Zwanghafte und gehemmte Okularauszuege ...

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JSchmoll

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Vor einem Jahr war ich in Suedspanien im Urlaub. Ein Mitbeobachter hatte einen Megrez-Achromaten mit einem sehr weich laufenden Crayfordauszug.

Jedoch gab es ein Problem - das schwere Zubehoer (2"-Zenitspiegel, fettes 26er Nagler) fuehrte bei zenitnaher Beobachtung dazu, das sich der Fokus permanent verstellte. Alternative war nur ein Anknallen der Klemmschraube, was aber einen Verlust der Fokussierbarkeit (Verlust des Friktionstriebs) und nichtlineare Reaktionen des Teleskopbesitzers (Halt! Das Ding war teuer !!!) zur Folge hatte.

Nun stellte sich mir die Frage, ob es auch andere Varianten am Markt gibt:

- Die zwanghafte Fockelpinne:

Prinzipiell ein Crayfordsystem, nur mit Schraegzahntrieb statt Friktionstrieb. So kann das gravitative Abrutschen durch relativ festes Anklemmen kompensiert, aber immer noch fokussiert werden. Eine Zwangsmitfuehrung eben.

- Die gehemmte Fockelpinne:

Ein selbsthemmendes Getriebe sorgt hier ohne Klemmschraube fuer eine Fokussierbarkeit ohne Durchrutschen. Zum Beispiel koennte diese aus einer Schnecke bestehen, die in die Zahnstange oder den Schraegzahntrieb des Fokussierers eingreift.



Was mich interessiert - gibt es sowas schon ? Oder waere das was fuer den bedrehbankten ATM ?



 
Hallo Jürgen,

als Nichtbesitzer eines teuren oder billigen Crayfordauszuges mache ich mal den Vorschlag (in der Hoffnung, nicht
dafür gelyncht zu werden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ), ob man das schwere Zubehör nicht einfach mit einem Gummiband oder ähnlichem am
Auszug/Fernrohr zusätzlich verspannt, so daß die Mechanik des Auszuges nur noch die Differenz zwischen Gewicht und
Zugkraft des Gummis halten muss. Dann müßte der Auszug allerdings beim Fokussieren auch mal gegen die Spannung des
Gummis arbeiten, entgegengesetzt zur üblichen Richtung.

Grüße
Dixon
 
Hallo Hürgen,

die Ultraeinfach-Fokussiermotoren sind doch in den letzten Monaten immer wieder aktuell. Einfach diesen RB-35 Getriebemotor von Conrad, ich glaube mit 1:600 oder sowas, das ist "praktisch selbsthemmend".
Die Ruschtkupplung dazu, und kein Wässerchen kann die Sache trüben. Ist natürlich nix für einen Crayford wegen der Friktionsgeschichte, aber für die Zahnstangen-Fokelpinnen ist es eine prima Sache.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jürgen

Ich durfte die von Dir beschriebene Situation selbst miterleben.

Ich habe nun selbst ein solches Teleskop, da ist allerdings der Auszug etwas selbsthemmender, daher liegt das Problem bei mir nicht vor.

Eine andere Situation habe ich bei meinem kürzlich erworbenen Moonlite Auszug. Der hemmt wirklich ordentlich und ist dennoch durch das Untersetzungsgetriebe genial leicht einstellbar.

Zur Einstellung der Hemmeigenschaften sind zwei Einstellschräubchen vorhanden, die ein Teflonreibstück gegen die Drehachse drücken, genau an der Stelle wo diese auf dem Auszugsrohr läuft. Eine Feststellsachraube wie am Megrez fehlt vollständig.

Ich halte diese Lösung für super und nur noch durch einen Motorauszug zu toppen.

Gruß an die ASN
 
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