Würde gern eure Meinung wissen / Neukauf

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Titan69

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Hallo liebe Astronomen,

meine Name ist Peter und ich bin einer der Neuen hier.

Ich habe eine Frage, welche sicherlich nicht einfach zu beantworten ist.

Ich trage mich mit dem Gedanken mir ein neues Teleskop anzuschaffen.
Erste Erfahrungen konnte ich mit dem Firstsscope von Celestron sammeln.

Ich schwanke zwischen einem 10 Zoll Skywatcher Dobson, welches mich vermutlich viel sehen lässt... und einem Celestron Nextster 6se (6 Zoll) - hier der Vorteil kleinerer Bauart und Goto/Nachführung. Betreiben möchte ich das neue Teleskop auf dem Balkon. Ich weiß nicht, ob mir das Dobson zu "empfindlich" in der Handhabung wäre. Beim Firstscope war das schon sehr grenzwertig, nur sehr sehr sanfte Bewegungen durften gemacht werden - Ist das in 10 Zoll unempfindlicher ? Was ist eure Meinung ?

Vielen Dank für euren Rat!


Gruß

Peter
 
Hallo Peter,

Ich habe einen 8'' F6 Dobson von GSO und komme damit gut klar. Das Nachschubsen bereitet mir keine Probleme. Aber es kommt da ja auch auf den Einsatzzweck und dem Budget an. Vielleicht kannst Du da noch mehr zu sagen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Peter,

ich habe ein 10" GSO Dobson und bin sehr zufrieden. Ohne Umbau (z.B. ein Tragegriff an den Tubus) ist es alleine schon etwas unhandlich im Feld aufzubauen.
Wir waren meistens zu zweit, da war das kein Problem. Wäre ich alleine, hätte ich mir wohl schon längst einen Tragegriff an den Tubus montiert. Damit wäre es wohl auch alleine kein Problem.

Wenn du mit dem Teleskop mobil sein möchtest, achte unbedingt darauf, dass der Tubus in dein Auto passt.

Vom nachführen her ist ein Dobson Teleskop wohl am unkompliziertesten. Einfach ein bisschen in die richtige Richtung schubsen.
Wenn er sich zu leicht dreht, kann man auch noch etwas zwischen die Lager an der Basis der Rockerbox klemmen (ein bisschen Stoff o.ä.).

Generell kommt es natürlich auch auf die verwendete Vergrößerung an wenn es um die "Empfindlichkeit" beim Nachführen geht. Desto höher vergrößert wird, desto schneller wandert natürlich ein Objekt aus dem Sichtfeld des Okulars.

Ich hatte allerdings noch nie sonderlich viele Probleme, selbst mit einem 5mm + 2x Barlow Linse bei 1250mm Brennweite.

LG,
Patrick
 
Vielen Dank für eure Antworten,

wie ist das eigentlich mit der Seitenverkehrtheit - es gibt wohl Teleskope, die "alles auf dem Kopf" darstellen... wie ist das bei Dobson ?

@Holger: maximal 1000,- Euro würde ich investieren - muss aber nicht sein.

Ich würde gern Planeten und auch kleinere Objekte o.a. Galaxien, Nebel sehen.

Transportieren will ich nicht - bleibe stationär

vg
Peter
 
Hallo,

ja, bei einem Newton ist alles Seitenverkehrt und "auf dem Kopf", das stört aber bei der Beobachtung nicht wirklich.

Wenn du lokal bleiben willst und DeepSky-Beobachtungen wie z.B. Nebel/Galaxien machen möchtest, solltest du darauf achten einen schönen dunklen Nachthimmel zu haben.
Aus einer Stadt heraus ist meistens sehr frustrierend.

Für Planeten ist ein Newton zwar nicht das optimalste Gerät, da es dafür weniger auf die Öffnung ankommt sondern mehr auf Brennweite und Abbildungsqualität.
Dennoch kann man mit einem Newton durchaus auch Planeten beobachten.

Plane bei deinem Budget auf jeden Fall auch das nötige Zubehör (Okulare, Justage-Laser o.ä.) mit ein. Das wird vom Preis her nochmal ähnlich dem des Teleskops kommen.

LG
 
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Hi!

Zitat von Prames:
Für Planeten ist ein Newton zwar nicht das optimalste Gerät, da es dafür weniger auf die Öffnung ankommt sondern mehr auf Brennweite und Abbildungsqualität.
Würde ich so nicht sagen. Abbildungsqualität ist zwar sehr wichtig, aber ohne Öffnung keine ordentliche Auflösung und somit keine Detailerkennbarkeit. Die Brennweite wirkt sich auf die Okularwahl aus, aber mit passenden Okularen erhält man auch beim Einsatz an schnellen Newtons ein gutes Bild.

Die Obstruktion ist nicht unbedingt hoch; sie kann sogar klein sein, sofern das Instrument entsprechend ausgelegt wird. "Entsprechend" ist meist "langbrennweitig", aber auch einem schnellen Gerät kann ein 1,25"-Auszug zu einem kleinen Fangspiegel verhelfen. Ein Vorteil des Newtons kommt hier ebenfalls zum Tragen: Ein Plus an Öffnung kostet weniger als bei den Cassegrainvarianten oder Refraktoren, dann stört die Obstruktion (in mm) weniger als bei einem kleineren Teleskop. Bei gleich großem Fangspiegel wird die Obstruktion in Prozent dann nämlich kleiner.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Namenloser,
Zitat von Prames:
ja, bei einem Newton ist alles Seitenverkehrt und "auf dem Kopf"....

wenn man nicht viel Ahnung hat, sollte man auch keine schlauen Ratschläge geben!

Ein Dobson/Newton mit Hauptspiegel + Fangspiegel(und sonst ausser dem Okular nix im Strahlengang) erzeugt das Bild nur kopfstehend und niemals seitenverkehrt.


 
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Hallo Peter,

ich habe den GSO 10" Dobson in der Deluxe-Variante. Den solltest du auch noch in Erwägung ziehen. Mit diesem Gerät bin ich zumindest sehr zufrieden. Mit zwei Handgriffen ist alles aufgebaut. Und der Vorteil bei der Deluxe-Variante ist zum einen das Rollenlager, das ich sehr schätze und zum anderen kann man den Tubus je nach Beladung ausbalancieren. Das wird vor allem bei den Okularen >1kg wichtig.

Zu haben ist dieses Gerät für um die 600€.

http://www.teleskop-express.de/shop...m---Deluxe---mit-Friktionslagerung---10-.html


Als äußerst nützlich hat sich noch der Telrad in Verbindung mit dem Deep Sky Reiseatlas erwiesen (der normale Sucher ist mittlerweile abmontiert). Goto ist meiner Meinung nach nur teuer und eigentlich überflüssig. Wenn du rein visuell unterwegs bist reicht der Telrad völlig. Investiere das Geld fürs Goto und eine Montierung in die Öffnung, da hast du mehr davon.

In deinem Budget wäre dann noch Luft für einen Justierlaser und 2-3 nette Weitwinkelokulare (z.B. die 82° Serie von Explore Scientific).

Ob du einen GSO, Skywatcher und eine Lightbridge von Meade nimmst ist glaub ich von der Optik her egal. Ich hab mal hier im Forum gelesen, dass die Spiegel alle vom selben Band fallen (bin mir aber nicht sicher).

Gruß

Thomas

PS: Falls du einen 10" f/5 doch transportieren willst, kann ich dir sagen, dass der noch gerade quer auf die Rückbank eines Polos passt.


 
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Hi!

Zitat von werner48:
Zitat von Prames:
ja, bei einem Newton ist alles Seitenverkehrt und "auf dem Kopf"....

wenn man nicht viel Ahnung hat, sollte man auch keine schlauen Ratschläge geben!

Ein Dobson/Newton mit Hauptspiegel + Fangspiegel(und sonst ausser dem Okular nix im Strahlengang) erzeugt das Bild nur kopfstehend und niemals seitenverkehrt.
Denke noch einmal nach - oder schaue durch einen Newton.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Peter,

Ich würde für das C6 SE plädieren. Wenn du nicht einen wirklich großen Balkon hast, ist so ein 10" Dobson nämlich ziemlich sperrig und umständlich auf einem Balkon zu bedienen. Das C6 ist da harmloser. Außerdem hilft die Nachführung bei der Planetenbeobachtung sehr. Weiterhin hat man auf einem Balkon meist mehr lokales Seeing als draußen auf dem Feld. Auf dem Balkon wird die Öffnung des C6 bereits mehr als genug für Mond und Planeten sein.

Ein Weitfeldspezialist ist das C6 natürlich nicht, aber in deiner Zielobjektliste stand ja eher was von "kleineren" Objekten. Unvignettiert kommst du auf gut ein Grad maximales wahres Gesichtsfeld, was für die meisten offenen Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Planetarische Nebel und Galaxien ausreichen sollte.

Das Bild in einem Newton ist um 180° gedreht, bei einem C6 mit Zenitspiegel ist es aufrecht, aber seitenverkehrt.

VG
Hermann
 
Vielen Dank für eure guten Tipps.

Gestern hatte ich in einer Sternwarte Gelegenheit durch ein 8" Skywatcher Dobson zu schauen (Jupiter mit Monden in Farbe zu erkennen) - es war echt beeindruckend.

Ich denke es wird bei mir ein Dobson (10" oder evtl sogar 12") werden.

Ich bin mir noch in der Marke unschlüssig.

Thomas, das mit dem GSO hört sich gut an - kann es sein, dass die Qualität von GSO über der von Skywatcher liegt ? (Lagerung/Auszug)

Wer kann mit einen Link zu gutem Justierlaser und Link zu einem Rotpunkt o.ä. Telrad geben ?

Gibt es auch eine Art Winkelsucher dazu (bequemer Telrad benutzen) ?


vg


Peter
 
Guude Peter,

also wenn ich lese "ausschlieslich stationär" und Balkon in verbindung mit einem 10" oder 12" Dobson schrillen bei mir alle Alarmglocken :augenrubbel:
Also wenn Du ein normaler Mietwohnungsbalkon hast wirst Du auf Dauer keine Freude mit einem großen Newton (Dobson) haben. Mir wäre ein Teleskop mit Heckeinblick wichtiger als die Öffnung.
 
Hallo Peter,

ich betreibe seit 10 Jahren Astronomie vom heimischen Balkon. Hauptsächlich Planeten, seit 2 Jahren nun auch Deepsky-Fotografie. Dazu nutze ich eine parallaktische Montierung und schnalle diese Optiken drauf:

- 6" Newton (Planeten und Deepsky-Fotografie)
- 8" Newton (Sonne, Mond und Planetenfotografie)
- 6" Mak (Planetenfotografie)
- PST zur Sonnenbeobachtung
- Russentonne (inzwischen defekt)
- 300 mm Teleobjektiv (nur für Deepsky-Fotografie mit Schmalbandfilter)

Visuell ist bei mir (Großstadt) Deepsky auf den Orionnebel und Sternhaufen sowie bunte Doppelsterne beschränkt. Fotografisch geht natürlich mehr (Galaxien, mit Schmalbandfiltern auch Nebelbeobachtung).

Mein Balkon ist 1,8 Meter tief, und 3,8 Meter lang, das Balkongeländer 1 Meter hoch.

Mit einem Dobson könnte ich da nur sehr wenige Objekte beobachten, weil ich ja "vorne" an der Teleskopöffnung stehen/sitzen muß um seitlich reinschauen zu können.

Wegen der Balkonbrüßtung gibt es da die meisten Probleme.

Ollis Hinweis ist also sehr berechtigt.

Was sind denn Deine Beweggründe für den Dobson?

Ach ja,Telrad...
 
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Hi Titan69,

Dobson ist auf dem Balkon nur mit Erhöhung unter der Rockerbox sinnvoll, sonst kommst du ja kaum über das Geländer.

Heckeinblick finde ich auch entspannter muss ich sagen....

Gruß,
Patrick
 
Hallo Prames,
Zitat von Prames:
ja, bei einem Newton ist alles Seitenverkehrt und "auf dem Kopf"....

Zitat von werner48:
wenn man nicht viel Ahnung hat, sollte man auch keine schlauen Ratschläge geben!

Ein Dobson/Newton mit Hauptspiegel + Fangspiegel(und sonst ausser dem Okular nix im Strahlengang) erzeugt das Bild nur kopfstehend und niemals seitenverkehrt.

da bin ich wohl übers Ziel hinausgeschossen, tut mir leid!

Bei genauerer Betrachtung(nach Denkanstoss von fquadrat ?) ), ist auch das Bild eines Dobsons/Newtons, kopfstehend und seitenverkehrt. Fällt nur nicht sofort auf, da der Anblick des Himmels durch diese Teleskopart, der einfach um 180° gedrehten Sternkarte entspricht.
 
>>(nach Denkanstoss von fquadrat <<

Ja ja! Da kenn ich mich aus! :niemals:

Aber zugegeben, manchmal hilfts auch! ;)

VG :biggrin:
 
Hallo Peter,

Ich kann dir den 12Zoll Dobson von GSO empfehlen. Besitze selber so ein Teil und man sieht einfach sehr viel. Durch die größe des 12 Zoll solte auch das Balkongeländer ein lösbares Problem sein.
 
Hallo DoppelP,

hast Du mit Deinem 12" schon vom Balkon beobachtet?

Ich wette nicht!

Manche Beiträge sind einfach :mauer:
 
Hallo Peter,
ich habe ein C6 mit einer EQ3 GoTo und nutze es auch auf meinem Balkon du wirst aber die Probleme mit der Lichtverschmutzung haben wie alle in der Stadt. Du solltest auch auf den Wind achten der kann dir das ganz schön vermiesen ich würde sogar zu einer EQ5 raten damit bist Du auf der sicheren Seite. Ich stand auch schon eine weile an einem 12“ Dobsen aber mich stört das dauernde nachführen und vom Gewicht nehmen sich die beiden nicht soviel Dobsen zwei Teile und C6 drei Teile wenn Du sie zerlegst das C6 nimmt weniger Platz weg.
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Lothar Dresden
lowdd@web.de
SW 90/1250
C6/EQ3
C11 GPS
 
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