Wiedereinstieg mit neuem Teleskop

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Cluster001

Mitglied
Hallo Freunde der Astronomie!

Auf dem Gebiet der Astronomie habe ich glaube ich fast 20 Jahre lang nichts mehr unternommen. Doch in den vergangenen Tagen habe ich mich an meine alten Hobbys aus Jungedtagen erinnert, was bei mir den Wunsch entstehen lassen hat, etwas davon wieder aufleben zu lassen.

Den Einstieg in die Astronomie habe ich mit einem alten Fernglas genommen. Dem flogte ein gebastelter 50mm Refraktor (Bausatz Carl Zeiss Jena). Dem folgte wiederum ein TAL 1M.

Soviel zur Geschichte.

Ich wohne in aktuell in Koblenz und der Nachthimmel ist entsprechend bescheiden. Daher suche ich etwas, dass leicht zu transportieren ist.
Für den Wiedereinstieg soll etwas rein zur Beobachtung (Planeten, Mond, Messierkatalog, evtl. Sonne) reichen. Langfristig gesehen könnte ich mir aber auch einen Einstieg in die Astrofotografie vorstellen.

Da kommt aber bereits das erste Problem. Die Mittel, die ich einplane reichen nicht aus, um eine vernünftige Montierung und ein entsprechendes Teleskop zu kaufen.
Daher habe ich mich schon fast entschieden im ersten Ansatz keine paralaktische Montierung zu kaufen und dafür mehr Geld in das Teleskop zu investieren. Das Budget reicht nicht bei beiden für hochwertiges.

Ein Dobson scheidet aus meiner Sicht aus, da ich evtl. einmal Astrofotografie betreiben möchte. Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ich das mit der Justage und allem auf die Reihe bekomme. Das TAL 1M habe ich genau einmal justiert und ob das gut war ... keine Ahnung, wohl eher nicht. Außerdem werden die Teile ab 800€ aufwärts auch langsam schwerer.

Daher gehen meine Überlegungen eher in Richtung eines Refraktors mit 80mm bis 100mm Objektiv.

Als Montierung eine azimutale Montierung:
Vixen Porta II oder Skytee.

Nun zum Refraktor. Mit Astrofotografie im Hinterkopf (langfristig) dachte ich da eher an einen Apochromaten.
Wobei die Systeme mit 100mm Objektiv bis auf das Explore Scientific ED APO 102mm außerhalb meines Budgets liegen.
Schalte ich eine Stufe runter auf die Halb-APOs wären Skywatcher Equinox 100 oder TS ED Apo Refraktor 102mm möglich.

Im Bereich 90mm Objektiv habe ich nicht viele echte Apochromaten gefunden. Daher noch einge 80mm Exemplare die mein Interesse geweckt haben.
Esprit 80ED
TS Photoline 80mm
VIXEN ED81S

Eine Montierung für Astrofotografie werde ich mir erste holen, wenn ich damit beginnen möchte, denn die kostet voraussichtlich mehr als das Teleskop, dass ich im Moment suche.

Noch einmal zur Zusammenfassung meiner Grundvorstellungen:
  • leicht und klein um gut tranportiert werden zu können
  • beobachtet werden sollen Messierkatalog, Planeten, Mond, Doppelsterne, sonstiges
  • Astrofotografieinteresse für die Zukunft
  • Obergrenze Budget für Teleskop, azimutale Montierung, 2-4 Okulare 2.000€

    Soweit meine Ausführungen. Nun bin ich auf eure Meinungen und Vorschläge gespannt.
 
Hi,
Wenn Geld das Problem ist, würde ich auf ein stabiles Stativ mit Getriebeneiger setzen, dazu z.B dann den IN ED 70/420 und drei gute Widefield Okulare...
So geht schnelles beobachten und Du kannst, wenn irgendwann mehr Geld da ist, den Unterbau fotografisch hochrüsten.

Was ist denn in etwa Dein Budget?

Gruß
Ernie
 
70mm wären mir schon fast ein bischen zu wenig.

Wie in der vorletzten Zeile steht, alles zusammen sollte 2000 € nicht überschreiten.
Im Grunde schwanke ich gewaltig zwischen 80mm APO und 100mm ED. Das soll aber niemanden abhalten auch anderes vorzuschlagen.

Hauptaugenmerk liegt auf klein, leicht, schnell aufbaubar. Da sprach vieles für mich eher für Refraktor als Reflektor.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo namenloser Freund der Astronomie,

ich lese immer Astrofotografie-Hinterkopf, irgendwann, falls, vielleicht. Und mein Rat, um Ordnung in Deine Gedanken zu bringen, ist: Kaufe Astrofotografie erst dann ein, wenn Du das tun willst. Kaufe dann ein für Dich passendes Gerät nur für Foto-Zwecke, so dass Du weder beim einen noch beim anderen nur eine halbe Sache hast.

Ordne doch unter diesem Gesichtspunkt Deine Gedanken einmal neu, und höre Dir dann an, was das Forum zu diesen neuen Gedanken sagt.

Clear Skies
Sven
 
Klingt nach einer sinnvollen Herangehensweise.

Lasse ich Fotografie außer acht, bleiben die Grundanforderungen immer noch unberührt.

- leicht und klein, um gut tranportiert werden zu können
- beobachtet werden sollen Messierkatalog, Planeten, Mond, Doppelsterne, sonstiges
- Obergrenze Budget für Teleskop, azimutale Montierung, 2-4 Okulare 2.000€

Eine paralaktische Montierung brauche ich nicht zwingend, da pro Abend diverse Objekte betrachtet werden und die paralaktische allein schon etwa 20kg auf die Waage bringt (inkl. Gegengewichte).

Weil ich nicht fotografieren will, könnte ich auch Fraunhoferoptiken in Betracht ziehen mit Öffnungen >100mm und hoher Brennweite, damit die Farben auch bei größeren Vergrößerungen für z.B. Planten evtl. noch halbwegs passen. Wobei hohe Brennweite mit "klein" aus meiner Grundforderung kollidiert.

Die Abmessungen in der Länge sollten unter einem Meter bleiben (am liebsten unter 800mm) und der Durchmesser unter 150mm. Eine gewisse Handlichkeit schwebt mir da schon vor. Bei diesen Größenvorstellungen fallen Reflektoren ala Newton eher raus, weil ich dann mit einem größeren Refraktor (Fraunhofer) ähnliches erreiche (außer Farbigkeit).

Vorteil Fraunhofer:
- ziemlich preiswert, ich könnte hohe Qualität kaufen
- sehr leicht

Nachteil Fraunhofer:
- hohe Brennweite führt zu längerem Tubus
- Farbsäume bei höheren Vergrößerungen

Vorteil Halbapochromat:
- kürzere Tuben
- halbwegs korrigierte Farbigkeit

Nachteil Halbapochromat:
- bei meinem Budget müssten es wohl Optiken made in China sein und ich muss hoffen kein Montagsgerät zu erhalten
- etwas höheres Gewicht, weil eine Linse mehr drin ist

Edit:
Fühle mich trotzdem noch wie eine Katze, die sich in den Schwanz beißt.
 
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Hallo....such Dir mal nen netten Vor(foren)namen...,

ich werde Dich nur mit viel Überwindung Cluster nennen. :smiley47:

Wenn die Fotooption zunächst mal wegfällt findest Du Dich ziemlich sicher in diesem Thread
Link
recht gut wieder.
Dabei kann man auch noch von Deinem Budget einen guten Teil auf die Seite legen (die Hälfte wäre durchaus machbar) um schon einen Grundstock für die nächsten Schritte zu haben.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja den Thread hatte ich die Tage schon gelesen.
Bevor ich hier geschrieben habe, habe ich eine Woche lang gelesen und Papiere verglichen.

Grüße
Roland
 
Vermutlich geht es sich dann zwischen diesen Telskopen aus:

Zitat von Cluster001:
Wobei die Systeme mit 100mm Objektiv bis auf das Explore Scientific ED APO 102mm außerhalb meines Budgets liegen.
Schalte ich eine Stufe runter auf die Halb-APOs wären (...) TS ED Apo Refraktor 102mm möglich.

Skywatcher EVOSTAR 100 ED
Wobei die höhere Brennweite evtl. mehr Vergrößerung an Planeten zulassen würde. Deep Sky Objekte sollte ich in der Umgebung von Koblenz eh kaum beobachten können.

Dazu setzen könnte ich noch einen weiteren Chinaimport Omegon AP 102/714.

Das wären dann 2 APO gegen 2 Halb-APO, wenn ich da nicht durcheinander gekommen bin.

Grüße

Roland
 
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Vielen Dank für das Bild.
Scheint, dass die längere Brennweite des Skywatcher die Farbfehler etwas besser korrigert. Die Halb-APOs mit geringer Brennweite haben scheints alle ein größeres Halo.
Leider ist das Skywatcher das längste mit 920mm.

Was die Eckdaten aller Teleskope angeht, die mein Interesse geweckt haben, sind diese in einer Exceltabelle erfasst. Rein zur Übersicht.

Als Montierung hatte ich bisher an Porta II oder Skytee gedacht. Rein nach Datenblatt sollten die Montierungen mit allen von mir in diesem Thread aufgeführten Teleskopen klarkommen. Sollte es eine preiswertere Alternative geben, bin ich dem auch nicht abgeneigt.

Die Aufnahme lässt mich erneut schwanken, ob ein kleineres Objektiv mit dafür hochwertiger Optik nicht doch besser ist. Die APOs müssen halt länger akklimatisieren. Die kleinere Öffnung sammelt auch wesentlich weniger Licht...
 
Hallo Roland,

ich habe die Skytee und betreibe einen 6" f/6 Newton damit. Er hat so ca. 5kg und ist ca. 1m lang (wg. Hebelwirkung). Die Skytee gibts bei fernrohrland.de unter dem Label Astro Professional günstiger als von Skywatcher und heißt dort ASTRO PROF. AZ MONTIERUNG MIT DOPPELBEFESTIGUNG.

Deine Beobachtungsziele mit Planeten, Mond, Sonne und Messierkatalog sind im Grunde alle schon mit einem 10x50 Fernglas machbar, aber man will ja -verständlicherweise- mehr sehen. Ich denke ein 80ED erfüllt deine Ansprüche erstmal völlig. Den gibts für ca. 500 Euro z.B. von Skywatcher, die Montierung kostet dich 250.-, ein vernünftiges Stativ dazu nochmal ca. 200-300.- und für den Rest kaufst du noch ordentliche Okulare, Filter (Sonne!) und anderes Equipment wie warme Kleidung, Okularkoffer, Rotlichtlampe, Sternatlas und und und.

Hier im Forum gibts einen schönen Beobachtungsbericht von jemanden mit dem 80ED Die beste Astronacht meines Lebens - vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidung. Was aber klar ist - ein dunkler Himmel ist durch nichts zu ersetzen.

Fotografie: Das ist eine andere Baustelle. Sonne und Mond kannst Du auch ohne Nachführung durchs Teleskop fotografieren. Stimmungsaufnahmen des Nachthimmels haben auch ihren Reiz - dazu brauchst du nur eine Kamera, Weitwinkelobjektiv und ein Stativ. Planetenfotografie (das ist eher ein filmen als ein fotografieren, auch wenn am Ende ein Foto dabei herauskommt) wiederum benötigt ein anderes Equipment als DeepSky-Fotografie (z.B. mit CCD oder DSLR, ev. Schmalband etc.) usw. Gemeinsam ist den beiden letztgenannten Möglichkeiten eine ordentliche parallaktische Montierung. Du siehst, hier gibts viele Optionen, die Spaß und auch Frust mit sich bringen und die wohlüberlegt sein wollen.

Viele Grüße

Matthias
 
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Manchmal hilft es eine Nacht darüber zu schlafen. Realistisch betrachtet sollte ich mir Voll-APO aus dem Kopf schlagen, das ist nicht die Preisklasse mit der ich den Neueinstieg wagen kann, vor allem nicht mit meinem Budget.

Evtl. sollte ich einen Besuch in einer Sternwarte einplanen, vielleicht haben die etwas aus meiner geplanten Liga zum durchsehen.

Im Rennen sind daher
TS ED 102
Skywatcher EVOSTAR 100 ED
Explore Scientific AR102

Für einen Moment hatte ich mir auch das ES AR127 angeschaut aber mit über 7kg ist mir das zu schwer. Ich muss zwingend aufs Feld für Beobachtungen.

@Matthias
Danke für den Link auf den Bericht. Schaue ich mir gleich an.

Edit:
Über den Beobachtungsbericht bin dann auf die Teleskopberatung gekommen
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1018896/1
Mal abgesehen davon, dass ich ein Auto hätte, was den Transport etwas vereinfacht.

Grüße
Roland
 
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Anstatt mir weiter Gedanken zu machen, welches Teleskop es denn sein soll, habe ich mich etwas umgeschaut bei Montierungen und Okularen. Es ist evtl. sinnvoll erst einmal zu schaun, was an Geld übrig ist, wenn ich den Rest habe.

Folgende 2 möglichen Okularsets möchte ich zur Diskussion stellen.
Set 1
- 2" ES 68°, 34mm
- 1,25" Baader Hyperion Zoom Mark III 50°-68°, 8mm-24mm
- 1,25" Baader Classic Ortho 52°, 6mm
- Kosten etwa 520€

Set 2
- 2" WO Swan 72°, 33mm
- 1,25" Baader Hyperion Zoom Mark III 50°-68°, 8mm-24mm
- 1,25" Baader Classic Ortho 52°, 6mm
- Kosten etwa 410€

Bei Montierungen denke ich zur Zeit über eine AZ5 oder GiRo Ercole nach. Was das Stativ betrifft scheint hier im Forum Berlebach favoritisiert zu werden. Das wären je nach Umsetzung was in Richtung 900€.
Das Ayo II scheint auch ein interessantes Teil zu sein aber das ist wesentlich teurer als die vorgenannten.
An der Montierung sollte man ja nicht sparen, gibt's vielleicht trotzdem eine kostengünstigere Lösung, die ich mangels Kenntnis übersehen habe?

Ein Zenitprisma fehlt wohl auch noch.

Grüße
Roland
 
Hallo Roland,

für die Okularauswahl spielt die Teleskopart eine gewisse Rolle und was Du damit beobachten willst (und wie alt Du bist). Daneben die Brennweite und Öffnung des Fernrohrs.

Somit stünde die Okularauswahl aus meiner Sicht am Ende, nicht am Anfang. Denke auch daran dass ein Zweizollokular nicht unbedingt an einen 1 1/4 Zoll Auszug passt.

Gruss,

Thomas
 
Hallo Thomas,
ich vermute du bist direkt nach unten. Im Grunde wird es ein Refrakter 80mm bis 100mm f/ zwischen 5,x und 7.

Die dargestellten Sets sind für einen 100mm f/7.

Mit, ich hab aufgehört übers Teleskop nachzudenken, bedeutet soviel wie, ich schau, was geht, wenn der Rest steht.

Ich brauchte einen Anhaltspunkt, wohin die Reise finanziell geht, denn was nutzt mir das Teleskop, wenn ich mir den Rest nicht leisten kann.

Grüße
Roland
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Roland,

stimmt, ich habe nicht alles gelesen. Ich habe eben Mut zur Lücke. Würde ich Dir auch raten. Okulare kauft man m.E. gerne nach und nach. Dir würden zu Beginn evtl. 2-3 reichen. Und für nen Refraktor müssens nicht die Teuersten sein.

Ich habe heute wieder einmal Okulare gekauft. Nachdem ich mir die letzten 1994 zulegte!

Gruss,

Thomas
 
Hmm dazu habe ich die Sets hier reingestellt. Ich will ja nicht beide.

Vermutlich bekommt man auch ein ähnliches Set mit 200€ oder weniger hin. Ist halt die Frage, ob man damit glücklich wird.

Grüße
Roland
 
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Dann stelle ich das vielleicht noch einmal anders dar.
Mögliche Teleskope:
TS 80 ED D=80mm, F=560mm, f7
Skywatcher EvoStar ED 80 D=80mm, F=600mm, f7,5
TS ED 102 D=102mm, F=714, f7

Übersichtsokular 2" mit möglichst wenig Vergrößerung, Brennweite zwischen 32mm bis 35mm:
TS Paragon 35mm 68°
ES 34mm, 68°
WO SWAN 33mm, 72°
TS Erfle 32mm, 70°

Zoom-Okular:
Baader Hyperion 8mm-24mm, 50°-68°
Omegon Super Plössl Zoom 8mm-24mm, 40°-60°

Okular für Planetenbeobachtung:
Baader Classic Ortho 6mm, 52°

Nach meiner Rechnung liegen die Austrittdpupillen für alle 3 Teleskope zwischen 5,0mm und 0,8mm. Da ich mich locker 20 Jahre nicht mehr damit befasst habe, mag ich durchaus etwas unbrauchbares mit aufgeführt haben. Es steht euch frei Vorschläge aus meiner Auflistung zu nehmen oder andere besser geeignete Okulare vorzuschlagen.
Mein Ziel ist es 3 Okulare auszuwählen als Grundstock für meine zukünftigen Beobachtungen. Je nach Auswahl komme ich bei meinen Beispielen auf Zusammenstellungen zwichen 240-520€.

Sollte es sinnvoller sein mit diesem Anliegen in das Forum für Okulare zu wechseln, bin ich für einen entsprechenden Hinweis dankbar.

Grüße
Roland
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Roland,

ich empfehle dir den Refraktor 80/600, F 7.5. Wenn die visuelle Beobachtung Freude bereiten soll, ist eine saubere Abbildung über das gesamte Gesichtsfeld notwendig (Randschärfe). Ein ED-Objektiv braucht dafür ein Öffnungsverhältnis 7.5 bis 8.0.

Ich setzte zwei dieser Refraktoren (Celestron, Orion) zum Spechteln ein. Beide bilden sauber bis zum Rand ab (der Celestron-Refraktor scheint ein wenig besser zu sein).

Mit so einem Refraktor eröffnen sich folgende Beobachtungsfelder: Offene Sternhaufen, große Gasnebel, Milchstraßen-Spaziergänge, variable Sterne, Doppelsterne, Asteroiden, Mond und manches mehr.

Nachteile: Für die Planeten fehlt ein wenig das Auflösungsvermögen (lohnt sich aber trotzdem), für Galaxien und ähnlich schwache Objekte fehlt das Licht.

Dafür ist so ein kleiner Refraktor in 2 Minuten aufgebaut. So etwas braucht man. Oft reißt der Himmel überraschend auf. Man wird diese Nächte aber nur nutzen, wenn die Ausrüstung in wenigen Minuten einsatzbereit auf dem Balkon oder im Garten steht.

Gruß Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für den Beitrag Klaus.
Das Beobachtungsspektrum deckt sich mit meinen Zielen. Jupiter mit seinen Monden kann schon bei kleineren Öffnungen faszinieren. Der Tanz der Monde ist auch interessant anzuschauen.
 
Das Omegon scheint verwandt mit dem Seben-Zoom 8-24 zu sein. Das ist keine überragende Optik, aber in Ordnung. Leicht, handlich, allerdings um 18 mm herum mit Kidneybeaning oder ähnlichen Effekten. Für ein Reiseteleskop reicht es völlig aus, und dafür habe ich es mir auch zugelegt.

Da Hyperion-Zoom ist ein breitbauender Brummer, aber jeden Cent wert. Mehr Gesichtsfeld, angenehmer Einblick, drei verschiedene Augenmuscheln, 1,25"- und 2"-Anschluß (plus drei weniger wichtige). Der 1,25"-Anschluß ist allerdings mit 1,25"-Skywatcherauszügen nur erschwert zu verwenden, da muß man sich längere Rändelschrauben zulegen, sonst setzt das Okular auf den Rändeln auf.

Grüße

fquadrat
 
Es ist ein wenig Zeit vergangen und ich habe weiter nachgedacht und auch eine erste Beratung genossen.

An den Grundanforderungen hat sich nichts geändert. Es soll handlich, leicht und schnell einsatzbereit sein.

Durch die Beratung ziehe ich auch Dobson mit in Betracht.

Auf der Liste finden sich:
Skywatcher Heritage 130 Flex
- klein, leicht und handlich
- konkurenzlos günstig
- ohne das Gerät zu kennen, schätze ich das die Qualität nicht ganz so toll ist

Skywatcher 200 Classic Dobson
- aus meiner Sicht grenzwertig, was Abmessungen und Gewicht betrifft
- sehr viel Öffnung für wenig Geld

Für alle weiteren Teleskope schwebt mir folgende Plattform vor:
GIRO Ercole
Berlebach Uni 18

Als "preiswerter" Einstieg das Vixen A80Mf, ein Achromat. Auch hier wäre die Tubuslänge langsam gernzwertig.

Skywatcher ED 80/600, klein, leicht und handlich.

Skywatcher ED 100/900, da kommen sie wieder die höheren Abmessungen, dafür sollte das Gerät an Planeten und Mond mehr herausholen. Für großflächigere Objekte aber vermutlich nicht so geeignet.

TS ED 80/560, siehe Skywatcher 80/600.

TS ED 102/770, kürzere Baulänge als der Skywatcher 100/900 dafür evtl. Verfärbungen bei hohen Vergrößerungen.

Sollte es ein Refraktor werden könnte als Ergänzung irgendwann etwas in der Art von Orion UK VX6 150/750 bzw. VX6L 150/1200 kommen (mit Gegengewichten). Der kürzere Newton braucht vermutlich bessere Okulare zumindest lassen die Beiträge, die ich zu f/5 gelesen habe das vermuten. Der VX6L ist schon wieder bald etwas lang. Da kann ich auch nicht sagen, ob die Montierung das lange Gerät gut halten würde.

Grundsätzlich tendiere ich noch immer eher zu einem Refraktor als zu einem wesentlich günstigeren Dobson, weil die Einzelteile kleiner und in der Regel auch leichter sind. In der Gesamtmasse nehmen sich beide Ansätze vermutlich nichts. Bei einem Dobson bin ich mir nicht sicher, ob ich die Teile dann auch bei kurzen Beobachtungszeitfenstern ins Auto bringe und raus fahre. Ich fürchte da siegt der Schweinehund.

Einen Dobson der 8" Liga muss ich mir aber mal in Echt ansehen. Gibts in der Nähe von Koblenz einen Laden oder Sternwarte, wo ich mir einen anschauen könnte?

PS: Die Tage habe ich auf dem Speicher meiner Eltern gesucht und noch 2 Okulare gefunden, die ich evtl. wiederverwenden könnte. Ein TeleVue 15mm Plössel und ein Vixen LV 25mm, bei 1,25".

CS
Roland
 
Hallo Roland,

du schreibst ja davon, dass das Teleskop leicht und transportabel sein müsse - bedeutet das, dass du die Ausrüstung mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder einem Kleinwagen transportieren würdest? Ohne Auto kann man einen 8"-Dobson mE vergessen, nicht so sehr wegen des Tubus, aber wegen der sehr sperrigen und schweren Rockerbox. Wenn du den mit Zug und Bus transportieren musst, wirst du an der Astronomie keine Freude haben. Es sei denn, du würdest einen Gitterrohr-Reisedobson nehmen, aber der ist wiederum sehr teuer.

CS,
Fabian
 
Auto hätte ich schon.
Habe aber einen etwas irrationalen Hang zum Refraktor.
Klingt etwas dämlich, will aber anscheinend erfüllt werden. Das innere Kind usw. Die Erinnerungen aus meinen jungen Tagen. Das trägt alles dazu bei.

Außerdem hatte ich die Tage noch einmal einen schönen Bilick auf Jupiter mit meinem vermurksten 50/540. Da konnte ich mit einem 15mm Okular Ansätze von Wolkenbändern erkennen. Das hatte ich vorher noch nie gesehen oder es ist schlicht nicht aufgefallen.

Warum nutze ich dann nicht einfach den 50/540? Die Montage ist unterirdisch und wackelt wie Götterspreise. Der Tubus ist zu lang und der Okularauszug ist eine Röhre, die man hin- und herschieben kann und mit Schraube sichert, damit er nicht rausfällt. Aber damit habe ich angefangen ....

CS

Roland
 
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Hallo Roland,

aus meiner Sicht solltest du die wesentlichsten Dinge ein wenig klarer herausarbeiten, was für dich bei der Beobachtung definitiv am wichtigsten ist, d.h. Prioritäten setzen, sonst wird eine seriöse Beratung schwierig.

Deinem letzten Beitrag nach zu urteilen, tendierst du eher zur Planetenbeobachtung mit einem sehr leichten, handlichen Gerät. Ist aber nur eine Vermutung. Aus diesem Grund dürfte ein Halbapo bis ca. 4" vermutlich die beste Option sein. Allerdings wirst du mit einem schönen 8" Dob auch am Planeten viel mehr sehen. Aus meiner Sicht sind diese Geräte allemal transportabel und haben auf dem Rücksitz eines Autos noch bequem Platz.

Du könntest auch so vorgehen, ein Basismodell inkl. Montierung in einer "Lieferstufe" 1 zu kaufen, und in "Lieferstufe" 2 und später 3 ggf. weitere Optionen realisieren (z.B. Kameraanschaffung, etc.) Dann müsstest du dich nach einem Angebot umschauen, welches sich entsprechend später erweitern läßt.

Man muss sich halt im Klaren werden, was man tief im Inneren am liebsten möchte, sonst dreht man sich im Kreise...

Viele Grüße
Werner





 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Roland,

wenn der Wunsch zum Refraktor da ist, dann sollte man das einfach respektieren. Das Drumherum aber muss stimmen. Das heißt es muss eine ordentliche Montierung her. Ich würde in dieser Situation zuerst einmal überlegen, ob eine parallaktische Montierung nötig ist, oder ob eine azimutale Montierung reicht. Das hängt sehr von den Zielen ab. Sind Mond und Planeten die angestrebten Ziele, dann sollte die Montierung parallaktisch sein und in einer Achse (mindestens) motorisiert sein. Die 2. Achse ist bei visueller Verwendung Luxus, bei der Fotografie dann doch unerlässlich zu motorisieren.

Kommt man azimutal aus, dann kann man so etwas wie eine Ayo oder eine Giro verwenden. Parallaktisch scheint mir die GP-Klasse der Einstieg zu sein. Damit kann man gut bis 100/1000 oder 120/600 montieren. Darüber hinaus sollte es dann schon höher und stärker sein.
Die Montierung ist nicht zu unterschätzen, da der Refraktorfreund sie für visuelle Beobachtung fast immer auf einem voll ausgezogenen Stativ betreibt und diese Kombination muss einfach sauber stehen und ein gutes Handling haben, damit man bei der Beobachtung einfach gar nichts vom Vorhandensein der Montierung bemerkt.

Auf so eine Montierung als Basis kann man ganz problemlos einen interessanten und gebraucht gekauften Refraktor setzen. Und falls er nicht gefällt, kann man ihn praktisch für's gleiche Geld wieder abgeben und ein anderes Modell versuchen.
Ich persönlich scheue ja beim Refraktor die Länge nicht, besonders wenn ich auf Planetenjagd ausgehen wollte. Da bringt Baulänge immer bessere optische Eigenschaften. Aber auf einer soliden Montierungsbasis und mit dem Prinzip des Gebrauchtkaufs, kannst Du diese Erfahrung ja auch selber machen und das scheint mir mit Rücksicht auf das Bauchgefühl doch die beste Option zu sein.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Roland,

wenn Du Wert auf eine ausgezeichnete Optik legst frag doch mal
bei Stefan Schimpf von Astro-Mechanik nach. Er bietet seinen Vixen Fl102/900 im Nachbarforum zum Kauf an (Preis auf Anfrage).
Ich besitze ebenefalls diese Optik und bin jedesmal begeistert.
Ich betreibe sie zur Zeit auf einem gebraucht erworbenem Holzstativ mit einer Super Polaris Montierung, motorisiert in 1 Achse.
Je nach Preislage der Optik + Montierung könnte das mit dem Budget genau passen.

Grüße
Markus
 
Ich werde wohl in Richtung des Skywatcher ED 100/900 gehen. Zuvor werde ich aber versuchen ein vergleichbares Teleskop in natura anzuschauen.
Sollte mir das Teleskop zu unhandlich sein, wird es wohl der Skywatcher ED 80/600.

Davon unabhängig habe ich mir Gedanken bezüglich der Okulare für das 100/900 gemacht. Für die erst Ausstattung hätte ich gern etwa 4 Okulare.

AP 4,2 - 24x - TS WA Erfle 38mm
AP 2,9 - 35x - TS WA Erfle 26mm
AP 1,7 - 60x - TS HR 15mm
AP 1 - 100x - TS HR 9mm

Die beiden Erfle Okulare sollen für großflächigere Objekte genutzt werden, wobei es wegen der f/9 da Einschränkungen geben wird. Die HR für Mond und Planeten sowie sonstiges bei höheren Vergrößerungen.
In Zukunft soll noch ein OIII Filter dazu kommen (Baader, Astronomik oder Castell) sowie weitere Okulare (z.B. 7mm).

Als günstigere Alternative könnten auch nur Plössl genutzt werden. Wobei der Augenabstand bei dem 9mm Okulare wohl recht kurz werden könnte.

Gäbe es Alternativen? Oder ist das vollkommener Quatsch?
 
Hallo Roland,

das ist kein Quatsch. Statt des 15er HRs könnte es ein Okular mit etwas weniger Brennweite sein, und auch das 15-mm-TSSWM kann gut mithalten (mehr Gesichtsfeld).

Plössl nutze ich bis 6,5 mm, vielleicht sogar bald bis 5 mm. Orthos sind eine gute Alternative zu dieser Alternative.

Bei den [O III]-Filtern ist zu beachten, daß der Baader bei dunklem Landhimmel eher Nachteile gegenüber dem Astronomik hat, während schon eine kleine Mittelstadt eher für den Baader spricht.

Grüße

fquadrat
 
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