Wo würdet Ihr die Sternwarte bauen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Bernd

Aktives Mitglied
Hallo Leute,

welche Standortvorteile sind für eine Hobby-Sternwarte ausschlaggebend?

Ich bin gerade zwischen zwei möglichen Alternativen hin- und hergerissen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" />
Für beide gibt es Vor- und Nachteile.

Standort 1:

Im Garten hinter dem Haus.

+ in Sekunden erreichbar
+ Stromversorgung problemlos
+ Südrichtung nicht verbaut
+ Sicherheit für Inventar durch Nähe zum Haus
- mehr Streulicht im Himmel (FST 5 mag)
- direkte Einwirkung von 4 Na-Straßenlaternen in 20 bis 50 m Entfernung
- Ost- NordOst komplett verbaut, Südwest bis Nordwest verbaut (so 30 bis 40 Grad über dem Horizont)

Standort 2:

knapp 1km südlich des Ortes

+ recht freie Sicht in alle Richtungen, im Süden fehlen rund 10 Grad
+ Himmel deutlich dunkler (FST 6mag +)
+ keine Straßenlaternen, keine Häuser außenrum
- kein Stromanschluss (Solar oder Generator notwendig)
- gut 10 min zu Fuß / 2-3 min mit Auto
- Sicherheit ??? - kein direkter Blick von zu Hause aus, kann aber eingezäunt werden

Welche Erfahrungen habt Ihr? Wer hat sich in vergleichbarer Lage für Variante 1 oder 2 entschieden?

CS, Bernd
 
Warum entweder-oder? Ich würde erst ein Miniobservatorium im Garten für ein kleines Instrument bauen, z.B. für Planeten und Sonne, und später dann das Deep-Sky Observatorium außerhalb. Die Erfahrung mit dem kleinen Observatorium kommt Dir dann zugute.

Gruß Thomas
 
Hallo Bernd,
genau mit solchen Überlegungen gehe ich nun schon seit monaten schwanger.
Nur, wenn es um die Beobachtung und oder Fotografie geht gibt es leider speziell im DS keine Alternative zu einem dunklen Himmel.
Andererseits hat Thomas nicht Unrecht zu sagen, bau erstmal eine kleine Warte hinter das Haus. Du wirst dort einige Jahre Erfahrungen sammeln können bevor du auf die Grenzen des Machbaren in Sachen Beobachtung stößt. Und ganz nebenbei hast du dann auch die Möglichkeit mal eben grade was gucken zu Gehen.
Ich habe mich trotzdem dazu entschieden eine kleine Warte in meinen Garten Außerhalb der Stadt zu bauen.
Nur sieh zu das du dort auch einen Unterschlupf hast wo du dich etwas aufwärmen kannst. Ich habe schon so manche Beobachtung wegen zu großer Kälte abgebrochen.
Da ich ebenfalls befürchte Opfer von Diebstal oder Vandalismus zu werden muß ich eben eine Säule betonieren und die Montierung samt restlicher Ausrüßtung jedes mal mitschleppen. Ich überlege mir sogar eine Art Keller mit Stahlklappe zu betonieren um die Montierung und die Gewichte dor tzu lagern. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Die perfekte Lösung ist eben ein Wohnsitz weit außerhalb von Wohngebiten ohne Nachbarn, ohne Lichtkuppel von einer Stadt mit Dachsternwarte und einer Familie die das genau so sieht.
MAch einfach das beste daraus und du wirst sehen das die Ansprüche mit den Begebenheiten konform gehen.
 
Hallo Bernd,
ich würde Nummer 1 wählen. Je näher desto besser. Da siegt die Faulheit noch seltener.
Und macht 1mag soviel aus?
So wie du es aussieht hast du ja eine Kuppel im Sinn. Die könnte man ja dann auch umsetzen, falls du noch eine Warte weiter wegwillst.
Ich würde aber dennoch ein portables Teil in meine Ausrüstung nehmen, so bleibst du mobil wenn du magst.
Wenn du die Warte weiter wegnimmst würde ich mich nach einer Versicherung umschauen und den Krempel versichern.
Jedesmal abbauen, da fehlt für mich der Sinn der Sternwarte.
Viel Spass beim Grübeln
Martin
 
Hallo Martin,

das eine mag ist nicht der ausschlaggebende Faktor. Eine fette Natriumlampe 30 m entfernt direkt in Südrichtung dann schon eher. Kuppel hin oder her ...

Und die beschränkte Horizontsicht ist halt auch ärgerlich.

Meine portablen Geräte belieben eh im Einsatz, sind aber wesentlich kleiner wie der 14" Newton und der 5" Refraktor, die dann in die Sternwarte kommen sollen.

Der "Faulheitsfaktor" wiegt natürlich schon schwer...

CS, Bernd
 
Hallo Jadran,

Beobachtungserfahrungen hinter dem Haus habe ich ja schon einige Jahre auf dem Buckel.
Jetzt bin ich halt die Schlepperei der beiden großen Geräte satt und will dem 14" Newton eine Kuppel gönnen. Der 5"-Sonnenrefraktor würde eine Schiebedachhütte erhalten, die einen beheizten zweiten Raum hat.

Und bevor hierfür ein paar Tonnen Beton verbuddelt werden, ist eben viel grübeln angesagt ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" />

CS, Bernd
 
Da sich bei mir die Gartenalternative nicht bietet (mein Nachbar hat ne Vorlebe für Deckenfluter unter seinem Dachliegefenster <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> ), habe ich eine Sternwarte im einbezäunten Garten rund 300m außerhalb des Ortes in Planung. Nicht zu unterschätzen (auch wegen der Kosten) ist die eventuell benötigte Baugenehmigung, falls das Gebäude im Außenbereich liegt. Nach langenm Für und wider soll es in meinem Fall eine Rolldachhütte mit Vorraum in stabiler Holzbauweise werden, der man hinsichtlich der Einbruchgefahr die Sternwarte weniger ansieht als einer Kuppel, zum anderen wäre der Bauplatz mit einem Betonmischer kaum erreichbar.
Zudem werden ja Fertighäuser auch nicht in Massivbauweise erstellt.

CS

Andreas
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben