Wo in Deutschland eine Sternwarte bauen?

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maorimaori

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Hallo

wo gibt es in Deutschland heutzutage die besten Beobachtungsbedingungen, also wenig Lichtverschmutzung und wenig Wolken? Gibt es weitere Faktoren zu beachten?

Viele Grüße

Mario

 
Hallo Mario,

viele Sonnenstunden (und vermutlich auch nachts wenig Bewölkung) gibt's auf Rügen.
Dunkel ist es da auch. Aber es fehlt die Höhe.
Das andere Sonnenloch in Deutschland ist wohl Freiburg. Und da liegt der Schwarzwald, der sicher ganz gut geeignet ist.
Generell sind die Berge wohl ein guter Standort für eine Sternwarte.

Viele Grüße

Thomas
 
Hallo Mario,

wohl dem der eine eigene Sternwarte bauen kann und es sich aussuchen kann wo...

Es gibt noch andere Faktoren: Feuchtegehalt der Luft, Lokalklima, Häufigkeit stabiler Schichtungen im Hinblick auf Seeingbedingungen, Häufigkeit von Sturmschädigungen, Erdbeben, etc. Dann gibt es noch so was wie Erreichbarkeit, bauliche Bestimmungen, Verfügbarkeit von Highspeed-Internet, Sicherheit (Häufigkeit von Einbrüchen, was regional in Deutschland sehr unterschiedlich ist), und und...

Bestimmt habe ich längst nicht alles erwähnt. Nur so ein paar Eindrücke was man evtl. noch berücksichtigen könnte.

Gruß
Werner
 
Hallo Werner

nein, eine eigene Sternwarte muss noch warten :(

Aber ich würde gern wissen wo es die stabilsten Beobachrungsbedingungen in D gibt... wo man also eine Sternwarte bauen könnte und sie auch die meiste Zeit des Jahres nutzen könnte... rein hypothetisch aber ernst gemeint :)

VG

Mario


 
Hallo Mario,

nun, wenn es eher um meteorologische Aspekte geht...da gibt es so etwas wie den Klimaatlas von Deutschland. Oder schau bei den entsprechenden Landesämtern auf deren WebSites.

Die "dunkelsten" Ecken findest du sehr leicht in den Lichtverschmutzungskarten von Deutschland.

Gruß
Werner
 
Hallo Mario,

Südbrandenburg. Kannst ja mal auf den Seiten vom Herzberger Teleskoptreffen schaun, da sind die klimatischen Bedingungen sehr gut dargelegt.

Kontinentales Klima, die Feuchte vom Meer kommt praktisch gar nicht mehr an, für Deutschland sehr geringe Lichtverschmutzung und von den Sonnenstunden her meist auch am besten dastehend von ganz Brandenburg.

MacPomm, da ists meist nur dunkel, weil überall Wald und Wasser ist - ein par gute Ecken gibts natürlich - mit die besten Deutschlands (Gegend ums Bombodrom), aber im Süden wirst Du da meist Berlin als Störfaktor haben. Und an den Küsten wirds sicher zu feucht.

Ansonsten, sofern die Möglichkeit bestünde, auf 1500 m Höhe in den bayerischen Alpen. Es ist echt der Hammer, dass selbst im Herbst nicht die geringste Feuchtigkeit am Boden niederschlägt dieser Tage in dieser Höhe...

Ach so, an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg gibts hervorragende Plätze - Medewitz, Wiesenburg...da ein Stück Acker und rein mit den Fundamenten. Lichtverschmutzung wirst Du überall in D haben, aber in dieser Gegend haut einen die Milchstraße trotzdem um. die Aufhellungen halten sich wirklich in Grenzen. Mitte Sachsen-Anhalt ist meist recht begünstigt (Harz-Schatten).

cs,
Norman

 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von Norman:
Hallo Mario,
Ach so, an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg gibts hervorragende Plätze - Medewitz, Wiesenburg...da ein Stück Acker und rein mit den Fundamenten. Lichtverschmutzung wirst Du überall in D haben, aber in dieser Gegend haut einen die Milchstraße trotzdem um. die Aufhellungen halten sich wirklich in Grenzen. Mitte Sachsen-Anhalt ist meist recht begünstigt (Harz-Schatten).

cs,
Norman

Cool. Es kommt nicht oft vor, dass Sachsen-Anhalt irgendwo die Nase vorn hat ;-)
 
Nabend zusammen!

Zitat von Norman:
Ach so, an der Grenze von Sachsen-Anhalt zu Brandenburg gibts hervorragende Plätze - Medewitz, Wiesenburg...da ein Stück Acker und rein mit den Fundamenten. Lichtverschmutzung wirst Du überall in D haben, aber in dieser Gegend haut einen die Milchstraße trotzdem um. die Aufhellungen halten sich wirklich in Grenzen. Mitte Sachsen-Anhalt ist meist recht begünstigt (Harz-Schatten).

Oh ja! Im Fläming kann es sehr dunkel werden - Medewitz ist ja bereits genannt worden. Wir hatten einen nahezu idealen Platz gefunden (kein direktes Licht, keine großen Ortschaften in der Nähe, tiefer Horizont und freie Sicht nach Süden, abschirmender Wald im Norden), wo Grenzgrößen um die 6,4mag erreicht werden können, wurden dort aber von den hiesigen Jägern "verjagt". Zumindest der südliche Teil des Flämings ist leider übersäht von Hochständen und es ist nicht so schön, wenn einem der Pächter mit der Polizei droht, wenn man nicht unverzüglich wieder verschwindet. Deswegen immer ein bisschen gucken, dass man nach Möglichkeit nicht direkt neben einem Hochstand seine Ausrüstung aufbaut, sonst gibts u.U. Besuch. Die Jäger, die wir in der Region bisher getroffen haben, waren nicht sehr freundlich.
Glücklich ist, wer im Fläming ein Stück Acker sein Eigen nennt und sich dort eine Sternwarte hochzimmern kann ;)

Beste Grüße - Anne
 
Hallo Anne,
sind die Jäger aber nicht genau azyklisch zu uns draußen, rund um den Vollmond?
Da dürfte man sich doch eigentlich garnicht in die Quere kommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ralf,
die Frage hatten wir unserem Besucher auch gestellt - wir dachten, wenn es nachts dunkel ist, sehen sie nichts und sind deswegen nicht draußen. Die Antwort war sinngemäß, dass wir das Wild aufschrecken und vertreiben, und es vergeht eine sehr lange Zeit, bis es wieder hervorkommt. Demzufolge versteckt es sich noch immer, wenn die Waidmänner dann im Hellen unterwegs sind. - Nun, ich bin weder Jäger, noch Tierexperte, und habe keine Ahnung vom Verhalten des Wildes, deswegen habe ich diese Begründung einfach so akzeptiert. Man will ja keinen Ärger oder sich Feinde schaffen - wir sind auf einen anderen Beobachtungsplatz in der Nähe ausgewichen.
Man beklagte auch, dass etwaige Jogger, Radfahrer, Spaziergänger etc. tagsüber die Tiere verjagen und die Jäger somit in ihrer "Arbeit" behindern. Sind also nicht die einzigen Störenfriede. :biggrin:
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Hallo Gerd,
danke für die Links. In die rechtliche Lage (Wegerecht auf Feldwegen) hatte ich mich zu der Zeit etwas genauer eingelesen und nicht mehr rausbekommen, als dass Feldwege "privat" - im Besitz des Pächters also - und nur für die Öffentlichkeit zugänglich sind, wenn ein entsprechendes Schild davorsteht. (Ist aber schon ‘ne Weile her und so genau weiß ichs nimmer) Dies steht der Aussage in den verlinkten Seiten also irgendwie entgegen, dass man das Gelände durchaus betreten darf. Im PDF ist außerdem nur vom Wald die Rede, ob man das auch auf den Acker (inkl. Feldweg) ummünzen kann – Stichwort „freie Landschaft“?
Beste Grüße - Anne

PS: Tut mir leid, den Thread jetzt etwas zweckentfremdet zu haben. Hat ja mit dem Sternwartenbau nun weniger zu tun. Das setzt in den meisten Fällen den Besitz eines eigenen Grundstücks voraus, und da kann man eh überwiegend tun, was man will ;)
 
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