Wiedereinstieg nach ein paar Jahren(6-7) Pause

#1
Hallo liebe Forumsmitglieder!
Vor ca. 30 Jahren mit einem C8 eingestiegen. Relativ regelmäßig nach oben geschaut, auch ein paar Fotos gemacht Sonne, Mond, Planeten etc. kein Deep Sky). Zum wiedereinstieg ein EXPLORE SCIENTIFIC Ultra Light Dobson 406mm GENERATION II bestellt (will mal eine Nummer größer beobachten, dazu waren eure Beiträge hier im Forum sehr hilfreich und nützlich, aber auch im astrotreff.de!
Nun die Fragen: Gestern abend mal wieder in den Mond geschaut. War relativ kalt, stellt man das Instrument wieder ins Haus, schwitzt es! Habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht: schädlich fürs Rohr?
Zenitspiegel von Lumicon hat inzwischen ein paar schwarze Stellen, neu verspiegeln lassen? (merke rein optisch beim C8 noch nichts, ist natürlich ohne Vergleich, oder neuen kaufen?)
Habe einen Objektiv Sonnenglasfilter (sichtbarer Beereich), falls ich eien H alpha Filter für Flares usw. einsetzen will wie gehe ich da am besten vor?
An Okularen habe ich Televue Nagler 7 16 32 und 56. Neu bestellt 4,7 und Fokal Extender 2x50,8 alles 2" bis auf 4,7 und 7. Was wäre als Ergänzung noch sinnvoll?

Fotos möchte ich zukünftig mit meiner EOS 20d machen. Besser mit dem C8 oder dem neuen Dobson?

Das wäre zunächst mal alles.
Danke im Voraus für Tips und natürlich auch kritische Anmerkungen!

Siggi
 
#2
Hi Siggi
Zitat von siemu:
Fotos möchte ich zukünftig mit meiner EOS 20d machen. Besser mit dem C8 oder dem neuen Dobson?
am Dobson wird wohl der Backfokus nicht für die D20 ausreichen; mit etwas Glück vielleicht mit einer (eh zu verwendenden) Barlow.
Am C8 dürfte das kein Problem darstellen.
Allerdings ist es so, dass man mit einem Einzelbild eines Planeten vergleichsweise wenig Anfangen kann - man nimmt eher Hunderte, teils Tausende Bilder in schneller Folge auf und verrechnet die. Dafür nimmt man dann aber keine DSLR, sondern eine sogenannte "Planetenkamera". Ab rund 200€ geht es los, zzgl. Laptop. Die haben zudem ein wesentlich kürzeres Auflagemaß und funktionieren auch mit deinem Dobson; der bräuchte allerdings noch eine EQ-Plattform, wenn es nicht stressig sein soll.
Ein weiteres Helferlein wäre noch ein ADC, wenn dein Hauptaugenmerk auf Planeten liegt - die stehen sehr tief, was sich die nächsten Jahre auch nicht arg ändern wird.

cs
Jürgen
 
#3
Hi!
Zitat von siemu:
Gestern abend mal wieder in den Mond geschaut. War relativ kalt, stellt man das Instrument wieder ins Haus, schwitzt es! Habe mir bisher keine Gedanken darüber gemacht: schädlich fürs Rohr?
Nö, das Wasser verschwindet auch wieder. Wichtig ist allerdings, daß es auch verschwinden kann, also bitte nicht mit Plastikfolie abdecken. Abdecken geht nur, solange das Teleskop noch keinen Tau oder Reif angesetzt hat. Dann kann man auf das C8 zumindest die Schutzkappe setzen.

Zenitspiegel von Lumicon hat inzwischen ein paar schwarze Stellen, neu verspiegeln lassen? (merke rein optisch beim C8 noch nichts, ist natürlich ohne Vergleich, oder neuen kaufen?)
Hängt vom Preis für das Neuverspiegeln ab. Es gibt inzwischen gute Spiegel mit forcierter oder dielektrischer Verspiegelung, die noch einen moderaten Preis haben. Falls Du Dir nicht sicher bist, ob der Spiegel noch in Ordnung ist: Bestelle einen ordentlichen neu, vergleiche und entscheide dann, ob ein Neuteil nötig ist.

Habe einen Objektiv Sonnenglasfilter (sichtbarer Beereich), falls ich eien H alpha Filter für Flares usw. einsetzen will wie gehe ich da am besten vor?
Der visuelle Filter dämpft überall, also auch den roten Bereich. Der H-alpha-Filter braucht daher eher einen ERF, welcher im Roten hohen Durchlaß hat und den kürzerwelligen Bereich abblockt. Meist nimmt man einen RG630 - diese Kantenfilter schaffen auch ohne Interferenz einen steilen Transmissionsanstieg.

Grüße

fquadrat
 
#4
Hallo fquadrat,

danke für deine Hinweise. Die Filter für H alpha Sonnenbeobachtung werde alle am Okular eingesetzt? Wird nichts zu heiß?

Grüße
Siggi
 
#5
Hallo Siggi,

für die H alpha-Beobachtung ist weder dein C 8 noch das Dobson-Teleskop gut geeignet. Am C 8 könnte eventuel ein exzentrischer ERF zum Einsatz kommen.
Das ERF grenzt den Durchlaßbereich auf rote Wellenlängen im sichtbaren Bereich ein und blockiert die Wärmestrahlung sodaß die weiteren Filter nicht geschädigt werden.
Okularseitig ist es aber nicht mit einem H alpha-Filter, wie er für die Fotografie von Gasnebeln zum Einsatz kommt, getan.
Es kommen recht komplizierte und folglich teure Filtersysteme zum Einsatz, die mehr als 1000€ neu kosten.

Zur Sonnenbeobachtung im H-alpha-Bereich lohnt es sich dann schon, eine optimierte Gerätekonfiguration anzuschaffen, mit passendem Teleskop und Nachführung.

Grüße

Dietrich
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
#6
Hallo Dietrich,

danke für deine Hinweise. Wenn ich die Ausgabe für den neuen Dobson verschmerzt habe werde ich dann darüber nachdenken und auch noch mal nachfragen, was so die Mindestausstattung sein muß.
das Dobson ist heute gekommnen, schon zusammengebaut, ging relativ gut. Macht so erstmal einen sehr guten Eindruck, sieht natürlich neben dem C8 riesig aus. Nur das Sucherfernrohr(Rotlichtsucher) läßt sich nicht montieren. werde morgen mal bei Telescope House anrufen.
Nochmals danke

mfg

Siggi
 
#7
Gestern abend trotz der Kälte aber gute Sicht das Ultra Light Dobson erstmals im praktischen Betrieb gehabt. Abbau in der Wohnung in 3 Teile und Wiederaufbau auf dem Balkon sehr einfach und alles gut nur von mir zu tragen und auch wieder zusammenzubauen. Selbst die vorgenommene Justierung war noch einwandfrei. Bei beginn der Beobachtung hatte auch alles Außentemperatur. Feinjustierung habe ich nicht mehr gemacht. Als Okular nur das Televue 32mm Wide Field eingesetzt. Der Rotlichtsucher ist gewöhnungsbedürftig, habe vorher immer einen "Normalen" gehabt. Ich sehe immer nur den roten Punkt und nebenher mit dem anderen Auge das anvisierte Objekt. hat aber soleidlich geklappt. Orionnebel war im Gegnsatz zum C8 schon sehr großflächig und auch scharf abgebildet. PLejaden wie Diamanten, ebenso M37. dann mal so durch die Gegend geguckt. Ging alles sehr leichtgängig, das instrument lässt sich mit der Fingerspitze dirigieren und ist dank gegengewicht sehr gut im Gleichgewicht. Auch so gut wie vibrationsfrei auf dem Balkon selbst wenn mal jemand kam ,um auch mal zu linsen. Nach einiger Zeit bekommt man Gefühl für Richtung und kommt fast ohne Sucher aus. Nach ca 2 h hatte ich auch Temperatur angenommen(ich war schon dick eingepummelt, sogar Handschuhe) habe dann wieder alles in 3 Teile zerlegt ung reingeschafft wieder alles problemlos. Drinnen vom Metall ab und an Schwitzwasser abgewischt. Spiegel natürlich nicht. Heute morgen sahen sie wieder 1A aus. Bin rundauf begeistert. Sehr gutes Preis Leistungsverhältnis. Freue mich schon auf nächste Beobachtungen. Werde auch dazu was sagen, besonders bei hohen Vergrößerungen, bin selber gespannt darauf. Wer eventuell spezielle Fragen hat soll sie stellen!

Heute bleib ich im warmen!
Grüße
Siggi
 
#8
Sternklaren Abend gestern genutzt und M1 beobachten können. mit dem C8 habe ich das bisher nicht geschafft. Nach einiger Übung kommt man mit dem Rotlichtsucher auch zurecht. In anderen Beiträgen lese ich oft von Dobson Schubserei, dieses Dobson läßt sich wie schon gesagt mit einem Finger steuern, läft nicht vor und nicht nach, leichter zu steuern als das C8. Spiegel beschlägt beim reinholen, ist nach 1h aber wieder kristallklar. Justage bleibt nach wie vor gut erhalten.
Grüße
Siggi
 
#9
Jetzt wollte ich mit dem Dobson ein paar Fotos machen mit T Adapter am Apparat, nur lies sich das Okular nicht weit genug reindrehen. Gibt es dafür eine Lösung? Mit dem 2XFocalextender waren Fotos möglich, dann natürlich sehr vergrößert. Der Mond ist damit natürlich wunderbar getroffen.
Das 4,7mm Okular habe ich dann auch ausprobiert. Man denkt man steht am Kraterrand!
Aber das 56 mm Okular braucht man auch, kann ich nur jedem empfehlen ,gerade für offene Sternhaufen, M41 Plejaden usw. atemberaubend!
Bin immer noch sehr zufrieden mit dem Instrument.

Grüße Siggi
 
#10
Hallo Siggi

Mit dem 56 er am Dobson mit 1800 mm Brennweite hast ja über 12 mm Austrittspupille.
Da nutzt Du nur noch etwa 220 mm Öffnung.
Da hast schon einen riesigen Fangspiegelschatten.
(Das Okular hast Du wohl zum C 8 gekauft, da macht es einigermassen Sinn).
was Dir aber fehlt ist ein "Arbeitspferd - Okular" etwa zwischen 20 und 27 mm - das passt besser von der Austrittspupille.
Das angeführte 32 er ist wohl das alte Erfle - Weitwinkel von Tele Vue?

Ansonsten viel Glück und klare, nicht zu eisige Nächte mit dem Gerät
Felix
 
#11
Hallo Felix,

danke für deine Hinweise! Das Okular ist ein TELE VUE 32mm WIDE FIELD made in Japan hat damals 596 DM gekostet, das 56mm ein Super Plössl von Meade Series 4000 für 499 DM, da ich sie habe nutze ich sie natürlich und mit dem 56er hat man so eine schöne "Übersicht"!! selbst bei der Mondbeobachtung insbesondere die Hintergrundsterne und daraus resultierende Bedeckungen.
Dein Vorschlag ist natürlich eine Überlegung wert.

Nochmals danke!

Grüße
Siggi
 
#12
Da es Nachts momentan doch sehr kalt ist und tagsüber so schön die Sonne scheint überlege ich wie von euch vorgeschlagen was für die Sonne zu kaufen, was haltet ihr von einem Lunt LS60T B 1200 HA ?

Grüße
Siggi
 
#13
Hallo zusammen,
nach gut einem Jahr habe ich mir jetzt den Streulichtschutz noch zugelegt. Der macht echt Sinn. Sehr gut zu handhaben und großer Qualitätsgewinn. Streulicht von Straßenlampen etc. wird sehr gut abgefangen. Durch das Gewebe dringt kein Lichtstrahl. Passende Lücken für den Okularauszug und Rotlichtsucher sind auch vorhanden. Habe gestern mal ein paar offenen Haufen und natürlich M1 M42 M50 h und xi im Perseus etc. beobachtet. Ganz toll, übrigens auch mit dem 56 Okular, es passt halt mehr ins Gesichtsfeld.

Grüße
Siggi
 

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