Zoom Okulare

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yogi61

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Hallo in die Runde,

gute Okulare sind teuer, dass hab ich nun schon mitbekommen. Da sucht man natürlich nach Alternativen. Als Newcomer hat man auch nicht unbedingt den Background um bestimmen zu können, ob man "gute" oder "schlechte" Okulare hat oder wie sich "gute" von "schlechten" Okularen unterscheiden. Man hat ja erst mal keinen Vergleich und kann nicht beurteilen, worauf es denn nun ankommt. Gesichtsfeld, Austrittspupille, Kontrast erstmal alles böhmische Dörfer .....

Deshalb meine Frage hier in die Runde, was von solchen Produkten zu halten ist.

http://www.astroversand.com/Skywatcher1-s35h8-Sky-Watcher-Zoom.htm

An die Profis und Experten die Bitte zu beachten, dass wir uns hier im Einsteiger-Forum befinden! Der Einsteiger hat oft nur ein sehr begrenztes Budget und kann die Argumentationen der Profis (die fachlich sicher richtig sind) nur sehr schwer nachvollziehen (mir geht es jedenfalls so). Hier geht es auch nicht um die 100% richtige Entscheidung (die gibt es sowieso nicht) sondern um das berühmte 80/20 Verhältnis! Also, Minimalprinzip = viel Leistung für möglichst wenig Geld!

CS
Jürgen
 
Hi!

40° Eigengesichtsfeld sind schon übler Tunnelblick - ein normales Plössl hat um die 50°. Wollte ich mir nicht unbedingt antun...

Die Seite http://www.astrookulare.de/ ist zwar alt, könnte für dich aber interessant sein. Unter Produkte | Skywatcher | Zoom gibt's ein paar Infos zu den Okularen (immer auf das + drücken, dann klappt das Menü auf).

Von dem 7-21 würde ich rein vom Gesichtsfeld her auf jeden Fall die Finger lassen, beim 8-24er kommt's darauf an, was sonst an Okularen vorhanden ist. Wenn die Brennweiten bereits durch Plössl abgedeckt sind, lohnt es sich meiner Meinung nach nicht - du gewinnst bei kleinen Bnennweiten etwas Gesichtsfeld und verlierst es bei großen, der einzige Vorteil wäre, dass du keine Okulare wechseln musst.

Durchgeschaut hab ich noch durch keins davon; ich hab am ED80 neben dem Übersichtsokular ein Hyperion 8-24mm Zoom und ein von Günther *entfernt* verzoomtes 7mm UWAN (http://www.astrozoom.de). Von daher hab ich nichts gegen gute Zoomokulare als Allrounder. Die 50° GF, die das Hyperion bei 24mm hat, sind mir eindeutig zu wenig; ab 55-60° empfinde ich das Gesichtsfeld dann als angenehm.

Gruß,
Alex
 
Hi!

Ich sag mal, es hängt von der persönlichen Leidensfähigkeit ab.

Etwa 65° kann man mit dem Auge problemlos überblicken und laufen schon als Weitwinkel, bei mehr Gesichtsfeld fällt der Gesichtsfeldrand entweder nicht mehr auf oder man kann sogar hin und her blicken, ohne auf ihn zu stoßen. Mehr als 80° lohnen sich für mich nicht, bzw. wären mir kein Geld wert. Bei weniger als ca 65° siehst du den Rand auf jeden Fall, mit 50° kann man noch ganz gut leben, und bei weniger als ca. 40° kommt es zum Tunnelblick - das heißt, du hast den Eindruck, durch eine Klopapierrolle bzw. ein kleines Guckloch zu schauen. Das empfinden eigentlich alle so, weil das menschliche Auge nun mal immer etwa das selbe Gesichtsfeld hat.

Ein ganz realer Nachteil ist natürlich auch, dass man weniger vom Himmel sieht. Im 5mm Hyperion (68°) seh ich den kompletten Mond (im ED80/600), im 6mm-Kellner dagegen trotz weniger Vergrößerung nur ein paar Krater. Bei ausgedehnten Deep-Sky-Objekten stört das noch mehr und macht z.B. den Unterschied aus, ob man einen Kugelsternhaufen sieht oder nur jede Menge Sterne.

Bei allem unter ca 50° (Plössl-Niveau) wirst du dir wahrscheinlich recht bald Ersatz wünschen und somit letztlich doppelt kaufen - spätestens, wenn du mal durch ein Plössl geschaut hast, und Plössl-Okulare gibt's ja teils schon ab 20 Euro. Kann also schnell mal passieren.

Den Tunnelblick bemerken also eigentlich alle unabhängig von ihrer Beobachtungserfahrung. Die Okulardesigns wie Kellner und Huygens mit ihren winzigen Gesichtsfeldern sind nicht zeitgemäß und allenfalls noch für Spezialanwendungen interessant.

Da würde ich lieber den Gebrauchtmarkt im Auge behalten und nach gebrauchten Mittelklasse-Okularen Ausschau halten. Aber Okulare sind immer etwas sehr individuelles, also gegebenenfalls ein Okular zur Ansicht bzw. mit Rückgaberecht bestellen. Außerdem mal nachschauen, ob in der Gegend einen Astroverein GAD oder ein Teleskoptreffen gibt, bei dem du mal durch ein paar Modelle durchschauen kann. So siehst du am ehesten, ob dir der Unterschied den Aufpreis wert wäre.

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

vielen Dank für die "plastische" Beschreibung die auch ein Laie wie ich versteht!

Mir ist natürlich auch nicht entgangen, dass es zwischen den Okularen mehr Unterschiede gibt als den Vergrößerungsfaktor bzw. der Brennweite. Besonders stört mich, dass bei größeren Vergrößerungsfaktoren der "Einblickwinkel" immer kleiner wird um noch etwas zu sehen. Auch der Abstand zwischen Okular-Einblick und Auge spielt wohl eine große Rolle. Zu klein ist auch nicht schön.

Generell empfiehlt sich also ein GF von ca. 65° so wie ich Dich verstanden habe. Darauf werde ich demnächst mal achten!

So ist die Frage nach "dem Okular" so ohne Weiteres demnach trotzdem nicht zu beantworten. Offensichtlich muss man wirklich mal verschiedene Okulare ausprobieren. Mal sehen, wann unsere Nachbarsternwarte in Gudensberg mal wieder eine Veranstaltung anbietet.

CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen.

Diese Seite geht recht anschaulich auf das Thema ein.

Mit der gratis Software Stellarium kannst Du dir sogar beliebig verschiedene Okularbrennweiten und Gesichtsfelder an beliebigen Teleskopen simulieren. Die beiden Videos hier geben einen ersten Eindruck von den Möglichkeiten des Programms.
 
Hallo Bernd,

dass ist doch sehr anschaulich und hilfreich! Wenn ich mir allerdings die Preisliste ansehe .... :-O

Mit anderen Worten, je größer das GF desto höher der Preis!

CS
Jürgen
 
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Hallo Jürgen,

vorab: bin Anfänger mit (derzeit noch) ziemlich bescheidenem Zubehör. Ich habe mir u.A. das 7-21mm-Zoom gekauft, da die Original-Okus beim Teleskop mehr als bescheiden waren. Ich kenne dein Zubehör jetzt nicht, aber für mich war das schon ein großes Plus an Durchblick. Was ein wenig stört sind zwei Dinge: wie Alex bereits sagt, "tunnelt" das Teil ab ca. 15mm schon wahrnehmbar, was mich jetzt aber weniger stört (hab eben eine sehr hohe Leidensfähigkeit) und dann schattet es ab 15mm erstmal langsam und bis 21mm stark ab. Man muss sich mit dem Auge dann ein ganzes Stück vom Oku wegbewegen, um noch etwas zu sehen (die Profis hier kennen bestimmt den Fachausdruck hierfür, bin da noch nicht so fit). Bei Lichtquellen in der Umgebung ist das lästig, da ich mit den Augen weg von der Augenmuschel muss.

Wenn du bereits brauchbares Zubehör hast, lohnt der Kauf nicht. Für mich war der Kauf zunächst mal ein guter Zugewinn, da ich mir den Kauf von bestimmt 3 Okus gespart habe und bei 40 € ist der "Verlust" nicht arg so wild.

CS
Markus
 
Hallo Markus,

danke für die Info.

Ich hab die beiden original Okulare (20 und 4 mm) vom Skylux und habe mir, vor 3 Jahren, folgende 5 Okulare für damals 50 USD gekauft. Die Bewertungen für diesen Artikel waren alle positiv und da dachte ich, ich wage es mal! :-)

http://cgi.ebay.de/5-Good-Quality-P...iece-5pcs-/280478897076?pt=LH_DefaultDomain_0

Jetzt ist das bestimmt keine Qualität die sich mit Markenokularen messen kann, schlechter als die Originalokulare sind sie aber auf keinen Fall und, sie sind tatsächlich vergütet! Eine vergütete 2fach Barlow aus Metall war auch noch dabei!

Was ich noch dringend brauche ist ein Planetenokular mit einem GF von min. 55 - 60°. Da sind die (4 und 6,5 mm), die ich habe, echte Gurken!

CS
Jürgen


 
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Hallo Jürgen.

In einem der beiden Links von mir weiter oben, ist ja auch von den Planetary Okularen, bzw. den Planetary Zoomokularen die Rede.

Schau Dich mal im Forum nach Meinungen dazu um, bzw. les Dir mal die weiterführenden Links in meinem Beitrag an.
Die Planetary Okulare bieten das von Dir gewünschte scheinbare Gesichtsfeld. Aus dem "geringen" Gesichtsfeld ergeben sich bei einer manuellen Nachführung zwar auch Nachteile, aber es geht natürlich auch um Preis/Leistung.
 
Hallo Bernd,

Preis/Leistung ist ein Faktor, der bei mir natürlich eine große Rolle spielt. Ich betreibe die Astronomie wirklich als "Amateur". Da ich noch zig andere Hobbys habe möchte ich hier natürlich (preislich) nicht "zu tief" einsteigen. Das was ich mit meiner Ausrüstung sehen kann ist schon eine ganze Menge. Ich betreibe dieses Hobby, wie einige Andere auch, nach der 80/20 Methode. Um die fehlenden 20% noch zu erreichen brauchts einen erheblichen finanziellen Aufwand!

CS
Jürgen
 
Hallo Jürgen.

Bis letztes Jahr Weihnachten habe ich auch all die Jahre nur einen wackeligen 60/700 Refraktor benutzt und habe damit wirklich richtig richtig viel Spass gehabt.

Man braucht auf keinen Fall teure Ausrüstung, damit einem das Beobachten Freude bringt.
Auch ohne hochauflösende Optik oder Vergrößerung hat mich das Beobachten total fasziniert. Selbst die Andromedagalaxie als ein matschiger kleiner Fleck haut einen vom Hocker, wenn man sich darüber bewusst wird, was da eigentlich gerade für Licht seine millionenjahre lange Reise im eigenen Auge beendet!
Noch mehr Details sehen zu können ist dann natürlich klasse, aber meiner Meinung nach spielt sich ein großteil der Faszination im Kopf ab, wenn man versteht, was es eigentlich bedeutet, was man da sieht.

Hier noch ein Link zu einem Testbericht über die Planetary Okulare von Sven Wienstein: Link.

PS: Um deine Spannung hochzutreiben, guck Dir mal dieses Video an: Link! Das kann ich mit meinem 10" Gerät auch nicht sehen, ist jedoch das faszinierenste im Thema Astronomie, was ich kenne!
Das Video hier, auch zum Deep Field, ist genauso spannend. Halte Dich aber nicht an der Art des Sprechers auf und eventuellen Fehlern ;)
 
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Hi Bernd,

Zitat von dobson85:
Hallo Jürgen.

Bis letztes Jahr Weihnachten habe ich auch all die Jahre nur einen wackeligen 60/700 Refraktor benutzt und habe damit wirklich richtig richtig viel Spass gehabt.

Man braucht auf keinen Fall teure Ausrüstung, damit einem das Beobachten Freude bringt.

dass ist auch meine Devise! Mit möglichst wenig Aufwand viel erleben! Die Videos sind beeindruckend!

Ich war letztes Jahr in der Eifel (Effelsberg) und hab das 100m Radioteleskop besichtigt! Da war Tag der offenen Tür, dass war absolut spannend! Du hast so Recht, allein die Tatsache, sich mit dieser Thematik zu beschäftigen ist schon phantastisch.

In diesem Zusammenhang sind noch die absolut sehenswerten Sendungen von Prof. Harald Lesch auf BR3 zu erwähnen. Absolut sehenswert! :-)

Wir driften vom Thema ab, hier gings eigentlich um Okukare!

CS
Jürgen

 
Die ganzen Alpha Centauri Sendungen kann man sich in der Online-Videothek von BayernAlpha anschauen.
Ich möchte fast behaupten, dass sie zusammen mit den alten Sendungen von Prof. Heinz Haber letzten Sommer mit zu meiner Entscheidung beigetragen haben, mir ein größeres Teleskop zu kaufen. Irgendwann konnte ich es nicht mehr aushalten.
Die ganzen Astrofotos der Nutzer hier im Forum haben mir dann wohl den Rest gegeben, auch wenn man die Himmelsobjekte visuell so leider nicht erleben darf :)

Trotzdem... 95% macht bei mir nicht das Auge, sondern der Kopf.
 
Zitat von dobson85:
Trotzdem... 95% macht bei mir nicht das Auge, sondern der Kopf.

So ist es, da bin ich bei Dir! :-) Ein schönes Hobby!

Nachtrag

Wenn man die Relativitätstheorie vom guten alten Albert auf diese "Ultra Deep Fields" anwendet (Raumzeit) komme ich für mich zu dem Ergebnis, dass man dort "Lichtechos" sieht. Mein bescheidener Intellekt reicht wohl einfach nicht aus, um das wirklich auch nur annähernd zu verstehen. Das sind Dimensionen die sich mir absolut nicht mehr verständlich darstellen. Irgendwie habe ich aber den Eindruck, wir sehen da im "Kreis"! :-O

CS
Jürgen
 
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Zitat von yogi61:
Wir driften vom Thema ab, hier gings eigentlich um Okukare
Hast Du dir diesen Link zu den Planetary Okularen und die beiden darin enthaltenen weiteren Links mal durchgelesen? Darin findest Du ein paar Meinungen und Informationen zu Zoomokularen.
Ich selbst habe wohl keine eigene Meinung den Planetary Okularen, ich nutze ein Speers Waler Zoom. Was man so zu den Planetaries hört ist meist gut, heute Abend war jedoch auch Schlechtes zu lesen.


Zitat von yogi61:
Wenn man die Relativitätstheorie vom guten alten Albert auf diese "Ultra Deep Fields" anwendet (Raumzeit) komme ich für mich zu dem Ergebnis, dass man dort "Lichtechos" sieht.
Es ist halt so, dass das Licht wegen der großen Entfernung ziemlich lang zu uns brauchte. Heute sind die fotografierten Objekte an ihrem alten Ort vielleicht nicht mehr vorhanden oder an anderen Positionen im Raum. Für uns vom Beobachtungspunkt Erde aus spielt das jedoch keine Rolle, da wir sie jetzt erst sehen und auch jetzt erst ihre Auswirkungen spüren.

Einfacher: Jupiter ist circa 45 Lichtminuten von uns entfernt. Folglich befindet sich Jupiter wenn Du ihn siehst nicht mehr an dem Ort, von welchem aus er sein Licht zu Dir gesendet hat, sondern ist schon weitergezogen.
Dennoch erreichen Dich an Deinem Standort (Erde) zum Zeitpunkt der Beobachtung nicht nur Licht, sondern auch Jupiters gravitative Kräfte usw. vom "alten Standpunkt".
Das heisst, es spielt zum Beobachtungszeitpunkt keine Rolle, wo Jupiter "jetzt" ist, da all seine Auswirkungen (Licht, Gravitation,...) ja real wirken - und zwar von dem Ort aus, wo Jupiter von uns aus betrachtet jetzt garnicht mehr ist.
Selbst wenn Jupiter in diesem Augenblick verschwinden würde, würden wir hier noch in einer "Realität" leben, in der Jupiter existiert und auf uns wirkt, beispielsweise sehen wir sein Licht und "spüren" seine gravitativen Kräfte.

Der Quasar PG 1634+706 z.B. ist circa 8,8 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt. Das Licht, was wir sehen, war also 8,8 Mrd. Lichtjahre unterwegs zu uns. Die Rotverschiebung liegt circa beim Faktor 1.14, was bedeutet, dass der Quasar heute bereits über 10 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt ist.

Was ein Quasar ist, erklärt auch Prof. Lesch in diesem Video.
Es ist glaube ich das faszinierenste Video der Reihe überhaupt. Solltest Du dir unbedingt anschauen - unglaublich!
Den oben genannten 8,8 Mrd. Lichtjahre entfernten Quasar habe ich diesen Sommer sogar durch meinen 10 Zöller gesehen. Bin durch die folgenden beiden Webseiten auf das Ding gestoßen: klick, klick.

PS: Ich hoffe nicht nur, dass Du meine Ausführung zu der Sache mit der Lichtgeschwindigkeit verstanden hast, sondern auch, dass ich die Thematik verstanden habe und es überhaupt stimmt, was ich da gepinselt habe.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bernd,

habe mir die Links in Sachen Zoom-Okular mal angesehen und komme doch zu dem Ergebnis, dass das wohl nix für mich ist. Ich investiere dann doch lieber in ein gutes Planetenokular mit einem ansprechenden GF. Wenn ich von einer maximal sinnvollen vergrößerung von 180 fach bei meinem 90/900 Refraktor ausgehe, komme ich auf eine Brennweite von 5mm als brauchbare Größe. Danach werde ich mich mal umsehen. Zzt. hab ich ja 40, 25, 20, 12.5, 6.5 und 4 mm im Einsatz. Eine 2fach Barlow hab ich auch noch. Fehlt da noch was?

Die "Sache" mit der Lichtgeschwindigkeit ist ja noch relativ einfach nachzuvollziehen obwohl es da ja um Dimensionen (Distanzen) geht, die jenseits des Vorstellungsvermögens liegen!

Wenn man davon ausgeht, dass das Licht von PG 1634+706 8,8 Mrd. Jahre zu uns unterwegs war und das Universum ca. 13,7 Mrd. Jahre alt ist (oder sein soll), sehen wir ein Objekt, dass, rein rechnerisch, zum jetzigen Zeitpunkt mindestens 4,9 Mrd. Jahre auf dem Buckel hat und unter Umständen gar nicht mehr existiert. Eigentlich dürften wir keine Objekte finden, die weiter als 13,7 Mrd. LJ entfernt sind, oder doch? Was ist hinter der Grenze von 13,7 Mrd. LJ?

CS
Jürgen


 
Zitat von yogi61:
Wenn ich von einer maximal sinnvollen vergrößerung von 180 fach bei meinem 90/900 Refraktor ausgehe, komme ich auf eine Brennweite von 5mm als brauchbare Größe. Danach werde ich mich mal umsehen.

Hallo Jürgen.

Je nachdem, wie gut die Himmelsqualität an einem Abend ist (sogenanntes Seeing), kann man mehr oder weniger hoch vergrößern.
Darum solltest Du nicht nur ein Okular kaufen, welches die Maximalvergrößerung an Deinem Teleskop bei guten Bedingungen liefern kann, sondern auch Okulare, die bei etwas schlechteren Bedingungen weniger Vergrößerung und somit brauchbare Planetenansichten abliefern.

Dieses Bild aus dem Wikipedia-Artikel erklärt Dir wohl, was ich meine:
Link zur Grafik: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ef/Seeing_Moon.gif

Wenn Du nur ein Okular mit 5mm Brennweite kaufen solltest, dann müsstest Du bei weniger möglicher Vergrößerung wieder auf Deine Plössl Okulare zurückgreifen.

Wie ich sehe besitzt Dein Teleskop eine parallaktische Montierung. Deshalb könntest Du dich wohl mit dem scheinbaren Gesichtsfeld eines Planetary zufrieden geben, da Du relativ fein Nachführen kannst - ist halt eine Preis/Leistungssache, wie Du selbst schon sagtest.

Natürlich kannst Du auch nach anderen Planetenokularen schauen, preis-/leistungsmäßig kommst Du wohl eher bei einem Planetary-Zoom aus, als bei mehreren (anderen) Okularen.
Gerade Okulare mit mehr Gesichtsfeld sind teuer, wenn sie neben dem größeren Feld auch entsprechende Schärfe und Kontrast am Planeten bieten sollen.


Zitat von yogi61:
Eigentlich dürften wir keine Objekte finden, die weiter als 13,7 Mrd. LJ entfernt sind, oder doch? Was ist hinter der Grenze von 13,7 Mrd. LJ?

Nachdem wir keine Objekte mehr finden, kann jedoch mit einem Radioteleskop wie in Effelsberg die Hintergrundstrahlung gemessen werden, die wohl aus einer Zeit von 380.000 Jahren nach dem Urknall stammt.
 
Über die Okularfrage muss ich noch mal nachdenken! :-) Mal sehen, was der Markt so anbietet! Gibt es Tipps?

Ich stelle mir gerade vor was passieren würde, wenn irgendjemand (wie auch immer) ein optisches Objekt in 17 Mrd. LJ Entfernung finden würde? Da stellt sich doch sofort die Frage, "Gab es an anderer Stelle im Universum einen zweiten Urknall?" oder "Gibt es sichtbare Paralleluniversen?", "Waren unsere Berechnungen falsch?" :-)

Astronomie ist schon spannend .....

CS
Jürgen

 
Diese Fragen übersteigen mein "Wissen" Link zur Grafik: http://www.cloudynights.com/ubbthreads/pictures/9028.gif



Aber es geht ja gerade erst so richtig los in der Forschung...

Es ist geplant, in der chilenischen Atacamawüste ein 42m-Teleskop zu bauen.

Dazu: "Das E-ELT wird sich einigen der drängendsten offenen Fragen der astronomischen Forschung widmen, und könnte unser Bild des Universums in ähnlich drastischer Weise verändern wie Galileis Teleskop vor 400 Jahren. Die endgültige Entscheidung über den Bau des Teleskops wird Ende 2010 erwartet. Das Teleskop soll 2018 seinen wissenschaftlichen Beobachtungsbetrieb aufnehmen."

interessante Infos dazu hier: Carolin Liefke im Astrotreff

Zitat von yogi61:
Über die Okularfrage muss ich noch mal nachdenken! :-) Mal sehen, was der Markt so anbietet! Gibt es Tipps?

Hier kann Dir bestimmt jemand helfen. Umso mehr sicherlich, je weniger wir hier über astronomische Themen reden :-)
 
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