Zenitspiegel mit 99% Reflektion + Achromat?

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Hausesel

Neues Mitglied
Hallo,
Ich hätte da noch eine kleine Frage die mich interessieren würde.Lohnt sich ein 2“ Zenitspiegel mit 99% Reflektion in Kombination mit einem f/8,3 China FH-Achromaten. Da ich mir unsicher bin ob sich das vermeidliche hellere Bild in Kombination mit einem Achromat und dessen Farbfehler überhaupt lohnen würde."Ich nehme mal an, dass an großflächige Objekte solch ein Zenitspiegel vorteilhaft wäre,
aber an Planeten mit hoher Vergrößerung bin ich mir unsicher."


Zum Beispiel ein 2" Carbon Zenitspiegel von William Optics.
http://www.williamoptics.com/wo_shop/catalog/product_info.php?cPath=28_34&products_id=391
Link zur Grafik: http://www.williamoptics.com/wo_shop/catalog/images/CF_200x156_b.jpg

Danke im Voraus.
 
Hallo,

für die Planetenbeobachtung bringt nur die Pberflächenqualität etwas, da ist genug Licht da.
Bei Nebeln kann man erstmal über die AP die richtige Helligkeit bestimmen und da hat man bei f/8,3 schon das Problem, dass man die maximale Bildhelligkeit eh nur mit einem "58,1mm" sprich 56mm Okular in 2" erzielt. Das kann man nun einerseits so sehen, dass man jedes Quentchen Licht unbedingt braucht, oder andererseits sagen, dass man dafür sowieso eher ein anderes Teleskop hernimmt... Wi siehst Du's? Wie wichtig ist Dir das?

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen,

ohne den Williams Zenitspiegel aus eigener Erfahrung zu kennen, würde ich generell zu bedenken geben, daß das wichtigste erstmal ein möglichst "glatter" Spiegel im Sinne von möglichst geringer Wellenfrontfehler usw. ist (genau wie beim Hauptspiegel / Objektiv ja auch eine möglichst glatte, fehlerfreie Oberfläche wichtig ist).

Meiner Meinung erst an zweiter Stelle kommt dann die Helligkeit. Denn was bringt ein maximal helles Bild, wenn es durch Fehler im Spiegel leicht unscharf oder detailärmer ist.

Wie gut nun der Williams-Spiegel von der Oberfläche her ist, oder ob es da vom Hersteller auch qualitative Aussagen zu gibt, das weiß ich nicht, möchte daher weder für oder gegen diesen Spiegel sprechen.

Ich weiß auch nicht, ob die Fertigung von 99% einfach zu beherrschen oder eher problematisch ist.

LG
Thomas
 
Moin Namenloser!

> das vermeidliche hellere Bild

Wieso "vermeidlich"?! ;) - "vermeintlich" meinst Du wohl...
Vorneweg: Den Unterschied zwischen "Normalverspiegelung" und den Spiegeln mit 99% Reflexion sieht man - zwar nicht am Planeten, denn die sind hell genug, sondern viel eher an der erreicbaren Grenzgröße. Das ist natürlich der Vorteil, den man bei Deepsky-Beobachtung insbesondere im Grenzbereich der Leistungsfähigkeit der Optik braucht und sucht.
 
hallo,

das Hauptproblem der ZS ist IMHO dass sie nicht justierbar sind. Daher reflektieren sie leider häufig (!) nur Licht ins Okular das etwas schräg durchs Objektiv fällt, mit all den Bildfehlern die im Randbereich halt so auftreten: Koma und Astigmatismus.

Das passiert sowohl bei den 0815 als auch bei den 99% dielektrischen ZS Spezies. Überprüft eure Teile mal mit einem Laser, ob mit und ohne ZS derselbe Austrittspunkt am Objektiv feststellbar ist, und ob die Abweichung zu gross ist. Seht euch die Spots abseits der Achse mal an in den Spotdiagrammen...

Erst wenn die Justage ok ist, werden Oberflächengüte etc interessant.

lg Tommy
 
Moin Tommy!

Ja, stimmt, das Thema ZS-Justage hatten wir doch letztens erst. Wie gut, daß ich für mein Teil damals drauf geachtet habe, einen werksjustierten und am Stern geprüften ZS zu nehmen. Muß gar nicht übermäßig teuer sein: Stellarvue macht sowas. Leider ist die Marke hierzulande nicht sehr verbreitet.
 
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