Optimales Glas für tagsüber

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schischi

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Ich suche ein Glas für Wanderungen. Es sollte möglichst weitwinklig sein (am besten ca. 70° SGF), möglichst farbrein sein, eine sehr gute Schärfe haben und am besten auch kompakt und leicht sein. Letzteres würde ich allerdings der Abbildungsqualität hintenanstellen.

Vergrößerung sollte bei ca. 8 bis 8,5 fach liegen. Darüber kann man es m.E. kaum noch verwacklungsfrei halten.

Welche AP empfehlt ihr eigentlich für tagsüber?

Danke schon mal.

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

ich habe ein Meostar 8x32 von Meopta. Es wiegt ca. 600 g und hat ein Gesichtsfeld von 7,9°. Gemessen an der Preisklasse bin ich mit diesem Fernglas sehr zufrieden. Ich würde das mit dem Gesichtsfeld nicht übermäßig in die Beurteilung einfließen lassen. Selbst das Swarovski EL 8x32 (high end Klasse) hat "nur" ein Gesichtsfeld von 8,0 °. Das Swarovski kostet fast 3mal so viel wie das Meostar. Man sieht auch (leider) den Unterschied: scharf bis zum Rand und ich meine auch etwas helleres Bild.

Ich habe mir ein 8x32er Glas gekauft, weil es sowohl für Wanderungen als auch für den Sternenhimmel geeignet ist - am Himmel natürlich nur als Kompromiss. Als Glas nur für den Tag, würde ich ein 8x25 nehmen. Das kann man locker in die Jackentasche stecken. Sehr gut gefällt mir das Swarovski CL Pocket 8x25, durch das ich schon mehrfach schauen konnte. Abstriche muss man bei diesem Durchmesser natürlich beim Gesichtsfeld machen (6,8°). Ich finde aber gerade für Wanderungen wichtig, dass das Fernglas nicht ständig schwer um meinen Hals baumelt.

So, jetzt müsstest du eigentlich noch schreiben, wie viel Geld du ausgeben möchtest.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo,
habe mir vor kurzem ein 8x42 Trailseeker ED von Celestron gekauft.
8.1 Grad Gesichtsfeld, angenehmer Augenabstand und gut verarbeitet.
Macht sowohl am Tag als auch am Himmel eine gute Figur.
Für die Hosentasche ist es natürlich nichts, aber zum Umhängen finde ich das Gewicht noch nicht störend.
Die optische Leistung würde ich als gut einschätzen, auch wenn mir der Vergleich zu Highend Geräten fehlt.
Gekauft hab ich es in England 270£ gegenüber 450€ in Deutschland

Gruß
Thomas
 
Wie es der Zufall so will: Ein Arbeitskollege von mir hat sich vor ungefähr 2 Wochen das entsprechende Kowa-Glas als 8x42er gekauft. Mir konnten daher mal einen direkten Vergleich meines Meoptas und seines Kowas machen - alles bei Tageslicht!!

Wie gemäß Preisunterschied (ca. Faktor 2) zu erwarten, schnitt das Meopta doch deutlich besser ab. Das betrifft vor allem die Randschärfe. Wobei Randschärfe oder -unschärfe nicht unbedingt der richtige Ausdruck ist. Es ist vielmehr eine Bildfeldwölbung, d.h. man kann den Rand scharf stellen, dann ist's halt in der Mitte unscharf und umgekehrt. Der Effekt ist beim Kowa deutlich stärker als bein Meopta. Außer in High-End-Gläsern habe ich diesem Effekt in allen Ferngläsern mehr oder weniger gesehen.

Sichtbare Farbfehler treten bei beiden Gläsern nicht auf. Auch in punkto Mittenschärfe konnte wir keinen entscheidenden Unterschied feststellen.

Das Meopta liegt nach meinem Geschmack besser in den Händen und macht insgesamt einen etwas besser verarbeiteten Eindruck.

Das Kowa ist trotzdem sicher seinen Preis wert. Ob dir die Qualitätsstufe reicht oder ob du mehr willst oder eventuell auch weniger, musst du selbst entscheiden. Ich persönlich würde für ein reines Tagfernglas lieber Geld sparen, indem ich ein kleineres Glas (8x25) nehme und dafür das gesparte Geld in höhere Qualität investiere.

Ich würde dir auf jeden Fall den Rat geben, das Fernglas deiner Wahl vor dem Kauf in die Hand zu nehmen und gegebenenfalls einfach mal mehrere zu vergleichen.

Gruß
Wolfgang

P.S.: Auf meinem Avatar-Bild kannst du übrigens unsere Hündin sehen, wie sie durch das Meopta Meostar schaut. Hat ihr immer gut gefallen. Leider ist sie letztes Jahr gestorben. :cry:
 
Zuletzt bearbeitet:
möglichst farbrein sein, eine sehr gute Schärfe haben und am besten auch kompakt und leicht sein

Hallo Michael.
Nun, für Wanderungen scheint sofern am Tage praktiziert eine AP von 2-3 ausreichend. Jedoch musst das selber testen, da die AP von 2,5mm der EP des Auges am Tage entspricht. Bedeutet, viele "Taschengläsernutzer" finden den Einblick sehr nervös, die Bildzentrierung wird im Einblick erschwert.
Daher ist m.E. die ideale Größe und auch die weit verbreitete AP für deine Zwecke im 8x30/32 zu finden. Ein 8x42 kannst du auch benutzen, aber mehr Geeicht und Packmaß musst du dann mit einrechen. Jedoch wirst du am Tage mit einem 8x42 nicht mehr sehen als mit einem 8x32. Die wirksame Öffnung des 42er Glases wird durch deine Tages AP bestsimmt, also 2,5mm. Die mit der V multipliziert?, richtig, 20mm. Warum dann 32? Weil die EP 2,5mm in der 4mm AP des 32er´s bereits viel "Platz" hat und bereits ein (je nach Okularausführung" sehr entspannten Einblick gewährleistet. Dann auch im 42er? Ja, aber warum mehr an Masse und Größe mit schleppen, und das ohne Nutzen. Denn ein 32er hat mit 4mm auch bereits Dämmerungsreserven.

Farbreine Abbildung, schwierig in der Preisklasse, so zumindest meine Erfahrung. Bei KOWA bekommst du das bei den Prominar Modellen, nicht aber bei dem von dir aufgeführten. Da aber jeder auch eine andere Sensibilität hinsichtlich der chromatischen Aberration CA besitzt, selber testen bitte. Es spielen ja auch noch andere Faktoren, wie Einblickverhalten, Brillenträgertauglichkeit - also der AP Längenabstand des Glases - eine Rolle. Transmission etc., und mit Schärfe steht m.E. unmittelbar der Kontrast im Zusammenhang. Wichtig wäre sicher auch das Streulichtverhalten. Und hier das EL von Swaro eine m.E. kleine Schwäche - ansonsten............. sicher, eines der Gläser der Gläser (für mich derzeit das Glas der Gläser).

Ein max. Budget Angabe wäre sicher hilfreich. Wenn ein Porro in Frage käme und der Mitteltrieb und dessen Übersetzung ein wenig träge sein dürfte - dann ggf. das Habicht Modell 8x30W ( wasserdicht) von Swarovski, oder das Nikon EII.
Sehr gute Kritiken bekommt das Kenko Ultra View OP DH ll 8x32.

Was aber auch eine hervorragende Alternative wäre, wäre das Trinovid BA oder die spätere Ausführung BN von Leica aus dem Gebrauchtmarkt. Die Zeiss Conquest Serie ist stimmig im Preis-Leistungsverhältnis und hier hast du auch einen sehr guten Service, der nicht unter dem Tisch fallen sollte.

Hoffe ein wenig geholfen zu haben, es kommen sicher noch einige Anregungen.
 
Hallo Dominique!

Das mit dem nervösen Einblick bei Taschenferngläsern ist ein interessanter Aspekt. Ehrlich gesagt: Ich kann mich nicht erinnern jemals durch ein Fernglas mit 2,5 mm Austrittspupille (8x20) geschaut zu haben. Bei dem 8x25er Swarovski (AP = 3,1 mm) ist mir da nichts unangenehmes aufgefallen. Allerdings war das auch immer bei hellem Sonnenschein. Bei Dämmerung, also größerer Augenpupille sollte das Problem doch dann verstärkt auftreten? Hast du selber konkrete persönliche Erfahrungen dazu - bei 8x25 nicht bei 8x20?

Ich frage deshalb, weil ich immernoch mit einem schönen, hochwertigen Taschenfernglas liebäugele.

Gruß
Wolfgang
 
Hallo zusammen,

ja, das Budget ist wohl eines der entscheidensten Auswahlkriterien. Ich wollte eigentlich nicht mehr als € 400-500 ausgeben.

Ich habe mal bei ICS ein bisschen mit der Suchmaske herumgespielt und bin dann noch auf folgendes Glas gestoßen:


Kennt das jemand?

Ein echter Preisknaller wäre dann noch das hier:


Ist natürlich ein Porro-Glas.

Grüße
Michael
 
Ich habe das 8x25er Swarovski. Die optische Leistung ist aus meiner Sicht ohne Tadel und sehr gut. Bei dem Glas können die Augenmuscheln schön weit herausgefahren werden und ich kann meine Augen (bin kein Brillenträger) darin regelrecht versenken und habe dadurch ein ruhiges Einblickverhalten. Was sich bei diesen Kleinstgläsern einfach bemerkbar macht ist das Handzittern durch das geringe Gewicht weshalb die Benutzung aus meiner Sicht nicht so komfortabel ist wie z.B. bei 8x42. Hier ist man dann wieder in einem Zielkonflikt. Mein 8.5x42 Swaro habe ich verkauft da es mir doch zu viel Schlepperei war in den Bergen (Flachlandwandern war i.O.). Jetzt überlege ich mir ernsthaft, auch mal ein 8x32 anzuschauen.

CS, Thomas
 
Ein echter Preisknaller wäre dann noch das hier:

ja, sicher ein Preisknaller. Wenn du aber deine Präferenzen CA minimal und Schärfe und und annähernd erfüllt sehen möchtest, dann fällt das KOWA Porro raus, ich kenne das Glas. Die Rechnung verallgemeinert ist bei Ferngläsern die, du bekommst, was du bezahlst. Nikon MONARCH HG 8x30 wäre ein Kandidat, der deine Anforderungen sicher stellt.
Das verlinkte deinerseits nicht. Auch ganz generell, Dachkanten bis 400-500,-€ sind m.E. schwierig im Anspruchsniveau zu betrachten, mehr im Kompromiss. Und welche da eingegangen werden entscheidet der Käufer.
Vergiss bitte nicht - ich muss es ja immer wieder und wieder wiederholen - Optik schön und gut, Mechanik aber auch!
Wenn der Mitteltrieb und die Dioptrien,-Augenmuschelmechanik nicht für Langlebigkeit etc. ausgelegt ist, speichere dir schon einmal die Serviceadresse des Herstellers. Sicher, etwas überzogen aufgezeigt, aber ich sehe immer wieder die unzähligen Beiträge, die die Mechanik gänzlich unerwähnt lassen. Oftmals geht das schief.
 
möglichst farbrein sein, eine sehr gute Schärfe haben

Hallo Michael,

musst du eigentlich mit Brille beobachten?

Soweit ich mich erinnere bist du Brillenträger, zumindest hattest du damals bei der Übergabe des Vixen Fluorit auf dem Parkplatz bei Dortmund eine auf!;)

Im mittleren Preisbereich würde ich mich immer für das Zeiss Conquest 8x32 entscheiden, optisch eine klasse Glas, fast auf Augenhöhe mit dem Victory 8x32, Unterschiede werden nur im direkten Vergleich sichtbar und die sind so marginal das man sie vergessen kann.

Mechanisch ist das Victory natürlich etwas besser, irgendwo müssen die Preisunterschiede ja herkommen.
Das Conquest ist ziemlich farbrein und extrem scharf, natürlich läßt diese etwa nach 75% des GF deutlich nach, ist halt kein Flatfield.

Manchmal werden die gebraucht um die 500,- Euronen angeboten, mein Conquest 8x32 musste einem Nikon EDG 8x32 weichen das mir durch die höhere Randschärfe einen Tick besser gefiel, trotzdem, dass Conquest ist sein Preis mehr als Wert.

Die Zeiss Conquest Serie ist stimmig im Preis-Leistungsverhältnis und hier hast du auch einen sehr guten Service, der nicht unter dem Tisch fallen sollte.

Hallo Dominique,

leider macht Corona momentan auch nicht vor dem guten Zeiss-Service halt, mein Conquest 10x32 ist mittlerweile seit fast 8 Wochen unterwegs und kein Ende in Sicht.:poop:

Andreas
 
Nikon MONARCH HG 8x30 wäre ein Kandidat, der deine Anforderungen sicher stellt.

Hallo Dominique,

ja, das scheint gut zu meinen Anforderungen zu passen!

Welche weitere Alternative gäbe es zu diesem Glas denn noch?

Würde ja vielleicht auch ein Porro und die größere Unhandlichkeit dabei in Kauf nehmen, wenn es die gleiche Qualität dabei deutlich günstiger gibt.

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

musst du eigentlich mit Brille beobachten?

Soweit ich mich erinnere bist du Brillenträger, zumindest hattest du damals bei der Übergabe des Vixen Fluorit auf dem Parkplatz bei Dortmund eine auf!;)

Hallo Andreas,

das hast du gut erinnert! :) Ist ja schon ein paar Jährchen her ...

Allerdings brauche ich die Brille beim Fernglas nicht bzw. setze sie ab. Hab nur so um die -1 dpt.

Das Zeiss wäre sicher auch nicht schlecht.

Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

muss das Glas denn unbedingt neu sein?
Ich habe schon mit vielen Taschenferngläsern, auch den Zeiss, herumgespielt aber keines hat mich so begeistert wie das Leica Trinovid 8x20 BCA
Ich hatte auch den direkten Vorgänger und dazwischen liegen Welten.

Generell mag ich ja stabilisierte Gläser sehr, und inzwischen gibt es von Canon auch ein 10x20 IS
Obwohl es mich sehr gereizt hat bin ich wegen Größe und Gewicht beim Leica geblieben, das passt auch noch in die Hosentasche.

Grüße Jochen
 
Welche weitere Alternative gäbe es zu diesem Glas denn noch?

hm, ich kenne eben mehr die Gläser der höheren Preisklasse.
Aber lies einmal Erfahrungsbericht: Meopta 8x32 Meostar vs Nikon 8x30 EII
Das Meopta könnte auch dein Interesse finden ?
Das Habicht Modell von Swarovski - ich hatte das Porro 7x42, optisch ein Genuss - wie evtl. eben auch das 8x30W, mechanische Verarbeitung traumhaft - ein Handschmeichler !!
M.E. definitiv aber auch das CL Companion 8x30 B von Swarovski. Auch ein sehr schönes Glas der 8x30 Kategorie.
Das findet man mit ein wenig Geduld auch in den Kleinanzeigen.
Conquest von Zeiss und Trinovid HD von Leica, wie erwähnt am sichersten selber testen. Sowieso das KOWA Genesis 8x33 Prominar.
Vom Hörensagen das Vixen Fernglas Ultima ZR 8x32 ZWCF - soll ein anständiges Glas sein.

Über die Taschengläser hatte ich berichtet. Wenn Taschenglas dann würde ich das Ultravid auf Grund des Mitteltriebes und der optischen Leistung wegen empfehlen. Das Triebrad des Trinovid lässt sich im Winter mit Handschuhen, wie bei sehr vielen Taschengläsern, nicht gut bedienen. Hier punktet das Ultravid neben der ohnehin besseren Optik.
 
Sorry, ich hatte oben Müll geschrieben :)

Aktuell habe ich das Leica Ultravid 8x20 und von dem bin ich schwer begeistert.
Das ist deutlich besser als das Trinovid 8x20, das ich vorher hatte.

Ich habe mir das Ultravid bei Ebay für um 250 Euro geschnappt.

Grüße Jochen
 
Aktuell habe ich das Leica Ultravid 8x20 und von dem bin ich schwer begeistert.
Das ist deutlich besser als das Trinovid 8x20, das ich vorher hatte.

ja, dem ist auch so! Wobei das Trinovid auch immer noch ein sehr gutes Glas ist. Hier könnte nur das Nikon 8x20 HG L DCF als wirklicher Konkurrent angesehen werden. Bei dem muss man sich aber an dem vorn liegenden Mitteltrieb gewöhnen.
 
Hallo Michael,

das Fernglas Minox HG 8x33 (Germany made, Sehfeld 8,1° -142m/1000m) wurde noch nicht erwähnt. Das ist mein Kauftipp, weil es noch häufiger für um die 500 EUR erhältlich ist (ehemals 1k EUR UVP) und man ein sehr gutes Glas dafür bekommt. Es ist mein Tag- und manchmal sogar Nachtglas. Ich hatte vorher ein Zeiss Conquest 8x32 mit dem ich sehr zufrieden war bis es gestohlen wurde. Das Minox HG 8x33 hatte ich damals neu für 499 EUR bekommen und es hat das Conquest übertroffen. Es ist für mich optisch und vor allem haptisch angenehmer als das Conquest: Ich finde den Einblick des Minox HG entspannter, die Detailwahrnemung höher, die Schärfeleistung top, Randabbildung des großen Gesichtsfelds ähnlich sehr gut aber mit weniger Globuseffekt und es liegt ruhiger in meinen Händen als das Zeiss Conquest.
Wenn mit dem Gerät mal was ist, gibts ähnlich wie bei Zeiss den Minox Service in Wetzlar.

Sonnige Grüße
Oliver
 
.................. stimmt ein gutes Glas, in der Preisklasse. Eine schöne Transmission = helles Bild. Leidet aber wie das Conquest auch an Farbfehlern extern der Mitte und die Randschärfe ist mäßig. Besitzt aber einen schönen Mitteltrieb. Ob die Form der Augenmuscheln passen muss jeder probieren. In dem Preissegment aber sicher sehr zu empfehlen.
 
Man bekommt das Nikon EII 8x30 manchmal in dem genannten Preisrahmen, z.B. direkt aus Japan, trotz Einfuhrumsatzsteuer.

Es ist dank der kurzen Bauform noch recht kompakt und lässt sich stabil halten. Von der optischen Leistung her hält es mit den Dachkanten in der Preisklasse mehr als gut mit, ich würde es optisch und haptisch eher in die Oberklasse einordnen. Vor allem das riesige Sehfeld (8,8°, 153m/1000m) ist eine Augenweide.

Die besseren 8x30 Dachkanten wie das Swarovski CL sind nicht wirklich optisch überlegen, aber deutlich teurer. Erst die Top-Alphas legen nochmal eine Schippe drauf. Ich bin gespannt auf die neuen Zeiss SF 32er, aber ob ich dafür 2.350 Euro ausgeben würde?

Viele Grüße
Sebastian

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Leidet aber wie das Conquest auch an Farbfehlern extern der Mitte...

...hmm, dass Conquest 8x32 ist was Farbfehler anbelangt eigentlich sehr gut, ich konnte es ausgiebig mit dem Victory 8x32 vergleichen und die Unterschiede sind eher marginal, also nicht auffällig!
Wer bei diesem Glas über Farbfehler klagt sollte niemals durch ein dreimal so teures Noctivid 10x42 schauen.;)
Bei den großer Exemplaren (10x56 u. 15x56) soll der Farbfehler allerdings ausgeprägter sein.

Andreas
 
...hmm, dass Conquest 8x32 ist was Farbfehler anbelangt eigentlich sehr gut, ich konnte es ausgiebig mit dem Victory 8x32 vergleichen und die Unterschiede sind eher marginal, also nicht auffällig!
Wer bei diesem Glas über Farbfehler klagt sollte niemals durch ein dreimal so teures Noctivid 10x42 schauen

Ich hatte ja bereits darauf hingewiesen, mit der Wahrnehmung von optischen Merkmalen ist das so eine individuelle Sache. Ich nehme Farbfehler schnell und intensiv auf, leider :( Ich kenne die Conquest, 8 und auch 10x, in 32 und 42er Größe. Sicher, "schlecht" sind sie keinesfalls - in Summe ein gutes Glas ! Das FL32 von Zeiss ist hier sicher immer noch mit ein Favorit, ich hatte es. Muss man aber günstig suchen.
Die Noctivid Serie hatte ich auch vor Augen, ......... da gibt es begeisterte und jene, für die das Glas mit separiert betrachteten präferierten Merkmalen nicht in Frage kommt :)
Ja, Jammern auf Höchstniveau.
 
Ich hatte das Nikon EII 8x30 mal für kurze Zeit.
Gekauft aufgrund der vielen positiven Kommentare und es ist ja auch nicht schlecht, nein - es ist wirklich ein nettes Glas.
Allerdings blieb der WOW Effekt weg, es kam nie wirkliche Begeisterung auf.
Und so richtig klein ist das Glas ja auch nicht, ich habe ihm zu jeder Zeit das Canon 10x42IS vorgezogen, das ich damals besessen habe.

Beim Leica Ultravid 8x20 ist das anders, da schaue ich durch und denke jedes mal "WOW" - irre was dieses kleine Ding auf die Netzhäute zaubert.

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

es ist immer wieder interessant wie unterschiedlich Ferngläser eingeschätzt werden, hier muss man unbedingt selbst probieren und testen was zu einem passt. Ein "Wow" beim 8x20, für mich persönlich kaum vorstellbar. Vielleicht liegt es daran, das ich mit solchen Taschenferngläsern wenig anfangen kann, sie bleiben für mich ein großer Kompromiss. Vor allem, das mickrige Gesichtsfeld verbunden mit der kleinen AP. Eine Zweifachknickbrücke ist für mich dann sowieso ein KO-Kriterium. Da kann die ordentliche Optik dann auch nicht mehr viel reißen. Ich habe trotzdem ein Taschenfernglas für Situationen, in denen ein "richtiges" Fernglas mir zu viel ist, ein Kowa BD 8x25, ein sehr ordentliches Taschenfernglas mit mehr als 3 mm AP. Häufig habe ich bei Wanderungen derzeit mein kleines KOMZ 6x24 (11,4°) dabei.
Noch etwas zum "Wow". Wenn ich an einem schönen Tag durch mein fast 100 Jahre altes Zeiss Delturisem 8x24 (8,75°) schaue, dann kommt dieses "Wow" und ich verneige mich gedanklich tief vor Heinrich Erfle, dem Konstrukteur dieser Optik.
 
Hallo Michael und alle anderen,

dieser Thread bestätigt wieder einmal aufs beste, was ich privat immer Leuten sage, die mich um Beratung für ein Glas bitten: ein Fernglas ist wie eine Brille: es muss passen. Und ob es passt, findet man nur heraus indem man es ausprobiert.
Somit ist der beste Weg der zu einem gut sortierten Optikhändler. Sei es Jülich in Bonn oder Wannack in Hamburg, es gibt da bestimmt noch einige mehr. Da kann man dann ein paar Glaser in die Hand und ans Auge nehmen und findet schnell heraus, welches das optimale Glas für einen ist.

Gegebenenfalls stellt sich eventuell sogar heraus, dass man nicht ein Glas für Tagesbeobachtung benötigt, sondern zwei. So ist es beispielsweise bei mir. Auch ich habe ein Ultravid 8x20 und bin immer wieder begeistert, was dieser Winzling am Tage zu leisten vermag. Aber auch das Ultravid hat seine bauartbedingten Grenzen, insbesondere das kleine Gesichtsfeld und mittelmäßige Streulichtunterdrückung. Beides ist den kleinen Tuben geschuldet. Und natürlich geht ihm bei 2,5mm AP in der Dämmerung schnell das Licht aus. Deshalb habe ich zur Ergänzung ein 8x42 (DDoptics Königstein ED), das ich mitnehme, wenn ich ein weites Feld möchte oder in der Dämmerung oder schlechtem Licht raus gehe. Dennoch ist das 8x20 mit Abstand mein meistgenutztes Glas. Warum? Weil ich es in einer schlanken Gürteltasche immer dabei haben kann, wenn ich in die Natur gehe. Auch wenn ich gar nicht vorhabe zu beobachten, habe ich es dennoch dabei und nutze es dadurch sehr oft. Ein größeres Glas hätte ich vielleicht gar nicht mitgenommen und könnte dann nicht beobachten, wenn ich etwas interessantes sehe.

So setzt jeder andere Prioritäten bei der Nutzung seiner Gläser. Und aus diesen Prioritäten ergibt sich dann das optimale Glas für den jeweiligen Nutzer.
Michael, mach Dir Gedanken welches Glas für Dich optimal wäre. Ich stelle in dieser Situation immer die drei W-Fragen:

Was möchtest Du schwerpunktmäßig beobachten?
Welche Gelegenheiten möchtest Du für diese Beobachtungen nutzen?
Wie hoch ist das Budget?


Wenn Du diese Fragen für Dich selbst beantworten kannst, ergibt sich recht schnell ein optimales Glas.

Bis dann:
Marcus
 
Ich war letztens mit einem 600g-Fernglas unterwegs. Ein ganz schöner Brummer, das ist mir schon zu schwer. Andere lachen über das Gewicht vielleicht.

Viele Grüße
Spunti
 
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