Zeiss Jena 7x40 NVA Preisvorstellung

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R_Andreas

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Hallo!

Ich kann von einem Händler folgendes Fernglas bekommen:

"Das Dienstfernglas der ehemaligen NVA mit Strichplatte und Infraroterkennung. Okulareinzeleinstellung, Okular- und Objektivschutz, Sehfeld 131 auf 1.000m, Gewicht 1.295g."

Der Preis soll rund 150 Euro betragen. Ist das Glas brillenträgertauglich? Was haltet Ihr von dem Preis? Ist der Umbau (Strichplatte raus) leicht zu machen?

Viele Grüße
Andreas

 
Hallo,

ich denke, wenn das Glas gut erhalten, die Optik sauber und justiert ist, dann
erscheint mir der Preis von ca. 150 € nicht zu hoch.
Bei Ebay habe ich gebrauchte 7x40-Gläser für über 200 € gesehen.
Einige Vergleiche mit diesem Glas gibt es von Holger Merlitz

http://de.geocities.com/holger_merlitz/

Das Entfernen der Strichplatte habe ich mir bei meinem 8x30 Deltrintem nicht zugetraut.
Für gut 50 € kann dies viel besser

Geräteservice + Montage
Harald Roos
Coburger Straße 11
98763 Eisfeld

CS

Roland Krebs
 
Hallo Andreas !

Ich möchte Dir den Spass an einem NVA 7x40 nicht verderben, speziell, wenn Du es aus Sammelleidenschaft oder aus anderen Gründen haben willst. Wenn Du aber ernsthaft ein Astronomiefernglas suchst, das ungetrübten (im wahrsten Sinn des Wortes) Beobachtungsgenuss bieten soll, gibt es meiner Meinung nach bessere Alternativen.
Ich habe kein NVA noch in der Hand gehabt, allerdings ein anderes, westdeutsches "Armeefernglas".
Resumeé - wegen der Strichplatte allein taugt es schon weniger, der Infrarotdetektor, die veraltete Vergütung sowie die schlechte Transmission bei diesem Fernglas inklusive eines leichten Gelbstiches würden mich, wenn es das Erstglas ist davon abhalten, 150 Euro dafür hinzublättern.
Für dasselbe Geld bekommst Du schon moderne, gute Ferngläser, sieh´ einmal auf Frank Schäfers oft zitierter Fernglasseite nach, für den doppelten Betrag kannst Du Dir schon ein hervorragendes Porroglas kaufen (NIKON, MINOLTA), und für das ca. Dreifache ein Fernglas, das feinste Sahne ist (da würde ich ein Fujinon 7x50 wählen).
Aber halt nur eine Meinung.....

Beste Grüße
Hans
 
Hallo zusammen,

es ist die Porro-Version.

Ich würde es nicht aus Sammelleidenschaft kaufen wollen, sondern wegen der mutmaßlichen Robustheit für Außeneinsätze. Allerdings müsste man die Strichplatte und den IF-Schutz leicht selber entfernen können, sonst kann ich das nicht. Auf- und Rumschrauben wäre ok, aber alles was mit Kleben, Feilen und Löten zusammen hängt, ist nix für mich.

Ein bisschen gefällt mir das Glas auch äußerlich, zugegeben.

Viele Grüße
Andreas
 
Hi,

das Porro Glas DF 7x40 B/GA hat keine 131m Sehfeld sondern mehr. Das Glas ist groß und schwer, die Optik hat eine schlechte Transmission, ist aber trotzdem beim Beobachten besser und angenehmenr als die der meisten zivilen Gläser bis zu einer Preisklasse von ca. 500 Euro (bei Steiner noch mehr Euronen..). Der "Gelbstich" erhöht den Kontrast und ist reine Gewöhnungssache. Dieser ist nicht zu vergleichen mit deinem Farbstich von "billig" hergestellten, teureren Optiken und beruht auf der durchgängigen Strahlenresistenz (Flintgläser)!
Interessanter und auch teurer wäre natürlich das EDF (Dachkantglas) ohne Strichplatte das um die 300 Euro gebraucht kostet.
Der Preis ist schlecht zu beurteilen, da ich nichts über den Zustand/Vollständigkeit des Glases weiß? Für ein neues oder neuwertiges Glas ist es ein guter Preis, für ein gebrauchtes oder von der Bundeswehr überholtes ein normaler Preis und nichts besonderes. Außerdem spielt das Alter eine nicht unerhebliche Rolle (Vergütung).
Eine Strichplatte wirkt sich beim Beobachten für mich immer störend aus und lässt sich i. d. Regel nicht ohne größeren Aufwand ausbauen, da diese in den Strahlengang mit eingerechnet worden ist und durch eine Planscheibe oder einen Abstandsring zu ersetzen wäre.
Für diese Gläser gibt es aber viele Eratzteile und original Montageanleitungen.
Wenn Dich die Strichplate nicht stört ist es auch für Astrozwecke gut geeignet, wenn man denn ein 7x40 als grundsätzlich geeignet für Astrozwecke einstufen möchte.

Auf jeden Fall sind diese "alten" Armeegläser von der Verarbeitung und z. T. auch optisch auf einem sehr hohen Niveau und für die Ewigkeit gebaut.
Viele lehnen diese Gläser einfach aus einer persönlichen Einstellung heraus (DDR, Militärglas, Aussehen, Gewicht, Strichplatte, "Gelbstich" etc.) ab ohne diese Gläser ausgiebig getestet zu haben, aber dafür gibt es ja am Markt so eine große Auswahl.
Im Grunde sind es Liebhaber Gläser die aber von der optischen Qualität her spitze sind.
Gruß

Robert



 
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