Wieso ist Jupiter so unscharf?

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Berlinastro

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Hallo liebe Forengemeinde,eines vor weg,ich kenne mich noch nicht gut mit der Astronomie aus.

Als ich vor 1 stunde auf einem Feld mit meinem 152/1200 Refraktor den Jupiter beobachten, geg. auch Fotografieren wollte, wurde ich schnell vom Frust gepackt.

Selbst durch mein 10x50 Sucher war Jupiter sehr unscharf und verschwommen. Auch mein 10x60 Fernglas zeigte Jupiter nur als hellen weiß-orangen fleck. Das Beobachten mit meinem 26mm Okular war damit fast unmöglich. Und das bei einer vergleichsweise zu geringen Vergrößerung. 90 fache Vergrößerung war unmöglich.

Ich hatte die Linse auch mal vorsichtig gereinigt, da es ja sein kann, dass diese voll Tau ist. Nichts.

Nun,der Ort an dem ich beobachtete war recht dunkel nur ein paar kleinere Laternen.
(Jupiter stand noch recht flach?!)

Ich benutze auch einen UV/IR Lichtfilter.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und mich aufklären.

Mit freundlichen Grüßen und cs Paul
 
Hallo Paul,

das kann an vielem liegen:

1. Um 2 Uhr steht der Jupiter zur Zeit noch sehr tief, da muss sein Licht durch sehr viel Luft durch und wird dadurch sehr stark gestört --> Objekt wird unscharf und tänzelt und wabert im Okular nur so vor sich hin.

2. Dein Teleskop ist ein relativ Lichtstarker Refraktor und erzeugt einen beträchtlichen Farbfehler.

3. Teleskop nicht gut ausgekühlt?

4. Wozu benutzt du einen UV/IR-Filter? Der wird nur zur Fotografie benötigt, visuell hat der nichts am Teleskop zu suchen. Eine schlechte Qualität kann dir da auch das Bild verschlechtern.

5. Zur Planetenbeobachtung ist es egal ob Störlicht da ist oder nicht.

Von wo aus beobachtest du? Es ist immer günstig bebautes Gebiet zu meiden um die Seeingeinflüsse gering zu halten, ein absolutes "No Go" ist das Beobachten aus einem Gebäude heraus - da ist das Seeing dann extreeemst schlecht.

Mit was hast du versucht zu fotografieren?

Versuchs am besten jetzt nochmal mit Jupiter, jetzt steht er deutlich höher und sollte besser zu sehen sein.

MfG Gerry
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ich geb mal vorsichtig Entwarnung wegen seinem Equipment. Jupiter sah gegen 1:30 auch in meinem Okular furchtbar aus. Die Bänder konnte ich zwar schon sehen, aber sonst war er wirklich nur Matsch. Ich rate Paul, Planeten erst 30° über dem Horizont überhaupt zu versuchen, sonst hat man oft nur Frust.

vg

Philipp
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Paul,

bei mir war das seeing heute grauenvoll. Da ging wirklich überhaupt nix an Jupiter. Selbst als er dann gegen morgen höher stand.

Wenn Du ähnliche Bedingungen hattest, dann erklärt das Deine Beobachtung.

Bleib dran. Irgendwann paßen die Bedingungen und Du wirst sehr viele Details erkennen.

Gruß
Martin
 
Erstmal vielen dank für die ganzen Antworten.
Ich habe auf einem Feld beobachtet.
Ich wollte den Jupiter mit
meiner ccd solar system imager oder mit meiner Spiegelreflexkamera fotografieren.

Neues Equipment, welches ich vorher noch nicht testen konnte

Liesen sich die evt. Farbfehler meines Teleskopes mit Filtern ein wenig ausgleichen?

Grüße Paul
 
Hi,

Ich hatte die Linse auch mal vorsichtig gereinigt, da es ja sein kann, dass diese voll Tau ist. Nichts.

Mann, bevor die Frontlinse zumacht, merkst du Tau lang vorher an den Okularen, deren viel kleinere Linsen viel schneller durch Tau beschlagen.

Beginnender Tau auf der Frontlinse (wenn Okular klar) erkennt man übrigens daran das die Sterne eine Hof haben. Einen Hof haben Sterne aber auch wenn Dunst in der Luft ist. Also muss du genau abwägen.

Aber ich tippe mal, das der Jupiter noch sehr tief stand und da ist das Seeing miserabel. Gestern konnte ich gegen 2:30 MESZ bei 125x im 12,5" Dobson auch nur einen wabernden Fleck mit zwei Bändern und 4 Monden sehen. Die Zintilation war auch deutlich sichtbar.

Gruß
Lots
 
Hallo Lots,

ob
Zitat von Lots:
bevor die Frontlinse zumacht, merkst du Tau lang vorher an den Okularen, deren viel kleinere Linsen viel schneller durch Tau beschlagen
wirklich zutrifft, hängt auch davon ab, wie die Okulare aufbewahrt werden. Mit Schutzkappe drauf oder im Koffer mit heruntergeklapptem Deckel aufbewahrt, beschlägt ein Okular nicht so leicht. Das im Teleskop wird vom Benutzer etwas erwärmt und taut auch nicht so schnell zu.

Das Teleskopobjektiv kann man freilich auf diese Art nicht vor Tau schützen ...

Offen herumliegende Okulare tauen aber wirklich oft schnell zu, sofern denn überhaupt Tau auftritt. Letzte Nacht war das zum Glück nicht der Fall, weshalb meine Taschen, Kisten, Hocker und die Motorhaube des Autos allmählich mit Okularen und Filtern bzw. deren Behältnissen zugestellt wurden ...

Schade nur, daß der Himmel nicht so bombig klar war wie am Perseidenwochenende, beim Nebelgucken hätte ich das gut gebrauchen können.

Grüße

fquadrat
 
Vielen dank für die zahlreichen Antworten. Die Okulare wurden sauber, trocken und geschützt im Koffer gelagert. Ich vermute
das einfach diese vielen Faktoren schuld am miserablen seeing waren. Nächste Sternennacht wirds hoffentlich besser.
Es grüßt Paul
 
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