x-100er Ferngläser

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas gersh
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Gersh,

ich würde Dir als Stativ das Manfrotto 475 empfehlen. Ich habe
dieses zusammen mit dem Getriebeneiger 405 für die Fotografie
verwendet und auch mit Ferngläsern bis hin zu einem 25x100.
Durch die Möglichkeit, die Mittelsäule bis über den Kopf aus-
zukurbeln (im Stehen) funktioniert es recht gut bis hin zu
schweren Ferngläsern (wer weiß, ob nicht irgendwann doch mal
ein 100er Glas dazu kommt).

Das Stativ ist wirklich stabil und kann meines Wissens nach in
vielen Fotofachgeschäften auch begutachtet werden.

Viele Grüße!

Jörg
 
Hallo & Danke an alle,

das mit dem Plastik Stativ-Adapter habe ich auch schon vor der Bestellung gelesen. Habe kein Problem damit mir etwas zurechtzubasteln oder das aus Metall bei TS zu kaufen.

@ Uwe
Habe Deine Rezession gelesen. Hoffe mal, dass ich vielleicht das Glück einer richtigen Justierung habe.

Pakete sind heute gekommen. Stehen aber noch auf dem Küchentisch. Stativ besorge ich mir auch noch.

Sehe ich eine Dejustierung nur am Stern oder auch tagsüber? Ziemlich besch... Wetter heute.

Grüße
Gersh
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ohne jetzt Uwe's Amazon-Info gelesen zu haben ...

(NACHTRAG: Eben gelesen. Muss ich morgen mal prüfen. Aber mit den Zacken um helle Sterne scheint es nicht zu tun zu haben.)

Vor 1 Std. riß die Wolkendecke auf und ich eilte schnell mit dem FG ins Dachgeschoß.

3 Dinge weiß ich jetzt:
- man braucht definitiv ein Stativ. Selbst das Auflegen des FG am Fensterrahmen bringt keine stillstehenden Sterne
- wie ein Stier seinen Nacken fühlt :)
- FG-Gucken muss man lernen (Augenabstand etc.)

Leider waren die Wolkenlücken nur begrenzt. Im Westen stand ein hellerer Stern (Arktur?). Das Scharfstellen per Rädchen fand ich ziemlich schwierig. Bei den hellen Sternen empfand ich eine Art zackige Kometenkorona drumherum (weiß es nicht anders zu beschreiben. Jedenfalls keinen Punkt. Manchmal sah ich ihn auch doppelt - könnte aber auch am falschen Einblick gelegen haben.

Schwierig ist es auch mit der Brille. Schaue ich ohne durch das FG (bzw. stelle es so scharf - je nachdem was ich als scharf empfunden habe), sehe ich beim Absetzen keine Sterne mehr (-2,5 Diop.). Behalte ich die Brille auf der Nase, komme ich nicht nah genug an die Okulare (empfinde ich so). Jemand von Euch Brillenträgern schonmal Kontaktlinsen ausprobiert? Ist das praktischer?

Ncoh etwas ist mir aufgefallen. Nehme ich Straßenlaternen (ca. 500m) oder Schonsteinlichter (> 10km) zur Scharfstellung (da heller) und richte das FG dann gen Himmel, sind die Sterne nicht scharf. Wo beginnt beim FG denn die Unendlichkeit?

Grüße
Gersh
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gersh,

wenn Dein Fernglas brillentauglich ist, dann solltest Du mal die Gummiaugenmuschel umstülpen, dann kommst Du näher an das Okular ran.
Hast Du ohne Brille den Stern zackig gesehen?
Dann liegt das daran, daß Deine Brille nicht nur auf Kurz- oder Weitsichtigkeit ausgelegt ist, sondern daß auch eine evtl. Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) ausgeglichen wird. Das ist bei mir auch der Fall. Ob dies auch bei den Kontaktlinsen möglich ist, musst Du mal Deinen Optiker fragen.
Aber das sollte keine Rolle spielen, sofern Du die Augenmuschel nach unten klappst und das ganze GF mit Brille übersehen kannst.
Da Du jedoch auch von einem Doppelbild sprichst, gehe ich eher davon aus, daß die Optik in Deinem Fernglas dejustiert ist,
und deshalb auch der Stern verzerrt ist!
Es gibt auch Leute die anscheinend tatsächlich nicht binokular schauen können, hast Du das Gefühl damit generell Problem zu haben?
 
Hallo,

eben das FG ausgepackt (wolkenfrei).

@astrofranky
Hm, kann sein dass ich einen Astigamtimus habe. Kann mich dunkel an so etwas erinnern (irgendwas mit Zylinder?). Werde das nochmal mit und ohne Brille testen.

@Uwe
Die Schräubchen zur Justierung (oben) habe ich gefunden. Vertikal sollte jetzt alles stimmen (Versuch an einem Lichtpunkt). Li+re scheinen die kleinen Schräubchen nun fest angezogen.
Mir scheint aber, dass ich horizontal noch etwas machen muss. Gibt da hierfür auch Schräubchen oder hat das etwas mit der Weite der Okulare zu tun (Augenabstand)?

Ein richtiges Stativ brauch ich definitiv (mein Fotostativ - obwohl schon rel. stabil) ist einfach zu wackelig. Und der beigefügte Stativadapter vom FG ist Mist hoch 3. Bei jeder Berührung mit den Lidern tanzt alles wild umher. Werde mal einen Bügel bei TS bestellen (Vollmetall).

Ich habe auch M31 entdeckt. Gut, um 22 Uhr war noch nicht völlig dunkel (wie auch immer bei uns, 2 Größstädte in 20 km Entfernung). Im Garten erkannte ich vom Dach aus noch die Silhouetten der Büsche ...
Laß hier einmal, dass M31 im FG fast über das gesamte Blickfeld geht. Erkannte jedoch nur einen vagen Schimmer im FG (auch beim indirekten Sehen). Geht da noch mehr oder muss ich dazu in die Prärie oder auf 800 m fahren?

Grüße
Gersh
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gersh,

wie gesagt, wenn du annähernd eine Packung 2-Komponentenkleber opfern möchtest, kriegst du den Stativadapter vollkommen zufriedenstellend hin, indem du die Hohlräume damit auffüllst. Kostet maximal 8 Euro.

Von einem bloß "vagen Schimmer" würde ich bei der Dreiecksgalaxie (z.Zt. knapp unter M31) sprechen. Die Andromedagalaxie ist eigentlich immer wenn die Bedingungen mehr als nur sehr mäßig (oder schlecht) sind besser zu sehen. An ihre volle Ausdehnung (3°) wird man freilich nur unter sehr guten Bedingungen herankommen (müssen noch nicht optimale, d.h. Alpenhimmel, sein). Mit dem 15x70 bist du dafür noch gut gerüstet.

Oft kann man aber mehr als nur den zentralen hellsten Bereich sehen. Gestern hat es südlich von Graz zwischen zwei Gewittern aufgerissen und der Himmel war so transparent, dass nicht nur Jupiter prachtvoll mit seinen 4 galileischen Monden im 10x50 zu beobachten war, sondern auch Andromeda weit mehr als nur ihren zentralen hellen Bereich zeigte - wohlgemerkt relative Stadtnähe! (Als ich auf M33 schwenken wollte, musste ich erkennen, das es schon wieder fürs nächste Gewitter zuzog.)
Es kommt auch sehr auf die Transparenz des Himmels an. Wenn er möglichst frei von Dunst ist, bildet sich keine starke Lichtglocke.
Probiers einfach unter verschiedenen, möglichst guten atmosphärischen Situationen aus - das Fernglas ist ja sofort zur Hand. Aufs Land zu fahren, ist grundsätzlich nat. immer gut, aber nicht immer notwendig und/oder machbar.
Noch etwas: Du musst dir natürlich etwas Zeit für die Dunkeladaption lassen. Ansonsten siehst du den Hintergrund zwar schwarz, aber nur, weil deine Pupillen noch nicht aufgemacht haben! Dann bleibt von Andromeda tatsächlich nur ein "vager Schimmer" übrig (gerade getestet).

CS
Herbert



 
Hallo Herbert,

danke für Deine Antwort.

Die 8 EUR für die Klebeauffüllung kann man ja investieren und wenn es nichts bringt, baue ich mir etwas aus Holz (Vollauflage o.ä.). Zuvor brauche ich aber ein gutes Stativ. Liebäugele mit einem gebrauchten Manfrotto 058, neu mir zu teuer. Hat den Vorteil, dass es ohne ausgefahrener Mittelsäule bis 1,91 nutzen kann. Habe auch auch noch irgendwo ein altes Holzstativ (so ein Vermessungsstativ). Müsste mal suchen und die Höhe checken.

Das mit M31 muss ich also nochmal checken. Bin mir sicher, dass knapp drüber nix war. Stand aber sicherlich 30 Min. im Dunkeln und (wenn M31) war es sicherlich nur das Zentrum, aber eben nur ein ganz vages nebeliges ovales Gebilde.
Jupiter + 4 Monde waren super zu sehen.

Grüße
gersh
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben