weitwinkel-Okus bestücken, wovon es ja einige gibt, und wieder wenige, die bei f/5 wirklich gut sind. Von den LVW warst Du da früher sicher verwöhnt (sie sind aber vergleichsweise schwer). Dabei meine ich aber nicht, dass 6mm tatsächlich in die Palette gehören.
Unter 6mm kommt das Gerät dann langsam auf Planetenvergrößerungen. Da kann dann eine Barlow-Kombination oder so ein Planetary wirklich Sinn machen. Wobei sich auch ein typisches 68° Okular (was so den Panoptic nacheifert) an einer Barlow nichtmal schlecht macht. Und wenn das Ding beugungsbegrenzt sein soll, wird man ihm auch eine Planetenvergrößerung mit einem leichten 3,5mm Okular abverlangen wollen - bzw. mit einer Kombination, die effektiv 3,5mm ergibt. Um bei der Q-Turret mit 2,25x zu bleiben (war doch richtig, oder?) würde man irgendwo ein 7,5 bis 8mm damit kombinieren. Ein 4mm Planetary geht halt auch.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Oliver,

ich würde die Variante mit den Orthos und der Barlow wählen (kenne beide Varianten in einigen Brennweiten).
am kleinen f/5er mit 650 mm Brennweite kann man m.E. mit 50° Gesichtsfeld durchaus auch am Vergrößerungslimit leben.
Bei dreifacher Ausgangsbrennweite mag das anders aussehen.
Wobei....die ganz hohen Vergrößerungen sind ohnehin nicht die Paradedisziplin dieser Kleinen.

Der Bresser hat aktuell zwar wie es scheint auch noch eine justierbare HS-Zelle, aber eine ziemlich fette FS-Spinne aus Plastik die selbst nicht justierbar ist, aber der FS selbst dürfte justierbar sein.
Der OAZ ist ein ziemlich langes, m.E. unnötig langes Röhrchen, Instabilität und ungenügende Ausleuchtung bis zu Vignettierung sind da m.E. wahrscheinlich.

Der SW hat derzeit auch noch die HS-Justage dran, aber einen ziemlich rudimentären, dafür aber schön kurzen Okularauszug und eine Einarmhalterung für den FS. Mit etwas bastlerischer Zuwendung ist da noch gutes Potenzial zu holen, eine kleine Socke als Störlichtschutz würde ich ihm spendieren.

Beide Geräte brauchen auch zwingend eine Tau-/Störlichtkappe.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo,

danke schon mal für die Antworten. Das mit dem 24mm ES 68° gefällt mir, aber das Ding wiegt auch schon mal 340 Gramm - ob das nicht schon zu schwer für so einen kleinen Dobson ist?
Das Problem ist ja auch, je weitwinkliger, je schwerer und meistens auch teurer, wenn es f5 tauglich sein soll. Vielleicht eine Mischung aus allen,...
Was ist eigentlich mit diesen NED Okularen, wäre das 25er nichts?

Beim Teleskop bin ich mir echt noch nicht sicher. Das Bresser wirkt halt stabiler, aber die dicken Streben...?

Noch eine Frage, ich habe im Forum gelesen, das je nach Barlow der Fokus weit nach innen rutschen kann, so das man nicht mehr in die Schärfeebene kommt. Kann das passieren?

Gruß Oliver
 
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Hallo Oliver,

der Vollständigkeit halber seien noch die Meade Lightbridge Mini erwähnt. Ebenfalls nicht aus erster Hand bekannt, noch recht neu am Markt, aber vielleicht kann das Sventher-Duo auch dazu eine Einschätzung schreiben.

CU
Klaus
 
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Hallo Klaus,

das scheint, zumindest was die 130er Variante angeht, ein interessantes kleines Ding zu sein.

Wenn man auf dieser Seite

https://www.meade.com/lightbridge-mini-130.html

die Produktbilder klickt, kann man eine Reihe Bilder größer öffnen und dort auch noch mit der Lupenfunktion Details betrachten.
Da ist Einiges zu sehen das, wenn das Teil so geliefert wird, m.E. den Mehrpreis gegenüber den beiden Alternativen rechtfertigen kann.

- spann- und justierbare, dünne Metallspinne für den voll justierbaren FS-Halter
- Justierbare Hauptspiegelzelle mit den Justier- und Feststellschrauben nebeneinander
- mäßig hoher 1 1/4" OAZ

Da bräuchte man mal mehr Daten, z.B. FS-Größe und definitive Fokuslage um wirchklic zu sehen, ob das so brauchbar passt wie es aussieht.
Naja, bei mir hätte der ganz schnell einen 2" OAZ......! :pfeif:

Gruß
*entfernt*



 
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Hi Oliver

die NED Okulare sind für meine Begriffe recht gut. Das 25iger nutze ich am 100er Bino. Das Feld ist etwas größer als das des 22mm LVW (selbst verglichen) und brächte einen kleinen AP Vorteil. Vergrößerung ist weniger relevant bei 650mm Brennweite, insofern macht 22, 24 oder 25 wenig aus.
Haken ist 1,25" und eben nur 60 Grad. Die schwarzen 82 Grad UWA Okus kommen ggf auch in Betracht.

VOm Gerät an sich, mag ich halt die Großfeldoption die ein 2" OAZ bietet. Deswegen habe ich den PDS Skywatcher 130 der zusammen mit einem 20mm 100 Grad richtig viel Übersicht bietet.

Überlegenswert ist für so einen Newton ggf auch eine andere Montierung. Vixen Porta aufwärts.

Mal so als Idee in den Raum geworfen.
CS

 
Zitat von Antares:
...Die schwarzen 82 Grad UWA Okus kommen ggf auch in Betracht.

VOm Gerät an sich, mag ich halt die Großfeldoption die ein 2" OAZ bietet. Deswegen habe ich den PDS Skywatcher 130 der zusammen mit einem 20mm 100 Grad richtig viel Übersicht bietet.

Überlegenswert ist für so einen Newton ggf auch eine andere Montierung. Vixen Porta aufwärts.
...

Wenn wir die gleichen UWAs meinen, dann hören die aber bei 16mm auf.

Du redest von 2" OAZ -> Ich glaube du redest von einem anderen Skywatcher 130 als ich.

An die Porta hatte ich mittelfristig auch gedacht, ist mir aber für den Einstieg erst mal zu viel Geld.
 
Moin Günther!

> was die 130er Variante angeht, ein interessantes kleines Ding zu sein.

Tja, es kann so einfach sein, ein sinnvolles Schnellspechtelteleskop ohne viel Schnickschnack rauszubringen. So, jetzt muß man nur noch rauskriegen, wer in D das Teil vertickert...
Endlich mal was Positives auf dem Kleingerätemarkt, sehr gut! :super: Hatte KSON nicht auch so'n Ding?

Edit: Ich seh' gerade, Astroshop langt schon wieder ordentlich zu. Da kostet die 114er Variante schon 200 EUR, die 130er 280 EUR plus VK. :smiley64: (Von wegen Dollarkurs...)
 
Hallo Micha,

Tante Gugel hilft. ;)

Auf CN habe ich übrigens einen Thread gefunden wo man über das sattsam bekannte, seichte und uninteressante Gelobhudel hinaus bestätigt, dass der 130er einen Parabolspiegel drin hat.
Ich habe auch nochmal auf im Netz verfügbaren Bildern verglichen und da sieht man deutlich, dass die kleinen Bresser Dobsons wirklich nochmal eine zusätzliche Verlängerung am OAZ haben, die bei den Meade Teilen sinnvoller Weise fehlt.

Potenzial ist also bei dem 130er Meade offensichtlich da.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo,

bei amzn.com kostet das 130 Mini 195 Dollar. Ich glaube da ist global shipping möglich, ganz durchgeklickt habe ich mich aber nicht.

CU
Klaus
 
Hallo Oliver,

ich würde gleich mit 8" starten...

Gruß
Lothar
 
Moin Günther!

> über das sattsam bekannte, seichte und uninteressante Gelobhudel hinaus bestätigt, dass der 130er einen Parabolspiegel drin hat.

Welches Modell meinste jetzt?
Ja, über das KSON habe ich mich informiert, da meinte wohl eher den 100/640 Tischdobson. (Du brauchst übrigens rhetorische Fragen nicht zu beantworten.)

"Ich wär' ja mit 8" angefangen" ist zwar eine übliche Phrase, wenn ein Newbie hier mit einem kleineren Teleskopwunsch auftaucht, hilft uns in diesem Thread aber nicht weiter. Gesucht war etwas sehr kompaktes und kein 15-Kilo-Schirmständer für die Wohnzimmerecke.
Merke: Acht Zoll kann jeder! :biggrin:

Ich hätte je sonst auch den N-150/750 empfohlen. Der leistet mehr als ein 130er und ist noch herrlich handhabbar. Ich hatte mir gebraucht einen Tubus mit Schellen besorgt (100 EUR) und den Dobson-Unterbau in der Küche selbstgezimmert. Zack und fertig. :super:
 
Zitat von winnie:
Ich hätte je sonst auch den N-150/750 empfohlen. Der leistet mehr als ein 130er und ist noch herrlich handhabbar. Ich hatte mir gebraucht einen Tubus mit Schellen besorgt (100 EUR) und den Dobson-Unterbau in der Küche selbstgezimmert. Zack und fertig. :super:

Ich gebe dir recht, 150/750 ist noch klein genug, aber leider habe ich zwei linke Hände und auch nicht wirklich Lust mir so einen Dobson Unterbau selber zu bauen. Es gäbe da aber noch den Bresser 150/750 Dobson , der sogar einen 2" Auszug hat - allerdings auch die fetten Streben und es ist schon deutlich größer als der Heritage 130P im zusammen geschobenen Zustand.

PS: Ich habe zwar nicht die Erfahrung der meisten von euch hier, aber absoluter "Newbie" bin ich nicht (siehe erstes Post)
 
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Man könnte aber auch nur so ne Dobson "Halterung" kaufen die es ja ab und an auch mal einzeln gibt und dann nen 130er oder 150er mit Rohrschellen dazu.

So nen netten Skywatcher 130PDS oder was gutes gebrauchtes, kommt dann sicher auch günstiger bei mehr Qualität.

Gruss
alffrommars

 
Hallo Oliver,

wie Du angedeutet hast, werden Deine beiden Kinder auch mit beobachten, durchschauen und evtl. auch mal ein Objekt suchen wollen. Dann würde ich den Wiedereinstieg mal so sehen. Ich habe auch 2 Kinder ( 7 u. 9Jahre), beide wollen auch schon mitmischen. Da ist des doch wichtig ein stabiles und einfaches Gerät zu benutzen. Ich würde mich für Bresser entscheiden.
Sieht stabiler aus und kann auch von Kinderhänden bewegt werden. Optik passt zum Gelegenheitsspechteln.
Okulare würde ich auch auf die Baader Okulare setzen.
Die Brennweiten vernünftig durchstuft, passt.
Komischerweis beobachten "kucken" meine Kinder viel lieber durch die alten MEADE Orthos die ich noch habe.

Schöne Grüße

Wolfi

 
Hallo zusammen,

wenn etwas auf Fotos stabiler aussieht muss es das nicht sein, dickes Plastik ist dünnem Metall in vielen Anwendungen hoffnungslos unterlegen und man sieht auf de Fotos nicht wirklich was es ist.

Solche Überlegungen greifen allerdings hier viel zu kurz.
Der Bresser mit dem langen Okularauszug ist einfach als Teleskop so nicht akzeptabel.

Ich habe lange überlegt, wie man das deutlich machen kann ohne so ein Teil zu kaufen / zu vermessen, aber eines geht m.E. recht einfach.
Wir können abschätzen, ob so ein Teleskop, so wie es aussieht und gebaut ist überhaupt bestimmungsgemäß und im Rahmen der angegebenen Öffnung funktioniert.

Dazu malen wir uns mal den Strahlengang eines 130/650er Hauptspiegels ohne Umlenkung durch einen Fangspiegel auf, das ist entbehrlich, zumal wir ja die Fangspiegelgröße gar nicht wissen und für eine grobe Funktionsabschätzung auch nicht brauchen. Wir brauchen nur ein Dreieck aus Spiegeldruchmesser auf der einen Seite und dann vom gegenüber mittig eingemessenen Brennpunkt aus die langen Schenkel zu den Eckpunkten.

Millimeterpapier ist gut geeignet und ob wir nun alle Maße in Millimetern mal zwei oder mal 10 nehmen um auf einen aussagekräftigen Maßstab, eine anschauliche Zeichnung zu kommen ist nicht soo wichtig, je größer um so genauer wird das, gerade bei wenig Übung.. Aber wir arbeiten in der Folge eh mit Schätzwerten und das reicht auch.

Nun schauen wir uns die Bilder von den Kandidaten
Bresser Messier 5
Meade Lightbridge 130 mini
Skywatcher Heritage 130P
mal an und schätzen die OAZ Höhen anhand bekannter Maße im Bild ab.
Z.B. ist der Tubusdurchmesser bei den kleinen Teilen immer rund 15 mm bis 20 mm größer als der Spiegel, den wir mit 130 mm ansetzen dürfen. Wir werden da nicht um Millimeter feilschen und z.B. auch die Fase des Spiegels bei späteren Einschätzungen nicht abziehen. So mitteln sich Ungenauigkeiten ganz gut aus.

Der OAZ Tubus (Aufbau über Teleskoptubus)ist in aller Regel etwa 60 – 70 mm hoch, das sieht auch beim Bresser und Meade so aus, der Stummelstutzen der Heritage ist ganz sicher deutlich kürzer, etwa 40 mm.

Die Okularaufnahme, also der Teil der nicht im Okularauszugstubus verschwinden kann, baut beim Bresser offensichtlich nochmal mindestens genau so lang wie der Okulartubus selbst und lässt sich beim Meade auf etwa 20 mm schätzen, beim Skywatcher sind das etwa 10 mm.

Nun müssen wir noch berücksichtigen, dass die mittlere Fokuslage immer etwa 20 mm über den Okularauszug gelegt wird, damit man 20 mm nach intra- und 20 mm nach extrafokal. Also zusammen rund 40 mm Fokusweg hat.

Als mittlere Fokuslage haben wir also beim

Bresser: 65 + 65 + 20 = 160 mm

Meade 65 + 20 + 20 = 115 mm
Skywatcher 40 + 10 + 20 = 70 mm

Nun haben wir es in allen drei Fällen mit 1 1/4“ Steckmaß zu tun und das sind 31,75 Millimeter.
Das ist das Steckmaß der Okulare und so ein OAZ-Rohr ist dann außen etwa 42mm dick und steckt in einer Führung die nochmal etwas Luft lässt, rechnen wir mal großzügig mit 43 mm Durchlass obwohl meistens die Rohre noch nach innen in den Tubus ragen, was nochmal deutlich schlechter ist.

Nun können wir also für jeden Newton ein Rechteck in/über unser langes Strahlengangdreieck einzeichnen, welches an der Spitze 20 mm Platz für die Fokulslage über OAZ-Oberkante lässt und dann 160, 115 oder 80 mm in Richtung Hauptspiegel misst .

Stimmt das so? Haben wir alles? Naja, Abteilung Spitzfindig meint, der OAZ sei ja wohl nicht direkt am HS-Rand angeflanscht, sondern außen am Tubus und der Unterschied müsste in Abzug gebracht werden.
Okay, dann haben wir also bei diesen kleinen Teilen Tuben die etwa 20 mm mehr Durchmesser haben als die eingebauten Spiegel und müssen da einen Zentimeter nach oben rutschen, wenn wir nicht schon beim OAZ-Durchlass zu großzügig waren. Beim Heritage sind das sogar wegen der Stangenkonstruktion eher 20 mm

Bresser 150 mm,
Meade 105mm ,
Skywatcher 50 mm.

Wo unser Rechteck nun außerhalb des Strahlenkegels bleibt passt es, wo es hineinragt wird Öffnung beschnitten.
Wenn wir das beim Bresser nach unten rausmessen bleiben und 100 mm, bei günstigerer Rechnung eventuell 105 mm Öffnung.
Beim Meade wird es knapp, kann aber noch passen.
Der Skywatcher ist gut im grünen Bereich.

Wir wissen also schon ohne uns überhaupt mit dem Fangspiegel beschäftigt zu haben, dass der Bresser mit seinem hohen OAZ-Turm die Öffnung gar nicht ausnutzen kann, während die anderen Beiden das schaffen können.

Eigentlich braucht man jetzt nur noch das Rechteck um weitere 75 mm in den Strahlengang hinein zu erweitern, um auf die erforderliche Fangspiegelgröße zu kommen. Nein, stimmt nicht, hier müssen wir den Zentimeter bis zur Tubus-wand wieder einrechnen, also 85 mm drauf für Bresser und Meade, 95 mm drauf für den Skywatcher.
Das wird dann eventuell schon mal etwas unübersichtlich und immer ungenauer, daher habe ich mal My-Newton damit gefüttert und dann kommt eben raus, dass

die Heritage mit einem gangigen 40 mm Fangspiegel sehr gut und mit einem wahrscheinlichen 36er Fangspiegel gerade genügend Ausleuchtung für volle Öffnung hat, was dann 27% bzw 30% Obstruktion bedeutet.

Für den Meade wird es trotz Unterstellung eines 40er Fangspiegels schon zu knapp für volle Öffnung.

Der Meade könnte es mit einem 40er FS gerade so knapp schaffen, die 100 mm Restöffnung auszuleuchten, also die Restöffnung nicht weiter zu reduzieren, liegt dann aber bei 40% Obstruktion.

So weit, so gut.

Es ist also kein Wunder, dass Leuten, die Kaufhausnwetons oder Billigrefraktoren gewohnt waren, oder auch nur kennen und wissen wie die abbilden, schon mal die Kinnlade runter fällt, wenn sie die Abbildungsleistung einer leidlich gut justiereten 130/650er Heritage mit Parabolspiegel sehen.
Etwas OAZ-Tuning und eine Socke für den Schiebeteil und das Ding kann begeistern.

Auch die Mini-Lichtbrücke von Meade hat noch Potenzial, ist aber sicher grenzwertig ausgelegt, zumal man (ich) die inneren Werte nicht kennt. Wir bewegen uns im Rahmen von Schätzungen, da mag also noch ein zartes Hoffnungspflänzchen blühen.

Der Messier 5 kann, auch bei Unterstellung größerer Schätzfehler, keinesfalls öffnungsgemäß funktionieren.
Wenn man unbedingt etwas positives finden will, dann eventuell, dass die üblichen billigen Beipackokulare am durch Öffnungsschwund bei bleibender Brennweite kleiner gewordenen Öffnungsverhältnis von ca f/6,5 hier sicher die beste abbildungsleistung zeigen werden, weil sie nicht für f/5 gemacht sind.

Gruß
*entfernt*
 
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Okay Leute,

ich habe vergessen, die Auflistung der drei Kandidaten in Links zu Bildern umzuwandeln:

Bresser Messier 5" dobson

meade Lighthbridge mini 130

Skywatcher heritage 130 P

Außerdem kann ich diesen Satz

Zitat von *entfernt*GMS:
......
Der Meade könnte es mit einem 40er FS gerade so knapp schaffen, die 100 mm Restöffnung auszuleuchten, also die Restöffnung nicht weiter zu reduzieren, liegt dann aber bei 40% Obstruktion.....

leider nicht mehr editieren, hier ist natürlich der Bresser und nicht der Meade Thema.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

ich hab jetzt nicht alles mitgerechnet aber 40mm Fangspiegel, sofern die kleine Achse gemeint ist, bringen an 130mm doch etwa 30 Prozent Obstruktion, nicht 40. Immer noch viel für einen Newton aber keine Katastrophe.

CU
Klaus
 
Hallo Klaus,

30% trifft für 130 mm Öffnung zu, aber der Bresser Messier beschneidet ja am OAZ die Öffnung auf etwa 100 mm, wobei ich im ständigen Bestreben nicht zu schlecht zu rechnen, mit 43 mm Durchlass schon viel zu großzügig geschätzt, mich eigentlich eher verschätzt, habe.
Dort entscheidet sich, ob der volle Strahlengang durch geht oder ob und wie viel Öffnung beschnitten wird.
Bei 100 mm Öffnung haben wir dann halt 40 % Obstruktion durch einen unterstellten 40 mm FS.

Überhaupt kann es interessant und wünschenswert sein, wenn Leute die solche Geräte haben mal mit echten Daten kommen, also die Schätzmaße durch tatsächlich gemessene Angaben ergänzen.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günther,

Nebenan im Astrotreff haben wir auch mal ausführlich über den Bresser 5" diskutiert (von mir angestoßen) und sind im wesentlichen zum gleichen Ergebnis gekommen wie Du.

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=212618

Anke Morbitzer von Bresser hat sich sogar beteiligt und uns die FS-Größe genannt: 47mm. Stefan-H hat damit eine akzeptable Ausleuchtung errechnet, aber natürlich hat der Newton eine völlig unsinnige Obstruktion. Und das nur weil der Tubus zu kurz ist. Dafür sind FS und HS justierbar. Immerhin.

Ich hatte kurzfristig mit dem Gedanken gespielt, ihn mir zu holen und mit einem längeren Tubus und einem flachen OAZ zu versehen. Aber das war mir dann doch zu viel Bastelei an einem Neugerät.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Markus,

prima, nun haben wir einen 47er Fangspiegel beim Bresser.

Ich habe den Thread mal grob durchforstet, da kommt auch eine Angabe für die Fokuslage über Tubus von 145 mm.

Geschätzt hatte ich 150 mm und wenn ich dann noch die wirklich übergroßzügige Schätzung von 43 mm Durchlass am spiegelseitigen OAZ-Ausgang bedenke ist klar, dass sich da nichts Wesentliches ändert.
Der eigentliche Knackpunkt kommt im Astrotreff, wenn ich nichts überlesen habe, gar nicht raus:

Es bleibt dabei, dass ca 100 mm Öffnung genutzt werden. Wer dann in Sorge um Ausleuchtung einen 47er FS da reinhängt setzt nicht nur am falschen Punkt an, sondern verschlimmbessert das Ding.
Für 100 mm Öffnung hätte ein 40er FS bessere Ausleuchtung gebracht als ein 47er für die real nicht nutzbaren 130 mm.
Damit hat man den verbleibenden 100/650er nutzlos von heftigen 40% auf dramatische 47% Obstruktion gesteigert. Das sind ja lineare Angaben, aber auch flächenbezogen sind wir bei stolzen 22% Abzug. Da fehlt also mehr als ein fünftel Licht.

Diese ganzen OAZ-Türme, wo immer man sie sieht, sind ein einziger Murks, je höher um so kritischer und je kleiner die Öffnung um so schlimmer.

Gruß
*entfernt*

 
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Hallo Günther,

ja das kam dann auch zusammen mit der Ergänzung nicht mehr so klar rüber was da wo gemeint war.

CU
Klaus
 
Hallo Klaus,

kein Problem. Weil da ein paar Fehlerchen drinstecken erkläre ich es ja nochmal.
Eigentlich wollte ich das viel einfacher halten, aber beim Schreiben und beim Versuch da kein Teleskop schlechter aussehen zu lassen als es im bestmöglichen Fall ist kommt man halt doch auf auf ein paar mehr erwähnenswerte Eigenschaften und Umstände als man vorher denkt.
Das ergibt dann Länge und auch mehr Möglichkeiten zu kleinen Fehlern.

Daher ja auch der Ansporn, das ruhig mal selbst abzuschätzen oder -wo möglich- nachzumessen und dann aufzuzeichen.

Was ich da geschrieben habe ist ja nicht in Stein gemeißelt, es kommt aber letztendlich (bei dem was ich überprüfen konnte) ziemlich gut hin.

Bei den 114er in den Nachbarthreads

http://forum.astronomie.de/phpapps/...25/Skywatcher_114/500_als_Rucksac#Post1305425

passt das auch offensichtlich recht gut, wenn auch hier der Öffnungsverlust durch einen zu kleinen FS eintritt. Da sind die OAZ kurz genug um nicht der bestimmende Faktor für die Leistungsbremse zu sein.
Diese Sorte 114er gibts ja schon ewig in der Form und sie wurden auch nicht wie so viele andere Teleskope um jeden Preis für Fotografie umgebogen, weil das angeblich nur naoch so geht und zu verkaufen ist.

Komischer Weise kann man damit fotografieren

http://forum.astronomie.de/phpapps/...01/Skywatcher_SW114/500(450)_vs._#Post1305501

Gruß
*entfernt*
 
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