Zubehör für Newton

danher

Neues Mitglied
Hallo,

Ich habe mit einem Skywatcher 130/650 Newton und azimut-Stativ den Einstieg gemacht. Bisher habe ich gute Beobachtungen gemacht, Jupiter, Mars als kleines rötliches Kügelchen, Saturn, Plejaden, aber auch schon den Orionnebel und Andromeda (allerdings nur eher schleierhaft da direkt über einer Straßenlaterne, aber immerhin gefunden und gesehen!!).
Jetzt überlege ich welches Equipment mich noch etwas weiterbringt. DeepSky hat es mir etwas angetan und ich würde gerne etwas mehr sehen. Machen da folgende Filter Sinn für mein Teleskop? Ich beobachte vom südseitigen Balkon, ein paar Meter neben einer Straßenlaterne und vor einer Stadt. Astronomik soll ein guter Hersteller sein, aber da mein Teleskop und Okulare recht günstig sind würde ich bei den erstmaligen Filtern, wenn Preisunterschied beträchtlich, vielleicht Omegon oder so nehmen.


Außerdem überlege ich für das leichtere findenvon Objekten ein Suchfernrohr anzuschaffen. Mit seitenrichtigem Bild, damit ich das tatsächliche, mit der Karte der Stellarium App abgleichen kann. Damit hoffe ich auch Objekte zu finden die nicht zufällig direkt in einem Sternbild (z.B. Orionnebel) oder von selbst sehr hell sind (Jupiter, Saturn). Ich würde das simultan mit dem Rotpunktsucher montieren, da mir dieser doch sehr gut gefällt um helle Objekte auszurichten.


Mein Teleskop habe ich seit einem Jahr und bisher noch nicht kollimiert o.ä., da ich es nur 2m von drinnen auf den Balkon stelle. Vielleicht wäre ein Justierlaser/Okular hier auch früher oder später nützlich?

Ich freue mich auf die Kommentare von erfahrenen Kollegen! :)


lg
Daniel
 
Hallo Daniel,

der Sucher ist nicht zu sehr zu empfehlen, schliesslich zeigt er einen doch relativ kleinen Ausschnitt am Himmel... Wenn Du einen hilfreicheren Sucher wünschst, solltest Du eher einen 8x50-Sucher anstreben. Jene gibt es hier im Forum in gebrauchtem Zustand immer wieder mal günstig zu erwerben.

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Daniel,

unabhängig von der Qualität der Filter : Filter schrauben in der Dunkelheit und womöglich noch mit klammen Fingern in der Kälte ist großer Mist. Filter gehören in ein Filterrad oder einen Filterschieber.

Sucherfernrohr, nein. Leuchtpunktsucher sind das Mittel der Wahl. z.B.

Gruß Uwe
 
Hallo Daniel

Bei den Filtern nimmt man am häufigsten den OIII und den UHC-Filter, je nach Motiv. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben die Castell-Filter von Lajos. Sie erfüllen ihren Zweck gut mit geringer Serienstreuung. Sie sind mir oftmals lieber als die teureren Filter da sie das Bild nicht ganz so krass abdunkeln und man mehr Sterne zur Orientierung behält.
Nun ja, über einen Such. . . .eh. . . Finder kann man hier trefflich streiten denn das Teleskop ist mit 650mm Brennweite ist ja fast schon selbst ein Sucher.
Ein kleiner Tipp noch: solche Filter werden überwiegend bei großen Austrittspupillen und geringer Vergrößerung verwendet sonst dunkelt das Bild zu sehr ab. Und lass Dich nicht verunsichern, die Bildhelligkeit wird weniger von der Öffnung sondern in erster Linie von der Größe der eingestellten Austrittspupille bestimmt. Mehr Öffnung bringt bei gleicher Helligkeit und Austrittpupille nur mehr Vergrößerung. Man sieht dann halt alles (viel) größer.

Gruß Peter
 
Servus,

Hier einiges Infos im Rundumschlag:

Als wesentlichste Verbesserung fahr unter deutlich dunkleren Himmel, guck hier wohin - dort guckst Du dann M31 nochmal an, istcein grosser Unterschied:

Beobachten nahe Strassenlaternen ist ein NoGo eigentlich... ;)

Die Astronomik Filter UHC und OIII sind gut und nützlich, ABER NUR für Objekte mit Emissionslinien, vor allem Gasnebel. Mit Deinem Teleskop würde ich erstmal nur UHC benutzen. (später mit grösserem Teleskop, kauf dann aber 2" Filter für 2" Okulare mit grösserem Gesichtsfeld, daher erstmal im Moment nur UHC und fertig erstmal, mein Rat).

Lg, Peter
 
Hallo Daniel

Bei den Filtern nimmt man am häufigsten den OIII und den UHC-Filter, je nach Motiv. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis haben die Castell-Filter von Lajos. Sie erfüllen ihren Zweck gut mit geringer Serienstreuung. Sie sind mir oftmals lieber als die teureren Filter da sie das Bild nicht ganz so krass abdunkeln und man mehr Sterne zur Orientierung behält.
Nun ja, über einen Such. . . .eh. . . Finder kann man hier trefflich streiten denn das Teleskop ist mit 650mm Brennweite ist ja fast schon selbst ein Sucher.
Ein kleiner Tipp noch: solche Filter werden überwiegend bei großen Austrittspupillen und geringer Vergrößerung verwendet sonst dunkelt das Bild zu sehr ab. Und lass Dich nicht verunsichern, die Bildhelligkeit wird weniger von der Öffnung sondern in erster Linie von der Größe der eingestellten Austrittspupille bestimmt. Mehr Öffnung bringt bei gleicher Helligkeit und Austrittpupille nur mehr Vergrößerung. Man sieht dann halt alles (viel) größer.

Gruß Peter
Hallo,

Der Filter ist ein guter Tipp, danke. Ist bezüglich des Suchers vielleicht eher zu bevorzugen das Teleskop selbst zum finden zu nehmen? Mit meinem vorhandenen 30mm Okular und einer Umkehrlinse habe ich eine Vergrößerung von 32,5fach. Wäre auch deutlich günstiger.

Danke auch allen anderen für die Antworten. Den Guide werde ich beizeiten etwas durchstöbern. OIII Filter lass ich erstmal sein und sammel mit UHC erste Erfahrungen.


Lg
Daniel
 
Hi,

Wenn Du was am Himmel finden willst musst Du nach dem Felddurchmesser in Grad fragen, nach nichts anderem. Grosser Felddurchmesser = gute Übersicht. Zum Vergleich: Vollmond = 0.5° Durchmesser.

Von Deinem Objektiv oder Spiegel aus gesehen (Entfernung = Brennweite) hat Deine 1.25" Okularhülse (3mm für die Wandstärke noch abgezogen) einen Winkeldurchmesser von 2.5°. Das ist das GEOMETRISCH Maximale, was in ein 1.25" Okular bei Deiner Brennweite reingeht. Okulare können dieses Maximallimit nur unterschreiten.

Hättest Du 2" OAZ, dann gingen 2/1.25x soviel rein, also 4°. Daher haben bessere Teleskope 2" OAZs. Und deshalb will man später 2" Filter... ;)

Hättest Du einen Sucher der DEUTLICH mehr liefert als 2.5° Feldgrösse, dann wäre das vielleicht anzuraten. Ein sog. RACI Finder wäre das beste (gibt es z.b. bei ICS). Man kann aber auch mit 2.5°Feld (max. 30mm Okular), schon passabel (nicht optimal, aber es geht) starhoppen.

Schau auf meiner Seite nach wie Starhopping geht. Das musst Du lernen.

Auch: wie gross sind meine Okularfelder ? Die Rechnung oben war ja nur: das maximal mögliche Feld. Okulare als solche haben sog. scheinbare Gesichtsfelder sGF (abh. von Bauweise), die musst Du durch die Vergrösserung teilen um das wahre wGF (am Himmel) auszurechnen. Sehr gute Okulare haben grosse sGF, z.B. 82°, sog. UWW Okulare. Billige Okulare haben oft 60° oder noch weniger. Mindestens 70° wäre gut. Gute Okulare sind 'teuer', aber ein ratsames Langfrist-Investment. Man behält sie auch wenn das Teleskop wechselt. (Gute UWW Okulare bei f=30...18mm haben allerdings immer 2", also erst später was für Dich, ab ca f=13mm und kürzer kannste heute schon kaufen, in 1.25", aber grosses sGF).

Für Orientierung am Himmel musst Du unbedingt Feldgrössen wissen. Dann Vergleich mit Sternkarten und deren Gradskalen. Dann weisst Du welchen Ausschnitt der Karte Du im Teleskop (okular-abh.) siehst...

Ansonsten: fahr unter dunklen Himmel. Das ist das ALLERWICHTIGSTE für den Beobachtungsspass !

Lg, Peter
 
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