Eher im Undersampling.
je kürzer die Brennweite desto kleiner sollten die Pixel sein. Das Nyquist Kriterium gibt ein optimales Sampling bei 2:1 vor, d.h. die Pixelgröße sollte ca. die Hälfte der Auflösung am Himmel sein. Das gilt für Monokameras. Für OSC würde ich nochmal den Faktor 1,5 obendrauf legen, d.h. die Pixelgröße sollte ca. 1/3 der Auflösung sein. Die Meinungen gehen hier aber auseinandern. Das sind meine Erfahrungswerte. Mit 0,79x Reducer habe ich 770mm Brennweite und käme mit der ASI533 auf ca. 1"/px. Seeing ist zwischen 2-3". Das würde genau passen. Bei 250mm musst du bei der Auflösung halt Abstriche machen. In der Region limitiert in der Regel schon die Optik und nicht mehr das Seeing. Wenn du bei der Brennweite gut auflösen willst, brauchst du kleine Pixel. Da hilft nix.
Ich würde aber keine Wissenschaft draus machen. Meine ASI178MM ist bei dem Setup deutlich im Oversampling. Ich hatte mal ein Bild vom Blasennebel zum Vergleich mit einem 80/480 Triplett bei 480mm gemacht. Das Bild mit 770mm war sichtbar vorn, Oversampling hin oder her. Genauso Galaxien bei 975mm Brennweite mit der DSLM und 4,8µm Pixeln. Sampling wäre ideal für die Brennweite, trotzdem haben die Bilder der ASI178MM eine bessere Auflösung. Deswegen glaube ich, dass man bei der OSC eher mit 3:1 als mit 2:1 rechnen sollte.
Da waren aber jeweils keine Welten dazwischen. Solange das alles einigermaßen im Rahmen bleibt, ist es ok. Wichtiger finde ich, dass das Bild in der Größe, in der man es später betrachtet, scharf aussieht. D.h. was ist das minimale Gesichtsfeld am Himmel, dass in der Größe, in der ich es später betrachte, noch die von mir gewünschte Bildqualität hat? Mit meiner DSLM könnte ich vermutlich noch einen halben Meter Brennweite drauflegen, während ich mir die Bilder der ASI178 bei 1m Brennweite selbst am 24" Monitor am besten nicht mehr Fullscreen anschaue, DIN A4 Ausdrucke sehen aber schon wieder klasse aus. Auch hier würde die ASI533 passen.
Was mich an der Kamera aber noch mehr interessiert, ist dank niedrigem Rauschen und fehlendem Ampglow schnelle und leicht zu kallibrierende Frames zu bekommen. Mit dem Teil müsste ich bei Unity Gain trotz OSC in 30 sek hintergrundlimitiert sein. Das ist schneller als mit der ASI178MM im Luminanzkanal, von der DSLM will ich gar nicht reden. Lucky Imaging müsste bei hohem Gain und extrem niedrigen Belichtungszeiten auch gut funktionieren.