Ehemaliges Mitglied 77903
in den letzten Tagen fielen mir die extremen Winkel auf, die die Linie der Hörner des auf- und untergehenden Mondes mit meinem örtlichen Horizont in Nordbayern bildete. Das wird nur dann wirklich auffällig, wenn der Mond a. zwischen erstem und letztem Viertel ist (denn nur dann kann ich ihn auch bei Tageslicht auf- bzw. untergehen sehen), b. er nahe einem der beiden Viertel ist (denn nur dann hat er klar erkennbare "Hörner") und c. er dieses erste oder letzte Viertel nahe einem Äquinoktialpunkt durchläuft (gegenwärtig Leo - kurz vor Herbstpunkt). Die zugehörige Rechnerei mit parallaktischem und Positionswinkel ist etwas verwickelt und Amateuren eher selten geläufig. Die Mondauf- und untergangszeiten kann man sich aus einer Software oder dem Internet ziehen, aber der Winkel muss ebenfalls für jeden geographischen Ort eigens gerechnet werden. Es wäre eine lohnenswerte astrophotographische Aufgabe, den auf- oder untergehenden Mond zusammen mit einem klaren Horizont (See, Meer u.ä.) oder, was wahrscheinlich einfacher ist, zusammen mit einer baulichen Senkrechten (Kirchturm, Hochhaus usw.) zu dokumentieren und zwar dann, wenn die obigen drei Voraussetzungen erfüllt sind und er vorhersehbar extrem (maximal oder minimal) verkippt daherkommt oder dahingeht - am besten Auf- und Untergang in den gleichen 24 Stunden. Das nächste Mal werden die drei Voraussetzungen bei maximaler Verkippung um den 21. MAI 2021 herum erfüllt sein. Ich photographiere selbst nicht, würde aber entsprechende Bilder gerne studieren.