EffJott
Mitglied
Hallo zusammen,
das Wetter war gestern hier am Nachmittag und Abend nicht allzu toll (es regnete lange und ausgiebig). Daher hatte ich die Hoffnung auf eine Beobachtungsnacht vor dem Feiertag schon aufgegeben.
Aber dann sah ich um 22:45 auf dem Balkon, daß Leo sich in einer recht großen Wolkenlücke befand und sich weitere Wolkenlücken anbahnten.
Ich schaffte also meinen Skywatcher 102/500-Refraktor und den Okularkoffer auf den Balkon und begann zur Eingewöhnung mit Saturn.
OK, ein Planetenspezialist ist der kleine Refraktor ja nun nicht gerade. Aber der Ring-Planet ist in jedem Teleskop prachtvoll. Allerdings fand ich gestern die atmosphärischen Bewegungen recht störend.
War auch egal, weil Wolken Saturn verdeckten.
Also schwenkte ich über Arcturus zu M3, einem wunderbaren Kugelsternhaufen in den Jagdhunden.
Durch den lang anhaltenden Regen war die Durchsicht meinem Gefühl nach sehr gut. M3 war ein wunderbarer Anblick. Schon bei ca. 50x erschien der Rand diffus und nicht so sehr kreisförmig. Bei 100x konnte ich den Rand zwar nicht auflösen, aber der "ausgefranste" Eindruck wurde stärker.
Dann hatten die Wolken auch M3 erreicht.
Ein Blick gen Westen zeigte eine weitere, sich aufgrund des Windes rasch nähernde Wolkenlücke. Ich schätzte, daß die in 5-10 Minuten Leo wieder freilegen müsste.
Die Wolkenlücke lag so im Bereich Kleiner Hund, Krebs. Ich hielt einfach mal so rein und ging spazieren. Das sollte man ab und zu mal machen, ganz ohne Karte und Star-Hopping-Routen. Prompt bekam ich einen Sternhaufen rein, wunderschön und brillant. Aber welcher...ich schlug doch mal im Karkoschka nach: aha, M67 im Krebs. Sehr schön.
Einige Minuten später war Leo auch wieder frei zu sehen. Ich richtete mein Teleskop auf das Triplett, von dem ich aber immer nur das Duplett M65 + 66 sehe.
Auch die beiden recht deutlich, gerade aufgrund der Richfield-Eigenschaft des Teleskops bei 20x für mich ein beeindruckender Anblick.
Am schönsten aber bei ca. 55 x. Beide Galaxien in einem Gesichtsfeld und bei indirektem Sehen deutliche Unterchiede in de Form erkennbar. M66 erscheint leicht dreieckig mit einem deutlich erkennbaren Kern.
Naja, erkannbar nur solange, bis die Wolken da waren.
Da nun keine Wolkenlücke mehr am Westhorizont nachkam, packte ich zusammen und ging gegen 23:45 schlafen.
Es war ein schöner Kurztrip.
Allerdings hoffe ich schon, daß es an diesem Wochenende auch mal länger klar bleibt, damit ich mich mal dem Virgohaufen zuwenden kann.
Gruß
Frank
das Wetter war gestern hier am Nachmittag und Abend nicht allzu toll (es regnete lange und ausgiebig). Daher hatte ich die Hoffnung auf eine Beobachtungsnacht vor dem Feiertag schon aufgegeben.
Aber dann sah ich um 22:45 auf dem Balkon, daß Leo sich in einer recht großen Wolkenlücke befand und sich weitere Wolkenlücken anbahnten.
Ich schaffte also meinen Skywatcher 102/500-Refraktor und den Okularkoffer auf den Balkon und begann zur Eingewöhnung mit Saturn.
OK, ein Planetenspezialist ist der kleine Refraktor ja nun nicht gerade. Aber der Ring-Planet ist in jedem Teleskop prachtvoll. Allerdings fand ich gestern die atmosphärischen Bewegungen recht störend.
War auch egal, weil Wolken Saturn verdeckten.
Also schwenkte ich über Arcturus zu M3, einem wunderbaren Kugelsternhaufen in den Jagdhunden.
Durch den lang anhaltenden Regen war die Durchsicht meinem Gefühl nach sehr gut. M3 war ein wunderbarer Anblick. Schon bei ca. 50x erschien der Rand diffus und nicht so sehr kreisförmig. Bei 100x konnte ich den Rand zwar nicht auflösen, aber der "ausgefranste" Eindruck wurde stärker.
Dann hatten die Wolken auch M3 erreicht.
Ein Blick gen Westen zeigte eine weitere, sich aufgrund des Windes rasch nähernde Wolkenlücke. Ich schätzte, daß die in 5-10 Minuten Leo wieder freilegen müsste.
Die Wolkenlücke lag so im Bereich Kleiner Hund, Krebs. Ich hielt einfach mal so rein und ging spazieren. Das sollte man ab und zu mal machen, ganz ohne Karte und Star-Hopping-Routen. Prompt bekam ich einen Sternhaufen rein, wunderschön und brillant. Aber welcher...ich schlug doch mal im Karkoschka nach: aha, M67 im Krebs. Sehr schön.
Einige Minuten später war Leo auch wieder frei zu sehen. Ich richtete mein Teleskop auf das Triplett, von dem ich aber immer nur das Duplett M65 + 66 sehe.
Auch die beiden recht deutlich, gerade aufgrund der Richfield-Eigenschaft des Teleskops bei 20x für mich ein beeindruckender Anblick.
Am schönsten aber bei ca. 55 x. Beide Galaxien in einem Gesichtsfeld und bei indirektem Sehen deutliche Unterchiede in de Form erkennbar. M66 erscheint leicht dreieckig mit einem deutlich erkennbaren Kern.
Naja, erkannbar nur solange, bis die Wolken da waren.
Da nun keine Wolkenlücke mehr am Westhorizont nachkam, packte ich zusammen und ging gegen 23:45 schlafen.
Es war ein schöner Kurztrip.
Allerdings hoffe ich schon, daß es an diesem Wochenende auch mal länger klar bleibt, damit ich mich mal dem Virgohaufen zuwenden kann.
Gruß
Frank