Wohin mit den Filtern?

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ChrisHa

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Hallo zusammen,

ich möcht mich kurz vorstellen: Ich heiße Christian, bin 41 und wohne in der Nähe von Landsberg am Lech. Ich komme eigentlich aus der Tageslicht-Photographie, da ich aber großes Herz für Sci-Fi hab und schon immer von "der Welt da oben" fasziniert bin, bin ich vor nem Jahr in die Astrophotographie eingestiegen.
Mir habens vor allem Galaxien und Nebel angetan.

Mittlerweile photographiere ich mit einer RedCat an meinen Vollformat-DSLRs auf einem SkyGuider Pro. Vor allem die Möglichkeit, 2"-Filter im Inneren des "Anschlussstücks" unterzubringen hat mich beim Kauf angesprochen. Ich nutze den L-Pro und den L-eXtreme.

Jedoch: Ich spiele mich mit dem Gedanken auf ne bessere Montierung und einen APO mit mehr Brennweite (M33 bei 250mm ist ziemlich klein) umzusteigen, bin aber noch in der Findungsphase, wenn ihr versteht, was ich meine :-)

So und da komme ich dann auch endlich zu meiner Frage ;-)
Bei APOs ist mir nicht klar, wo ich meine 2"-Filter in Zukunft unterbringe? Da ja die wenigsten APOs wie die RedCat konstruiert sind, nehme ich an, dass Flattener (wie der William Optics Flattener) grundsätzlich die Möglichkeit haben, Filter unterzubringen?
Ich bin bei meinen Recherchen (YT, Google, Foren) auf keine wirklichen Antworten gekommen.

Puh, wollte eigentlich weniger schreiben ... :)
Schöne Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

entweder hat der 2"-Adapter (T-2, M48) ein 2"-Filtergewinde, oder der Flattener/Reducer hat eines teleskopseitig. Wobei es immer wieder Konstruktionen geben kann, die sich was eigenes einfallen lassen - aber normalerweise kann ein Filter einfach vor Kamera oder Flattener geschraubt werden.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Christian,
willkommen im Forum.

Typischerweise sieht der Imagetrain eines APOs bis zur Kamera ungefähr so aus:
APO -> Reducer/Korrektor -> Verlängerungshülsen -> Filter -> Kamera
Also den R/K meist direkt am APO angeschraubt. Die Filter in der Regel so weit wie möglich Richtung Kamera.

Was gibt es noch zu beachten:
1. Natürlich muss man sich dann noch Gedanken über Adapter machen. Zum Beispiel haben viele Astrokameras einen T2-Anschluss, dann müsstest du zwischen Filter und Kamera einen entsprechenden Adapter von T2 auf 2" benutzen.
2. Außerdem haben viele Filter eine bevorzugte Einbaurichtung, um Reflexe zu minimieren. Bei Schraubfilter ergibt sich das automatisch. Bei Filtern ohne Fassung in einer Filterschublade ist es ein bischen komplizierter. Meist haben diese Filter kleine Markierungen am Rand.
3. Der Reducer/Korrektor hat in der Regel einen optimalen Arbeitsabstand, gemessen vom kameraseitigen Außengewinde des R/K (ohne das Gewinde selbst) bis zum Kamerachip. Dieser Arbeitsabstand hängt häufig auch von der Brennweite des APOs ab. D. h. der gleiche R/K kann an APOs mit verschiedenen Brennweiten unterschiedliche optimale Arbeitsabstände haben.
4. Filter im Imagetrain verlängern den Lichtweg nochmal um ca. 1/3 der Filterdicke.
 
Hi!

Dazu als Ergänzung: Das kommt auch auf die Kamera an. Viele Reducer (aber nicht alle - manche lassen z.B. Platz für einen Off-Axis-Guider) sind auf 55mm Abstand ausgelegt, sodass eine DSLR mit T-Ring einfach nur angeschraubt wird. Der T-Ring stellt an einer DSLR das Standard-T-2-Auflagemaß von 55mm her. Bei einer spiegellosen Kamera oder einer CCD brauchst du noch Verlängerungshülsen, damit der Abstand stimmt - dann bietet es sich an, den Filter näher an die Kamera zu setzen, weil Platz vorhanden ist und Fehler im Filter weniger stören, wenn er näher vor der Kamera sitzt. Sollte es allerdings Reflexionen geben, ist es sinnvoll, den Filter mal vor den Flattener zu setzen, auch wenn dahinter Platz ist.

Wie immer in der Astronomie: Es gibt keine Standards, aber viele Lösungen. Geh zuerst davon aus, dass es möglich ist, den Filter irgendwo enzuschrauben, und frag dann nochmal nach der besten Filterposition, wenn du dich grob für ein System/einen Hersteller entschieden hast :)

Beste Grüße,
Alex
 
Alex, Marco,

großen Dank für eure Antworten. Ich hatte es vermutet, dass auch hier mehrere Wege nach Rom führen. Vorhin bin ich auch mal auf das Thema "Filterschublade" gestoßen.
Aber aus euren Antworten hat sich mein Verdacht bestätigt, dass ich mir das je nach Zusammenstellung von APO, Flattener und Kamera konkret anschauen muss. Normalerweise würde ich ja in nen Laden fahren und dann könnte man im Gespräch das alles lösen, aber so ... lassen wir das ;-)

Gottseidank ist das alles gerade noch nicht so wichtig, aber ich bin gerne vorbereitet, wenns soweit ist.

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

eine Filterschublade ist dann eine praktische Lösung, wenn du die Filter öfters wechseln möchtest. Besonders die mit Magnethalterung haben sich bewährt. Je nach zur Verfügung stehendem Lichtweg gibt es schmalere oder breitere, aber Achtung, in die schmaleren Filterschubladen passen oft nur spezielle "low profile" Filter.

Viele Grüsse
Fried
 
Hi Alicia,
Deine Fokuser Idee für den RedCat erlaube ich mir hiermit zu klauen ;) - ein tolles Projekt für die nächsten Tage, wo es doch regnen soll bis Silvester.

Cool gemacht!!

LG
Ernie
 
Hi!

Dazu als Ergänzung: Das kommt auch auf die Kamera an. Viele Reducer (aber nicht alle - manche lassen z.B. Platz für einen Off-Axis-Guider) sind auf 55mm Abstand ausgelegt, sodass eine DSLR mit T-Ring einfach nur angeschraubt wird. Der T-Ring stellt an einer DSLR das Standard-T-2-Auflagemaß von 55mm her. Bei einer spiegellosen Kamera oder einer CCD brauchst du noch Verlängerungshülsen, damit der Abstand stimmt - dann bietet es sich an, den Filter näher an die Kamera zu setzen, weil Platz vorhanden ist und Fehler im Filter weniger stören, wenn er näher vor der Kamera sitzt. Sollte es allerdings Reflexionen geben, ist es sinnvoll, den Filter mal vor den Flattener zu setzen, auch wenn dahinter Platz ist.

Wie immer in der Astronomie: Es gibt keine Standards, aber viele Lösungen. Geh zuerst davon aus, dass es möglich ist, den Filter irgendwo enzuschrauben, und frag dann nochmal nach der besten Filterposition, wenn du dich grob für ein System/einen Hersteller entschieden hast :)

Beste Grüße,
Alex
Hallo zusammen
Zum Them "Filter nahe am Sensor": Sind die Filter-Fehler, die sich bei grösserer Distanz stärker auswirken, das einzige Kriterium oder gibt es noch weitere Gründe, den Filter möglichst nahe beim Sensor zu platzieren?
Wie kritisch sind die vom TO genannten Filter diesbezüglich?
Wenn ich unterschiedlich dicke Filter zwischen Sensor und Korrektor verwende (2mm und 2.5mm), müsste theoretisch der Abstand Korrektor-Sensor bei einem Filterwechsel angepasst werden. Die Differenz beträgt rechnerisch knapp 0.2mm. Lohnt sich das wirklich? Da ich das entsprechende Material nich verfügbar habe, kann ich es nicht testen. Zur Konfiguration: 200/800mm-Newton, Koma-Korrektor (Skywatcher KomakorrF4), Filter, Kamera.
Danke fürs Feedback.

Gruss David
 
Hallo David,

ich weiß nicht, wie gut die Filter sind:-)

Theoretisch musst du den Abstand anpassen, wenn du unterschiedliche Filter verwendest. Ob es sich bei 0,2mm Fokus-Differenz lohnt, hängt davon ab, welches Öffnungsverhältnis du hast (schnelle Geräte haben einen kleineren Schärfebereich als langsame) und welche Toleranzen die verwendeten Optiken haben. Die meisten Korrektoren, die ich kenne, sind auf eine Fokuslage +/-0,5mm ausgelegt, da sind 0,2mm Unterschied egal.

Es kann auch sinnvoll sein, den Filter weiter weg zu positionieren, wenn er interne Reflexionen sichtbar macht, die an einer anderen Position nicht auffallen. Bei deiner Kombination würde ich den Filter wohl vor den Komakorrektor setzen, zumindest wenn er auf f/4 optimiert ist (wirkt dein Komakorrektor auch noch als Reducer?), damit er mit dem Strahlengang besser zurecht kommt. Außer, du hast einen Filterschieber/rad, und der Komakorrektor verschwindet im Okularauszug, dann muss der Filter natürlich dorthin, wo er zugänglich ist ;)

Ich kenne die Problematik vor allem vom Bino-Ansatz: Da ist der Filter prinzipiell vor dem Bino und schon mal gute 11cm vom Okular entfernt; und dann kann man ihn nochmal vor den Zenitspiegel setzen - dann ist er ein ordentliches Stück entfernt und muss eine gute Qualität haben. Aber auch die 11cm vom Bino sind schon weiter entfernt als bei der Fotografie üblich.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex
Danke fürs rasche Feedback. Mein Koma-Korrektor wirkt nicht als Reducer. Ich hatte bisher den Filter vor dem Korrektor. Da war das 2"-Gwinde vorhanden und es war die einfachste Variante. Ich hatte eigentlich keine Nachteile gesehen. Ich hatte jedoch den Hinweis, dass der Filter möglichst nahe an den Sensor kommen sollte, schon einige Male gesehen und fragte mich, was der genaue Hintergrund sei....
Versuchsweise könnte ich den Filter zwischen Korrektor und Kamera setzten. Der Abstand wird dann zu gross sein und die Komakorrektur dürfte nicht mehr stimmen. Es wäre jedoch ein Q+D-Test um einschätzen zu können, wie sich die unterschiedliche Platzierung auswirken würde... Den Komafehler müsste ich dann "einfach einmal wegdenken".

Gruss David
 
Hallo David,

je größer der Abstand Kamera-Sensor, desto größer ist die Fläche, die Licht abkriegt und perfekt gearbeitet sein muss – das müsste der größte Faktor sein, der da reinspielt. Wenn dein Filter vor dem Komakorrektor funktioniert, passen Abstände und Qualität zueinander :y:

Beste Grüße,
Alex
 
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