Rolldach- / Kuppel Sternwarte im eigenen Garten - Wer hilft?

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chriskosmos

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Hallo,
ich möchte einen Schritt weiter gehen und beabsichtige im Garten eine eigene kleine Sternwarte zu errichten.
Da ich hauptsächlich die Astrofotografie betreibe, wünsche ich mir mehr durch den Bau mehr Komfort. Mein Ziel ist eine komplette Automatisierung der Anlage und Fernsteuerung vom Haus aus.

Ich habe mir dabei den ScopeDome v3 und auch verschiedene Rolldachhütten angeschaut.
Meine Frau tendiert aufgrund der alternativen Nutzung, eher zu einer Rolldachhütte.

Wichtig ist für mich keinen einfachen Bretterverschlag zu realisieren, sondern ein solides und langfristiges Gebäude.

Kurz zum Standort:
Ich lebe in einer ländlichen Region mit weitläufigem Garten.
Am geplanten Standort habe ich ab folgender Höhe eine freie Sicht zum Himmel: N: 20°, O: 15°, S: 10°, W: 10°

Kann jemand aus eigener Erfahrung berichten und mir ggf. bei der Planung meines Vorhabens unterstützen?

Freue mich über eure Nachrichten.

Gruß Chris
 
Hallo Chris,

gib mal oben rechts in die Suche den Begriff "Gartensternwarte" etc. ein. Viel Spaß beim Stöbern.

Zuerst muss wohl eine Entscheidung her, was und wie du bauen willst (Kuppel / Rolldach - Holz / Stein).
Brauchst du eine Baugenehmigung (Größe der Sternwarte)?
Ist eine Versicherung notwendig (Gartenlaube / Nebengebäude)?
Bist du Handwerker oder sollen die Gewerke von Handwerkern ausgeführt werden (Kostenplanung)?
Strom- und Internetanschluss.

Bin gespannt auf deine Berichte zum Fortgang des Vorhabens.

Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,
danke für deine Nachricht.
Für mich gibt es zwei Möglichkeiten: Kuppel oder Rolldach (Holz oder Sandwichplatten).

Bezogen zu den Rolldach Sternwarten:
- Baugenehmigung ist nicht erforderlich, Größe max. ca. 20 m²
- Bin Handwerker und vieles kann in Eigenleistung gemacht werden.
- Internet und Strom vorhanden
- Die Kosten dafür sind vorerst irrelevant
Es gibt fertige Bausysteme am Markt, die mich aktuell noch nicht überzeugen konnten.

Gruß
Chris
 
Hallo Hubert,
ich danke dir!

Gruß
Chris
 
Hallo,

nur einige Anmerkungen:
  • Ein nicht zu unterschätzender Vorteil einer Spaltkuppel ist der Tauschutz
  • Minimale Beobachtungshöhe ist wegen des Seeings ca. 25° . Zwecks Windschutz würde ich eine Rolldachhütte nicht unnötig niedrig machen.
  • Rolldach solle quer zur Vorzugswindrichtung öffnen (am Besten nach Norden), um möglichst wenig über Turbulenzen über und hinter der Dachfläche zu gucken.
MfGruß Stefan
 
Hallo, Chris,

ich habe Dir zu dem Thema auch eine Nachricht geschrieben.

Inwieweit Turbulenzen über der Dachfläche entstehen, ist wahrscheinlch
(auch) standortabhängig. Wegen des zur Verfügung stehenden Platzes
muß ich mein Dach nach Westen auffahren und habe keinen Unterschied
zwischen dem Blick nach Osten und dem nach Westen festgestellt.

Ein Argument gegen die Nordausrichtung: Polnahe Objekte hat man dann
immer über dem Dach, während bei Ost-West-Ausrichtung die Objekte,
die zu einem bestimmten Zeitpunkt über dem Dach stehen, zu einer
anderen Zeit "ungestört" sind (sofern die genannten Turbulenzen
aufregen).


Viele Grüße

Markus
 
Hallo,

dichte Bebauung und hohe Bäume haben natürlich einen größeren Einfluss als die Sternwarte. Auf freiem Feld fallen diese Faktoren aber weg. Es ist mit besserem Seeing zu rechnen und es lohnt sich über die Ausrichtung nachzudenken.

Dem Argument gegen Norden stimme ich zu. Da Turbulenzen über und hinter dem Hinderniss entstehen wäre ein Ausrichtung des Rolldachs nach Osten bis Nordosten vermutlich ideal.

MfGruß Stefan
 
Hmpf … "aufregen" soll natürlich "auftreten" heißen –
ich glaube aber, daß das der geneigte Leser schon
verstanden hat. :-)
Aufregen kann man sich über die automatische
Rechtschreibkorrektur.
 
Ich hab mich für eine Rolldachhütte entschieden, ich möchte den ganzen Himmel sehn und nicht nur aus einen
Spalt gucken, außerdem hat man am Spalt ständig Luftunruhe, Auskühlung ist durch ein offes Dach auch besser!
meine Meinung dazu!
 

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Vielen Dank für eure Antworten. Freut mich sehr, wie ihr mich unterstützt. Ich habe euch 3 mögliche Standorte in meinem Garten angefügt. Die geschwärzten Bereiche sind jeweils Bäume, Büsche oder Sonstiges, die eine Sichteinschränkung darstellen. Wie ihr sehen könnt habe ich bei fast allen Standorten eine fast uneingeschränkte Rundumsicht ab ca. 22 °.
Bei Standort 2 könnte der Baum der im NO steht auch noch entfernt werden.

Für welchen Standort würdet ihr euch entscheiden?

Varianten-Standort.jpg



Bin gespannt! ;)

Gruß Chris
 
Hallo, Chris,

es ist hinsichtlich möglicher Sichtbehinderung wohl nicht schwer, den besten Standort zu wählen.
Es stellt sich also die Frage, ob es noch andere Kriterien gibt, die die Standortwahl beeinflussen –
sonst wärst Du bestimmt selbst drauf gekommen, daß Nr. 1 der Favorit ist. ;-)
Den Baum in Nr. 2 sehe ich nicht als störend an, da er hauptsächlich die "Zirkumpolarregion"
beeinflußt und auch Nr. 3 ist mindestens als "gut" zu bezeichnen.


Viele Grüße

Markus
 
Hallo Markus,
danke dir! Ich woltle nur von euch wissen ob meine Denkweise korrekt ist.
Grundsätzlich sind alle Bereiche recht geschützt und auch das gesamte Grundstück wird von meterhohen Hecken begrenzt.

Bei Standort 1 und Standort 3 könnte die Öffnung des Dachs nur nach Norden erfolgen.


Viele Grüße Chris
 
Hallo, Chris,

dann würde ich die 2 nehmen und das Dach nach Osten
öffnen. Das relativiert auch den Störeinfluß des Baumes.
Ich schreibe Dir nochmal eine Forumsnachricht dazu.

Viele Grüße

Markus
 
Meinst Du, daß das Gebüsch so hoch ist bzw. so viel stört?
Ich kann da natürlich auch wieder nur die eigenen Erfahrung
berücksichtigen. Ich habe auf der Westseite – der Wind kommt
hier meistens aus Westen – das Dach, in fünf Metern Entfernung
einen sechs Meter hohen Baum und in 15 Meter Entfernung
eine gut fünf Meter hohe, dichte Tannenreihe und kann
wie gesagt keine Störung feststellen.
Es ist wohl sinnvoll, daß Chris mal testet, inwieweit bei seinen
möglichen Standorten Störungen auftreten, da offensichtlich
keine pauschale Aussage möglich ist.

Viele Grüße

Markus
 
Hallo,

hast Du mal Vergleichsmessungen ohne Dach / Baum / Tannenreihe bei gleichen Wetterbedingungen vorgenommen. Wenn nicht, woher weißt Du denn dass die nicht stören?

Man baut Sternwarten nicht zum Spass gerne erhöht auf.

Mein Schätzung ist die, dass die Geländehindernisse im Westen bei Situation 2 schwerer wiegen als das Rolldach im Norden (und mir fällt auf Anhieb kein Deep-Sky-Objekt ein, das nur im Norden beobachtbar wäre).

Der Eindruck des Bildes kann täuschen und um so etwas sicher testen zu können müsste man ein Drehhütte und eine Klappbusch bauen ...

MfGruß Stefan
 
Naja, "nicht stören" heißt, daß ich keinen Unterschied zwischen
den Blickrichtungen feststellen kann.
Ob die Bedingungen 10 Meter weiter besser oder schlechter sind,
weiß ich nicht und es ist auch irrelevant, weil die Sternwarte nicht
mobil ist.
Warum also wahrscheinlich theoretischen Verbesserungen
hinterherhecheln und dabei womöglich den Nutzwert verringern?
 
Hallo,

Naja, "nicht stören" heißt, daß ich keinen Unterschied zwischen
den Blickrichtungen feststellen kann.

Wenn Du dich im turbelenten Bereich befindest is't egal, wohin Du guckst.

Warum also wahrscheinlich theoretischen Verbesserungen
hinterherhecheln und dabei womöglich den Nutzwert verringern?

Genau. Und diese Überlegung führt zu Position 1 mit weniger Hindernissen aber u.U. nicht ganz optimalen Dachposition. (Die Idee mit der optimalen Dachposition dafür dem hohen Baum im Westen war von Dir)

MfGruß Stefan
 
Ok, ich gebe es auf. Wenn Du ein großer Fan von "Turbulenzoptimierung" bist,
dann sei es so. Von der Ausrichtung der Hütte kenne ich vorher die Vor- und Nachteile
und das ist meines Erachtens wichtiger als Phänomene, die sich über ein paar Meter
wahrscheinlich kaum meßbar ändern. Aber so hat jeder seine Prioritäten und das
ist auch in Ordnung.
 
Stefan: Du hast Dich mit dem Thema "Turbulenzen" offensichtlich
ausgiebig beschäftigt. Ich nehme an, weil das beim Bau Deiner
Sternwarte ein Thema war. Wie sehen da die Umgebungsbedingungen
aus, daß der Einfluß so groß ist?
 
Hallo Stefan und Markus,
da habe ich ja eine hitzige Diskussion angestoßen! ;)
Ich danke euch für eure konstruktiven Ideen, die zum Nachdenken anregen.
Standort 3 ist erstmal raus. Jetzt bleibt noch Standort 1 und 2.

Da diese nur wenige Meter voneinander entfernt sind und ggf. der Baum am Standort 2 auch entfernt wird, sind beide recht günstig. Auf westlicher Seite sind neben Hecken auch weitere Gebäude, die zu Turbulenzen führen können. Alles zu berücksichtigen wird schwierig. ;)

Gruß und allen einen schönen Wochenstart
Chris
 
Man kann gar nicht alles berücksichtigen, deswegen wird
es immer ein Kompromiß sein. Bei mir gab es nur einen
möglichen Standort, bei dem aber alle vier (Dach-)Richtungen
möglich gewesen wären. Da somit sozusagen die Umgebungs-
variablen zu Konstanten werden, konnte ich die außen vor lassen.
Es ist aber immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich
die Gegebenheiten, Vorstellungen und Ansprüche sein können –
was das Ganze um so interessanter macht. :-)

Ebenfalls ein schönes Wochenende!

Markus
 
Hallo,

im Internet gibt es jede zahlreiche Information zu Seeing vs. Standort (leider nicht in meinen Bookmarks gespeichert)

Wenn jemand die Wahl wischen verschiedenen Standorten hat, sollte man die Vor- und Nachteile gegeneinander abwägen. Ich werde das kein 3. Mal tun -- das wäre Rechthaberei -- Chris kann das auch selbst beurteilen.

MfGruß Stefan
 
Da sind wir hundertprozentig einer Meinung; es ist immer eine
standortspezifische Entscheidung. Deswegen auch die Frage
nach Deiner Sternwarte, man kann schließlich immer etwas
dazulernen.
Hast Du Fotos parat?
 
@ Stefan ... Fotos würden mich auch interessieren!
Danke nochmals für die Hilfe.

Viele Grüße
Chris
 
Ich werde von dem favorisierten Standort, die Tage ein Bild hochladen. Dann habt ihr eine bessere Vorstellung.

Viele Grüße
Chris
 
Hihi … das Wunschdenken hat wieder zugeschlagen.
Ich sehe gerade, daß aus dem "Wochenstart" ein Wochenende
geworden ist. Ist ein bißchen früh dafür … ;-)
 
Hallo,

so sieht es bei mir aus:
aussen-half.jpg


Das Zipfelmützendach im Hintergrund steht ziemlich genau nördlich und ist das einzige höhere Hindernis in näherer Umgebung.

Ich hatte auch schon bei 40km/h Windgeschwindigkeit verhältnissmässig sehr gutes Seeing, d.h. bodennahe Turbulenzen scheinen keine groß Rolle zu spielen -- aus welchen Grund auch immer.

MfGruß Stefan
 
Schicke Lösung an einem offensichtlich guten Strandort. :)

Ich wohne zwar am Ortsrand, aber die letzte Häuserreihe
verläuft genau in Hauptwindrichtung. Es ist vielleicht gut,
daß ich gar nicht weiß, wie hier die Luftströmungen sind.
 
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