Zoom Okulare

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Alex27

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Hallo zusammen,

mein Name ist Alexander und ich bin relativ neu in der Astronomie.

Ich habe zur Zeit zwei Okulare. Ein ES 70° 30mm zur Übersicht und ein ES 82° 14mm.

Für etwas mehr Vergrößerung überlege ich mir ein zoom okular zu erwerben oder eben bei der ES Serie zu bleiben.
Ist ein zoom okular wirklich besser und ersetzt es zwei okulare? Oder wäre ich mit zwei einzelnen besser dran? Habe zur Zeit noch nicht viel beobachten können,da der Himmel bei mir (am Stadtrand) entweder bewölkt war oder ich eben keine Zeit hatte.

Würde mich über ein paar andere Gedanken freuen.

Viele Grüße
Alexander

Besitze ein Dobson D10 250/1250
 
Hi Alexander,
gerade im Hochvergrößerungsbereich sind die halt praktisch. Das Licht wird dir mit 10" zwar nicht so schnell ausgehn, aber je nach (aktuellen) Beobachtungsbedingungen geht manchmal nur 120x, 150x etc. So um die 200x geht relativ oft, bei um die 300x sind es eher Ausnahmenächte.
Man spart sich da durch ein Zoom eben eine sehr feine Okularabstimmung, wenn man sich an die jeweilige maximalvergrößerung herantasten will.
Bei dir könnte ein Speers Waler recht gut passen - hat für ein Zoom ein sehr großes Scheinbares Gesichtsfeld und bietet mit deinem Dobson Vergrößerungen zwischen 150x und 250x.
Allerdings gibt es teils Probleme mit "zu visuellen" Newtons - da liegt der Fokus teilweise so weit draußen, dass man den OAZ für dieses Okular nicht weit genug reindrehen kann.
Das müsste man erst ausprobieren.
Alternativ gibt es aber auch variable Barlows, die durchaus einen Kompromiss darstellen können; die verlängern die Brennweite z.B. um 1,5x oder 2x. Auch damit kann man seine Okularabstufung in dem Bereich verfeinern. Dein 14mm wäre dann ein 7mm und 9mm. Ergänzt mit 6mm kämen noch 4mm und 3mm hinzu - die 312x könnten gelegentlich noch genutzt werden, für die 416x müsste schon eine hervorragende Ausnahmenacht her. Theoretisch. Praktisch wird es bei dir (am Stadtrand) sehr selten solche Nächte geben. Vermutlich nie.
Evtl. würde es daher schonmal ausreichen, nur eine Barlow anzuschaffen um zu schauen, ob die 180x mit dem 'neuen' 7mm Okular gut nutzbar sind.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

vielen dank für deine Antwort.
Ist das regulär so eine Grenze mit der 200 fachen Vergrößerung?
Wie weit müsste ich ungefähr von der Stadt mich entfernen, damit ich einen relativ "klaren" Himmel zum beobachten?.

Bringt das mit der Barlow nicht eine Neigung mit sich und verkleinert damit meine Sicht?

Viele Grüße
Alexander
 
Hi Alexander,

ich habe beispielsweise mein Baader-Zoom umgehend wieder zurückgeschickt, weil ich mit der optischen Leistung unzufrieden war.

Zu den Bedingungen: Es geht nicht nur um die Lichtverschmutzung, sondern auch um das Seeing. Wenn die Luft heftig wabert und/oder die Transparenz der Atmosphäre bescheiden sind, geht nichts mit Hochvergrößerung.

An Deiner Stelle würde ich mir noch 100-110° Okulare mit 9 und 5 bzw. 5,5 mm von TS oder ES zulegen; vielleicht auch noch ein 20 mm Okular.
Als absoluten Luxus für die ganz wenigen Ausnahmenächte, wo das Seeing optimal ist, noch ein TV Ethos 3,7 mm.

Du kennst sicher die Seite http://www.sternfreunde-muenster.de/orechner.php , auf der man einen ganz guten Eindruck zur Wirkung der unterschiedlichen Brennweiten bekommt.
 
Hallo Alexander,

Zitat von Alex27:
Ist das regulär so eine Grenze mit der 200 fachen Vergrößerung?

Die Grenze ist, wenn man wetterbedingte Einflüsse mal außen vor lässt, das menschliche Auge. Je höher die Vergrößerung, desto kleiner die Austrittspupille (AP) aus dem Okular. wird ein gewisser Wert unterschritten, werden zu wenige Sehzellen getroffen, ab dann gibt es keinen weiteren Zugewinn in der Bilddefinition, das Bild wird nur matschiger und flauer.

Landläufig sagt man, bei 0,5mm AP ist Schluss, ich selbst beobachte lieber bei min. 0,8mm AP. Dafür gibt es aber kein wissenschaftliches Weil, sondern ist empirisch ermittelt aus der Teleskopqualität und dem zugegeben verminderten leistungsvermögen meiner Augen.

Thema Zoom.
Dir ist klar, dass man im Grunde jedes Okular verzoomen kann?
Nicht selten haben die Okulare ja als letzte Linsengruppe zum Teleskop hin ein Barlowelement. Die effektive Okularbrennweite bestimmt sich ja (auch) dadurch, an welcher Stelle des Lichtkegels vom Objektiv kommend das Barlowelement sitzt. Bringe ich es vom Okular weg auf die stumpfere Seite des Lichtkegels, wird dieser früher gestreckt, die effektive Brennweite des Teleskops steigt (oder die effektive Brennweite des Okulars fällt, kann man rechnerisch so oder so betrachten), führe ich das Barlowelement näher zum Okular hin, verhält es sich umgekehrt.

Baue ich nun eine Mechanik, die dieses Barlowelement bequem verschiebbar macht.... nun, Du merkst schon worauf das hinaus läuft ;)

Die Konsequenz:
Es hat sich mal jemand Gedanken gemacht, wie man so eine Mechanik variabel für viele viele Okulare anbieten kann, heraus gekommen ist das Astro Zoomset von Günther *entfernt*.
Gibt es hier:
http://www.teleskop-austria.at/shop/index.php?lng=de&m=2&kod=zomzom

Nun brauchts noch ein Okular dazu:
Es gibt von einigen Firmen ein 7mm Weitwinkel, bei Astro Professional und william Optics heisst es UWAN, bei TS 7mm 82°.
Tja, und dann wird es zusammen gesetzt:
https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=BUUMPqKth-0

Genaue Angaben zu machen, was dann der genaue, effektive Okularbrennweitenbereich ist, ist hier einigermaßen schwierig, ich schätze etwas weniger als 7mm bis 4mm. Im Video sieht man, dass man mit dem Zoomset ja zwei Grundkonfigurationen bauen kann, mit der Konfi 'Barlow aussen' verschiebt sich dann der Okularbrennweitenbereich nochmal nach unten, Daumenwert etwa 6-3mm, also, absolut unteres Ende der Fahnenstange.
 
Hallo,

@Peter
Diese Okulare habe ich auch schon im Auge. Aber ich versuche nicht ganz so viel Geld zur Zeit auszugeben. Das kommt später mal bestimmt :)

@Toni
Dank deiner Aufklärung weiß ich jetzt das man die Okulare selbst vezoomen kann :)
Das ist sehr interessant. Würde der Umbau mit einem ES 82° 8,8mm auch gehen? Oder wäre das UWAN 7mm sinnvoller?
Da habe ja da ein Sprung von 14mm.


Viele Grüße
Alexander

 
Hallo Alexander,

Zitat von Alex27:
Das ist sehr interessant. Würde der Umbau mit einem ES 82° 8,8mm auch gehen? Oder wäre das UWAN 7mm sinnvoller?
Da habe ja da ein Sprung von 14mm.

Sagen wir mal so, ich kenne niemanden, der das mit den ES 82° bisher probiert hat. Ich denke, da scheuen sich die Leute, da die ES Okulare mit Stickstoff oder Argon gefüllt sind und diesen Vorteil nicht aufgeben wollen (und wenn dieser Vorteil nur im besseren Gewissen liegt). Deswegen kann ich auch nichts dazu sagen, ob die Gewinde vom ES zum Zoomset kompatibel sind. Das UWAN bietet sich halt an, weil es mit den 7mm eben in der Brennweite günstig liegt (man kann hier auch ein 7er Nagler nehmen) und weil es vergleichsweise preisgünstig ist.


Ja gut, du bräuchtest mit der Zeit ohnehin noch 2 Okulare, irgendwas um die 22mm und eines um die 8mm wäre sinnig. Das Zoomset war nun nur ein Tip um die max. mögliche Vergrößerung des Abends bequem ausloten zu können.
 
Hallo zusammen,

ich habe mir für den Binoviewer am C8 und C11 ein Paar Baader Hyperion Zoom Mk. III gekauft. Mit deren Kontrastleistung am Jupiter bin ich absolut zufrieden, da sie für mich nur minimal unter der meiner Tele Vue oder Pentax XW liegt. Dafür kann ich dann sofort auf Seeing-Verbesserungen mit höheren Vergrößerungen reagieren und sehe im Endeffekt mehr. Natürlich taugen die nur bedingt als Übersichtsokulare, weil das scheinbare Gesichtsfeld bei 24 mm deutlich unter der Herstellerangabe von 50° bleibt (45° von mir geschätzt). Aber mit den SCT beobachtet man ohnehin keine besonders ausgedehnten Objekte. Am Newton mit f=1250 mm werden die Hyperions auch unter 1° wahres Gesichtsfeld bleiben.

Gruß
SteVe
 
Hallo Steve,

Zitat von janapier:
ich habe mir für den Binoviewer am C8 und C11 ein Paar Baader Hyperion Zoom Mk. III gekauft.

Zwei Zooms am Bino, klappt das, ohne dass man sich die Augen verrenkt? Ich meine, bekommt man an den beiden Zooms die Brennweiten gleich eingestellt oder mache ich da gerade nur ein Hirngespinst auf bei etwas ungleichen Vergrößerungen rechts zu links?
 
Hi Alexander,

wenn man mit knappen Budget oder sehr wenig Gewicht agieren will/muss, dann kann ein Zoomokular durchaus eine gute Lösung sein.
Nachhaltig am 10" Dobson sehe ich allerdings kein Standartzoom, sondern nur eines - das Antares Speerswaler Zoom 8-5mm. Es kann f/5 und hat durchgängig 80 Grad Feld und ist optisch ein Oberklasse Okular.
Mehr zum Okular im Detail findest Du in mehreren Berichten auf meiner HP - u.a. zum Tuning und zur Lösung des evtl. Fokusthemas.

Damit sind wir auch schon bei den Brennweiten, die Du als nächstes angehen kannst/sollst: um 8mm und um 5mm und um 3,5 später dann.
Grenzen: Physikalisch erreichst Du die maximale Leistung Deines Teleskopes bei AP 1 = 250fach bei 10". Bei f/5 also das 5mm Okular.

Anders als User Nasus, sehe ich das Seeingproblem so gravierend nicht. Wenn ich den horizontnahen Bereich ausklammere - dort ist mehr Luftunruhe - kann ich an meinem Platz nur sehr selten weniger als 200fach gehen, meist sind 250-320fach drin und selten mehr, bis hin zum 640fach - bei mir 0,5 AP.

Wenn Dir die ES Serie gefällt kannst Du dort also weiter kaufen. Alternativ rege ich auch an die TS XWA anzusehen. Ich kenne alle Brennweiten und habe selbst 2 davon angeschafft. Der 100 /110 Grad Effekt ist gewaltig, wenn man mit 80 Grad vergleicht.

CS
 
Hi Antares,

klar, an einem 'typischen' Beobachtungsplatz sind Vergrößerungen unter 200x selten ein Problem und oft geht mehr, teils sogar deutlich mehr. Aber am Rand von Hamm? Am Südrand besteht vielleicht noch eine Chance.

cs
Jürgen
 
Hi Jürgen,
ich denke nicht dass man das vom Ortsnamen direkt ableiten kann und soll.
Ich gucke Planeten und Mond z.B. auch mal hier im Garten im Stadtgebiet von MZ. Selbst hier konnte ich bis zu 640 fach nutzen.
Seeing ist ein ganz komisches Ding.
Was ich damit sagen will ist, wenn man mit entsprechend großem Gerät regelmäig nicht mal 200fach kann, ist das einer genaueren Prüfung und Ursachenforschung wert.
CS
 
Hallo,

@reziel:
Ja,da hast du recht mit der Gasfüllung. Muss ich mir dann noch etwas überlegen.

@Antares:
Das freut mich,dass ich am Rande der Stadt bis über 200 Fach gehen könnte. Könnte es an einer schlechten Justierung liegen,dass man nicht so hoch vergrößern kann?
Ja,ich würde gerne das Antares Speers Waler zoom haben. Eine Suchanzeige ist auch schon geschrieben :)
Falls jemand eines zu verkaufen hat,wäre ich nicht abgeneigt.
Welche Vergrößerung wäre denn optimal oder ausreichend um den Sturm am Jupiter zu sehen?

Viele Grüße
Alexander
 
Hallo zusammen,

ich denke, dass (Vor)Stadtlicht selbst nicht der begrenzende Faktor ist für hohe Vergrößerungen, respektive kleine AP. Es geht hier mehr um Dinge, die mit der Stadt einher gehen, aufgeheizter Asphalt, Gebäude, Häuserdächer, über die man hinweg sehen muss. Eher die kleinen Vergrößerungen, sprich, hohe AP macht einen unter aufgehelltem Himmel das Leben schwer.
 
Hallo zusammen,
kann dem nur zustimmen...deckt sich genau mit meiner Beobachtungssituation von Dachterasse aus, habe zwar fast einen Rundumblick, jedoch stellt sich bedingt durch Dachflächen, Flächenversiegelung,Streulichteinwirkung bei hohen Vergrößerungen ein bescheideneres Auflösungsvermögen dar als bei geringeren...Im Grunde ja logisch....auch bei der Sonnenbeobachtung zur Mittagszeit ist diese aufsteigende Warmluft über Zivilisationsflächen stark wahrnehmbar...Im Winter oder bei kühleren Temperaturen kann ich jedoch merklich Vergrößern bei besserer "Sicht"....Sonnige Grüße aus Schwabach...Schön wär's....Thomas
 
Hallo,

Nochmal zu diesem AstroZoom Set von Günther *entfernt*. Nimmt das Set viel von dem Feld?
Falls ich kein Speers Waler Zoom mehr bekomme :)
 
PS:

Wenn ich dann von der Stadt weg beobachte, wäre das seeing dann viel besser.Richtig?

Grüße
Alexander
 
Für Seeing gibt es unterschiedliche Quellen:


  • Atmospärisches Seeing - da kannst nix machen
  • Beobachterseeing - verusrsacht durch deine Körperwärme
  • Tubusseeing - verusacht durch nicht austemperiertes Teleskop
  • lokales Seeing - verusacht durch Wärmequellen in der Umgebung.

Das lokale Seeing auf Grund von Wärmequellen in deiner unmittelbaren Umgebung, wie z.B. sich öffnente Balkontüren, Schornsteine, Dächer, Asphalt ist auf dem Acker definitiv besser als in der Stadt.

Ich wohne auch in der Stadt. Also bis 200x kann ich bei Jupiter gehen. Schwierig ist, wie raziel schon schrieb die großen AP und deine eigene Dunkeladaption der Augen, da es in der Stadt eigentlich nicht wirklich dunkel wird, gehen deine Pupillen auch nicht so weit auf. Eine AP < 4 ist also ratsam.

Grüße

Matthias

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

Zitat von Der_Peter:
ich habe beispielsweise mein Baader-Zoom umgehend wieder zurückgeschickt, weil ich mit der optischen Leistung unzufrieden war.
wundert mich. An welchem Teleskop hattest Du es im Einsatz?

Bei mir wird es am 150/750 und am 150/1200 (beides Newtons) eingesetzt und macht sich gut. An einem guten 110-mm-Refraktor hat es auch Spaß gemacht - der 1. Vorsitzende des betreibenden Vereins überlegt bereits, so ein Okular für eben diesen Verein anzuschaffen. Am 600-mm-Newton in derselben Sternwarte war es auch nicht schlecht, aber die Luft war für eine genaue Einschätzung zu unruhig. Die Beobachter haben freilich erst nach einem Hinweise meinerseits bemerkt, daß es sich nicht um eine Festbrennweite handelt.

Was mich hauptsächlich stört, aber nicht wirklich dem Okular anzulasten ist, ist, daß es bei vielen 1,25"-Auszügen von Skywatcher auf den Klemmschrauben aufsetzt.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Toni,

Zitat von raziel28:
Zwei Zooms am Bino, klappt das, ohne dass man sich die Augen verrenkt? Ich meine, bekommt man an den beiden Zooms die Brennweiten gleich eingestellt oder mache ich da gerade nur ein Hirngespinst auf bei etwas ungleichen Vergrößerungen rechts zu links?
Das Hyperion hat Klickrastungen im Brennweitenabstand von 4 mm, da stellt man einfach nur diese Werte ein und hat immer gleiche Brennweiten oder so unterschiedliche, daß man es sofort merkt.

Grüße

fquadrat
 
Zitat von raziel28:
Hallo Steve,

Zwei Zooms am Bino, klappt das, ohne dass man sich die Augen verrenkt? Ich meine, bekommt man an den beiden Zooms die Brennweiten gleich eingestellt oder mache ich da gerade nur ein Hirngespinst auf bei etwas ungleichen Vergrößerungen rechts zu links?

Hallo,

das ist kein Problem; es handelt sich um Clickstop-Zooms. Baader bewirbt sie auch für den Einsatz im Binoviewer. Die Vergrößerung am Clickstop ist in meinen beiden Okularen identisch, und es gibt nicht die geringsten Probleme mit der Bildervereinigung von 24 - 8 mm Zoombereich. Das dürfte allerdings auch von der Quali des Binos abhängen. Den Mk. V von Baader kann ich da sehr empfehlen.

CS
SteVe
 
Hallo zusammen,

Zitat von fquadrat:
Das Hyperion hat Klickrastungen im Brennweitenabstand von 4 mm, da stellt man einfach nur diese Werte ein und hat immer gleiche Brennweiten oder so unterschiedliche, daß man es sofort merkt.

Ja, das mit dem Click war mir schon bewusst, ich dachte nur nicht, dass diese Dinger so genau einrasten, also zwei separate Okulare. Gut, wieder was gelernt :)
 
Zitat von fquadrat:
... welchem Teleskop hattest Du es im Einsatz?

...

Am SW 120/900 ED "APO" (mit Clicklock Klemme am OAZ und Zenitspiegel mit Clicklock) war ich wie schon gesagt optisch, vor allem hinsichtlich Kontrast, nicht zufrieden, aber ich wollte zuvor ja nicht auf abratende Beiträge hören.
Vielleicht hatte ich auch einen Ausreißer erwischt...

Zusätzlich war der optische Weg etwas lang und nur mit "Tricks" der Focus zu erreichen. Hat m.E. schon seinen Grund, dass Baader damit wirbt, dass man ihr Zoom direkt, d. h. ohne Clicklock, an's Gehäuse des "weißen" Baader-Zenitspiegels anschrauben kann, weil das wieder ein paar mm bringt.

=> Nur eigener Versuch macht kluch! :pfeif:
 
Ja, die Hyperion Zoom Mk. III brauchen ungewöhnlich viel Backfokus. Deswegen kann man sie z.B. am LS50THa-Sonnenteleskop nicht ohne weiteres scharf stellen. Das mit dem mangelnden Kontrast kann ich aber mit meinen Vergleichen gegen Pentax XW 7, Baader CO 10, Docter UWA 12.5 und Tele Vue Panoptic 24 am Jupiter nicht bestätigen. Das gilt natürlich nur auf der Achse; für Wide Field sind sie nicht gemacht. CS
 
Hallo zusammen,

Vielen dank euch für die ausführlichen Informationen. Das hat mir gut weiter geholfen.

Denke werde mir dann ein Zoom Okular von Günther *entfernt* mit einem uwan zulegen in 7mm.
Denkt ihr,dass ich dann wirklich noch ein 8 mm bräuchte? Oder soll ich lieber ein ES 82° 8,8mm umbauen. Das schutzgas ist ja nicht das wichtigste.

Viele Grüße
Alexander
 
Zitat von Der_Peter:
Am SW 120/900 ED "APO" (mit Clicklock Klemme am OAZ und Zenitspiegel mit Clicklock) war ich wie schon gesagt optisch, vor allem hinsichtlich Kontrast, nicht zufrieden, aber ich wollte zuvor ja nicht auf abratende Beiträge hören.
Vielleicht hatte ich auch einen Ausreißer erwischt...
Das Ergebnis an so einem Teleskop, da würde ich von einem Ausreißer (Transportschaden?) beim Okular ausgehen. Natürlich ist das Zoom kein Ortho, aber mehr als eine sehr leichte Verschlechterung sollte gegenüber einem solchen nicht zu erkennen sein.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Alexander,

Zitat von Alex27:
Denke werde mir dann ein Zoom Okular von Günther *entfernt* mit einem uwan zulegen in 7mm.
Denkt ihr,dass ich dann wirklich noch ein 8 mm bräuchte? Oder soll ich lieber ein ES 82° 8,8mm umbauen. Das schutzgas ist ja nicht das wichtigste.

Also, ich habe das 8,8er ES und besagtes *entfernt* mit dem 7mm UWA und betreibe beides. Das *entfernt* habe ich in der Konfi 'Barlow außen', sprich, mit der kleineren Anfangsbrennweite, das dürfte dann etwa 6mm - 3mm sein.

Wie schonmal beschrieben, ich weiß nicht, ob das mit den ES-Okularen geht, ob das mit den Gewinden passt oder ob einem nicht die obere Linsengruppe heraus fällt, wenn man das Oku aufschraubt. Du kannst ja mal beim Günther direkt nachfragen, wundert mich eh, dass er sich nicht schon hier in den Thread eingeklinkt hat, er wird Dir aber wahrscheinlich das gleiche sagen.
 
Hallo Zusammen,

da meldet er sich schon, der *entfernt*. :)

Die Zoomsets sind noch über Telleskop Austria zu beziehen, ich habe mich da rausgezogen, weil ich ein wenig kürzer treten muss.

Mit den gasbefüllten ES-Okularen funktioniert das nicht, zumindest habe ich diese Okulare nie auseinander genommen um es zu versuchen.

Wer die 82° will, wird mit dem Standardzoomset auf die 82° UWANs (Lacerte, Wiliam, APM, TS pp) ausweichen müssen.
Sonderanfertigungen und Umbauten gibt es wohl nicht mehr, weil nur ich das gemacht habe.
Natürlich funktioniert auch Komplettokular in 1 1/4" + externe Barlow immer noch.
Ansonsten gibt es noch einen kleinen Trick, wie man auch Nagler T6 adaptieren kann, bei Bedarf PN.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

schade das du nicht mehr dabei bist. Leider kann ich dir noch keine PN schicken,da es bei mir noch nicht frei geschaltet wurde.
Aber sobald es soweit ist,werde ich mich melden :)

Ja, mit dem Nagler 9mm

Viele Grüße
Alexander
 
Hallo Alex,

na dann aufgrund der Umstände einen Schnelldurchgang:

Ich habe das 9er und das 7er Nagler T6 sehr oft verzoomt und auch selbst im Gebrauch, sie sind hervorragend geeignet.

Zufällig lässt sich der Okularkörper eines Nagler T6 sehr exakt in die Schiebehülse des aktuellen Multizoomset stecken..
Manchmal ist es etwas knapp, dann muss man das Innengewinde des der Hülse mit Schmirgel-/Sandpapier ein klein wenig "entschärfen".
Das ist wichtig, denn dann geht das ganze beschädigungslos für das Okular ab, man kann es also jederzeit ausbauen und wieder solo verwenden.
Nun wickelt man eine Lage Tesafilm um den Okularkörper unterhalb der Gummierung.
Dann kann man das Okular problemlos ud ohne einen einzigen Kratzer im Lack zu verursachen bis zur Gummierung in das Gewinde der Hülse eindrehen. Es ist zentriert und absolut sicher verschraubt. Man benötigt keinen der beiden Adapterringe. Die Steckhülse mit dem Barlowelement wird ganz normal, wie beschrieben in der Barlowaufnahme montiert.

Wenn sonst noch Fragen sind, kann manmich auch per Mail erreichen (guenther.mootz(att)gmx.de)

Gruß
*entfernt*
 
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