Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x50 SP

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jrweisner

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Hallo,

habe gestern zufällig mein Nikon 7x50 SP dabei gehabt, als ich in Frankfurt beim Spazieren ein neues Zeiss Fernglas im Schaufenster eines Fotogeschäftes sah.
Warum nicht, so dachte ich, hereinspaziert und einfach mal durchgesehen und verglichen 1:1.
Natürlich ist das 1400 Gramm schwere Nikon mit 7-facher Vergrößerung und Porroprisma nicht der ideale Vergleichskandidat für das Zeiss.
Aber ich wollte es trotzdem mal wissen:
Hier ist mein persönliches Fazit.
Das Zeiss ist sehr leicht und ziemlich kompakt.
Es hat einen großen Augenabstand und rastbare, ausziehbare Okularmuscheln.
Auffällig ist der sehr kurz einstellbare Nahabstand und ein großes Sehfeld.
Alles prima.
Von der Bildqualität aber bin ich arg enttäuscht:
Das Zeiss verfügt über eine ziemliche Randunschärfe und zeigt trotz der Fluoritelemente gut erkennbare Farbsäume im roten Bereich.
Ausserdem ist das Bild nicht verzeichnungsfrei.
Die gesamte Bildqualität ist der des Nikons deutlich unterlegen, obwohl das Nikon "nur" 52 Grad Okuare hat und auch "nur" über ED Objektive verfügt.
Die Vergütung des Zeiss Glases besitzt ebenso bei weitem nicht die Reflexionsfreiheit des Nikon Glases, auch wenn die Zeiss "Lotustech" Innovation sicherlich eine ziemlich gute Sache ist.
Ich habe euch vor etwa 2 Monaten ja bereits den post zu den Nikon SP´s eingestellt, um diese Gläser mal vorzustellen.
Ich bin zum Thema Ferngläser Privatmann und habe keine irgendwie gearteten Absichten oder kommerzielle Interessen.
Wenn ich dann allerdings ein heftig umworbenes High Tech Produkt aus Deutschland zum Vergleich vorfinde und zu einem derartigen Ergebis komme, naja.
Übrigens kostet das Nikon etwa 60 % des Preises vom Zeiss.
Leider muß ich nun vermuten, dass auch das große 10x56 T*FL nicht besser sein wird.
Da vermutlich auch jetzt noch niemand ausser mir diese Nikon SP´s
besitzt, obwohl das exzellente Optiken sind, kann auch niemand mal nachvergleichen und mich korrigieren.
Schade.

Jürgen
 
Hallo Jürgen,

das ist mir völlig unverständlich! Habe erst kürzlich das neue 10x56-FL zum Test gehabt. Es war einmalig und dem Leitz sowie dem Swarovski weit überlegen - in ALLEN Bereichen.
Was da im Schaufenster lag, muß eine Gurke gewesen sein.
Allerdings muß man bei Zeiss auch vorsichtig sein. Was die machen ist gut - basta (so ungefähr ist die Meinung von Zeiss über Zeiss. Ich hatte mit Fotoobjektiven auch schon meinen Ärger mit Zeiss Oberkochen, die sitzen auf einem sehr hohen Roß.

Aber solch ein schlechtes Glas, wie Du beschreibst, hatte ich von Zeiss noch nie in der Hand. Es war wohl eher ein "Schaufenster-Fernglas"...

Gruß
Winfried

 
Hallo Winfried,

kann sein, dass Du recht hast (mit der Gurke)
Ich jedenfalls habe erheblich mehr erwartet und eben auch das Nikon SP gerade zur Hand gehabt.
Am liebsten würde ich den Vergleich nochmals bei Nacht machen.
Ich kenne auch eine ältere Aussage von Zeiss zu einem anderen Glas "...besser geht´s nicht"
Das deckt sich mit Deiner Einschätzung vom hohen Ross.
Danke für Deine Antwort

viele Grüße
Jürgen

 
Nach meiner persönlichen Erfahrung liegen die Vorteile der aktuellen guten Dachkantgläser im Vergleich mit guten Porro Gäsern in:

- ihren geringeren Aussenmaßen,
- ihrem niedrigeren Gewicht,
- der möglichen Innenfokussierung mit Mitteltrieb bei druckwasserdichtem Gehäuse,
- und in der geringen Naheinstellgrenze.

Die Vorteile der guten Porro Gläser liegen nach meiner Erfahrung in der
- besseren Streulicht- und Reflexunterdückung
- und der etwas höheren möglichen Transmission


Die Entscheidung ist in der jeweiligen Spitzenliga in der Tat ein Dilemma. Alles ist derzeit wohl nicht zu haben. Ich wäre schon hochzufrieden, wenn das Streulichtproblem gelöst würde. Möglicherweise ist Streulicht eine Folge der kompakten Gestaltung dieser Gläser und man würde eine bessere Streulichtunterdrückung mit dem Verzicht auf geringe Abmessungen erkaufen.

Mein persönlicher Weg führte über Porro zu Dachkant insbesondere wegen ihrer Gewichtsvorteile und den damit verbundenen universelleren Einsatzmöglichkeiten. Ich glaube, dass mich die Nachteile im Streulicht heute vor allem deswegen ärgern, da ich mein Dachkantglas bei mindestens 10x mehr Gelegenheiten einsetze als vormals irgendein Porro.

Jens
 
Hallo Jürgen,

Deine Kritik am Zeissglas kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Randschärfe:
Hätte das Zeiss 8x42FL auch nur 50° scheinbares Sehfeld wie das Nikon, wäre es vermutlich ähnlich randscharf. Große Sehfelder bringen immer einen gewissen Abfall der Schärfe am Rand mit sich, aber lieber ein unscharfes Bild als eine schwarze Blende!

Verzeichnung:
Wenn ein Weitwinkelglas verzeichnungsfrei ist, zeigt es bei einem Schwenk am Horizont den sogenannten "Globuseffekt", dieser kann zu Schwindel beim Beobachten führen. Deshalb wird bei vielen Spitzenherstellern mit Absicht eine gewisse Verzeichnung "eingebaut", die nur Architekten und Sternfeldvermesser stört, den Naturbeobachter - wohl die Hauptklientel - nicht.

Des weiteren vergleichst Du ein 7x- mit einem 8x-Glas. Die geringere Vergrößerung wirkt immer schärfer, wenn die Optiken auf vergleichbarem Niveau liegen.

Ich selbst besitze ein Zeiss 7x42 Victory FL und bin damit außerordentlich zufrieden. Weder störendes Streulicht noch sichtbare Farbsäume ( außer im Randbereich ) beeinträchtigen die Beobachtung. Ich würde dieses edle Leichtgewicht ( unter 800g ) mit 150m Sehfeld, Drehaugenmuscheln und Mitteltrieb nie gegen einen 1400g schweren Dinosaurier mit Tunnelblick und umständlicher Einzelfokussierung eintauschen ;).

In Sachen Bildhelligkeit sind die Zeissgläser - wie mehrfach in Tests nachgewiesen worden ist - absolute Spitzenklasse. Transmissionswerte von deutlich über 90% sind bei den Victory-Gläsen die Norm, vom Nikon habe ich diesbezüglich noch nie etwas gelesen.

Ich habe übrigens anläßlich einer Photokina mal durch ein Nikon 7x50 SP geschaut. Es war solide gebaut und schön scharf, aber besonders beeindruckt war ich nicht. Dabei habe ich absolut nichts gegen die Marke Nikon, mit einem 8x32HG Dachkant und einem 10x42SE Porro sind zwei sehr gute Gläser dieser Marke in meinem Besitz.

Die großen und schweren 7x50 Marinegläser - sei es das Nikon SP, das Fujinon FMT-SX, das Pentax PIF oder auch das Zeiss 7x50 BGA sind allesamt Gläser, die für den Gebrauch auf der Kommandobrücke eines Schiffes konzipiert sind. Hier spielt das Gewicht keine Rolle, sie müssen robust sein und brauchen weder Nahbereich, Mitteltrieb oder Weitwinkelsehfeld.
Ich finde, man sollte sie dort lassen, wo sie hingehören, nämlich bei der christlichen Seefahrt. Aber jeder Jeck is anders:-).

Beste Grüße

Manfred
 
Hallo Manfred,

naja, Dinosaurier?
Ich bin vielleicht auch einer, kein Problem...:-)
Aber wo fange ich jetzt an?
Am besten, ich komme mit meinen Dinosauriern auf irgendein
Treffen, falls es mal was im Rhein Main Gebiet geben sollte.
Dann "sehen" wir weiter.
Wie ja schon mal geschrieben nutze ich das 7x50 und 10x70 SP mehr zum terrestrischen Ausblick.
Allerdings habe ich ja auch das 18x70, das ja über 72 Grad WW Okulare verfügt.
Bei dem Teil, das ich vorzugsweise astronomisch nutze, ist ebenso eine gewisse Randunschärfe vorhanden, aber die ist deutlich geringer ausgeprägt als bei getesteten 8x42.
Ich wollte ja auch keinesfalls Zeissgläser schlecht machen - aber der Vergleich hatte sich spontan einfach mal ergeben und ich hatte mehr erwartet.
Vielleicht trifft man sich mal, mein Angebot steht.

Gruß, Jürgen




 
Hallo Jens,

meinst du mit dem Streulichtproblem vielleicht die Dachkantenproblematik ?
Falls ja - ich weiss es eben nicht - wäre zu sagen, dass die Porroprismen ja einfacher zu konstruieren sind als die Dachtkanttypen und auch ordentlich dimensioniert sein müssen,
vom Gewicht und der Größe.
Ich lasse mich aber gerne aufklären.

GRuß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Zitat von jrweisner:
Allerdings habe ich ja auch das 18x70, das ja über 72 Grad WW Okulare verfügt.
Gruß, Jürgen


Hallo Jürgen,
das Nikon interessiert mich sehr! Konntest Du es einmal zum bewährten Fujinon 16x70 vergleichen? Vor allem interessieren mich der Augenabstand (ist beim Fujinon ein wenig knapp), der Überhub (bis wie viel Dioptrien kann man es ohne Brille nutzen) und allgemeine optische Qualitäten.

Und wo man es bekommen kann zu einem halbwegs vernünftigen Preis...

Ich hatte das Fujinon 16x70, das ich allerdings nun getauscht habe. Jetzt fehlt mir doch ein wenig die höhere Vergrößerung, da käme mir ein 18x gerade recht.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

ich glaube nicht, dass die Streulichtproblematik auf den Prismen gründet. Durch schräg einfallendes Gegenlicht verursachtes Streulicht (oder besser Reflexe) lassen sich gut mit einer dieses Licht abschirmenden Hand beseitigen. Ich denke daher, dass dieses Problem durch die kompakte Bauweise begründet ist, die bauliche Maßnahmen zur Streulichtunterdrückung erschwert (z.B. Blenden).

Eine andere Sache ist Streulicht, das durch Lichtquellen nahe der optischen Achse verursacht wird (z.B. Sonnenreflexe auf Wasser just neben dem Beobachtungsobjekt ,z.B. Wasservögel). Ich weiss nicht, ob dieses Streulicht durch die Prismen verursacht wird, durch mangelnde Transmission oder ob es vielleicht andere Ursachen hat. Ich tendiere zu mangelnder Transmission.

Jens
 
Hallo Jürgen ( Dinosaurier ;) ),

die Idee, sich mal zu treffen, um Ferngläser zu vergleichen, finde ich gut. Du steuerst Dein Nikon 7x50 SP und Dein Nikon 18x70 bei, ich versuche, mit dem Zeiss Victory 7x42 und dem Zeiss 15x60 GAT* gegenzuhalten.

In Sachen Gewicht habe ich allerdings schon haushoch gewonnen: Du weißt ja, nur das Fernglas ist gut, welches man auch mitnimmt. Und ein Mitteltrieb ist viel praktischer und schneller als eine Okulareinzeleinstellung.

Trotzdem, vielleicht können wir uns ja mal auf halbem Wege treffen, die nächste Photokina in Köln wäre vielleicht ein passender Anlass.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Jens, hallo Manfred!


Zu Jens:
Du schreibst:

"Die Vorteile der guten Porro Gläser liegen nach meiner Erfahrung in der
- besseren Streulicht- und Reflexunterdückung
- und der etwas höheren möglichen Transmission"

Ich glaube diese Punkte werden von den Spitzen-Dachkantern heutzutage genauso gut erfüllt.
Ich sehe die eindeutigen Vorteile der Porros in der plastischen Abbildung und dem Preis-Leistungsverhältnis.

Auf das plastische Bild eines Porros verzichten, ist doch so, als würde man eine Stereoaufnahme in Mono abhören; deswegen habe ich auf meinen Spaziergängen auch meist das Fujinon 7x50 FMT-SX dabei. Ein größeres Sehfeld wäre natürlich mein Wunsch bei solch einem Fernglas, aber nur, wenn auch die Randschärfe stimmt. Mit einem großen Bild, bei dem der Rand unscharf ist, kann ich nichts mehr anfangen. Wenn ich durch mein Deltrintem 8x30 schaue, kommt mir das vor wie der Blick durch einen Flaschenboden. Das zwar große Sehfeld wird durch die Randunschärfe regelrecht eingegrenzt.

Apropos Streulicht: Hier wird mein Fujinon 10x50 vom 7x50er klar geschlagen!

Zu Manfred:

Irgendwie klar, dass Du als ornithologischer Beobachter meinst, die Fernglas-Dinosaurier gehörten auf die Kommandobrücke der christlichen Sehfahrt!

Nach meinen Zeiss 7x42, 6x42 und 8x56 "Design Selection" war ich einfach nicht mehr bereit um die 1600 Euro für ein Fernglas zu bezahlen; trotzdem wollte ich ein Fernglas, dass zur Zeit die Spitze (wohl zusammen mit dem Nikon SP) im Porrosegment darstellt. Nun hab' ich die beiden Fujinons 7x50 und 10x50, bin hochzufrieden damit und hab' noch 600 Euro übrig für andere schöne Dinge!
Ein Luxus-Flachzeichner von Zeiss, Leica oder Swarovski kommt mir wahrscheinlich nicht mehr ins Haus!

Gruß,
Bernhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Bernhard,

zugegebenermaßen ist die Auswahl an Spitzenporrogläsern eher klein. Trotzdem würde ich für den Gebrauch tagsüber ein Swarowski Habicht oder ein Nikon SE wählen, wenn es denn unbedingt ein Porro sein muss. Diese Gläser haben auch eine gute Optik, sind aber im Gegensatz zu den Marineklötzen leicht und praktisch ( Mitteltrieb ). Ich werde es wohl nie verstehen, warum man sich am hellichten Tage mit einem 1,4 kg/7mm AP - Glas mit 50° Sehfeld und Einzelokularverstellung abmühen sollte.

Bei der Wahl Deiner "Flachzeichner" hattest Du übrigens kein gutes Händchen. Das 6x42 hat die umständliche Einzelokularverstellung, das 7x42 ist wegen fehlender Phasenkorrektur kontrastarm und die Design-Selection-Gläser sind schwere Klötze mit Farbsäumen, die schnell wieder vom Markt genommen wurden. Die aktuellen Spitzendachkantgläser sind jedenfalls deutlich besser.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

> Ich glaube diese Punkte werden von den Spitzen-
> Dachkantern heutzutage genauso gut erfüllt.

Nach kritischer eigener Prüfung kann ich dies für Swarovski EL und Leica UV ggü. Fujinon FMC nicht bestätigen, wobei Leica Streulicht besser meistert als Swarovski.

> Ich sehe die eindeutigen Vorteile der Porros in der
> plastischen Abbildung und dem Preis-Leistungsverhältnis.

Naja, kommt darauf an wie man Preis/Leistung definiert.
Wenn Gewicht und Abmaße wichtige Leistungsmerkmale sind, dann haben Porro Gläser ein schlechtes Preis/Leistungsverhältnis.


Jens
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Friedel,

ich hatte das 16x70 Fujinon fast 4 Jahre lang und es mittlerweile durch das Nikon 18x70 IF HP WF abgelöst.
Die Abbildungsleistung des Nikons ist m.E. nach deutlich besser als die des Fujis.
Punktförmige Abbildung von Sternen und Lichtquellen bis an den Rand, ziemlich gute Randschärfe trotz 72 Grad WW bei 18 - facher Vergrößerung.
Eine trotz der 3.9 mm AP sehr helle Abbildung - das Bild ist definitiv heller als die des Fujinons 16x70 (AP=4.4 mm)!!
Vollmond beispielsweise ohne Geisterbilder - also eine sehr, sehr gute Reflexionsfreiheit.
Die Transmission der SP´s würde mich mal interessieren - die ist auf jeden Fall höher als bei den Fujis und wohl noch nie getestet worden.
Vielleicht frage ich dazu mal bei Nikon an, mal sehen...
Wie auch immer, der eigentliche Sexappeal (Originalzitat von Beat Fankhauser) des Nikons liegt im 4 Grad Ausblick.
Der Augenabstand liegt bei 15.4 mm, das Gewicht bei 2050 Gramm.
Bie meiner sehr bewährten Fachhändlerin, Frau Wienen,kostet das Glas ca. 1250 €.
Frau Wienen (Foto-Orion) ist zum Thema Nikon immer auf dem letzten Stand und ist beispielsweise per Email erreichbar unter ce-electronic@gmx.de.
Allerdings ist die Abnahme für diese Optik verbindlich, d.h. dieses Fernglas kann nicht zurückgegegeben werden.
Nikon hat in der Anfangszeit 2002 dafür etwa 1700 € haben wollen und dafür konnte es vermutlich nicht so oft verkauft werden.
Ich bin damit so zufrieden, dass ich es niemals wieder hergeben werde.

Gruss, Jürgen
 
Hallo Manfred,

Köln ist aber ganz schön weit weg von mir.
Wir kriegen das aber hin, igendwie.
Da ich ja vermutlich auch weiterhin der einzige bin, der die SP´s hat, muß ich mich stellen.
Und das tue ich gerne...

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Astros,

Hier findet sich (als PDF-Datei) ein Vergleich der beiden Gläser Fujinon FMT-SX 2 16x70 und Nikon 18 x 70 IF WP WF.

CS

Serenitatis
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo,

diesem Testbericht kann auch ich mich nicht anschliessen.
Bitte auch in meinen älteren post: die Nikon Porrogläser der Serie SP ´reinschauen!
Ich habe das Fujinon fast 4 Jahre besessen und mit dem Nikon 18x70 über mehrere Wochen lang verglichen.

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Jürgen,

ja, der Test ist von 2003, als das Nikon-Glas preislich noch höher lag! Und der Testabzug für das Nikon bezieht sich v.a. auf den hohen Preis. Liegt die Naheinstellung des Nikon tatsächlich bei über 80 Metern, wie im Test beschrieben?

CS

Serenitatis
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Serenitatis,

das ist korrekt.
Für den Nahbereich ist es nicht geeignet.
Auch die Problematik mit den Augenmuscheln ist im Test richtig dargestellt worden.
Aber da gibt es andere Gummiaugenmuscheltypen von Nikon, siehe meinen post...

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Jürgen,
vielen Dank für die prompte Antwort.

Ich habe immer noch ein paar Fragen:

Lässt sich das Nikon auch mit Brille gut einsehen (ganzes Gesichtsfeld)? Wenn Du selbst nicht Brillenträger bist, hat es jemand mal mit Brille getestet (mit verschiedenen Augenmuscheln)?

Damit verbunden ist die nächste Frage: Wie viel Überhub in dpt (Dioptrie) hat es geschätzt? Diese ist natürlich schwierig zu beantworten, aber vielleicht lässt es sich ja bei einem Kurzsichtigen abschätzen (wie viel Umdrehungen Spiel es noch hat, nachdem er scharf gestellt hat).
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Friedel,

hab´ich vergessen.
Meine posts zu den Nikons erzeugen manchmal viel Wirbel.
Das Einblickverhalten mit Brille funktioniert gut - denn ich habe es mit einer Sonnenbrille versuchshalber mal ausprobiert.
Das gesamte Sehfeld ist auch damit problemlos einzusehen.
Nun zum Hub:ich glaube, dass das Glas +/- 6 Doptrien kann -
also sehr viel - allerdings müßte ich da aber nochmals nachschauen.
Du hörst von mir,

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Porro zu Dachkant:

habe mich vor einigen Jahren für das Porro entschieden, da es universeller einsetzbar ist, nicht so dick ist und besser in der Hand liegt.
Für die allgemeine Beobachtung finde ich diese Gläser ideal und ich setze mein ICS 10x50 (Eigenmarke von intercon-spacetec) auch am Nachthimmel ein. Das Glas ist für seine ca. 360 Euro sehr gut.

Als reines Nachtglas für astronomische Beobachtungen ist aber das Fujinon 10x50 bis 15x70 wesentlich besser und hält mit Zeiss und Leitz schon mit, wenn nicht sogar besser.

Zufrieden bin ich aber mit beiden, je nach Einsatzzweck.

Gruß
Winfried
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Manfred,

Du schreibst: "Bei der Wahl Deiner "Flachzeichner" hattest Du übrigens kein gutes Händchen. Das 6x42 hat die umständliche Einzelokularverstellung, das 7x42 ist wegen fehlender Phasenkorrektur kontrastarm und die Design-Selection-Gläser sind schwere Klötze mit Farbsäumen, die schnell wieder vom Markt genommen wurden. Die aktuellen Spitzendachkantgläser sind jedenfalls deutlich besser."

Ich glaube Dir gerne, dass die aktuellen Spitzendachkantgläser besser sind als die Dachkanter die ich seinerzeit gekauft habe - wäre ja auch traurig, oder? Die von mir gewählten Gläser waren zum Zeizpunkt ihres Erscheinens Topprodukte.

Übrigens: Wenn man kein ausgesprochener Vogelbeobachter ist, kommt man bei 6-7-facher Vergrößerung sehr gut mit Einzelokularverstellung zurecht (ich zumindest).

Deine Empfehlungen, bezüglich Swaro Habicht und Nikon SE gehen bei mir ins Leere, weil das Swaro 7x42 tatsächlich einen Tunnelblick hat (112 m auf 1000m) und das Nikon SE (nicht Wasserdicht) nicht in 7-facher Vergrößerung angeboten wird.

Das Fujinon 7x50 FMT-SX hat übrigens ein scheinbares Sehfeld von 52,5° und nicht 50°, wie Du schreibst.

Gruß,
Bernhard
 
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Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Friedel,

ich bin es nochmal:
Das Nikon 18x70 hat einen Hub von +7 bis -5.25 Dioptrien (mechanischer Anschlag)
Die Skalierungen weisen +/- 4 aus, man kommt damit aber weiter.
Die Okulare übrigens haben einen relativ großen Durchmesser von etwa 24 mm.

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Bernhard,

ich möchte mich Dir anschliessen, denn ich persönlich komme mit der Einzelfokussierung auch bestens zurecht.
Da ich bei meinen Augen unterschiedliche Dioptrien habe und genau kenne, wird das einmal eingestellt und gut ist.

Die Fujinons 7x50 und 10x70, die ich ja bis vor kurzem auch besessen habe, haben ein etwas größeres Sehfeld als die Nikon SP´S.
Die Sehfelder der Nikons auf 1000m sind: 7x50 128m; 10x70 89m; 18x70 70m.
Von der Naheinstellung auch kein Problem, ein Vogel aus kleiner Entfernung ist scharf.
Auch empfinde ich das zugegebenermassen recht kleine Sehfeld des 10x70 als gar nicht störend, da die Bildqualität 1000%ig ist.
Glaubt es mir doch endlich mal :-)
Ich kenne wirklich keine Optik, die das 10x70 IF HP SP vom Bild her schlagen könnte, nur das Fujinon 10x70 ist mit Abstrichen annähernd so gut.
Allerdings nutze ich dieses Glas vorzugsweise terrestrisch, das bietet sich bei meiner Wohnlage mit bis zu 100 KM Fernsicht eben an.
Für Astro habe ich ja noch das 18x70 WW.

Gruß, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Berhard, hallo Jürgen,

das mit dem einmal scharfstellen und dann stimmts für immer ist schlicht und einfach falsch.

Wenn man ein 7x50-Glas auf unendlich scharfstellt, ist nur der Bereich von ca. 20m bis unendlich scharf, bei allem, was näher ist, muss nachfokussiert werden. Dies ist bei einem flinken Objekt - egal ob Vogel, Schmetterling oder Eichhörnchen - nur mit einem Mitteltrieb schnell genug zu schaffen.

Zum andern nimmt der Entfernungsbereich, den man als scharf empfindet, mit dem Alter dramatisch ab. Das liegt daran, dass die Akkommodationsfähigkeit des Auges durch Nachlassen der Elastizität der Linse zurückgeht. D. h. : Auch wer als jüngerer Mensch mit einem Fernglas mit Einzelokularverstellung klarkommt, wird später ein Mitteltriebglas bevorzugen, es sei denn er beobachtet nur weit entfernte Objekte, was jammerschade wäre.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Manfred,
ich oute mich jetzt einmal: ich bin (schon) fast 47!
Für Dich habe ich mir soeben die Mühe gemacht und in meinen Nikon Unterlagen nachgeschaut.
Das 7x50 IF HP SP hat bei normaler Sehkraft ohne Akkomodation eine Mindestdistanz von 12,30 Meter.
Ich komme damit wirklich sehr gut zurecht, allerdings schaue ich eher über eine viel weitere Distanz.
Wenn ich bei mir mal im Wald spazierengehe und das Glas mitnehme, habe ich sicherlich auch schon mal Vögel oder Wild
beobachtet, allerdings waren diese Objekte immer weiter entfernt als 12,30 Meter.
Sicherlich sind diese Porrogläser auch nicht für jeden Zweck geeignet: Du erinnerst Dich -SP (Special Purpose).
Ich gebe gerne zu, dass mit einem Mitteltriebglas eine extrem kurze Distanz schnell hergestellt werden kann.
Das habe ich ja auch bei dem Zeiss 8x42 festgestellt.
Nur ich brauche sowas für meine Beobachtungslage im Moment (noch) nicht.
Vielleicht muss ich noch älter werden, als gestandener IT´ler sind meine Augen sowieso schon schlecht.
Du gestattest mir noch einen kleinen Nachtrag:
Dir Nikon SP Gläser werden primär nicht als Marinegläser angeboten, Nikon preist diese Optiken vorzugsweise für Astronomie an.
Die Firma legt hierbei grossen Wert auf die Bezeichnung "ED Objektive" und "verzeichnungsfreie Abbildung"

Viele Grüße, Jürgen
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Jürgen, Du junger Spund,

tröste Dich, ich bin schon 55 Jahre alt.

Wieso Du mit dem 7x50 - ohne Dich anzustrengen - von unendlich bis 12,3m alles scharf siehst, ist mir ein Rätsel. Ich schaffe mit einem CZJ Jenoptem 7x50 mal gerade 30m und ca. 20m mit Akkommodation. An der Fernglasmarke kann es nicht liegen, die Schärfentiefe ist bei allen 7x50-Gläsern aufgrund optischer Gesetze gleich.

Aber selbst 12,3m Naheinstellung ist für eine vernünftige Naturbeobachtung viel zu weit. Stell Dir vor, ein kleiner Laubsänger ( Eichhörnchen oder Marder geht auch ) turnt vor Dir im Gebüsch in 4 bis 12m Entfernung, Du mußt laufend die Scharfstellung verändern. Nur in ganz kurzen Momenten kannst Du einen Blick auf ihn erhaschen, meist ist er hinter Blättern verborgen. Entscheidend kann jetzt sein, welche Beinfarbe oder welche Handschwingenprojektion der Vogel hat, um zu klären, ob es ein Fitis oder Zilpzalp ist. Selbst mit Mitteltrieb eine schwierige Aufgabe, mit Einzelokularverstellung unmöglich!

Das kommt Dir an den Haaren herbeigezogen vor? Zweiter Versuch: Du beobachtest interessiert eine davonschleichende Ringelnatter in 6m Entfernung, als plötzlich über dem Waldrand ein Greifvogel erscheint. Als Kenner siehst Du sofort: ein Bussard, aber ist es ein Mäuse- oder Wespenbussard? Hier ist blitzschnelles Scharfstellen auf die große Entfernung nötig, andernfalls ist der Vogel hinter den Bäumen verschwunden, bevor er überhaupt scharfgestellt ist. Mit Einzelokularverstellung hast Du kaum eine Chance.

Kurz und gut, der Mitteltrieb ist ein so großer Komfort- und Schnelligkeitsvorteil, dass ich eine Einzelokularverstellung nur bei einem reinen Astroglas akzeptieren kann.

Beste Grüße

Manfred
 
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Hallo Winfried,

jetzt muss ich doch noch etwas schreiben: Die ICS Hausmarke ist grottenschlecht, die Preise viel zu hoch. Ich habe bereits mehrere ausprobiert, die sind auf Bresser Niveau, nur teurer. Warum Du ein Porro nicht so dick findest, kann ich leider auch nicht nachvollziehen. Dachkantgläser sind deutlich schlanker, und auch leichter.

Universeller einsetzbar ist ein Porro schon gar nicht, in der Regel sind sie

- schwerer,
- günstiger zu produzieren
- und haben eine ungünstige Naheinstellgrenze.

Hauptvorteil eines Porros ist der stereoskopische Bildeindruck. Außerdem kann man diese beliebig groß machen im Hinblick auf die Objektive. Bei den Dachkantgläsern ist bei knapp 60 mm Schluss.

Viele Grüße
Andreas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Zufallsvergleich Victory 8x42 T* FL Nikon 7x5

Vielen Dank, Jürgen, für die Informationen!

Den Stativadapter für die Nikon-Serie gibt es laut einem Händler, der bei Nikon anfragte, überhaupt nicht. Weiß jemand, wo es das gibt? Oder passen auch andere?
 
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