Zeichnung: Veränderungen im NEB (Jupiter)

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Ehemaliger Benutzer (7840)

Hallo Sternfreunde,

seit meiner letzten Jupiterbeobachtung am 11.2.2012 (wetterbedingte Zwangspause) hat sich einiges auf dem Planet getan. Gestern machte ich folgende Beobachtung mit Zeichnung:

Link zur Grafik: http://www.astroplatz.de/extern/jupiter10.jpg

Datum: 26.02.2012
Zeit: 18h35m MEZ
Ort: Berlin
Optik: Skywatcher Maksutov 90/1250mm
Vergrößerung: 138,8-fach mit Baader Ortho 9mm-Okular
Seeing: 1-2 (Antoniadi-Skala)
Transparenz: perfekt
ZM: 24,6° (berechnet mit CalSky)

Das NEB war deutlich schmaler und schwächer als vor 15 Tagen, in Momenten unruhigerer Luft war es komplett unsichtbar. Der einzelne Knoten am NEB war kaum noch zu erkennen. Eine Kontrollbeobachtung um 19h27m zeigte, dass mit der gleichen Ausrüstung keine Knoten mehr erkennbar waren. Sie sind in den letzten Wochen extrem verblasst.

Die Ränder der dunkleren Polregionen waren abgerundet und nicht parallel zum NEB und SEB. Die abrupten Helligkeitsabstufungen in der nördlichen Polregion sind ein Artefakt der Zeichnung, im Teleskop war der Helligkeitsübergang stufenlos.

CS und VG Christian
 
Hi Christian,

das deckt sich mit meinem Beobachtungen. Das NEB war so schwach, dass es kaum noch auffiel (4" Mak, 130fach). Geschaut habe ich am 26.02.

Sobald sich die Wolkendecke hier in BW verzieht, werde ich daher wieder nach dem Jupiter schauen.

CS,
Stefan
 
Hallo

Da scheint sich jetzt echt langsam das NEB zu "vertschüssen". Interessant finde ich deine Beobachtung zu den nicht parallelen Rändern der dunklen Polregion - darauf werde ich mich bei meiner nächsten Beobachtung auch konzentrieren.
Ich konnte bei meinen letzten Beobachtungen im Bereich des NTB einen durchgehenden "Saum" mit ca. 50% Breite des NEB beobachten. Könnt ihr das bestätigen?

LG Michael
 
Hallo Michael,

tja, das Wetter und Hochnebel machen es nahe Heilbronn leider unmöglich ...

CS,
Stefan
 
Hallo zusammen,

letzten Freitag konnte ich mit dem C14 und dem 6" Refraktor der Sternwarte Heilbronn etwas ausgiebiger den Jupiter anschauen.

Das NEB ist zwar dünn, aber es ist noch klar zu erkennen. Der Kontrast zur Oberfläche des Jupiters war dem SEB gleichzusetzen, welches natürlich noch ca. 3 mal breiter ist.

Die Verjüngung des NEB scheint nicht weiter stattzufinden, sonst wäre es langsam nicht mehr zu sehen. Daher glaube ich, dass das NEB nicht ganz verschwinden wird. Es ist nur einiges 'schlanker' als sonst.

CS,
Stefan
 
Hallo Stefan,

zu der von dir beschriebenen Zeit war auch bei mir das NEB wieder kräftig gefärbt, aber sehr dünn. Gestern Abend war es erneut extrem blass.

Der Grund könnte darin liegen, dass die dunklen Bänder morphologisch etwas tiefer liegen als die hellen Regionen. Das NEB kann also zeitweise von Dunst überdeckt gewesen sein.

CS und VG Christian
 
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