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Hallo Leute ,
Bin wieder aus USA von der Winterstarparty zurück. War diesmal echt Traumhaft, jeden Tag klar und so warm, das man Nachts mit kurzen Hosen rumlaufen konnte. Das Beste jedoch war, das wir jede Nacht bis morgens durchbeobachten konnten und wirklich ausnahmslos jede Nacht ein super dolles Planetenseeing hatten. Die Luft war diesmal so ruhig daß Sirius B bis im 160 mm Apo runter sichtbar wurde.
Die Encke Teilung, bzw. Encke Minima waren nicht sichtbar. Im C14 konnten wir Saturn bis 800-Fach hochziehen und im 18" Dobson mit Zambuto Spiegel sogar noch höher, war aber einfach nicht zu sehen. Es gab 2 Leute die meinten ,aber sich nicht wirklich 100% Sicher waren, im C14 bei 800-Fach die Encke Minima für einen Sekundenbruchteil aufblinken gesehen zu haben. Unter solch Labormäßigen Bedingungen braucht man wirklich keinen Apo oder Mak für Planeten, das was ein C14 hier zeigt, ist der absolute Oberhammer und zeigt einem mal wieder was in einem solchen Teleskop drinsteckt , wir es hierzulande jedoch so gut wie nie rausholen können.
Was gab es neues zu sehen ?
Tele Vue :
Al Nagler hat einen neuen NP 101 und NP 127 mit integriertem Image System vorgeführt, wie beim 60 mm Tele Vue . Neu hier ist, das eine größere hintere photografische Linse benutzt wird.
Dobson: Starstructure, ein neuer Dobsonhersteller in USA war vor Ort. Angenfangen hat der Firmeninhaber erst vor kurzem um größere Dobs für Freunde zu bauen, hat einen Markt erkannt und die Firma eröffnet. Diese Dobsons sind nicht aus Holz gebaut, sondern aus Alu, ein 28" Dobson wiegt mit Spiegel nur 113 kg. Diese Dobson sind ruhiger in der Nachführung als Holzdobsons und schwingen so gut wie überhaut nicht nach. Leider zeigten beide Dobson einen sehr starken Astigmatismus und dieser konnte vor Ort nicht behoben werden.Ob es am nur 2" dünnen Hauptspiegel oder am dünnen Fangspiegel oder an der Fassung liegt, muß nun leider erstmal erforscht werden. Armsehlig fand ich leidglich das Argument vom Hersteller, das er diese Dobsons bewusst leicht und 1 Personen transportabel baut und man daher auch mit Kompromissen leben muß. Ein solch starker Asti ist ein nicht akzeptabler Kompromisse , jedenfalls nicht für mich.
Meade hat den Prototyp des 80/480 Triplet Apo's zum ersten Feldtest dabei gehabt. Obwohl es ein Prototype ist , wurde er vorgeführt, sodaß ich mir deswegen auch die Freiheit nehme meinen ersten Eindruck davon widerzugeben.
Der Auszug geht noch etwas rauh, ist bei Meade bekannt und wird noch abgestellt. Bereits am Tage konnte ich durch einen schnellen Blick erkennen, daß eine zu enge Blende im Auszug sitzt, die die Öffnung denifitv vignetiert, geschätzt auf 70 mm.Ich hoffe dieser Fehler wird noch behoben. Die vorderen Blenden im Tubus aus Metal sind ausreicheng groß dimensioniert.
Mit der ca. 70 mm nutzbaren Öffnung war die Optik sphärich richtig gut korregiert zeigte aber dennoch einen Farbfehler der im Bereich der bekannten 2 Linsigen ED Apo's liegt. Lediglich eines ist mir aufgefallen, das Design ist so ausgelegt, daß der Farbfehler im Fokus keinen violeten Halo zeigt .
Wer also bei diesem neuen 80 mm Triplet Apo von einem Vollapo ala TMB/LOMO träumte, darf nun aufwachen :-(.
Gut , bzw. besser gelöst als beim William ist die Montagefähigkeit. Auch hier gibt es einen sogenannten Photostativ L-Winkel, der jedoch gleichzeitigt die Form einer Prismenschiene besitzt und somit direkt auf gängigen Montierungenbenutzt werden kann.
Die beiden erhältlichen Burgess/TMB Planetary Okulare konnten wir nun unter Idealbedingungen an allen möglichen Teleskope ausführlich testen und vergleichen.Mein persönlicher ehrlicher und subjektiver Eindruck ist wie folgt:
Negativ :
- läuft ein heller Stern oder Jupiter aus dem Gesichtsfeld kommt es kurz danach zu einem Streulichreflex der ins Okularfeld reinragt. Dies gibt es auch bei anderen guten, teuren Okularen, aber nicht ganz so stark wie hier
Positiv:
- In allen beunzutzen Teleskopen, wie SC, 8"F/6 Mak Newt., 105 mm F/6.2 Apo, F/4 Dobson waren die beiden okulare 4 mm und 9 mm perfekt Randscharf wie es selbst ein Nagler nicht schafft. Zudem ist es erstaunlich wie TMB es dank seiner Berechnung geschafft hat, diese Okulare am Rand verzeichnungsfrei zu bekommen, das heißt Jupiter/Saturn sind am Rand fast genauso scharf ,ohne jegliche Verzeichnung ,wie in der Mitte. Es tritt auch so gut wie kein Farbfehler am Rand auf.
- Schärfezeichnung und Farbwiedergabe: Das Okular hat eine exzellente Farbwidergabe die sich sehr gut mit Orthos messen kann. Bedingt durch den angenehmen Augenabstand von 16 mm auch beim 4 mm und der wirklich aussergewöhnlich guten Schärfe konnten wir keinen Unterschied zu guten Orthos am Planeten erkennen. Der Unterschied zu den Monos ist etwa vergleichbar wie der Unterschied von den neuen MC Orthos zu den Monos, also hauchdünn.
Wen also dieser Reflex nicht stört , der bekommt hier ein Okular, das dem Tele Vue Radian tatsächlich überlegen ist.
Ansonsten gab es diesmal nichts neues.
Bin wieder aus USA von der Winterstarparty zurück. War diesmal echt Traumhaft, jeden Tag klar und so warm, das man Nachts mit kurzen Hosen rumlaufen konnte. Das Beste jedoch war, das wir jede Nacht bis morgens durchbeobachten konnten und wirklich ausnahmslos jede Nacht ein super dolles Planetenseeing hatten. Die Luft war diesmal so ruhig daß Sirius B bis im 160 mm Apo runter sichtbar wurde.
Die Encke Teilung, bzw. Encke Minima waren nicht sichtbar. Im C14 konnten wir Saturn bis 800-Fach hochziehen und im 18" Dobson mit Zambuto Spiegel sogar noch höher, war aber einfach nicht zu sehen. Es gab 2 Leute die meinten ,aber sich nicht wirklich 100% Sicher waren, im C14 bei 800-Fach die Encke Minima für einen Sekundenbruchteil aufblinken gesehen zu haben. Unter solch Labormäßigen Bedingungen braucht man wirklich keinen Apo oder Mak für Planeten, das was ein C14 hier zeigt, ist der absolute Oberhammer und zeigt einem mal wieder was in einem solchen Teleskop drinsteckt , wir es hierzulande jedoch so gut wie nie rausholen können.
Was gab es neues zu sehen ?
Tele Vue :
Al Nagler hat einen neuen NP 101 und NP 127 mit integriertem Image System vorgeführt, wie beim 60 mm Tele Vue . Neu hier ist, das eine größere hintere photografische Linse benutzt wird.
Dobson: Starstructure, ein neuer Dobsonhersteller in USA war vor Ort. Angenfangen hat der Firmeninhaber erst vor kurzem um größere Dobs für Freunde zu bauen, hat einen Markt erkannt und die Firma eröffnet. Diese Dobsons sind nicht aus Holz gebaut, sondern aus Alu, ein 28" Dobson wiegt mit Spiegel nur 113 kg. Diese Dobson sind ruhiger in der Nachführung als Holzdobsons und schwingen so gut wie überhaut nicht nach. Leider zeigten beide Dobson einen sehr starken Astigmatismus und dieser konnte vor Ort nicht behoben werden.Ob es am nur 2" dünnen Hauptspiegel oder am dünnen Fangspiegel oder an der Fassung liegt, muß nun leider erstmal erforscht werden. Armsehlig fand ich leidglich das Argument vom Hersteller, das er diese Dobsons bewusst leicht und 1 Personen transportabel baut und man daher auch mit Kompromissen leben muß. Ein solch starker Asti ist ein nicht akzeptabler Kompromisse , jedenfalls nicht für mich.
Meade hat den Prototyp des 80/480 Triplet Apo's zum ersten Feldtest dabei gehabt. Obwohl es ein Prototype ist , wurde er vorgeführt, sodaß ich mir deswegen auch die Freiheit nehme meinen ersten Eindruck davon widerzugeben.
Der Auszug geht noch etwas rauh, ist bei Meade bekannt und wird noch abgestellt. Bereits am Tage konnte ich durch einen schnellen Blick erkennen, daß eine zu enge Blende im Auszug sitzt, die die Öffnung denifitv vignetiert, geschätzt auf 70 mm.Ich hoffe dieser Fehler wird noch behoben. Die vorderen Blenden im Tubus aus Metal sind ausreicheng groß dimensioniert.
Mit der ca. 70 mm nutzbaren Öffnung war die Optik sphärich richtig gut korregiert zeigte aber dennoch einen Farbfehler der im Bereich der bekannten 2 Linsigen ED Apo's liegt. Lediglich eines ist mir aufgefallen, das Design ist so ausgelegt, daß der Farbfehler im Fokus keinen violeten Halo zeigt .
Wer also bei diesem neuen 80 mm Triplet Apo von einem Vollapo ala TMB/LOMO träumte, darf nun aufwachen :-(.
Gut , bzw. besser gelöst als beim William ist die Montagefähigkeit. Auch hier gibt es einen sogenannten Photostativ L-Winkel, der jedoch gleichzeitigt die Form einer Prismenschiene besitzt und somit direkt auf gängigen Montierungenbenutzt werden kann.
Die beiden erhältlichen Burgess/TMB Planetary Okulare konnten wir nun unter Idealbedingungen an allen möglichen Teleskope ausführlich testen und vergleichen.Mein persönlicher ehrlicher und subjektiver Eindruck ist wie folgt:
Negativ :
- läuft ein heller Stern oder Jupiter aus dem Gesichtsfeld kommt es kurz danach zu einem Streulichreflex der ins Okularfeld reinragt. Dies gibt es auch bei anderen guten, teuren Okularen, aber nicht ganz so stark wie hier
Positiv:
- In allen beunzutzen Teleskopen, wie SC, 8"F/6 Mak Newt., 105 mm F/6.2 Apo, F/4 Dobson waren die beiden okulare 4 mm und 9 mm perfekt Randscharf wie es selbst ein Nagler nicht schafft. Zudem ist es erstaunlich wie TMB es dank seiner Berechnung geschafft hat, diese Okulare am Rand verzeichnungsfrei zu bekommen, das heißt Jupiter/Saturn sind am Rand fast genauso scharf ,ohne jegliche Verzeichnung ,wie in der Mitte. Es tritt auch so gut wie kein Farbfehler am Rand auf.
- Schärfezeichnung und Farbwiedergabe: Das Okular hat eine exzellente Farbwidergabe die sich sehr gut mit Orthos messen kann. Bedingt durch den angenehmen Augenabstand von 16 mm auch beim 4 mm und der wirklich aussergewöhnlich guten Schärfe konnten wir keinen Unterschied zu guten Orthos am Planeten erkennen. Der Unterschied zu den Monos ist etwa vergleichbar wie der Unterschied von den neuen MC Orthos zu den Monos, also hauchdünn.
Wen also dieser Reflex nicht stört , der bekommt hier ein Okular, das dem Tele Vue Radian tatsächlich überlegen ist.
Ansonsten gab es diesmal nichts neues.