Asteroid 1998(1HL)

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Peter Jax

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Hallo,
getriggert durch den Beitrag von https://forum.astronomie.de/members/coverer.73284/
habe ich gestern versucht, den Asteroiden zu fotografieren.
Die Daten: TEC140+TK in der Stadt, Moravian16200 und Guiding über Sucher, Aufnahme-Sequenz C, R, G, B, H je 5x300 sec.
Der Asteroid tauchte erst beim letzten G-Bild auf, war bei allen B-Bildern zu sehen und noch bei 3 H-Bildern trotz Lichtverschmutzung der Stadt.

Eindeutig erkennbar waren Lichtschwankungen, die möglicherweise von Rotationen des Objekts stammen (ca. 6mal pro 300sec, also Periode von 50 sec). Amplitude und Form der Schwankungen variierte. Die Wanderung des Asteroiden wird auf 9,5x 330sec (330=Messdauer plus geschätzter Zeit für Datenspeicherung) für einen Winkelweg von 1,77 ° geschätzt, also
asteroid_Blue_0018_ABE_crop_2a.jpg

2 °/h.
RGB_clone_ABE_ABE1a.jpg
 

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Eindeutig erkennbar waren Lichtschwankungen
Moin,

das ist ja interessant! Hab ich auf meiner Aufnahme auch so, wunderte mich schon. Die Farbe der Bahn wechselt periodisch und gedithert hab ich auch, womit ein "Treffer" auf einem bestimmten Teil der Bayermaske ausgeschlossen werden dürfte (eigt sowieso). Da ist ein erstes "husch-husch-Bild". Ich werde das mal gezielt rausarbeiten und dann können wir ja schauen, ob sich die Perioden überlagern lassen. Wäre ja cool, wenn das paßt! :cool:
Könnte es sein, daß da eigtl ZWEI unterschiedlich lange Striche eine Periode bilden und nicht nur ein einzelner? Ich mag mich täuschen, aber ganz nah dran sieht es aus, als sei jeder zweite Strich minimal kürzer, oder? Dann wären es 100s, hmm, immer noch 31,4m/s Äqutorialgeschwindigkeit...
Leider hab ich nur 2min Frames, weil der Himmel zu hell war, aber ca 40min Laufzeit insgesamt, mit dither-Pause dazwischen noch.
Brennweite 420mm, Vollformatchip.

Gruß und CS!
Okke
 
Hi Okke,
die Lichtschwankungen sind eindeutig. Ich habe noch ein Bild erstellt, wo die S/W-Muster des blauen Kanals in einem engen Ortsbereich des Asteroiden ausgeschnitten (unten) und mit einer in Pixinsight erstellten 3D-Darstellung kombiniert wurden (oben im Bild).
Asteroid_Blue_2+3D-Plot_small.jpg

Die Bilder im 1. Beitrag wurden mit Fitswork erstellt (Funktion "Pixellinie als Diagramm darstellen"). Bei dem 3. Bild (Miniaturansicht) wurde ja das Profil auch über die 5x300 sec Belichtungszeit gezeigt. Hier wird jedoch von Fitswork eine gerade Linie erwartet. Das ist aber nicht exakt der Fall. Der Asteroid wandert über diese Zeit auf einer leicht gekrümmten Bahn am Himmel. Deshalb war das Ergebnis der periodischen Lichtschwankungen nicht so eindeutig, was ich aber durch die neue Methode der Auswertung jetzt zeigen konnte.
Bleibt nur die Frage, welcher Mechanismus führt bei dem Asteroiden zu den Lichtschwankungen?? Rotation ??
Gruß Peter
 
Na ja,

wenn das Ding wenigstens einen Kilometer groß ist, dann dürfte die Fliehkraft (ϖ^2/r) am Äquator bei 50 sec Rotationsperiode aber locker die winzige Anziehungskraft überschreiten . Das Ding müßte dann ziemlich massiv sein.

Gruß

*entfernt*
 
Mit einer Rotationsperiode von nur 50 Sekunden würde 162082 (1998 HL1) tatsächlich zu den Asteroiden mit der schnellsten Spinrate gehören, wobei diese aber gewöhnlich sehr viel kleiner sind:

Fastet Rotators

Mit einer solch schnellen Spinrate muss es sich dabei um einen monolithischen Körper handeln, denn ein Schotterhaufen (rubble pile) würde aufgrund der Fliehkräfte schlicht und einfach auseinander fliegen. Laut MPC/JPL Listing hat er eine absolute Helligkeit von 18.9 mit einer geschätzten Größe von 490 m.

Soweit ich weiß wurde bei früheren Passagen noch nichts über den Spin berichtet. Das ist also durchaus eine interessante Beobachtung.

Der Asteroid steht auch auf dem Radar Beobachtungsprogramm von Arecibo und Goldstone.

Bin gespannt, was da noch kommt!
 
hier habe ich noch mal bei der Auswertung der Lichtschwankungen nachgelegt.
6 MaxBlue_paintSterne_Ausschnitt1_denoise_3dplot_klein.jpg

Vorgehensweise:
-alle 5 Blue-Bilder a 300 sec mit Maximum aufaddiert
-einen Ortausschnitt um die Asteroidenspur (übrigens nur 3 Pixel breit) ausgeschnitten (Breite >70 Pixel).
-alle Sterne, die einen deutlichen Pixelabstand zur "Spur" aufweisen wurden mit Paint eliminiert,
-das resultierende Bild wurde mit "Denoise" schwach geglättet.
-3D Bild mit PI, ohne Perspektive, das mit unterschiedlichen Farben darstellt.
Man erkennt deutlich die Intervalle, in denen der Asteroid nicht aufgenommen wurde (Download der Daten, die mit dem Programm SIPS der Moravian mindestens 25 sec dauert).

Ich bin auch sehr gespannt, ob ich hier einen realen Effekt oder Fake News gemessen habe. Wie sagte doch ein bekannter Fußballer "Schauen wir mal"....
CS
Peter
 
Ich bin auch sehr gespannt, ob ich hier einen realen Effekt oder Fake News gemessen habe. Wie sagte doch ein bekannter Fußballer "Schauen wir mal"....
Hallo Peter Jax, das ist in der Tat hoch interessant! Um auszuschließen, dass die Empfindlichkeit der Moravian 16200 aus irgend einem mysteriösen Grund "oszilliert", solltest Du vielleicht mal die Nachführung bei der Aufnahme anhalten oder verzögern, um auszuschließen dass die Strichspuren der übrigen Sterne dann auch solche Oszillationen zeigen. Andernfalls: Telegramm ans MPC - Ich drück die Daumen, Gruß, Peter
 
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Moin,

ich mach mich nachher mal an meine Strichspur. Ich vermute, daß ich das Ergebnis von Peter (Jax) bestätigen kann.
Wäre ja echt cool! :cool:

Grüße,
Okke

Für Edith: ich sehe immer noch die "jeder 2te Periodizität", dein 2tes (das bunte) Diagramm zeigt es schön. Ausreißer haben einen Grund: Sterne im Bild! Schaumal die Täler, v.l.n.r. tief, hoch, tief, hoch, etc setzt sich kontinuierlich bis zum letzten Frame fort und in jedem Tal, das vom Muster abweicht, sitzt ein Stern! Heut abend schau ich meine Aufnahmen durch und versuche, etwas Metrik zu betreiben... ;) Ist ja spannend!
 
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Noch mal zu den Videos von Gianluca Masi vom Virtual Telescope Project 2.0:

Potentially Hazardous Asteroid (162082) 1998 HL1 close encounter: movie and image (23 Oct. 2019)

Das sind tatsächlich Timelapse Videos, die aus Einzelaufnahmen zu je 8 Sekunden bestehen. In Wirklichkeit decken sie also einen wesentlich längeren Zeitraum als die abgespielte Zeit im Youtube Video ab:

Below is an exceptional movie made using 5528 frames, each with an exposure of 8 seconds, grabbed back to back on 21 Oct. 2019, from 18:51:39 to 20:49:14: (162082) 1998 HL1 is easily visible in the center while it surfs the sky. As the movie lasts 27.6 seconds and covers 7055 seconds, the “speed” you see is 256 times faster than in reality.

Die von Peter Jax beobachtete Oszillation der Helligkeit sollte sich also bereits in jedem der gezeigten Videos vom 19./ 21./23. Oktober deutlch zeigen, wenn man die beschleunigte Wiedergabe berücksichtigt! Man muss also die Wiedergabe der Videos erst mal verlangsamen, um den Effekt zu zeigen.
 
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Eine andere Erklärung wäre, dass es sich um ein anderes Objekt handelt?? Satellit scheidet doch aus oder? Wäre doch deutlich schneller!
Die Idee, die Nachführung zu stoppen, um Schwankungen an den Sternen zu erkennen, werde ich verfolgen, wenn‘s wieder möglich wird. Danke für den Hinweis.
 
Moin,

ich würde es auf jeden Fall ans MPC melden, dann kann möglicherweise nochmal jemand mit größerer Technik draufschauen ... Soviel Zeit zum Grübeln bleibt nicht, dann ist er wieder weit weg.

CS
Jörg
 
Also, ich habe mir mal eins von den Gianluca Masi Videos runtergeladen und die Timeline um den Faktor 10 gestreckt, so dass eine reale Periode von 50 Sekunden sich dann im abgespielten Video nicht nach 50/256 ~ 0,2 Sekunden, sondern erst nach 2 Sekunden wiederholt. Ich könnte mich täuschen, aber es sieht fast so aus, als wenn die Helligkeit in diesem Rhythmus flackert. Also, bleib dran ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Sodele, hier mal der Ausschnitt aus meiner Aufnahme vom 25.10.2019. Das erste Frame ist von 23:49, das letzte von 00:40, spannt also einen Zeirahmen von 51min auf.

1998_HL1_closeup_fc.jpg

Läßt sich irgendwie schwer zählen in dem Bild, komme auf irgendwas um 28. Das entspräche dann grob 109sec Periodendauer.
Das ist ein DSS-Bild mit nicht allzuvielen Einflußmöglichkeiten. Ich mach das jetzt nochmal in PI. Mal schauen, was da dann rauskommt....

Bis denne, Gruß Okke
 
Hi Peter,

der Asteroid bewegt sich auf deinen Bildern fast genau senkrecht.
Hast du mal auf den Rohbildern gemessen, wie lange der Asteroid von einer Pixelspalte zur nächsten braucht?
Bei sehr scharfen Fotos könnten auch dadurch scheinbare Helligkeitsschwankungen entstehen.

Bei meiner visuellen Sichtung heute früh sind mir keine Helligkeitsschwankungen aufgefallen, aber das muss ja nichts heißen.

Gruß, Ronny
 
Die 109 Sekunden entsprechen aber wohl eher der Frame-Dauer von 2 Minuten, insofern überzeugt mich das nicht
Hi Peter,

das ist schon nah dran, zu nah, um die Dunkelstelle als Referenz zu benutzen. Diese ist tatsächlich die dither-Pause zwischen den Aufnahmen. Ich hatte mehr auf die Farbtupfer geschaut, die roten und die grünen. Jene sind bisweilen kontinuierlich, bisweilen unterbrochen durch die Pausen. Ich kann auch nicht genau sagen, was davon weg-rejected wurde. Stäkke es gerade nochmal ganz ohne Rejection und hoffe, daß keine Hotpixel in der Nähe sind, die einen störenden "Dither-Schwarm" bilden, um möglichst alle Pixel der Bahn zu bekommen...

To be continüüd...
Gruß Okke
 
Hi Ronny,
Deine Idee einer Erklärung habe ich noch nicht verstanden, trotzdem schicke ich allen Interessierten mal die stark gezoomten Bilder zum Mitdenken. Sie sind dieses Mal unverändert, aber stark gezoomt, so dass man die Pixelgröße erkennt. Um dies darstellen zu können, habe ich den gesamten Ortsbereich auf 7 Einzelbilder aufgeteilt.
Gruß Peter
 

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Hallo,
ich habe eine Erklärung für die Lichtschwankungen des Asteroiden gefunden. Um es vorweg zu nehmen, es könnte eine Schwankung im Guiding meiner Montierung sein.
Ich habe die Daten für den Blau-Kanal noch mal neu analysiert:
-Der Untergrund der Aufnahme (Stadthimmel) liegt mit ca. 1040 DN (Digital number) um den Faktor 5.7 höher als bei einer gleich belichtet und bearbeiteten Aufnahme in Namibia.....deswegen fährt man ja an dunkle Orte.
-Der mittlere maximale (Max) und der mittlere minimale Wert (Min) der AS (Astoroidenspur) liegt bei 1800 und 1150 DN (siehe Bild).
-die Werte sind nach m.E. auf 1470 und 493 DN zu korrigieren, da es sich um Rauschwerte handelt, bei denen der Untergrund abgezogen werden sollte (Formel so, dass sich die Quadrate vom Nutzsignal und Untergrund addieren). Das bedeutet ein Mittelwert von AS=981+/- 488 DN
-Die Länge der AS entspricht 2056 Pixel auf dem Bild für eine Zeit von 1620 sec. Das bedeutet aber, dass die Pixel vom Asteroiden auf der AS nur im Mittel mit 1,27 sec belichtet werden !! Der obige Wert AS ist proportional der Belichtungszeit (CCD-Eigenschaft).
-Aufgrund des Guidings schwankt die scheinbare Geschwindigkeit des Asteroiden.
-Nehmen wir in einem Gedankenexperiment an, die Abbildung des Asteroiden wäre jeweils nur in einem Pixel fokusiert und z.B. nach 45 sec der beleuchtete Pixel bei der Aufnahme um 35 Pixel gewandert (bei mir primär in y Richtung). Wenn sich jetzt die Geschwindigkeit durch das Guiding etwas verringert, ist der beleuchtet Pixel nicht der 35-te sondern der 34-te .
-Entprechende lineare Verzögerung bis dahin angenommen, erhöht sich der scheinbare Wert der AS. Die zugehörige Formel müsste man noch für eine etwas geringere Fokussierung bestimmen. Aber qualitativ ist klar: Geschwindigschwankungen beim Guiden addieren sich mit der Wanderbewegung des Asteroiden und führen - wegen der starken Fokusierung des Objekts auf 1 bis 3 Pixel -zu Schwankungen in der AS.
-Die erkenbare Periode der AS-Schwankung entspricht also nur einer Periode beim Guiden von ca. 50 sec.

War also nichts mit einem neuen Effekt bei dem Asteroiden 1998 (1HL).

CS
Peter

PS: Hat aber trotzdem Spaß gemacht, darüber nachzudenken.
 

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ich habe eine Erklärung für die Lichtschwankungen des Asteroiden gefunden. Um es vorweg zu nehmen, es könnte eine Schwankung im Guiding meiner Montierung sein.
Hallo Peter Jax, ich habe Deine Erklärung gelesen aber ich verstehe sie nicht. Wenn Schwankungen im Guiding eine wesentliche Rolle spielen, sollte sich das ja in der Abbildung der Sterne zeigen. Da sieht man aber nichts. Des weiteren zeigt die Spur des Asteroiden, abgesehen von der regelmäßigen Helligkeitsschwankung, keine Schlingerbewegung. Wenn die Nachführung zufällig genau entlang der Bewegungsrichtung des Asteroiden schlingert, bleibt die Spur zwar gerade, wir müssten dann aber entlang dieser Richtung elongierte Sterne sehen, was aber nicht der Fall ist.

Hier mal ein paar Parameter zum Grübeln:

TEC 140
f/7
f = 980 mm

Moravian 16200
Sensor ~27 x 22 mm
6 um Pixel

Asteroid 162082 (1998 HL1)
~ 22"/min = 17,4 px/min = Winkelgeschwindigkeit am 26/27 Okt.

Mittlerweile befindet sich der Asteroid im Sinkflug bei einer Deklination von nur noch 0° im Sternbild Cetus, allerdings noch mit einer Magnitude von 13.0.

Vielleicht kann man da nochmal nachschauen.

Gruß, Peter
 
Hi Peters (wie ist der korrekte Plural? :oops: ),

ich sehe auch noch keine zwingende Beeinflussung durchs Guiding, das Hauptargument sehe ich bei
Des weiteren zeigt die Spur des Asteroiden, abgesehen von der regelmäßigen Helligkeitsschwankung, keine Schlingerbewegung. Wenn die Nachführung zufällig genau entlang der Bewegungsrichtung des Asteroiden schlingert, bleibt die Spur zwar gerade, wir müssten dann aber entlang dieser Richtung elongierte Sterne sehen, was aber nicht der Fall ist.
Stimmt m.M.n.

Ich hab hier mal einen Versuch mit PI gemacht, aber bin kläglich gescheitert bei der Registrierung, keine Ahnung was da schief lief. Dauernd rote ERROR-Hinweise in der "DOS Box" von PI.... Ohne "no rejection" gehts, aber dann ist die Spur auch weg :rolleyes:

Immerhin, was übrig ist, zeigt, daß ein periodischer Vorgang da ist anhand der farblichen Schwankungen, abseits der Unterbrechungen zwischen den Frames. Der Strich ist auch nur 2 Pixel breit, hab ich wohl zu scharf gestellt... hüstel.... ;)

light-BINNING_0_rgb_dbe_aclr_csat_mskstrXXL_crp_rot.png

Die Lücken, deren Inhalt ich finden konnte, habe ich "auf Linie" gebracht, bei bleibenden Lücken konnten die Fehlstücke nicht gefunden werden.... man bedenke, ich hatte Cirren am Himmel bei der Aufnahme, mal mehr, mal weniger. Nicht wundern, die Registrierung klappte nicht, keine Ahnung warum. Ich versuchs nochmal in DSS.... da gings halbwegs...:rolleyes:

Gruß Okke
 
Hallo,

wenn es nicht vom Asteroiden und nicht von der Aufnahme kommt, dann bleibt vielleicht ein atmosphärischer Effekt übrig. Man sieht ja manchmal fast durchsichtige hohe Wolkenbänder in gleichmäßigen Abständen, die sich schnell bewegen. Vielleicht hat sowas die Lichtkurve verursacht. Bei der Integration des Lichts bei stationären Sternen würde man das nicht bemerken.

Gruß

*entfernt*
 
A bissl Astrobin:

Das deutet jetzt eher auf kaum Schwankung hin, hmm....:unsure:
 
...und dann kommt das daher :oops: :

1998-HL1 20191025 DSS_durchschn_nopxrejcrop_rot-39°_fc.png

und gepushed dann so:
1998-HL1 20191025 DSS_durchschn_nopxrejcrop_rot-39°p_fc.png


Das Verblüffende ist, daß die Farbverläufe schräg sind, nicht senkrecht zur Bahn, und zwar nicht zufällig, sondern von links unten nach rechts oben verlaufend. Die Bilder oben sind zwar um -39° gedreht, aber auf dem Original ist das auch so. Die Spur ist 2..3 Pixel breit. Ok, man sieht außerdem, daß da noch RGB-Offset drin ist. Trotzdem, die Tendenz wird durch ein ChannelMatch in PI nicht anders, gestern schon Versuchsballons gestartet... Der Verlaufsvektor bleibt relativ zur Bahn gleich - zumindest qualitativ.

Achso, die Pausen sind unterschiedlich lang, weil die Beruhigungsphasen nachm dithern unterschiedlich lang sind, also alles lineare Echtzeit über 51min.

Gruß Okke
 
Hallo Okke,

bei Deinem Bild sieht es eher danach aus, als wäre der Asteroid quer über die Bayermatrix gelaufen. Wenn ich mir Dein Originalbild von weiter oben (#16) anschaue, sind die Sternspikes auch bunt. Das kann meines Erachtens dann passieren, wenn Deine Pixelauflösung in etwa gleich groß wie die Teleskopauflösung ist. Der Asteroid bewegt sich relativ rasch über die Bayermatrix auf Deinem Chip. Da verschmiert das Seeing die Spur nicht so sehr, wie die Sterne, die auf der Stelle bleiben. Trotzt Nachführfehler. ;)

Gruß,
Peter
 
Hi Peter,

ja schon, an sowas hab ich auch schon gedacht, aber dazu müßte ich: a. sauscharf gestellt haben, b. der OTA sauscharf sein (ok, isser wohl). Aber möglich wäre es schon... Hmm, was haben wir: Vollformat mit 20Mpix.... ca 5600x3500 auf 24x36mm. Wäre es?

Der Spikes sind bunt, weil eine spektrale Auffächerung durch Beugung stattfindet, jene sind brav in spektral korrekter Reihenfolge. Die Farben der Spur nicht so wirklich, oder?

Gruß Okke
 
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