Wirds mit nem gößeren Teleskop besser???

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betageuze

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Hallo,

ich interessiere mich schon immer für Astronomie und kenne mich anhand von Sternbildern auch ganz gut am Himmel aus. Nun wollte / will ich mir ein Teleskop zulegen (GSO 680). Ein Freund erfuhr dies und schenkte mir einen alten Bresser Refraktor 60/700. Ich weiß natürlich, daß dies ein ziemlich schlechtes Teleskop war (es ist ziemlich verschmutzt, hat plastiklinsen und 24,5 mm Okulare mit Plastiklinsen und eine wacklige az. Montierung). Dennoch nahm ich natürlich dankend an. Am Sonntag abend wollte ich es dann wissen.

Ich baute also das Teleskop auf und versuchte einfach in den bekannten Sternbildern "herumzufahren". Doch es wollte mir auch nach einer Stunde nicht gelingen, einen einzigen Stern scharf abzubilden. Wenn ich mal einen größeren Stern im Sucher gefunden hatte (und das war eine Qual, man sieht fast nichts), dann war dieser bis ich mit den Augen am Okular war auch schon wieder "weggesprungen". <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> . Es gelang mir wirklich kein einziges mal, zumal es auch ziemlich windig war, was den Effekt der wackligen Montierung noch verstärkte.

Dies hat mich ziemlich enttäuscht und so stelle ich mir die Frage, ob ich mit dem gso 680 bessere Ergebnisse erziele.

Gewiss sind die Okulare besser, doch ist auch der Dobson az. Montiert. Habe ich dadurch nicht auch diesen "ständig weg" effekt?

Würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein bischen rat geben könntet.

cu marco

p.s. wäre auch nett, wenn ein paar sternfreunde aus der nähe von bamberg wären. würde dann gerne mal mit durch deren "rohr" schauen.

danke derweil.
 
bei dem Wind, wie er in den letzten Tagen in Bayern wehte, sollte man lieber gar nicht, oder nur hinter einen windgeschützten hohen Hausmauer in die Sterne schauen. Bei weniger Wind wird es mit einem 680 GSO Dobson um viele viele Klassen oder gar Dimensionen besser, gar kein Vergleich... wirklich, das ist ernst ! KAUFEN und Sternhimmel genießen,

MfG
 
Hallo!
Probier erst mal an den kleinen gerät aus, ob dir das Beobachten der Sterne Spaß macht. Wenn du auch mit diesem kleinen gerät Spaß hast, dann ist es dir ernst und du kannst zu einem größeren gerät greifen. Wenn du dir jetzt ein so großes gerät kaufst, dann kann es unter Umständen sein, dass du sehr viel geld in den Sand setzt. Versuche es erst mal so. Vielleciht kann man deine Montierung ja auch etwas modifizieren. Vielleicht kannst du dir aber auch selbst eine Dobsonmontierung für deine Teleskop bauen. Ich habe das schon mal irgendwo gesehen, wo jemand eine kleine Dobson Halterung gebaut hat und da dann verschiedene kleinere geräte drangemacht hat. vielleicht kommst du damit auch zum Hobby des Teleskopselberbastlers, verdienst ordentlich Gels und kannst dich in 2 Jahren auf die malediven absetzen und mit Bill Gates einen martini zu dir nehmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> dann kannst du auch mit bloßem Auge die schwächsten nebel farbig sehen!
MfG Michael
 
Ein typischer Einstiegs"erfolg", der viele Leute dazu bringt, den Kram in die Ecke zu schmeißen und nicht mehr drüber zu reden...

Frage eins: Weißt Du, was Du sehen kannst oder willst? An Sternen selbst gibt es nicht sonderlich viel zu entdecken, daran ändert sich mit dem Teleskop nichts.

Frage zwei: Schon mal einem 8zölligen Dobson gegenübergestanden? Das ist ein anderes Kaliber, als ein kleiner 60er Refraktor.

Frage drei: Hast Du die Möglichkeit, MIT (!) dem Teleskop einen dunklen Standort aufzusuchen? Dunkel nicht nur in Bezug auf Straßenlaternen, sondern auch auf städtische Lichtglocken. Ein dunkler Himmel ist wichtig, wenn man nicht nur Planeten, Sonne und Mond beäugen will (obwohl es sich lohnt)

Ein 8zölliger Dobson ist in meinen Augen der perfekte Einstieg in die Astronomie. Die Geräte sind heutzutage spottbillig, vergleicht man sie mit hochwertigen Optiken. Bedenke aber, daß zum Teleskop mindestens noch ein Karkoschka (Atlas für Himmelsbeobachter) und drei bis vier Okulare gehören. Wenn das Budget das nicht zuläßt, dann lieber den 150er Dobson nehmen und das Zubehör kaufen.
Mit dem Gerät kannst Du alles abdecken, Erfahrungen sammeln und Deine bevorzugten Beobachtungsobjekte herausfinden. Später wirst Du dann sicher nach mehr Öffnung oder höherer Bildqualität gieren. Aber mit einem 6 oder 8zölligen Dobson hast Du auf Jahre hinaus Spaß.

Was noch zu erwähnen wäre - natürlich wandert Dir das Objekt aus dem Bildfeld. Das tut es beim Dobson, aber auch beim parallaktisch montierten Teleskop. Bei letzterem mußt Du allerdings nur in einer Achse nachführen und kannst dies auch einem Motor überlassen. Beim Dobson mußt Du beide Achsen bewegen, was "einfach und intuitiv" möglich sein soll. Kann ich Dir nicht sagen, ich stehe erst kurz vor dem Umstieg. Ich denke aber, es ist wie das Schalten beim Autofahren - irgendwann rückt es in den Hintergrund. Allerdings soll es Leute geben, die überhaupt nicht damit klarkommen (sowohl "dobsen" als auch schalten...)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nicht entmutigen lassen. Du hast unter schlechten Bedingungen beobachtet und mit einem Gerät, das sicher am unteren Ende der Liste rangiert. Vielleicht auch noch mit dem kürzestbrennweitigen Okular oder so. Versuch Dich besser erst mal am Mond oder geh mal mit jemandem zusammen beobachten.

Viele Grüße vom
 
Ich besitze ein 50 mm Kaufhausrefraktor und bekomme ein Objekt wie den Jupiter (der hellste "Stern" zur Zeit) innerhalb von 30 Sekunden eingestellt und sehe die vier Jupitermonde sowie die beiden Jupiterbänder.
Da ich nicht glaube, besonders geschickt zu sein, liegt das Problem entweder wohl an einer entsetzlich schlechten Montierung oder an einer zu großen Vergrösserung.
Welches Okular hast Du denn verwendet, Brennweite?. Wenn du gleich am Anfang zu stark vergrösserst, dann benötige ich mit meinem auch eine Stunde
Mit einem Dobson wie dem GSO kannst du eine solches Kaufhausteleskop nicht vergleichen, dass sind Welten!
 
Hallo,

der 60er Refraktor zeigt nicht allzuviel. Es ist schon eine Aufgabe für sich geeignete Objekte auszuwählen. Daneben vermute ich auch, daß Du zu hoch vergrößert hast. Wenn das die gleichen Kaufhausokulare sind, die ich sonst so kenne ist damit auch nicht viel mit anzufangen.

Kontakt findest Du hier im Board über Treffpunkte oder Du suchst mal hier :

http://www.astronomie.de/gad/

Dort müßtest Du fündig werden. Der Unterschied zwischen Deinem Gerät und einem 8-Zöller ist wie mehrfach gesagt wurde, gewaltig. Die Montierungen sind überhaupt nicht vergleichbar. Wenn der Refraktor auf einer azimutalen Montierung sitzt, dann ist das vermutlich so etwas wie die AZ-1. Diese Montierung hat die Eigenheit sich nach dem Festziehen der Feststellschrauben zu senken. Hohe Vergrößerungen kannst Du damit getrost vergessen.

Totz allem kann man mit einem Teleskop nicht das sehen was auf vielen Bildern zu sehen ist und es ist m.E. nur Geschickt einfach einmal so eine Beobachtung mitzumachen bevor man sein Geld ausgibt. Es sollte auch möglich sein mit einem seiner Wahl ähnlichen Gerät beobachten zu können.

Etwas Geduld mußt Du schon mitbringen. Vom Zeitpunkt des Ausmachens bis zur Beobachtung können je nach verfügbarer Zeit und Wetterlage schon mal Wochen oder Monate vergehen. Dranbleiben.

Gruß

Adrian Herrmann

 
Hallo Marco,

Deine Frage bzgl. GSO680 meine Anwort: Uneingeschränkt JA <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/tongue.gif" alt="" />
beantwortet werden. Weil:

- er eine 3,5mal höher Auflösung bietet (M13 hat dann Einzelsterne)
- er 11 mal mehr Licht sammelt (Galaxien z.B. M51 zeigen schon Struktur, und auch lichtschwache Kandidaten können gesehen werden)

Wenn du die Ausstattung des 8" Dobson anguckst, wirst Du schon bemerkt haben, daß es den auch mit 8x50 Sucher gibt, was bedeutet, daß alleine der Sucher schon fast soviel leistet, wie dein 60mm Röhrlein. Mit einem 8"-Teleskop ist die Optik schon so stark, daß man nur noch durch das Wetter in der Beobachtung eingeschränkt wird und nicht mehr durch die Dimension des Gerätes.
Außerdem möchte ich Dich eigentlich nur wg. deiner Frage zum Effekt ("schon weggesprungen!") beruhigen. Bei niedrigen Vergrößerungen, z.B. bei einem 25mm Plössl mit 50° Eigengesichtfeld ergibt sich ein Gesichtfeld des Teleskops (des GSO) am Himmel von 50°*25mm/1200mm=1,04°. Es braucht dann ungefähr 4 Minuten bis der Stern einmal durch Teleskop gelaufen ist. Nehmen wir an, daß dein Sucher gut zentriert ist, dann sollte der Stern nach dem Finden im Sucher, in der Mitte des Gesichtsfeldes des Teleskops stehen, womit dir noch 2 Minuten Zeit bleiben, den Stern wiederzufinden bzw. zu beobahten. Also das ist eigentlich kein Problem, danach wechselt man zu den Okularen mit den höheren Vergrößerungen, wobei natürlich Durchlaufzeiten immer weiter abnehmen.

Ansonsten zeigt ein 8" Gerät eine riesige Menge mehr am Himmel als ein 60mm Gerät. Außerdem ist die Wackelei an einem Dobson meist wesentlich weniger stark als an hochbeinigen und zu schwach montierten, kleinen Fernrohren. Behalt aber das 60mm Teil mal, und guck ob Du gute 0,965" Okulare kriegen kannst! Ich mein da gibts welche von Takahashi und von Zeiss. Das kleine Teleskop mit einem odentlichen Unterbau kann als Reisegerät gute Dienste tun!

Gruß
Winfried
 
Hallo,


wenn Du nichts scharfgestellt bekommst, kann das vier Gründe haben.

Die Optik ist sehr schlecht justiert (unwahrscheinlich).

Die Optik ist sehr stark verschmutzt.

Die Optik wurde zum Reinigen demontiert und verkehrt herum
wieder eingebaut.
(Ich habe letztens so ein Teleskop bekommen. Nach dem ich die
Optik wieder richtig eingesetzt habe, funktioniert es prima)

Du hast eine viel zu hohe Vergrößerung benutzt.





Mit den oft beiligenden 4 mm Okularen bekommst Du eine 175-fache
Vergrößerung.

Die unter besten Voraussetzungen höchste Vergrößerung ist aber nur 120-fach. (doppelter Objektivdurchmesser)
Gute Ergebnisse wirst Du bis ca. 60-fach bekommen.

Dazu eine Formel:

Brennweite Objektiv (z.B. 700 mm) : Brennweite Okular (z.B. 12 mm) = Vergrößerung (hier 58-fach)


Bei weiteren Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Viele Grüße
Dirk

mohlitz@t-online.de

www.beobachterforum.de (Da gibt es einen Artikel "Kleine Optiken ganz groß"

http://www.fh-jena.de/contrib/fb/et/stud/sebastiansauer/meister.htm

(da gibt´s mein Meisterstück :-)))
 
Zunächst mal vielen Herzlichen Dank für die vielen ermutigenden Antworten. Ich werde mit Sicherheit dabei bleiben. Es war nur schon ziemlich entmutigend.

Wie schon gesagt, ich bin kein totaler Anfänger und kenne mich ziemlich gut am Himmel aus. Auch was die Theorie bei den Geräten angeht, weiß ich einigermaßen bescheid.

So habe ich nur mit dem 20mm Okular beobachtet, bei den anderen hab ich mir schon schlechte Ergebnisse ausgerechnet. Das Teleskop ist ziemlich verschmutz und bedarf erstmal einer gründlichen Reinigung.

Das ich nichts einstellen konnte (das sehe ich jetzt aus Euren Antworten und, wo ich mich wieder etwas beruhigt habe, einer späteren Eigenanalyse <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/blush.gif" alt="" /> ) lag einmal an der super wackligen Montierung (die hält einfach das Teleskop nicht in der eingestellten Lage) und dem Wind. Der Sucher ist ein Witz.

Was mich erschreckt hat, waren aber die Okulare. Ich hätte das nicht gedacht. Ich hatte wirkliche Probleme beim Durchsehen und sah meistens nur schwarz. Ich mußte mit Daumen und Zeigefinger eine Augenmuschel "basteln", damit ich etwas sehen konnte. Ich hoffe das ist mit teureren (ich dachte an die TS Super Plössel) anders.

Ich werde nun wie folgt verfahren:

1. ich behalte das Teleskop, reinige und optimiere es. Ob ich mir weitere Okulare kaufe weiß ich nicht, 24,5 mm sind halt irgendwie nicht standard. Mal sehen.

2. ich halte an meinem Plan fest und kaufe mir das 8". wenn ich noch einige andere Sternenfreunde aus meiner Gegend finden könnte wäre das toll.


Ich möchte mich nochmals für die vielen netten Antworten (auch per Mail) bedanken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> Da sieht man mal wieder was eine nette Community ist!

cu Marco
 
Hallo Betageuze,
Von wo aus hast du denn beobachtet? Dass du eine "Augenmuschel" bilden musstest, kann auch an übermäßiger künstlicher Beleuchtung liegen. Ich empfehle dir, das Okular vorsichtig etwas zu reinigen, dir an einem klaren und wenig windigen Abend ein schönes Plätzchen fernab von Siedlungen und Laternenbeleuchtung zu suchen und mit kleiner bis mittlerer Vergrößerung ein helles Objekt wie Jupiter oder Saturn anzuvisieren. Solltest du bei Jupiter nicht die Wolkenbänder und bei Saturn nicht den Ring erkennen können, ist das Teleskop ernstlich defekt.
Gruß, Gardalon
 
Re: Wirds mit nem größeren Teleskop besser???

Ja diese Sucher sind in der Tat ein Witz, weil oft der Strahlengang, um Farbfehler über das Öffnungsverhältnis zu reduzieren, noch zusätzlich mit einer Blende reduziert wird, so dass die Öffnung kleiner ist als die einer geweiteten Pupille. Man sieht also weniger als mit dem bloßen Auge! Wenigstens hast du das sofort erkannt, ich habe mich lange Zeit nur gewundert. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> *Augenroll*

Deswegen auch mein wiederholter Tip, solche Sucher auszutauschen.
Man muß Wolfi hier mal danken, weil er neuerdings billige, aber funktionelle Sucher für solche Kaufhausteleskope anbietet. Auch hier

Auch bei E-Bay geht in der Sommersaison einiges


Wenn die Monti aber so arg grauslich ist, dann frage ich mich schon, ob die Investition/der Aufwand generell sich lohnt. Meine Billigmonti folgt auch ein wenig der Schwerkraft, da muß man dann halt ein wenig zu hoch zielen.
Versuch mal am Polarstern zu optimieren, der bewegt sich wenigstens nicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Vielleicht kommt demnächst Lidl wieder mit seinem legendären Lidlskope raus, aber gegen einen 8 Zöller kann das natürlich auch nicht anstinken. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Wirds mit nem größeren Teleskop besser???

Der Vollständigkeit halber, da ich es gerade erst entdeckt habe:
Bei Scopeequipment gibt es auch einen Leuchtpunktvisiersucher für 29 Euronen, leider kein Bild oder weitere Infos dabei.
Vor einem Jahr ging das erst mit 50 Euro los, da hat sich viel getan.
 
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