ZEOS Zero Obstruction Reflector

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Hallo,
Dieses Prinzip ist lange bekannt und fällt in die Kathegorie "fortgeschrittene Obstruktionsphobie". Ein 100mm f 8 off axis Newton ist in Wirklichkeit ein 200mm f4 Newton mit einer riesigen Obstruktion und allen anhaftenden Fehlern. Warum nimmst Du denn kein 8 Zoll f6 und blendest es exzentrisch ab, das ist besser, hat weniger Fehler und ist 1/4 so teuer. Dazu hast Du die Möglichkeit wieder aufzublenden und für Deep Sky die ganze Fläche zu nutzen.
Grüße Martin
 
Re: ZEOS Zero Obstruction Reflector - off-axis, aber andersrum

Hallo zusammen,

auf der Seite steht
The ZEOS telescope design consists of a precision figured off-axis parabolic mirror (98% reflective coatings) that has been cut out of the edge of a larger
parent parabolic mirror.
ist das nur Theorie oder schneiden die tatsächlich aus einem großen Spiegel zwei kleine raus, ebenfalls mit entsprechenden Nachteilen (innere Spannung)

Ich kann mich auch an ein kommerzielles Design erinnern, bei dem ein sehr kleiner FS off-axis nahe dem OAZ sitzt. Ob dafür ein normaler oder off-axis Spiegel verwendet wurde weiß ich nicht mehr - hab' den Link verlegt.

Wie weit kann man ein solches Design mit Standard-Spiegeln eigentlich treiben, d.h. wie weit außerhalb der Achse darf der FS bei welchem Öffnungsverhältnis sein, damit's noch funzt? Welche Probleme handelt man sich damit zusätzlich ein?
Ich denke da an ein transportables Teleskop mit z.B. nur 2 Stangen, an denen OAZ und FS montiert sind; da wäre es für die Statik von Vorteil, wenn die FS-Streben kurz wären - nur so als Idee. Andererseits wandert der OAZ weiter nach oben: eingespartes Gewicht durch kleineren FS und kleinere FS-Halterung geteilt durch größeren Hebel mal Gewicht des OZ + FS + Stangen - grübelgrübelgrübel ...

Gruß
Schicko
 
Re: ZEOS Zero Obstruction Reflector - off-axis, aber andersrum

Hallo...

Also neulich ging hier auch ein Link durch von einem, der verspannt
seine normalen Parabolspiegel so, das der Fokus außerhalb zu
liegen kommt...der konnte auch rechnerisch nachweisen, das
die entstehende Koma bei richtiger Verspannung komplett behoben
werden kann.

Die Verspannung hat er mittels Seilzügen hergestellt und er
schrieb sinngemaß, das das bei richtiger Anwendung zu einem
völlig komafreien Bild führt.

Allerdings teile ich Martys Meinung, das das in die Rubrik
"gallopierende Obstruktionsphobie" einzuordnen ist...weil bei
dem Aufwand könnte man sich vermutlich gleich nen echten
Schiefspiegler (Kutter, Yolo) bauen.
 
Hi Marty,

zustimmung zur "Phobie".
Allerdings ist dieses optische System gar nicht so schlecht, wie Dein Einwand klingt. Das Problem eines F/4-Newton mit ordentlichem Spiegel ist beschränkt auf Obstruktion und Koma. Die Obstruktion fällt bei diesem Design weg, bleibt Koma als letzter Bildfehler. Und der lässt sich mit einem Komakorrektor beheben, der für den "Mutterspiegel" gerechnet ist, also den aus dem man die kleinen Spiegel heraussägte.
Danach bekommt man ein optisch erstklassiges Resultat.

Problem ist nur, daß bei diesem System der Preisvorteil des Spiegelteleskops dahin ist, denn ein 16" Spiegel als Quelle der vier 7" Spiegel, die man aus dem Ding heraussägen kann, ist nunmal deutlich teurer als 4 normale 7" Spiegel. Da der 16" auch sehr sorgfältig parabolisiert werden muß, geht's richtig ins Geld.
7" übrigens, weil man ja die Obstruktion des grossen Spiegels noch abziehen muß - womöglich ist 7" noch zuviel und 6" wäre passender.

Zu guter letzt: Die Justage des Systems dürfte ein Alptraum sein. Ich weiss, wie fieselig ein 8" F/4 ist. Jetzt ist bei diesem Gerät der Mittelpunkt des Spiegels weg, auf den der Fangspiegel justiert werden müsste -> Laser unbrauchbar. Chesire dürfte dann auch ausfallen, bleibt die Justierung am Stern, nachdem man vielleicht mit einer "Behelfs-Mittenmarkierung" am Rand zwischen Tubus und Spiegelzelle eine Grobjustage gemacht hat. Wenn man das in Kauf nimmt, dann tritt die Obstruktions-Phobie wohl so richtig zu Tage.

Clear Skies
Sven
 
hallo,

frage mich wozu die diesen ganzen aufwand treiben.
es ist doch allgemein bekannt, daß eine obstruktion unter etwa 15-16%
sich visuell nicht mehr von unobstruiert unterscheiden läßt.
wenn ich sowas haben will, dann kauf oder bau ich mir eben einen
newton mit 15% obstruktion und zwar einen MakNewton, weil dann auch
die fangspiegelhalterung wegfällt. MakNewtons sind relativ günstig
in sehr hoher qualität bis zu 10% obstruktion herunter zu bekommen.
da brauch ich mich doch wirklich nicht mit solchen designs abquälen,
oder?

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
MakNewtons sind relativ günstig in sehr hoher qualität bis zu 10% obstruktion herunter zu bekommen.

Wer bietet solche Geräte an?
 
Der Gedanke eines "Justagealptraums" ist mir schon bei der Diskussion um die "Schrägspiegler" gekommen. Wer hat schon mal einen Schiefspiegler justiert? Zum Beispiel wird in dem astronomie.de-Artikel über Schiefspiegler von einem System mit drei Spiegeln berichtet. Da stelle ich mir eine Justage ziemlich schwierig vor ...
 
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