Welche Steuerung für Star Adventurer?

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Norbert-A

Aktives Mitglied
Als Astro-Anfänger mit lediglich ein bisschen Erfahrung möchte ich etwas tiefer blicken.

Der Star Adventurer hat mir bei Weitwinkel schon Freude gemacht.

Hier in Bayern komme ich bis 50mm Brennweite ohne Guiding einigermaßen klar.

Kurioserweise konnte ich kürzlich in Namibia sogar mit 135mm Brennweite auf erträgliche Belichtungszeiten kommen,

was mir hier in Deutschland noch nicht gelang.

Ich benutze derzeit eine ummodifizierte Canon 5DsR, plane aber längerfristig die Anschaffung einer modifizierten 6D.

Zukünftig möchte ich auch Brennweiten von 200 und 300mm nutzen und dafür benötige ich natürlich Guiding für den SA.



Das ganze sollte (inkl. Stromversorgung) mobil bleiben, ohne übertriebenen Kabelsalat, übersichtlich, zielführend und finanziell angemessen.



Sowohl hier im Forum als auch auf anderen Seiten werden für den SA verschiedene Guider empfohlen und daher brauche ich Euren Rat.

Wäre die ASIAIR von ZWO sinnvoll, oder

was würdet Ihr empfehlen?



Beste Grüße

Norbert
 
Hallo Norbert,

Du suchst keine Steuerung, sondern einen Guider. Das ist ein Unterschied. Die Steuerung ist in der SA fest eingebaut.

Ansonsten: MGEN. Und der Stern ist rund. Saubere Einnordung natürlich voraus gesetzt.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Norbert,

ein Autoguider ist bei der SA auch nur in der Dec Achse möglich. Es gibt zwar einige Findige, die beide Achsen ansteuern, aber das sind Bastelllösungen. Letztendlich steigt der Aufwand mit steigender Brennweite auch in Abhänigkeit der Belichtungszeit . Bei größeren Brennweiten am SA nur eine Achse über einen Autoguider zu kontrollieren bedeutet letztendlich eine Erhöhung der Ausschußquote und führt zu Frust, den man sich in der kurzen Zeit eines Aufenthaltes unter solchem Himmel nicht leisten kann.
Mein Rat: entweder bei kleineren Brennweiten bleiben, oder eine kleine parallaktische Montierung, die von Haus aus genauer ist und mit einem Autoguider arbeiten kann.

Gruß
Thomas
 
Hallo Norbert,
wenn es um Guiding geht, ohne PC, Laptop oder so,
ist natürlich der MGEN von Lacerta das Nonplusultra.
Sehr kompakt, und vollkommen selbständig arbeitend.
Ein Problem gibt es aber:
Dein Star Adventurer hat nur einen Motor an der Rektazensionsachse.
Das bedeutet, daß in Deklination keine Korrektur erfolgen kann.
Eine wirklich gute Nachführung für längere Belichtungszeiten
mit längeren Brennweiten wirst Du nur von Montierungen erwarten
können, die sich an beiden Achsen korrigieren lassen.

Mit ganz penibeler Einnordung und Guider, kannst Du bestimmt
eine deutliche Verbesserung erzielen, aber perfekt wird es wohl nicht.
CS
Dietmar
 
Moin,

wie Dietmar schrub, das Problem ist die Beschränkung auf eine Achse, wenn man keine mech. Werkstatt zur Hand hat und mal eben was basteln kann...

Wenn es von der Größe her so bleiben soll würde ich auf eine EQ3 Pro Synscan oder vergleichbares umsteigen, die ist zwar etwas umfänglicher, aber auch noch gut transportabel und hat 2 angetriebene Achsen. Man kann das Stativ sogar mit Holzbeinen von Berlebach pimpen, insofern wäre das auch eine ordentliche Basis.

Die Skywatcher-Steuerung ist allgemein supportet, so dass damit auch das Guiding klappt. Wenn Du ohne Laptop auskommen willst, bleibt nur ein Stand Alone Guider, da fällt mir als erfolgreiche Variante auch nur der MGEN ein.

CS
Jörg
 
Zunächst vielen Dank für Eure Hilfe.
Gut, dass der SA nur eine Achse kann und damit die Erwartungen selbst mit Guiding nicht in den Himmel wachsen, ist klar.
Dennoch erhoffe ich mir eine kleine Verbesserung und diese gilt es auszuloten.
Schließlich würde der viel gelobte MGEN den Kostenrahmen sprengen.
Sollte ich mir in (einer momentan nicht geplanten) Zukunft mal eine größere Montierung zulegen, wäre der MGEN natürlich das Mittel der Wahl. Gibt es denn für den SA nichts günstigeres zum guiden?
Gäbe es denn eine angemessene Alternative, wenn ich mir dafür ein günstiges/gebrauchtes PC-Laptop zulegen würde?
Beste Grüße
Norbert
 
Moin,

dann bleibt nur die WebCam. Es gibt/gab mal andere Stand Alone Guider, davon hört und sieht man nix, das scheint eher keine Option zu sein. Der MGEN hat da den Standard gesetzt, vielleicht findest Du einen gebrauchten...

Für die Webcam brauchst Du aber einen Laptop, und wenns ein kleines Netbook ist.

CS
Jörg
 
Hallo Norbert,
mit Laptop hast Du natürlich andere, viel günstigere Möglichkeiten,
zu guiden. Mit PHD2 z.B. guiden viele Astrofotografen sehr erfolgreich.
Link PHD2
Eine günstige Kamera, ein kleines Leitrohr und Du kann’s loslegen.

Allerdings ist der Aufwand größer, den Du hast ja das Laptop
dabei, und mußt natürlich auch genügend Batteriekapazität für
die Aufnahmezeit bereit halten.

Der MGEN ist halt als „stand alone“ Lösung deutlich einfacher:
Einschalten, Kalibrieren, Stern suchen - fertig.

Aber ohne Strom macht der auch nix..........

CS
Dietmar
 
Hi,
ich selbst benutze den SA mit MGEN und komme bei guten Einnorden auf ~3 Minuten bei 320mm. Der MGEN bringt schon was.
Als Stromversorgung kannst du eine Powerbank mit 12V Ausgang nehmen. Darüber wird der MGEN & SA, teilweise auch noch eine USB Heizmanschette betrieben. Als Hinweiß: MGEN und SA verbrauchen so wenig, dass sich manche Powerbanks abdrehen, weil die Last zu gering ist ;)
Der MGEN ist zwar echt nicht billig, aber so universal einsetzbar, dass du auch für weitere Montierungen ausgerüstet wärst.

Es gibt die Möglichkeit mittels RaspberryPi + Webcam + LinGuider sowas ähnliches wie den MGEN zu basteln, aber damit hab ich mich noch nicht viel Beschäftigt. Markus von 13parsec hat auf seiner Seite eine gute Beschreibung.

CS
Martin
 
Erneuten Dank!
Ich werde mir Eure Hinweise genau ansehen und zu Herzen nehmen.
So eine "Mobile-Power-Station" von Sky-Watcher mit 3, 6, 9 und 12 Volt habe ich sogar noch von früher.
Das der MGEN so zu sagen das Maß der Dinge ist, habe ich verstanden. Die habe ich auch schon bei Kollegen am SA gesehen. 3 Min. bei 300mm klingt verlockend!
Jedoch habe ich bisher noch nie eine gebrauchte gefunden. Es scheint so zu sein, dass die einfach keiner Verkauft.
Wo hätte ich denn theoretisch eine Chance, eine gebrauchte MGEN zu finden?
Beste Grüße und CS
Norbert
 
Hallo Norbert,
gebrauchte MGENs werden hier immer wieder angeboten.
Allerdings muss man schnell sein, denn es dauert nie lang,
bis sie einen Abnehmer gefunden haben.
Im „Blauen“ wird übrigens gerade einer verkauft........
Grüße
Dietmar
 
Danke Dietmar,
der Markplatz ist hier aber echt gut versteckt ;-)
Den Verkäufer habe ich soeben angeschrieben - schaun wir mal.
Die "Blauen" schaffen es einfach nicht mich zu registrieren - weil Mac - aber das ist eine andere Geschichte :-(
Gruß
Norbert
 
Zuletzt bearbeitet:
Nach 9 Versuchen, konnte ich mich soeben auch bei den "Blauen" anmelden - es geschehen noch Zeichen und Wunder ;-)
Den Anbieter von dem MGEN II dort habe ich also ebenfalls angeschrieben.
 
Wie wäre es denn mit einem RasPi und StellarMate OS.
Da kann PHD2 als Guider laufen. Ein RasPi liegt bei etwa 35€ und StellarMate OS kostet 49$ StellarMate OS
Dann noch ein Kunststoffgehäuse und 5V/2.5A USB Netzteil und man kann das Ganze vom Tablet oder Handy steuern.
 
Hallo Norbert,
das ging doch aber Recht flott. Allerdings bleibt es nur bei einem Autoguiding an einer Achse, wie ich und andere Foristen angemerkt haben. Der Nachführungsaufwand steigt mit größer werdender Brennweite stark an. Dummerweise haben längere Brennweiten dann auch noch ungünstigeres Öffnungsverhältnisse, so das man länger belichten muss. Ich halte deshalb deine angestrebte Kombination für nicht optimal.
Gruß Thomas
 
Hallo Norbert,
die SA mit Guider würde ich nicht aufrüsten. Wahrscheinlich wirst du damit keinen erkennbaren Erfolg haben, denn Abweichungen in Deklination bleiben unausgeglichen.
Ich würde darüber nachdenken, eine vollständig guidbare Montierung anzuschaffen, eventuell die SA dafür zu verkaufen.
Mit einer EQ-3 oder -5 würdest du eine gute Grundlage für weitere Abenteuer in der Astrofotografie legen.
Ich benutze eine EQ-3, die ich nach und nach ( und deshalb fürchterlich teuer) über alle möglichen Ausbaustufen bis zur SkyScan-Steuerung ausgebaut habe, für alle Optiken von Weitwinkel-Objektiven für DSLR-Kameras bis zum 65/430mm Quadruplet. Für größere Optiken kommt dann meine HEQ-5 dran.
Schon die Ausbaustufe der EQ-3 mit zwei einfachen Motoren kann man (selbst gebastelt) mit einem Guiding-Eingang versehen und dann mit einer einfachen Guiding-Kamera an einem Sucher arbeiten.

Nunja, das hatte ich heutemorgen geschrieben, jetzt scheinen bei dir die Würfel schon mal für ein Guiding-Gerät gefallen zu sein. Das MGEN ist ja sehr brauchbar über lange Zeit. Wenn du wirklich Blut geleckt hast, wird die richtige Montierung auch noch zu dir finden.
Viel Glück!

Grüße

*entfernt*
 
Wie wäre es denn mit einem RasPi und StellarMate OS.

Wohl dem, der mit Raspberry , Arduino und Co. arbeiten kann.
Ich bin immer wieder schwer beeindruckt, welch komplexe Steuerungen
mit diesen kleinen Wunderwerken heute zu realisieren sind.
Die Kosten für das Zeug sind ja schon fast vernachlässigbar.
Und für viele Anwendungen gibt es schon fix und fertige Programme.
Leider setzt das aber voraus, daß man sich doch wirklich gut auskennen
muß, wenn etwas vernünftiges herauskommen soll.
Und............was macht man, wenn’s nicht so läuft, wie man sich erhofft hat?
Wer hilft einem dann weiter? Schnell?
So attraktiv diese Teile auch erscheinen, für mich wär das leider nix.

CS
Dietmar
 
Zunächst finde ich Eure Anteilnahme echt stark!
Die Würfel sind zwar noch nicht gefallen und ich informiere mich weiter,
aber die Tendenz geht bei mir momentan doch eher zu einer gebrauchten MGEN.
Der Grund ist natürlich, dass ich diese dann später auch an einer größeren Monti benutzen kann
(die ja früher oder später kommen wird).
Der SA ist halt klein und (relativ) leicht und auch wenn ich in Zukunft mal eine EQ5 oder EQ6 haben sollte,
kann ich die auf Reisen nicht mitnehmen. Das war vor zwei Monaten selbst mit dem SA in Namibia schon grenzwertig.
Insofern wird mir die SA als Reise-Monti (natürlich ganz überwiegend für kleine Brennweiten) erhalten bleiben.

Im übrigen kann man schon Schwärmen und Staunen kommen, wenn man sieht,
was andere selbst mit einer SA bei 300mm bereits geschafft haben.

Hier mein allererstes Deep-Sky (Andromeda) vom 12.09.2018 mit 200mm ohne guiding im Anhang.

Beste Grüße und CS
Norbert
 

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Hallo Norbert,
sehr schön, Deine Aufnahme unserer Nachbargalaxie.
.......mit 200mm ohne Guiding..........
Zum Staunen und Mitschwärmen.
Hut ab

Dietmar


PS.
Gerne gesehen werden ein paar Informationen
über die Entstehung, also Gerätschaft, Ort, Bearbeitung...........
 
Hallo Norbert,

m. E. muss man sich fragen, ob es bei dem Konzept eines Startrackers überhaupt sinnig ist, an's Guiding (wie schon bemerkt sowieso nur für die RA) zu denken.

Ich habe mir vor ein paar Tagen den iOptron SkyGuider Pro ("SGP") geholt, um neben meinen parallaktischen Montierungen mit Goto, WiFi, App-Unterstützung und dem ganzen Kram auch was ganz Unkompliziertes in Verbindung mit einer DSLR und ein paar Astro-geeigneten Makro-Objektiven zu haben.

Natürlich hat der SGP auch eine ST4-Schnittstelle, aber will ich da meinen MGEN dranhängen? Eigentlich nicht, denn da brauche ich dann wieder eine zusätzliche Stromverorgung...
Wenn der Himmel mal aufklart, reichen mir am SGP 30-60s Frames bei niedriger Brennweite und nach allem was ich las, sollte das auch ohne Guiding möglich sein; ausreichendes Einnorden vorausgesetzt.

Wenn ich dagegen Richtung 10 min mit Kamera am Teleskop gehe, dann kommen eine "erwachsene" parallaktische Montierung und der MGEN zum Einsatz.

P.S.:
Deine Andromeda sieht technisch gut aus, die Sterne sind rund etc. Mit einer besseren Bildbearbeitung könntest Du m. E. mehr rausholen als mit dem MGEN. PixInsight oder Astropixelprozessor Lizenzen kosten deutlich weniger als ein gebrauchter MGEN...
 
Hallo Norbert,
mit dem MGEN hast Du natürlich eine High-End-Lösung. Aber meiner Erfahrung nach reicht Dir eine ASI120 in Kombination mit einem 8x50-Sucher völlig aus. Irgend eine alte Notebook-Gurke hast Du bestimmt noch, um die Nachführung mit PHD2 zu machen - und fertig ist die Laube. Für das Guiding ist die Leistung des Rechners praktisch irrelevant. Alles ab 1 Ghz reicht lässig.
VG
Wolfgang
 
Da hat es der Norbert nicht leicht.
MGEN, PHD2, Raspberry, Laptop, Tablet .............

Ich zeige einfach mal einen kleinen MGEN-Porno.....:)


Link zur Grafik: https://up.picr.de/34975978nx.jpeg

CS
Dietmar
 
ihhh - 'n Orno! (und das hier)

Hallo Norbert,

wenn du jetzt gerade günstig an ein MGEN kommst und du das Geld dafür gerade locker hast, würd' ich zugreifen.
Das ist zwar nicht ganz die zwingende Reihenfolge von Anschaffungen, aber die Gelegenheit solltest du nutzen.

Oder dich über Alternativen informieren...

Aber das MGEN erscheint mir eine Breitbandwaffe im Kampf um Astrobilder zu sein. Ich habe sie nicht, muß deshalb aber immer mit Labtop und einer Guiding-Kamera anrücken, die so viel gekostet hat, wie ein MGEN. Und noch etlichem Zubehör.

Aber ich astrofotografiere auch schon seit ... Jahren. Die Kosten haben sich also über Jahrzehnte verteilt.
Vor vierzig jahren kostete eine apochromatische Optik noch ein niederschmetterndes Vermögen. Und die Kameras von seinerzeit sind heute Sondermüll. Die Fotoapparate von vor zehn Jahren eventuell ja auch schon.

Wirklich keine leichte Entscheidung.
Nochmal viel Glück!

Gruß

*entfernt*
 
Mir schwirrt der Kopf ;-)
Aber ich habe keine Eile. Bisher haben die MGEN-Anbieter auch noch nicht reagiert.
Zunächst möchte ich den Wunsch von MeisterDee folgen und ein paar Hintergründe zum Erstlingswerk liefern:

Andromeda
Aufgenommen am 12.09.2018 auf dem Taubenberg
mit EOS 5DsR (ohne Astromodifikation), EF 200 f/2.8L, ISO 6400,
50 lights a 15 Sek., davon 42 verwertet (keine flats, darks etc.).
Nachführung mit Star Adventurer (ohne guiding)
ACR RAW Konvertierung in ProPhoto 16 Bit, tiff.
(die erste Bearbeitung noch manuell gestackt)
Aktuell neues stacking mit Starry-Star-Stacker (da auf dem Mac DSS nicht optimal läuft),
bearbeitet ausschließlich mit Photoshop.
Das war meine erste Deep-Sky-Aufnahme überhaupt.
Es gibt fraglos viele bessere von Andromeda, aber für den Anfang…
Ich muss noch viel lernen Link zur Grafik: https://static.xx.fbcdn.net/images/emoji.php/v9/t57/1/16/1f609.png;-)
 
Hallo Nobert-A,

um auf Deine Eingangsfrage zurückzukommen: Ja ein ASIAIR ist für diesen Einsatzzweck geeignet und in der Summe wesentlich günstiger als ein MGEN. Ich habe sowohl einen MGEN (I) sowie ein ASIAIR. Den MGEN benutze ich nicht mehr, dieser wird wohl über kurz oder lang weggehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hamann,
Danke für Deine Erfahrung.

Ich habe durch Trevor James (astrobackyard.com) von dem ASIAIR erfahren
und er ist (nicht nur sehr erfahren, sondern) auch begeistert davon.
Mal abgesehen davon, dass der wesentlich günstiger ist als MGEN, hat der ASIAIR auch viele Vorteile,
z.B. bei Fokussierung und Kamerasteuerung durch ein Tablet (was ich schon habe).
Insofern war das am Anfang meiner Suche nach einem Guider für den SA eigentlich meine erste Wahl.
Denn auch das könnte man auch später an größeren Montis, weiterverwenden.
Es gibt aber relativ wenige, die den ASIAIR kennen und weiterhin viele, die permanent auf MGEN schwören.

Die Verwirrung wird nicht weniger und die Entscheidung wird nicht leichter ;-)
 
Der MGEN war sicherlich viele Jahre die erste Wahl, wenn es um Guiden ohne PC (Stand Alone) ging und macht das - unbestritten - sehr gut. Insofern war aus meiner Sicht der Preis durchaus gerechtfertigt. Aber seit einigen Jahren gibt es verschiedene Ansätze wie MinI-PC, Raspberry oder ähnlichen, welche mit den MGEN in Konkurrenz treten und darüber hinaus wesentlich mehr Funktionen bieten. ASIAIR ist die logische Konsequenz aus der Entwicklung der letzten Jahre. Insofern würde ich heute das Geld für einen MGEN nicht mehr ausgeben.
 
Wenn mir nicht eine gebrauchte, günstige MGEN über den Weg läuft, werde ich weiter nach ASIAIR Ausschau halten.
Auch wenn ich das mangels Erfahrung nicht abschließend beurteilen kann, so scheint mit ASIAIR auch zeitgemäßer ;-)
 
Guten Tag,

zeitgemäß und Astronomie passt irgendwie für mich nicht richtig zusammen. Ich benutze den MGEN seit vielen Jahren und er hat seine Verlässlichkeit nachgewiesen. Das Teil hat schon einiges mitmachen müssen und ob der Minicoputer oder ein Handy auch bei -12° noch funktioniert, muss sich erst zeigen. Prinzipiell ist jedes Gerät, jedes Kabel und jeder Akku mehr eine Fehlerquelle, die einem einen Strich durch die Rechnung machen kann, gerade wenn man im Feld unterwegs ist.
Das heist nicht, dass es nicht beherrschbar ist, aber der Aufwand steigt eben. Die wenigen klaren Nächte sind für Experimente zu schade, da brauche ich verlässliche Komponenten.
Ich habe mal für deine Aufnahmedaten überschlagen, das du ohne Nachführung M31 ungefähr 6s hättest belichten können ( bei 60°dec), ohne Strichspuren zu erzeugen. Die 15 s sind da also keine richtige Herausforderung an die Nachführung. Das sieht dann bei 2, 4 oder 6min schon anders aus, dann schlägt der Fehler auch in Rec zu. Letztendlich ist die Polausrichtung immer ein wenig Glücksspiel, mal ist man dicht dran, mal eben nicht.
Wie Peter schreibt ist das Konzept des Stratrackers für kurze und mittlere Brennweiten ausgelegt und da funktioniert das Teil nachgewiesenermaßen super.
Durch die besseren Sensoren sind in letzter Zeit auch mit vielen kurzen Belichtungen super Ergebnisse entstanden. Bin gespannt was sich da noch so entwickelt. Ich denke, in ein absehbarer Zeit wirst du zur größeren Monti greifen und mit dem Startracker entspannt bei kurzen Brennweiten belichten.


Gruß
Thomas
 
Guten Tag,

zeitgemäß und Astronomie passt irgendwie für mich nicht richtig zusammen.

Hallo Thomas,

genau darin sehe ich das Problem, mehr - insbesondere Jugendliche - für Astronomie zu begeistern. Mein Sohn, 15 Jahre, hat sich eigentlich deshalb mit meinen Hobby ein wenig auseinandergesetzt, weil man mit iMac, iPad und Co so "tolle Fotos" machen kann. Im Ergebnis hat er sich am Gymnasium in der 10. in Astronomie eingeschrieben. Da er im ganzen Jahrgang jedoch der einzige war, der Interesse bekundet hat, wird das Fach nicht gegeben und er darf -TaTa- Informatik machen.

Gruß Silvio
 
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