Zubehör zu schwer - Dobson neigt sich

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Rüganer

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Moin, moin.

Habe ein neuerliches, kleines Problem mit meinem Dobson. Im Originalzustand hatte ich beim beobachten keine Probleme (dank gut gewachster Teflon-Lager). Nachdem ich mir dann ein Telrad angeklebt hatte, bekam es vorn doch leider schon ein wenig Übergewicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />
Da alles lies sich ja noch mehr oder weniger verkraften. Aber als ich dann meine OM-1 "angekoppelt" hatte um ein paar Bilder vom Mond zu machen, da riss die Schwerkraft es mir ständig nach unten. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Ich belichte den Mond zwar relativ kurz (1/30 sec.) aber bei einer ständigen Ab-Bewegung des Rohres ist selbst das noch zu lange. Einfach so festhalten ist auch nicht so leicht weil man doch sehr schnell Unruhe bzw. Zittern ins Bild bekommt.

Hat jemand von Euch vielleicht ´nen guten Tip wie ich das Teleskop je nach Belastung "ausbalancieren" kann?

Mark.
 
Tja,

da gibt es mehrere Möglichkeiten, die aber alle etwas Aufwand bedeuten:

Eine Möglichkeit ist, an der Spiegelzelle auf der kurzen Hebelseite eine Stange anzubringen, an der du je nach Hutgewicht ein oder mehrere (oder auch kein) Gegengewicht anbringen kannst. Diese Gegengewichte müssten dann etwa 5mal so schwer sein wie das Gewicht, dass deinen Hut nach unten zieht.

Die zweite Möglichkeit ist, den Hut versuchen, konstruktiv zu verleichtern (und zwar so viel, wie das Bauteil wiegt, das nach unten zieht). Wenn du dann keine Kamera, sondern ein Okular anschließt, müsstest du ein kleines Gewicht oben am Hut anbringen (aber besser 200g oben, als ein kg unten).


Die dritte Möglichkeit ist, den Anpressdruck des gesamten Tubus auf die Rockerbox zu vergrößern. Das kann man z.B. durch Zugfedern erreichen. Das "Zuviel" an Gewicht am Hut wird dann durch eine größere Normalkraft mit daraus resultierender größerer Reibung kompensiert. Allerdings wird dann das Teleskop etwas schwergängiger gehen.
Diese Methode kann man aber so gestalten, dass du die Feder konstruktiv so baust, dass du sie bei der normalen Beobachtung außer Betrieb setzen (d.h. aushängen) kannst. Diese Methode würde ich persönlih vorziehen, da einfach zu bewerkstelligen und keine Auswirkungen auf die Lichtgängigkeit des Dobsons bei der visuellen Beobachtung.

Als viertes bliebe die Möglichkeit, den Reibungskoeffizienten der Werkstoffpaarung zwischen Höhenrädern und Rockerbox zu beeinflussen. Hier könnte man z.B. anstelle Teflon/Ebony Star z.B. Teflon/Kantenumleimer verwenden. Ist aber ziemlich unpraktikabel. Auch hier wird das Teleskop schwerer gehen.

Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit, die Teflons, auf denen die Höhenräder laufen, weiter auseinander zu bringen. dadurch gibt es ungünstigere Winkel, die ebenfalls einen höheren Anpressdruck erzeugen und das Teleskop schwergängiger machen. Aber auch hier hast du das Problem, dass das Teleskop dann dauerhaft schwerer geht.

Wie gesagt, ich würde es mit einer an- und abnehmbaren Zugfeder versuchen (besser, als 10 kg Gewicht mitzuschleppen...)
 
Hallo,
Üblich ist es das Problem mit Gegengewichten zu beheben. Früher hatte man dafür die Magnete von Lautsprechern aus einem alten Dampfradio. Heute nimmt man einen Magnet vom Aquariumzubehör mit einem Paket Schrauben.
Grüße Martin
 
Moin zusammen!

> Heute nimmt man einen Magnet vom Aquariumzubehör mit einem Paket Schrauben.

Zu teuer! Billiger geht's mit selbstklebenden Klettband und einem Gewicht
(Schrottplatz-Teil, Hantelscheibe), das man dann auf den Tubus poppt. Fertig.

Zur Not kann man sicher bei Mondaufnahmen auch auf den eventuell montierten
8x50-Sucher verzichten. Der wiegt nämlich auch ganz schön...
 
Hallo,
eine "Outdoor-Lösung", auf die mich Karl Thurner von ICS gebracht hat, wäre ein Riemen, Gürtel etc. um den Tubus, da könnte man Gegenstände wie Bücher u.a. drunterklemmen. Besser jedenfalls als nix und sehr billich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Moin.

Danke für die guten Tips. Bin gerade dabei mein Teleksop zu "tunen". Mal schauen für welche Lösung ich mich entscheide.

Mark.
 
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