Hi Marty,
zustimmung zur "Phobie".
Allerdings ist dieses optische System gar nicht so schlecht, wie Dein Einwand klingt. Das Problem eines F/4-Newton mit ordentlichem Spiegel ist beschränkt auf Obstruktion und Koma. Die Obstruktion fällt bei diesem Design weg, bleibt Koma als letzter Bildfehler. Und der lässt sich mit einem Komakorrektor beheben, der für den "Mutterspiegel" gerechnet ist, also den aus dem man die kleinen Spiegel heraussägte.
Danach bekommt man ein optisch erstklassiges Resultat.
Problem ist nur, daß bei diesem System der Preisvorteil des Spiegelteleskops dahin ist, denn ein 16" Spiegel als Quelle der vier 7" Spiegel, die man aus dem Ding heraussägen kann, ist nunmal deutlich teurer als 4 normale 7" Spiegel. Da der 16" auch sehr sorgfältig parabolisiert werden muß, geht's richtig ins Geld.
7" übrigens, weil man ja die Obstruktion des grossen Spiegels noch abziehen muß - womöglich ist 7" noch zuviel und 6" wäre passender.
Zu guter letzt: Die Justage des Systems dürfte ein Alptraum sein. Ich weiss, wie fieselig ein 8" F/4 ist. Jetzt ist bei diesem Gerät der Mittelpunkt des Spiegels weg, auf den der Fangspiegel justiert werden müsste -> Laser unbrauchbar. Chesire dürfte dann auch ausfallen, bleibt die Justierung am Stern, nachdem man vielleicht mit einer "Behelfs-Mittenmarkierung" am Rand zwischen Tubus und Spiegelzelle eine Grobjustage gemacht hat. Wenn man das in Kauf nimmt, dann tritt die Obstruktions-Phobie wohl so richtig zu Tage.
Clear Skies
Sven