Zubehör für kleines Teleskop

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_Sören

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Hallo liebe Foristen,

Ich würde gerne eure Expertise in Anspruch nehmen, denn ich bin auf der Suche nach Zubehör für mein kleines Teleskop.
Ein Vixen mit 60mm Öffnung und 420mm Brennweite, nicht mehr das Jüngste.
Das gute Stück wurde mir als Teenager von einem Bekannten überlassen und ich habe damit den Mond und die "einfachen" Planeten beobachtet.
Das Teleskop stand nun jahrelang bei meinen Eltern, da ich während meines Studiums das Interesse verloren habe. Jetzt steht es wieder bei mir und ich möchte es wieder in Betrieb nehmen.
Als Zubehör habe ich einen Telrad Finder und das abgebildete 9mm Carton Okular.
Ich denke, dass ein oder zwei gute Okulare und evtl. eine Barlow Linse Sinn machen. Wie ist eure Meinung dazu?

Vielen Dank im Voraus!

Gruß,
Sören

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Hallo Sören,

der sinnvolle Okular-Brennweitenbereich ergibt sich grob als Öffnungszahl * 7 bis Öffnungszahl * 0,7. Bei dir mit Öffnungszahl 7 also in etwa alles zwischen 49 und 5mm. Mit einer 2x Barlow kämst du ja auf 4,5mm, das ist wahrscheinlich auch noch okay.

Du hast glaube ich einen 1,25 Zoll Auszug, da wird das scheinbare Sichtfeld mit einem 40mm Okular (mehr gibt es glaube ich nicht) schon etwas eng (unter 40 Grad), da würde ich vielleicht auf ein 32mm Plössl gehen. Für Deep Sky macht ein mittleres Okular um 14-21mm Sinn (2-3mm Austrittspupille). Den Bereich würdest du mit 32mm und Barlow direkt mit abdecken.

Sinnvoll ist auf jeden Fall noch ein guter UHC oder OIII Filter für die Betrachtung selbstleuchtender Gasnebel. Vor allem mit dem Übersichtsokular bei ausgedehnten Objekten (Cirrus, Nordamerika, Rosettennebel) ist das sehr reizvoll. Ich habe einen Orion Ultrablock und einen Svbony OIII Filter, die für moderates Geld etliche Nebel hervorzaubern, die ich ohne Filter nicht oder nur unter großen Mühen sehen kann.

Also Quick an Dirty könnte ein 32mm Plössl, eine achromatische 2x Barlow und der genannte OIII Filter deine Möglichkeiten für überschaubares Geld stark verbessern. Perspektivisch kannst du Okulare mit mittlerer und kleiner Brennweite durch solche mit größerem Gesichtsfeld (82 Grad oder mehr) ersetzen. Aber wenn ich ehrlich bin würde ich das Geld, was die kosten, zuerst in eine größere Optik stecken, wenn ich denn gemerkt habe, dass das Hobby mir wieder Spaß macht.

VG Klaus
 
Hallo Klaus,
Vielen Dank für deine Antwort.
An ein größeres Teleskop habe ich natürlich auch schon gedacht, das geht einem natürlich sofort durch den Kopf wenn man sich wieder mit dem Thema beschäftigt und jetzt Geld verdient. Wenn ich wieder Blut lecke ist das bestimmt der nächste Schritt.
Du hast richtig geschaut es ist ein 1 1/4 Zoll Auszug.
Bei Planeten (und als Anfänger) denke ich natürlich zuerst an Vergrößerung. Macht z.B. ein 5mm Okulare bei der Öffnung überhaupt Sinn, die Austrittspupille wird dann schon sehr klein, damit wird das Bild doch ziemlich dunkel, oder?
Die vorgeschlagene Kombination mit Plössl und Barlow werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen. Der Filter macht sicher auch Sinn. Wohne zwar nicht in der Stadt aber komplett dunklen Himmel habe ich leider auch nicht.

Gruß,
Sören
 
Hallo Sören,

60mm Öffnung ist besonders für Planeten schon sehr wenig aber egal, die Okulare kannst Du ja weiter nutzen.
Für mich ist da immer das Preis-Leistungsverhältnis am wichtigsten.

Meine beiden meist verwendeten Okulare sind ein 8mm Planetary und ein TSSW15 mm (Blaukante)
Sinvoll wären bei Dir vielleicht 6mm und 15mm, da gibt es auch die Goldkanten mit gutem Preis-Leistungsverhältnis.
Für die Übersicht noch ein langbrennweitiges, ich habe da ein einfaches Plössl (Baader Classic 32mm). Die Augenlinse und der Augenabstand sind da groß genug.
Klar ist kein Weitwinkel aber auch viel günstiger. 32mm & 15mm Okulare hatte ich günstig hier im Forum gebraucht erworben.

Als Barlow habe ich die Baader Q-Turret, nutze die aber mehr für die Fotografie, visuell bin ich damit allerdings auch zufrieden.

Weiß aber nicht, ob sich eine Barlow bei dir lohnt. Dann müsste das vorhanden Okular ebenfalls recht gut sein und da bin ich mir nicht so sicher.

Gruß,
Holger
 
Hallo Sören,

ich finde schon, dass 5 oder auch 4,5mm Sinn machen, mindestens für Planeten und Mond. 50mm f/10 habe ich früher jedenfalls auch bei 80 oder 100x betrieben (weiß es nicht mehr genau). Durch den wesentlich bunteren 80/400 gucke ich auch schonmal mit 4mm Okular. Du bist jedenfalls noch nicht klar im Bereich der Übervergrößerung.

Ich habe oft einen 5 oder 5,5mag Himmel, da lohnt sich so ein Filter auf jeden Fall.

VG Klaus
 
Hallo zusammen,
Vielen Dank für die Tipps. Ich hab mir jetzt zum Ausprobieren mal ein 5mm Planetary von TS bestellt.
Außerdem bekomme ich günstig eine gebrauchte Goldkante mit 20mm.
Das sollte für die alte Röhre erst mal reichen um wieder einzusteigen.
Falls dann irgendwann etwas größeres besorgt wird melde ich mich noch einmal :D

Gruß,
Sören
 
Hallo Sören,

gute Wahl. Beim 5er ist auch Geduld angesagt. Häufig wird das Seeing das Bild verwaschen aber manchmal sind plötzlich kurze bessere Phasen dazwischen. Da tauchen z.B. beim Mond plötzlich feinste Krater auf.

Gruß,
Holger
 
Hallo,

der Seeing-Einfluss ist bei 80x noch nicht so extrem.

Die Okulare sind eine gute Wahl, die ich dennoch mit einem 32mm Plössl abrunden würde. Das bringt mehr Licht, ein Vorteil beim Verwenden von Filtern.

VG Klaus
 
Hallo Sören,

Ich würde dir auch noch zu dem 32mm Plössl (Baader Classic) für die Übersicht raten. Hab nur gutes von dem gehört/gelesen.
Bei den Filtern würde ich ich kein UHC oder Olll Filter nehmen, die schlucken mir zuviel Licht für die kleine Öffnung. Da würde ich ehr zum Baader UHC-S oder Astronomik UHC-E greifen, die sind nicht ganz so hart. Wobei mir der UHC-S von Baader besser gefällt, der zeichnet etwas weicher als der UHC-E.
Welchen Filter ich dir sehr empfehle ist der Baader Moon and Skyglowfilter, der bringt aus meiner Erfahrung richtig was an Mond und Jupiter.

CS und Gruß Thomas
 
Hi,

ich habe in meiner Sammlung ebenfalls ein 60mm Teleskop und das ist manchmal echt wenig Öffnung. Planeten zum Gucken (wo stehen die Monde, wie steht gerade der Ring des Saturn - oder den Uranus entdecken). Mond geht auch, wenn es schnell gehen soll (schmale Sichel des Mondes einen Tag nach Neumond) oder man jagt mal ein paar Doppelsterne. Auch M81/M82 gehen oder das Trapez im Orion. Das findet mit Okularen zwischen 4 - 24mm statt (bei einem f/6 Gerät, also ca. 5,5 - 28mm bei f/7). Ab 90fach wird das Bild dunkler und, wenn man älter ist, auch gestörter. Das liegt an den Augen, da nicht mehr so 'rein' sind. Daher ist so ein 60mm-Gerät ein Anfang und ich würde auch zu 5,5mm - 32mm greifen. Ein gutes 15 - 20mm Weitwinkel (die Blaukante als 15mm ist sehr gut und preiswert, als 20mm gefiel sie mir weniger) wird der Allrounder werden. Ein 32mm Plössl zum Aufsuchen und als Okular mit dem hellsten Bild. Bei 5mm würde ich zu HR-Okulare raten, die passen preislich gut. Zwischen 5mm und 15mm sollte noch was sitzen ... unter 20mm empfinde ich Plössl-Okulare als nicht mehr so komfortabel (geringer Augenabstand).

Wenn du mit einem Karkoschka (Buch mit Sternbilder und Objekten in diesen Sternbilder aber auch Doppelsternen) ein paar Objekte gesucht/gefunden und Lust auf mehr hast, dann kannst du auch über eine größeres Gerät und Filter nachdenken, meine ich.

CS,
Stefan
 
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