welche Objekte eignen sich zur Beobachtung für Anfänger?

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H3inbloed

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Hallo,
ich wollte mal sehen, ob mir vielleicht jemand Ideen geben kann, was ich ausser dem Mond noch so beobachten kann, bisher ist es nämlich dabei geblieben...ich hab einen kleinen f4 Dobson 114/460mm und kann im moment so bis 140x vergrössern..auf dem Mond zumindest sieht das noch scharf ung gut aus.
Was könnte man denn als nächstes so angucken und wie gut muss der Himmel dafür sein? Klare Nächte ohne einen vollen Mond sind bestimmt am besten, oder?

LG
 
Hallo H3inbloed

Wir verwenden hier Klarnamen im Gruß und in der Anrede ;).

Hellere Deep Sky Objekte sollten mit Deinem Teleskop gehen.
Besorg Dir mal den "Deeep Sky Reiseführer" von "Ronald Stoyan.
Darin werden reichlich Deep Sky Objekte beschrieben. Was schön ist, es wird auch angegeben mit welchem Teleskop man was sehen kann.
M45 (Plejaden) ist so ein Beispiel.

Klare Nächte ohne einen vollen Mond sind bestimmt am besten, oder?
Da hast Du vollkommen Recht. Vollmond, im Moment, ist Deep Sky "killer" ;).
 
Wenn Du noch keine drehbare Sternkarte, oder alternativ eine entsprechende App auf dem Smartphone, hast, dann besorge Dir das. Zusätzlich ein Jahrbuch, oder alternativ ein entsprechendes Planetariumsprogramm auf dem PC, damit kannst Du Deine Frage bestimmt beantworten.

CS, Thomas
 
Hallo H3inbloed,

ein sehr einfaches Objekt ist zum Beispiel M42 - der Orionnebel. Desweiteren sind Sternhaufen wie die schon angesprochenen Plejaden oder auch das Double Cluster mit NGC 869 und NGC 884 dankbare Objekte für Anfänger und jetzt auch gut sichtbar.

Das Buch von Stoyan ist deshalb interessant, weil es auch Hinweise gibt, mit welchem Teleskop man was sehen kann und was nicht. Aber es gibt auch viele Websiten mit entsprechenden Informationen. Eine App auf dem Handy (Skysafari, Stellarium oder SkyPortal) hilft beim Auffinden der Objekte.

Du hast richtig erkannt, dass man - ausser dem Mond - am besten bei mondlosen Nächten beobachten kann. Im Februar beginnt das ab dem 16. mit Beobachtungsmöglichkeite abends, dann ab 20. die ganze Nacht und ab 26. dann eher morgens. Zu den Mondauf- und untergangszeiten gibt es zum Beispiel hier detailierte Informationen: Mondaufgang, Monduntergang und Mondkalender |

CS.Oli
 
Hallo,

ich verwende die Freeware Stellarium. Dort wird dir der Himmel vor Ort angezeigt mit allen wichtigen Objekten. Außerdem kann man sein Teleskop und die Okulare einrichten und so später in die Okularansicht wechseln. Dann kann man schon ganz gut einschätzen wie ein Objekt beim eigenen Setup ins Gesichtsfeld passt.

Gruß,
Holger
 
Hallo Manuel alias heinbloed ;),

Mond/Planeten gehen natürlich auch, aber Deine maximal Vergrößerung liegt bei 228-fach.
Errechnet sich als Faustformel aus 2 mal Durchmesser Objektiv (D), also 2x114=228.
Ich rechne für mich persönlich etwas konservativer mit 1,5 x D.
Da müsstest Du bei Deinem Teleskop, um an die 228-fach zu kommen, eine Okular mit ca. 2mm Brennweite benutzen.
Es gibt einige Okulare mit 2mm Brennweite. Da hättest Du auch noch eine Austrittspupille (AP) von 0,5mm, was als unterste Grenze für die AP angesehen wird.
Um die max. Vergrößerung zu nutzen, ob nun mit1,5 oder 2 * D, muss aber auch das Seeing mitspielen. Die Qualität des Okulars, die Justage Deines Newton... ... ...

Die förderliche Vergrößerung für Dein Teleskop liegt bei ca. 160-fach. Das wäre ein Okular mit ca. 3mm Brennweite (AP 0,71mm).
Es wird auch gesagt, das Mond-/Planetenbeobachtung erst ab 200/220-fach richtig losgeht.
Kann ich in etwa bestätigen, da ich mit meinem C8 den Mond gelegentlich mit 330-fach beobachte.
Man will hohe Vergrößerung an Mond/Planeten, um gut Details zu erkennen.
Alles was über die max. Vergrößerung geht, ist leere Vergrößerung. Also kein Gewinn an Details. Eher verschwommenes, unscharfes Bild.

Zur Zeit sind Planeten eh blöd zu beobachten. Venus und Merkur gehen, Saturn und Jupiter eher nicht.
Mond geht eigentlich immer, außer Vollmond ;).

Das schon erwähnte Stellarium oder die drehbare Sternkarte oder auch "Kosmos Himmelsjahr 2020"-Buch sind gute Informationsquellen für Postionen der Objekte.
 
Hallo Manuel!

Als ersten Anlaufpunkt empfehle ich dir die Messierliste, da sind genug interessante Objekte, auch helle, für den Anfang vorhanden. Must halt nur die aktuell für deinen Standort sinnvoll sichtbaren aussuchen und anvisieren.
Zum Auffinden empfehle ich Vergrößerungen von 50-80, ggf. sogar weniger, um erst mal überhaupt zu treffen.
Bedenke, je höher deine Vergrößerung ist, um so mehr Licht brauchst du auch.
 
Hi Manuel,

schau da mal vorbei: Deepsky Brothers - Die Astroseite für Einsteiger Da werden einige lohnenswerte Objekte für Einsteiger vorgestellt, gerade auch für vermeintlich kleine Optiken. Wichtig sind halt zwei Faktoren:
1. Austrttspupille (AP). Für Leuchtfackeln kommt man oft mit weniger als 1mm aus. Manche brauchen ein paar mm mehr, mache werden erst bei einem halben cm interessant oder wollen sogar nochmehr und einen geeigneten Filter.
2. Vergrößerung. Einen nebligen Fleck bekommt man fast immer - aber man möchte ja auch Strukturen sehen. Schau einfach, welche AP das Objekt der Begierde bräuchte und wie Du die mit deinem Teleskop hinbekommst bzw. welche Okulare nötig wären.

cs
Jürgen
 
@mbba18

ich hab tatsächlich schon x230 ausprobiert...mit meiner 6mm China-Gldkante + 3x barlow...ging sogar, man hat ganz gut Details erkannt auf dem Mond...aber wie heisst das.."Kidney Bean City""?
 
Hallo Manuel,

Du meinst den "Kidney Bean Effekt".
Wenn man beim Beobachten etwas mit dem Kopf wackelt, kommt es schnell zu einer Abschattung des Bildes von der Seite.
Hängt auch mit dem Augenabstand zusammen.

Schau mal hier:
Kidney Bean Effekt
 
Hi,

google mal nach Messier Objekten im WWW.

cs
Lothar
 
Hallo leute, ich hab mir Stellarium runtergeladen, ganz witzig, ich bin aber dann doch wieder ohne Vorbereitung los und diesmal hats echt Spass gemacht :)
Ich war ja iwie enttäuscht, weil ich mir, seit dem ich das Teleskop habe, nur den Mond angeguckt habe und sonst nicht spannendes entdeckt hab. Nachdem aber Meteo Blu Bestwertungen 5/5 angezeigt hat im August, bin ich nochmal los nachts...hab direkt auf den hellsten "Stern" draufgehalten, ui war der gross. Dann mein TMB 3.2mm in die Röhre geschoben und dann gabs keinen zweifel mehr, das war doch der Jupiter :)

Dann ohne Rücksicht auf Verluste meine 6mm Goldkante auf meine x3 Barlow, ergab bei meinem Mini-Dobson ca. 230 fach, also ziemlich genau das, was als maximum gilt bei guten Bedingungen und das Bild war doch tatsächlich realtiv scharf. Bzw. noch bischen mehr Vergrösserung wäre gut gewesen, dann hätte ich die Schärfe auch besser einschätzen können. Und das Teil halbwegs im Zentrum zu behalten, also nachführen, ist recht gut möglich, wenn man beide Hände am Teleskop hat und es fest steht.

Jedenfalls spiel ich mit dem Gedanken, mir doch noch eine grössere Röhre zu holen, Okulare hab ich ja mittlerweile genug und trotz günstigen preis taugen die meiner Meinung nach gut genug für meine Ansprüche. Vorerst.

Da ich schon einen 4,5 Zoller habe, denke ich, man kann sich den 6er sparen und es muss dann gleich ein 8 Zoll her. Was mich stört ist das problem mit der Mobilität, ich hab kein Auto, sondern muss das Ding immer 1-2km schleppen, hier im Naturschutzgebiet ist eh nichts mit Auto. Auch mit so einem Bollerwagen wird es dann doch sehr aufwendig.

Gibts vielleicht noch eine andere Lösung? es gibt doch auch Spiegelteleskop-Designs, die sind viel kleiner und haben nicht so eine physische Länge, ich weiss jetzt nicht, wie die alle heissen, hab mich bisher immer nur bei den normalen Newtons umgeschaut...Ausserdem soll das ganze halbwegs günstig bleiben....notfalls eben Bollerwagen oder Sackkarre :)
Obwohl ich sagen muss, gerade in den ganz frühen Morgenstunden kann ich auch gut vom balkon gucken, die Laternen stören jetzt nicht so sehr wie die Leute oft sagen.
Gruss, manuel
 
Hallo Manuel,

schön, dass Du Dich wieder meldest und danke für den Bericht. Ein gutes Objekt ist aktuell der Ringnebel M57. Den solltest Du in der Leier leicht finden und vielleicht sogar vom Balkon aus beobachten können. Halt nicht in den nächsten Tagen wegen Mond.

Die kurzen Spiegelteleskope sind Kathadiopter, zum Beispiel Schmidt Cassegrain Teleskope. Die sind sehr kurz und recht leicht ( ein C8 hat ca 6 kg) aber recht teuer. Zumindest im Vergleich zu Newtons der gleichen Öffnung.

Bei Deinem Transportproblem und einem 8" Dobson könnte eine Sackkarre (Luftreifen!!!) Die beste Lösung sein.

CS.Oli
 
Hallo Oli,

oder denkst du, dass 6 Zoll doch schon ein guter Schritt ist? Da gibts doch schon ewig das 150/1200 von GSO im Abverkauf...aber kommt mir halt wenig vor von 114mm auf 150mm.
Ich weiss auch gar nicht, wie das mit dem nachführen ist bei einem so grossen Dobson. Meins wiegt ja nur 5-6kg insgesamt und das kann man butterweich nachführen. Das stell ich mir um einiges schwieriger vor und dann noch mehr vergrösserung, da flitzen die Planeten ja nur so vorbei. Alles andere als Dobson ist momentan nicht realisierbar finanziell, eine gute Montierung für so einen Klotz ist ja teurer als die Röhre selbst.
 
Hallo Manuel,

das beste Teleskop ist das was man auch benutzt!

Ich kenne mich mit Newton Teleskopen nicht aus aber mein Tipp wäre: bleib erstmal bei dem was Du hast! Such Dir machbare Objekte aus und plane Deine Beobachtungsnächte etwas besser. Lass Dir Zeit beim beobachten!!! Eine halbe Stunde pro Objekt NACHDEM Du es gefunden hast. Damit die Augen adaptiert sind und Du die Ruhe hast, Dich auf das Objekt zu konzentrieren. Beobachten muss man lernen und Du wirst schnell merken, dass Du mehr und mehr erkennen kannst, je öfter Du draußen warst. Das Teleskop ist halt kein Fernseher.

In nächster Zeit hast Du viele Möglichkeiten:
Mars, Jupiter, Saturn - probier mal in Ruhe aus welche Vergrößerungen für Dich optimal sind. Schau mal wann der GRF am Jupiter zu sehen sein müsste und ob Du ihn erkennen kannst. Hin und wieder werfen die Jupitermonde Schatten. Die sieht man sehr gut.

Ab Oktober spät nachts ist der OrionNebel zu beobachten. Den müsstest Du mit Deinem Gerät gut beobachten können. Den Ringnebel nannte ich schon. M13 und andere Sternhaufen sind lohnenswert.

Schau auch mal was von Deinem Balkon aus geht! Vielleicht ist das mehr als Du jetzt denkst.

Nicht gleich nach zwei Nächten das nächste Gerät kaufen, sondern erstmal etwas Erfahrungen sammeln ist Trumpf!

CS.Oli
 
ja wobei ich glaube, dass 2 Zoll Okulare ne Menge ausmachen was den Spass angeht...iwie hab ich das unterschätzt. 2 Zoll ist bestimmt um einiges komfortabler.
 
Das ist sicher so aber auch nur wenn Du etwas damit anfangen kannst = auf die Beobachtungen vorbereitet bist und etwas Erfahrung hast ;)

Aber kauf nur!

CS.Oli
 
Hallo zusammen,

ich finde diese beiden Zusammenstellungen gut. Jeweils Sommer und Winter mit nur wenigen Objekten. Was für Anfänger und Gelegenheits-Deep-Skyler.

Sommer und Winter

Grüße
 
Lieber Manuel,

ja wobei ich glaube, dass 2 Zoll Okulare ne Menge ausmachen was den Spass angeht...iwie hab ich das unterschätzt. 2 Zoll ist bestimmt um einiges komfortabler.

Okulare im 2-Zoll-Steckmaß lohnen in der Regel erst ab ca. 25mm Okularbrennweite, wenn du es weitwinklig magst. Mit Komfort hat das wenig zu tun. Einzig große und schwere Okulare profitieren auch bei kleineren Brennweiten davon, weil sie stabiler geklemmt werden können.

Ansonsten stimme ich Oli zu, dass es durchaus ratsam ist, mit dem vorhandenen Gerät zu beobachten und Erfahrung zu sammeln. Suche nach Gelegenheiten, bei anderen Sternfreunde durch deren Teleskope zu schauen. Das kostet im Zweifel nichts und du lernst andere Teleskope kennen. Die Wege in der visuellen Astronomie sind oft sehr verschieden. Ich habe lange Zeit mit einem 8-Zoll-Dobson begeistert (sehr) viele Galaxien beobachtet. Von Refraktoren wollte ich damals nicht viel wissen. Heute beobachte ich ausschließlich mit Refraktoren, obwohl mein Schwerpunkt noch immer Deepsky ist, was nach Meinung vieler große Öffnung fordert. Ich habe viele Meinungen und Berichte gelesen, aber mein Weg war nicht selten ein anderer.

Also: Lerne dich, den Himmel und deine Ansprüche kennen und entscheide dann, was du wirklich möchtest. Ansonsten kann es passieren, dass du du viele Teleskope kommen und gehen siehst. Das muss nicht schlimm sein, kostet u.U. aber mehr Geld. Andererseits: Die Umwege im Leben sind oft die lehrreichsten ;)

Liebe Grüße,
Robert
 
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oder denkst du, dass 6 Zoll doch schon ein guter Schritt ist? Da gibts doch schon ewig das 150/1200 von GSO im Abverkauf...aber kommt mir halt wenig vor von 114mm auf 150mm.
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bei DS zählt nur das Lichtsammelvermögen (nicht, niente, zero die Vergrösserung) und das ist proportional zur Fläche der Optik (= Spiegel). Die Fläche ist proportional zum Quadrat des Radius. So kannst du es abschätzen.
Also zB:
doppelter Radius = vierfach besseres Lichtsammelvermögen.
doppeltes Lichtsammelvermögen = "Quadratwurzel aus 2"-facher Radius (~1,4facher Radius)

Um einen deutlich sichtbaren Effekt/Verbesserung zu sehen, musst du das Lichtsammelvermögen mindestens verdoppeln, besser vervierfachen.
Also zB von 114mm auf 160mm oder besser 228mm (= ~8")

Gruß
Peter
 
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