XC-ST70CE als Astrokamera?

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Martin_D1

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Hallo,

hat schon mal jemand obige Sony monochrome Kamera ans Teleskop angeschlossen?

Die Cam ist sehr lichtempfindlich hat sehr große Pixel und die Sony HAD Technologie, 752 x 582 (H x V).
Ich habe mir das Teil inkl. Objektiv für 65 Euronen geschossen.

Ich habe vor die Cam für Präsentationen am Teleskop zu nehmen, vielleicht auch für Planetenaufnahmen.

Gruß

Martin
 
Hallo Martin,

ich wünsche dir viel Erfolg mit der Kamera, aber als "sehr lichtempfindlich" würde ich die Kamera nicht bezeichnen. Die Watec 910HX/RC ist auch eine analoge S/W-Kamera, hat "nur" einen 1/2" Chip (d.h. bei gleicher Piselzahl etwas kleinere Pixel) und eine mehr als 100fach höhere Empfindlichkeit bei einer akzeptablen Bildqualität. Schau mal hier:
http://www.watec.co.jp/english/bw/wat-910hx_rc_page/index.html
OK, die Watec ist auch deutlich teurer als 65 Euro.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,

unbenommen ist die 910HX/RC besser. Es gibt immer bessere Cams für noch mehr Geld, aber für das Geld finde ich die Cam schon nicht schlecht. In der Bucht finden sich ähnliche Industriecams für ähnliches Geld und ich denke aus denen lässt sich was machen.
Wir werden sehen, erstmal muss ich so einen 12-pol Stecker auftreiben, um die Kabel anzuschließen.

Gruß

Martin
 
Hallo Martin,

in den technischen Daten wird als Empfindlichkeit 400 Lx angegeben, als Mindestlichtmenge 0,3 Lx.

Also, meine aspachuralt ToUcam hat eine Empfindlichkeit von 0,3 lx. Und außer Sonne (mit Baaderfolie vor dem Teleskop), Mond und Planeten war die ToUcam (ohne Umbau auf Langzeitbelichtung) für nix anderes zu gebrauchen.

Natürlich gibt es bessere Kameras, aber bei dieser sehe ich 4 Probleme:

a) sie ist anscheinend wesentlich unempfindlicher als ne ToUcam
b) Steckerbeschaffung
c) wie kriegst das analoge Signal in einen modernen Laptop? Per USB-Grabber? Einer, der das Kamerasignal unkomprimiert in den Rechner holt, kostet zusammen mit der Kamera mehr als ne ALCCD5L-IIc.
d) Du kannst keine ROI definieren, mußt also immer das komplette Feld auslesen. Das bremst den USB Grabber stark aus. Da kriegst dann vermutlich grad noch 5 oder 10 Bilder pro Sekunde auf den Rechner. Für Planetenbilder sind aber mittlerweile 60-100 fps Standard.

Oder wie stellst Du Dir die "Präsentation" am Teleskop (für Besucher?) vor?

Vermutlich wirst net mal Planetenaufnahmen mit der Kamera hinbekommen. Denn die 0,3 Lx gelten in Zusammenhang mit dem 1.4 C-Mount Objektiv. Und ein Teleskop mit so einem Öffnungsverhältnis hast sicherlich nicht...

Diese Kamera ist ein nettes Gimmik für Technikfreks, aber ernsthaft am Teleskop ist sie nicht zu empfehlen. Das ist Technik von Gestern...
 
Hallo Fee,

ja, es ist Technik von gestern und ja es ist eine Spielerei.

a) kann ich nichts zu sagen, da fehlen mir die Erfahrungen
b) nur eine Preisfrage ;-), so was kann man auch basteln
c) ich kann ja direkt ein kleinen Monitor nehmen, ohne Rechner Umweg.
d) Ich will ja keine Bilder, dafür kann ich meine EOS nehmen sondern Aufnahmen(Bewegtbild)

Ich habe ein 16" Dobson, da mangelt nicht so an Photonen. Ich würde gern mehreren Personen gleichzeitig ein Astroerlebnis ermöglichen. Dafür wollte ich einen kleinen Monitor aufstellen und die Cam in den Okularauszug stecken.

Es gab von Starlight Xpress schon mal eine Cam mit dem Chip.

Zumindest der Mond sollte gehen, aber ich denke Jupiter und Saturn sollten auch hell genug sein.

Gruß

Martin
 
Hi Martin,

ok, mit 16er Dobby könnte das Licht auch für Planeten ausreichend sein. Und wenn Du es schaffst, den Planeten im Gesichtsfeld der Kamera zu halten, sollte es auch mit der Anzeige auf nem Videomonitor klappen.

Probiere es aus und berichte, dann sind wir alle schlauer. :)
 
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