Gerd K
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Zwei Nächte im Januar 2026.
Hallo,In zwei Nächten beobachtete ich im Januar 2026 unterm Sternenhimmel. Dieses mal waren es keine besonderen Beobachtungen. Ins Okular kamen Planeten, Kleinplaneten, Sternhaufen und Galaxien.
In beiden Nächten kam mein 254/3048mm Cassegrain zusammen mit dem 110/770 ED-Refraktor zum Einsatz. Beide Teleskope baute ich Seite an Seite auf meiner Losmandy G11 auf.
Teleskope für die Beobachtung am Nachthimmel.
Für die Beobachtung am Nachthimmel setze ich einen 254/3048mm Cassegrain und einen 110/770mm...
In der ersten Nacht traf ich auf einem alten Bekannten und... auf die Polizei.
Die sah uns kam dem Feldweg entlanggefahren. Sie suchten nach vier (gewalttätigen) betrunkenen Männern die hier in der Gegend unterwegs sind. Eine Weile war auch der Suchhubschrauber am Himmel zu sehen, es blieb aber ruhig.
In beiden Nächten war der Himmel aufgehellt. In einer Nacht war ich ein wenig weiter weg, an einem eigentlich dunklen Platz, in der zweiten Nacht beobachtete ich näher an meinem Wohnort. Es war in beiden Nächten sehr kalt, der stetige kalte Wind war die eigentliche Herausforderung. Der Wind kühlte trotz dicker Kleidung aus.
Saturn beobachtete ich in beiden Nächten.
Bei Saturn machte sich die inzwischen doch recht niedrige Stellung über dem Horizont negativ bemerkbar. Saturn stand in beiden Nächten sehr unruhig im Okular und wurde nicht sehr scharf abgebildet.
Die Wolkenbänder konnte ich mit dem "IR-Cut Mond-& Skyglow Neodymium-Filter" gut unterscheiden. Der schmale Schatten vom Ring auf Saturn und der Schatten von Saturn auf dem Ring waren deutlich zu sehen.
Saturn stand in beiden Nächten nahe am 5m9 hellen Stern 24 Psc. Am 19. Januar betrug der Abstand vom Saturn zum Stern rund 2', ein netter Anblick im Okular.
Jupiter beobachtete ich ebenfalls in beiden Nächten.
In beiden Nächten wurde Jupiter scharf abgebildet. Die Monde konnte ich als Scheibchen sehen. Mit dem Neodymium-Filter konnte ich viele Strukturen auf Jupiter sehen.
In der Nacht vom 18. Januar konnte ich den Mond Europa deutlich vor Jupiter sehen, verlor ihn später aber aus den Augen. Der nachfolgende Schatten von Europa war gut zu sehen.
In der zweiten Nacht holte ich mir Uranus in das Okular. Im Cassegrain konnte ich ein blassblaues Scheibchen sehen.
(471) Papagena und (16) Psyche waren die beiden Kleinplaneten die ich beobachtete.
(471) Papagena hatte eine scheinbare Helligkeit von 10m5. (471) Papagena stand westlich an einem ebenso schwachen Stern.
Die 10m7 helle (16) Psyche stand am Rand der Hyaden. (16) Psyche konnte ich anhand einer Karte eindeutig identifizieren.
In beiden Nächten beobachtete ich noch ein paar Sternhaufen und Nebel:
NGC 972, eine Galaxie im Sternbild Widder. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 169x.
Die Galaxie kann ich mit dem Aufsuchokular deutlich im Feld sehen.
Die Galaxie steht direkt an zwei schwachen Sternen die im Okular weiß und bläulich erscheinen.
Die Galaxie hat eine länglich ovale Form und einen länglich ovalen, etwas helleren Kern.
NGC 1309, eine Galaxie im Sternbild Eridanus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 277x.
Die Galaxie kann ich mit dem Aufsuchokular noch im Feld sehen.
Die Galaxie steht nahe am Stern HD 20924 (7m2).
Die Galaxie ist eine flächige, unscharfe Aufhellung. Der Stern bei der Galaxie stört bei der Beobachtung.
NGC 1444, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 277x.
Mit dem Aufsuchokular kann ich am Doppelstern Σ 446 ein paar schwache Sterne sehen.
Den Doppelstern konnte ich trennen. Er ist ein schwaches Paar mit einem schwachen Begleiter. Die Farben der Sterne sind weiß und rötlich.
Mit höherer kann ich beim Doppelstern nicht mehr als die paar schwachen Sterne sehen. Ein Haufcharakter ergibt sich nicht.
NGC 1496, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 218x.
NGC 1496 ist ein kleiner Sternhaufen der mit dem Aufsuchokular im Feld zu sehen ist.
Im Aufsuchokular ist der Sternhaufen ein körniges Fleckchen.
Mit höherer Vergrößerung kann ich wenige schwache Sterne sehen. Ein Haufencharakter ergibt sich nicht.
NGC 1245, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 169x.
Ein mittelgroßer Sternhaufen der im Feld gerade noch auffällt.
Im Sternhaufen sind unterschiedlich helle, aber schwache bis sehr schwache Sterne. Zwischen den Sternen kann ich viele Lücken sehen. Der Sternhaufen ist voll aufgelöst.
Im Refraktor ist der Sternhaufen ein schwaches Wölkchen.
NGC 1084, eine Galaxie im Sternbild Eridanus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 218x.
Die Galaxie ist bereits mit dem Aufsuchokular deutlich im Feld zu sehen.
Sie ist eine neblige Aufhellung.
Mit einer Vergrößerung von 218x ist die Galaxie eine strukturlose, deutlich sichtbare Aufhellung. ich meine, die Galaxie wird zur Mitte etwas heller.
NGC 1068 (Messier 77), eine Galaxie im Sternbild Walfisch. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 218x.
Die Galaxie ist bereits im Aufsuchokular deutlich zu sehen.
Mit einer Vergrößerung von ist die Galaxie ein kleines Oval mit einem hellen Kern.
Mit dem Refraktor kann ich die Galaxie noch deutlich sehen.
NGC 1528, ein Offener Sternhaufen im Sternbild Perseus. Beobachtet am Cassegrain mit einer Vergrößerung von 76x.
NGC 1528 ist ein großer Sternhaufen der im Feld deutlich zu sehen ist.
Der Sternhaufen ist ausgedehnt und hat eine unregelmäßige Form. Im Sternhaufen sind viele mittelhelle und schwächere Sterne. Zwischen den Sternen sind viele Lücken und sternleere Blasen.
Der Sternhaufen ist voll aufgelöst.
Im Refraktor ist der Sternhaufen deutlich zu sehen und in einzelne Sterne aufgelöst.
In der zweiten Nacht wurde es beim Abbauen hell hinter meinem Rücken. Ich schaute ungläubig in den Himmel, und war hin und weg...
Trotz Kälte und kalten Wind waren es zwei schöne Nächte draußen in der Natur.
Viele Grüße
Gerd
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