Zeiss 20x60S: Stabilisierung in der Vertikale?

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Stellarfire

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Hallo Astrogemeinde,

Ich habe eine Frage an die Besitzer des mechanisch stabilisierten Zeiss 20x60S:

Gemäss Auskunft von Carl Zeiss AG Schweiz, Abteilung Sports Optics, ist das Fernglas 20x60S primär für terrestrische Beobachtungen entwickelt worden.
Entsprechend sei der mechanische Bildstabilisator auf die Erdanziehungskraft bei waagrechter Beobachtung ausgerichtet. Das Fernglas soll gemäss Zeiss daher nur bis zu einem Winkel von ca. 60° stabilisieren.

Das ist mir so völlig neu. In Astroanwendung bei zenitnahen Beobachtungen ab 60° (vornehmlich in liegender Position) wäre somit keine ausreichende Stabilisierung gewährleistet, was es als stabilisiertes und primäres Astroglas ungeeignet machen würde.

Können mir Besitzer des 20x60S dazu genauere Angaben machen? Insbesondere würde mich interessieren, ab welchem Winkel genau die Stabilisierung bei Astrobeobachtungen spürbar nachlässt und ob bei Beobachtungen im Zenit die Stabilisierungsfunktion vollständig ausfällt oder nur reduziert ist.

Beste Grüsse,
Stephan


 
Ich hatte mich auch mal für das Zeiss interessiert, zumal es auf dem Gebrauchtmarkt ja langsam in erschwingliche Bereiche kommt ;-)

Dann hatte ich aber mehrfach gelesen, dass die Stabilisierung lange nicht so gut sein soll wie die der Canon IS, deshalb ist mein Interesse etwas erlahmt.

Die Sache, dass die Stabilisierung nur bis zu einem bestimmten Winkel funktioniert habe ich auch mehrfach gehört, das liegt wohl an der kardanischen Aufhängung des optischen Systems.
Ich glaube mich aber auch zu erinnern, dass man dies durch die Platzierung eines kleinen und starken Neodym Magneten irgendwo am Gehäuse umgehen kann.

Vielleicht meldet sich ja aber auch noch jemand der selbst Erfahrung mit dem Glas hat.

Grüsse Jochen
 
Hallo Jochen,

Ich habe zur Sache mit den Neodym Magneten mal kurz gegoogelt und stiess auf einen zufällig recht zeitnahen Beitrag, siehe hier (siehe den Beitrag von René, vom 13.05.2014 - 22:16:17 Uhr).
Wäre sicher interessant mehr zur "Problemlösung" mittels Neodym-Magneten zu erfahren.


In jenem gleichen Thread schrieb Juergen zuvor (12.11.2013 - 20:20:17 Uhr):
"Vor einigen Jahren gab es in 'Sterne und Weltraum' mal einen mehrteiligen Fernglastestbericht, in dem Feldstecher verschiedener Preisklassen miteinander verglichen wurden. Als ZEISS nach einem Testexemplar des 20x60 S gefragt wurde, gab es eine Absage."
Die Absage dürfte möglicherweise mit den Stabilisierungsproblemen ab gewissen Winkeln in Zusammenhang gestanden haben.


Gruss,
Stephan
 
Hallo Stephan,

ja, genau das war der thread, den ich gelesen hatte und darin wurde ja auch geschrieben, dass die Canon Stabilisierung "ruhiger steht".

Das Problem mit der wandernden Schärfeebene bei eingeschalteter Stabilisierung haben manche Canon Gläser, andere nicht.
Meins hat es nicht :-)

Grüsse Jochen
 
Zitat von Stellarfire:
Können mir Besitzer des 20x60S dazu genauere Angaben machen?

Hallo Stephan,

glaube nicht, dass hier irgendwer dieses Glas sein Eigen nennt.

Warum auch, das Geld (immerhin ca. 6000.-) ob gebraucht oder neu, würde wohl jeder in ein vernüftiges Teleskop, Zubehör.. investieren. Fündig wirst du vielleicht bei einem Porsche Cayenne fahrenden Jäger.
Mein Tip also: Stöbere doch mal in einem Jägerforum oder ähnlichem.

Grüße
Manfred




 
Hallo Stephan,

die Frage wurde schon mal hier gestellt und ich habe darauf hin einen Kollegen, der das angesprochen Glas besitzt gefragt.

Nein, keine Einschränkung. So die Antwort.
 
Hallo Dominique,

Danke für die Info. Nach einer vertieften internationalen Recherchesession im Internet habe ich den Eindruck gewonnen, dass es Besitzer des 20x60S gibt, die keine Stabilisierungsprobleme bei Beobachtungen im Zenit feststellen, während andere (gerade im deutschsprachigen Raum) über solche Probleme berichten (ab etwa 45 Grad).
Das lässt natürlich jede Menge Raum für Spekulationen. Insbesondere stellt sich auch die Frage, ob Zeiss den Stabilisierungsmechanismus während der Produktion vielleicht mal etwas modifiziert hat. Eine Frage die wohl nur Zeiss selbst weiss.

Gruss,
Stephan
 
Hallo Stephan,

um eben genau diese Spekulation aus zu merzten, rate ich dir eine Anfrage / einen Anruf bei Zeiss selbst zu platzieren.

Das mechanische Stabilisierungskonzept des 20x60S ist sehr komplex. Und die gelesenen Aussagen, egal an welcher Stelle im Netz platziert, sind immer mit Vorsicht zu betrachten. Worte wie "ich glaube, ich könnte mir vorstellen, ich vermute mal,....etc." schalten bei mir den (hoffentlich) gesunden sortierfähigen Verstand ein.

Ferner kannst du nicht wissen, in wie weit die Besitzer des Glases dieses haben warten lassen, welche versteckten Mängel oder sonstige verborgenen Schäden vorhanden sind. Es hat seine Stoßempfindlichkeitsgrenzen. Eine Reparatur ist bei dem 20x60S nicht günstig. Hier sind ggf. 1000€ keine Seltenheit.

Wenn du an einer Sonderveröffentlichung von Zeiss interessiert bist melde dich per Mail. Ich kann sie dir als PDF zur Verfügung stellen. Aus dieser kannst du das Konstruktions,- und Funktionsprinzip entnehmen. M.E. geht aus dieser bereits hervor, vorausgesetzt ich habe das mechanische Stabilisierungsprinzip verstanden, dass es keine Einschränkung bis 90° geben kann.
 
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