Neue Idee zum sekundenschnellen Kollimieren eines 10" Schmidt Cassegrains

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a_echta_Tiroler

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Hallo Astrogemeinde!

(Ich übernehme ausdrücklich keine Haftung falls mein folgender Vorschlag zu irgendwelchen Schäden führen sollte!)

Ich bin kein Astroprofi sondern ein absoluter Anfänger, das möchte ich vorab schon mal erwähnen. Ich habe versucht mein neu erworbenes gebrauchtes Meade SC10“ Teleskop zu kollimieren.

Das ging in die Hose aus verschiedenen Gründen, auf die ich nicht näher eingehen will. Also habe ich mich vom gewohnten allgemein gültigen Pfad der Kollimierung, wie Ihn vermutlich fast alle gehen, entfernt, und mir Gedanken gemacht, wie es besser und einfacher gehen könnte und wenn möglich mit wenig Zeitaufwand und unter Tag. Und ich bin zu einer Lösung gekommen.

Ich bitte Euch um Eure Meinung.

Es könnte jetzt durchaus sein, dass es Zufall war, aber jetzt bekomme ich endlich scharfe Fotos zusammen. Und solange das so bleibt, lasse ich die Finger von den Fangspiegelschrauben!

Ich habe mir einige Masken aus Karton zusammengeschnitten, anlehnend an Duncan Maske oder die mit den 3 um 120° versetzten Löchern (sorry Name vergessen) und ein paar eigene Masken. Auch einen künstlichen Stern habe ich mir gebastelt und versucht es innerhalb meiner Wohnung zu kollimieren, Das war mit meinen 7m Distanz sehr abenteuerlich in den Fokus zu kommen (also Zenitprisma plus ca. 70cm Abstand). Alle diese Versuche führten nicht zum gewünschten Ergebnis.

Hier nun meine Idee, die bei mir innerhalb von wenigen Sekunden zum Erfolg geführt hat:

Also, mein10 Zoll Schmidt Cassegrain hat folglich einen 254mm offenen Durchmesser und einen Fangspiegelhalter-Durchmesser außen von 77mm.

Also habe ich mir einen Karton zugeschnitten mit Innendurchmesser von ca. 77,5mm und einen Außendurchmesser von ca. 246mm. So, und schon hat man alles was man braucht.

Man richtet das Teleskop auf einen Hellen Hintergrund wie etwa Hauswand oder Himmel (Auf keinen Fall in die Sonne richten), legt dann diesen Karton über den Fangspiegelhalter, wo er zentriert wird. Man soll also von vorne rund um den Karton einen gleich breiten Rand der Schmidtplatte von 4mm sehen, sonst ist der Fangspiegelhalter dezentriert, was vorher berichtigt werden sollte.

Man schaut dann okularseitig ohne Okular hinein, den Augenabstand so wählen, dass man den Okularauszug-Durchmesser und den Innentubus-Durchmesser gleich groß sieht.

Da sollte dann ein dünner Lichtrand zentrisch zum Tubus-Durchmesser sichtbar sein. Dieser ist viel einfacher zu erkennen als die Mitte des dunklen Fangspiegels. Falls kein durchgehender Lichtring sichtbar ist, bringt man diesen mittels schrauben an der passenden Fangspiegel-Einstellschrauben ins Zentrum. Sieht man einen hellen dünnen sichtbaren Lichtring ist es kollimiert. So hat es bei mir funktioniert und hoffe bei Euch auch. Ich möchte aber nochmals darauf aufmerksam machen, dass ich ein Anfänger ohne fachlichen Hintergrundwissen bin, also alles unter Vorbehalt.

Wie oben erwähnt, würde ich mich über Kommentare freuen.

LG Roland
 
Hallo Roland,

so einfach ist das nicht. Was Du da gemacht hast geht auch mit einem Concenter-Okular oder einer ähnlichen Hilfe. Ohne die Abbildung am Stern zu prüfen und die Justage damit abzuschließen geht das nicht - das braucht etwas Ruhe und Zeit und ebenso Übung. Die Voreinstellung wie geschrieben geht so, mehr auf keinen Fall. Der Hinweis auf Thierry ist sehr angebracht, er erläutert ja um was es geht. Das Grundprinzip hast Du ja raus, dazu haben Dich Deine Überlegungen geführt. Es gibt im Web mehrere Quellen wo eine Kollimation eines SCT gut beschrieben ist, es ist immer die Frage welche einem am ehesten hilft, jeder tickt anders. Google wird Dir dazu einiges zeigen.

CS
Jörg
 
Danke Euch für Eure Komentare.
Ich verstehe. Dann könnte man es als grobe fein Vorbereitung zum Kollimieren bezeichnen.
Ja das mit Zeit, Übung und Geduld liegt mir nicht so weil das Wetter und Seein auch noch mitspielen muss.
Ihr habt mir aber Mut gemacht, dass ich da vielleicht noch mehr an Schärfe rausholen kann. Also Abwarten bis alle obigen Bedingungen zutreffen und dann werde ich es probieren.
LG Roland
 
Hallo Roland,

das ist die Krux, an dieser nervigen Genauigkeit geht leider kein Weg vorbei. Wenn Du das durch hast wirst Du den Effekt Deiner Bemühungen feststellen.

CS
Jörg
 
Hallo Jörg.
Ja, der Versuch scharfe Astrofotos selber zu machen, bringt mich oft an den Rand der totalen Verzweiflung und ist mir auch noch nicht gelungen.
Also ein entspannendes Hobby würde ich es nicht bezeichnen!
Was ich ja absolut nicht verstehen will, ist, dass man für einen so hochpräzisen Einstellprozess eine so schwindelige Kunststoff für die Fangspiegelhalterung verwendet.
LG Roland
 
Hallo Roland,

der Weg ist das Ziel. Sobald man man eine Scope justiert hat, den Abstanbd des Reducers zum Chip gefunden, Tilt beseitigt und das guiding im Griff hat, kauft man sich was Neues :)

Viele Grüße
Matthias
 
Hallo Mathias.
Ich kaufte mir schon oft ein neues Telescope, und bin noch nicht mal zum guiden gekommen. ? Das sind ja tolle Aussichten für meine Zukunft. ?
Ganz so ist es nicht bei mir, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Missgelingen nicht an meinen Apos scheitert, sondern an der zu hohen Erwartung. Was ein 60mm nicht bringt bringt vielleicht ein 110er. Und wenn nicht, dann versuche ich es halt mit einen 10Zöller. So kam ich zu meinen SC10. Leider war keine Verbesserung erzielt worden. Folglich liegt es an der mangelhaften Kollimierung.
Jetzt nach meiner eigenen Methode mit der Runden Scheibe, habe ich es doch tatsächlich geschaft eine Verbesserung zum 110er Apo zu sehen.
Jetzt stellt sich nur noch die Frage ob ich an der Kollimierung am Stern noch eine Optimierung rausholen kann.
LG Roland
 
Hallo Alex.
In Bezug auf Schärfe bzw Auflösung bzw Detailerkennung. Aber das sollte bei über 2x Öffnung allein schon rechnerischeh klar sein, konnte ich aber bis vor meiner Kollimierung nicht feststellen. Jetzt schon. Durchmesser ist alles. Das Seeing muss natürlich passen. Ich vergleiche die besten Fotos aus je ca 1000 Fotos die ich mit meiner ASI 177MC mache ohne Zusatzlinsen.
LG Roland
 
Aber das sollte bei über 2x Öffnung allein schon rechnerischeh klar sein,

Naja, ohne jetzt eine Dikussion zwischen Spiegel und Linsenteleskopen vom Zaun brechen zu wollen (habe selber beides und Diskussionen darüber gibt’s und gab’s hier genügend) so ganz klar ist das nicht. Der APO ist zwar kleiner hat aber keine Obstruktion und am Ende zählt nicht nur die Auflösung sondern auch der Kontrast bzw. die Kontrastübertragung. Da dürfte dein doch recht große APO ziemlich nahe, wenn nicht gar fast besser liegen.

Zumal es sich so gelesen hatte, dass du schon einen besseren Eindruck hattest, obwohl das SC noch nicht so gut justiert war.

Seeing ist natürlich essentiell.

Grüße,
Alex

***Nachtrag***
setzt natürlich voraus, dass der APO entsprechend gut abbildet und selbst keine, wie auch immer verursachten, gravierenden Fehler (z.b. Dejustage, klemmende Linsen, etc.) hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, ohne jetzt eine Dikussion zwischen Spiegel und Linsenteleskopen vom Zaun brechen zu wollen (habe selber beides und Diskussionen darüber gibt’s und gab’s hier genügend) so ganz klar ist das nicht. Der APO ist zwar kleiner hat aber keine Obstruktion und am Ende zählt nicht nur die Auflösung sondern auch der Kontrast bzw. die Kontrastübertragung. Da dürfte dein doch recht große APO ziemlich nahe, wenn nicht gar fast besser liegen.
...

Z.B. hier...
 
Ich gestehe ich bin ein Apo Fan. Der Kontrast ist natürlich immer besser, aber die Auflösung eines 254mm Sc kann ein 110er Apo bei besten Seeing einfach rein physikalisch nicht erreichen Wenn doch dann sind die Formeln zur Berechnungen der Auflösung falsch.
Aber man kann das ja recht gut an Mondbilder hier im Forum sehen. Ich habe noch kein Foto eines Apos gesehen das an einen 10Zöller Spiegel herankommt. Punkt. Da gibt es nicht nehr dazu zu sagen. Wenn das Seeing perfekt ist natürlich.
Das ist wie Fahrradfahren auf einer glatten Asphaltstraße. Da wirst du mit einem Rennrad immer schneller sein als mit einem Mountainbike. Aber sobald der Asphalt in eine Schotterpiste übergeht wirs sich das ändern.
Aber wie eingangs schon erwähnt, werde ich meine Apos, immer bevorzugen. Allein schon vom Handling und Gewicht.
LG Roland
 
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