Apo zum Dobson

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MonoEmbolex

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Moin liebe Leute,

Ich würde gerne neben meinem 10Zoll Dobson etwas mobileres kaufen, womit ich auch lange Strecken zu Fuß zurück legen kann. Die meisten Wege auf den Berg sind ja doch Wanderwege. Ich hatte an einen 80mm Apochromat gedacht für primär Planetenbeobachtungen und rein visuell?

Mein Augenmerk liegt besonders auf hoher Kontrastschärfe. Wäre da ein 8mm f/7 Apo gut geeignet?

Zudem spiele ich mit dem Gedanken, eine EQ6 r mit Goto zu kaufen. Hat das schonmal jemand über weite Strecken geschleppt?


Zudem wollte ich mal fragen, ob jemand Erfahrung mit Okularen hat, ausschließlich am Planeten. Jupiter, Saturn, Mond. Ich habe im Moment 5mm, 31mm und ein Hyperion Zoomokular, alle 2Zoll. Bin mir nicht sicher, ob sie an einem Apo gut geeignet sind.

Vielen Dank schonmal im Voraus!


Mfg Thomas
 
Hallo Thomas!

Ich bin vor allem mit 8'' Dobson und als Reiseteleskop einem 60/330 Apo unterwegs.
Ich bin mir beidem sehr zufrieden.

Eine EQ - insbesondere eine EQ-6 mit GoTo wäre mir aber viel zu klobig und schwer zu schleppen! Selbst kurze Strecken nur im Notfall! Da finde ich den Dobson noch handlicher und transportabler!
Daher hab ich meinen Apo auch auf einem Manfrotto Fotostativ mit Neiger. Klappt super und so hoch, dass das Nachführen ein Problem wäre, kann man mit dem eher kleinen Apo sowieso nicht vergrößern.

Ich nutze am Dobson wie am Apo TeleVue Nagler und TeleVue Delos Okulare und würde sie nicht mehr hergeben. Ich persönlich mag die Hyperions nicht, aber das ist (wie vieles in unserem Hobby) reine Geschmacksache.
Bei beiden Teleskopen reicht die Palette vom 31mm Nagler bis zum 8mm Delos + Denkmeier Filterswitch 2,3fach (also am Dobson von 39fach bis 345fach und am Apo von 11fach bis 95fach).
An Planeten hab ich bisher noch keine Okulare gefunden, die so brillant abbilden wie TeleVue Delos.


Am Ende bleibt:
Der Apo ist super praktisch und bildet für seine Größe sehr gut ab.
Aber egal an welchem Objekt (außer massives Wildfield), der 8'' Dobson ist besser.
Gerade an Planeten bringt dir die deutlich höhere Auflösung und die Möglichkeit höher zu vergrößern am Dobson so viel mehr, dass da kein Apo, egal ob 60mm, 80mm oder 100mm mithalten kann.

Auch brauche ich persönlich, um genussvoll Planeten zu beobachten, mindestens 200-250fache Vergrößerung. Und da muss der Apo schon viel Durchmesser haben, dass er das schafft.

Soviel mal von mir dazu.
Grüße, Mario

Reiseausrüstung.jpg

PS. Am Foto ist noch ein altes Zoom-Okular am Apo zu sehen. Das nutze ich nicht mehr.
 
Servus Thomas,

ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Mario. Außerdem besitze ich ebenfalls den 60/330 ED und verwende ihn, ähnlich wie Mario, mit T6 Nagler, einem 24er Pano sowie ein paar 2" Okularen. Für mich ist er ein tolles, transportables Fernrohr und Weitfeldbeobachtungen machen damit richtig viel Spaß. Wenn ich hin und wieder Planeten und den Mond mit ca. 100x Vergrößerung anschaue, bin ich jedes mal überrascht, was mit der kleinen Öffnung möglich ist, auch wenn die Abbildung dann nicht mehr wirklich farbrein ist.
Dennoch muss ich zugeben, dass das eher eine Spielerei ist oder auch nach dem Motto "besser ein kleines Fernrohr, als gar keines". Wie mein Vorposter bereits erwähnt hat, wird es bei Planeten erst bei höheren Vergrößerungen so richtig spannend und die kannst du mit transportablen Apos nicht wirklich sinnvoll erreichen. Abgesehen davon steigen die Preise dann ins unermessliche.
Auch für Deepskybeobachtung, wenn es nicht gerade extremes Weitfeld sein soll, kommst du um viel Öffnung nicht herum.

Ich besitze seit geraumer Zeit einen 6" Reisedobson (unter 3kg!), den ich auch schon bei meinem letzten Urlaub auf Madeira im Handgepäck mit hatte. An die paar Beobachtungsnächte dort kann ich mich noch heute erinnern. Mit Sicherheit hätte mir auch der 60/330 Freude bereitet, aber an die Eindrücke, die ich mit dem 6" Spiegel hatte, wäre er um Welten(!) nicht herangekommen. Egal ob Planeten/Mond/Doppelsterne bei sehr hohen oder ausgedehnte Objekte mit niedrigeren Vergrößerung, im direkten Vergleich hat man bei der größeren Öffnung ein Wow-Erlebnis. Da liegen Welten dazwischen...

Der Vorteil, den der kleine ED Apo hat ist, dass ich ihn auf den StarAdventurer befestigen und eine Kamera befestigen kann. Zum visuellen Beobachten würde ich sonst fast in jedem Fall den 6" Newton vorziehen. Ich besitze auch einen 4" ED Apo und selbst der kann dem Sechszöller überhaupt nicht das Wasser reichen.

Zum Abschluss möchte ich trotzdem sagen, dass der 60/330 deshalb nicht verstaubt und öfters zum Einsatz kommt, auch wenn ich so gut wie fast immer mit dem Reisedobson mehr/besser sehe.

Viele Grüße
Daniel
 
Also die Qualität der Beobachtung nimmt eher ab mit dem Apo?

Vielleicht ist es sinnvoll für den 10" eine Tragetasche zu kaufen. Allerdings ist die sperrige Rockerbox ein Problem.
 
Also die Qualität der Beobachtung nimmt eher ab mit dem Apo?
Hallo!

Die Qualität der Abbildung nimmt mit einem Apo zu, wenn du ihn mit einem anderen Teleskop mit gleichem Durchmesser vergleichst!
Ein 20cm Apo wird dir ein besseres Bild liefern als ein 20cm Dobson.
Aber schon ein 15cm Apo wird (meiner Erfahrung nach) nicht an einen 20cm Dobson herankommen.

Vergleichst du nun einen 80mm Apo mit einem 250mm Dobson, dann gewinnt der Dobson haushoch!

Mario
 
Hi Thomas!
etwas mobileres kaufen, womit ich auch lange Strecken zu Fuß zurück legen kann. Die meisten Wege auf den Berg sind ja doch Wanderwege.
Zudem spiele ich mit dem Gedanken, eine EQ6 r mit Goto zu kaufen. Hat das schonmal jemand über weite Strecken geschleppt?
Vielleicht ist es sinnvoll für den 10" eine Tragetasche zu kaufen. Allerdings ist die sperrige Rockerbox ein Problem.
Du willst eine EQ6 oder einen 10"-Dobson mit auf eine Bergwanderung nehmen? Alle Achtung.

Ich habe für solche Zwecke einen 80mm APO f/6. Das ist aus meiner Sicht das größte, was sich an Equipment noch mit auf eine Wanderung nehmen lässt. Denn mit der Größe des Teleskops wächst ja bekanntlich auch der Unterbau. Ich habe den APO auf einem Fotostativ mit Videoneiger. Dir muss klar sein, dass jedes tragbare Teleskop ein Kompromiss ist. Ich kann mit dem APO zwar bis 150fach vergrößern. Dafür bräuchte er aber eigentlich eine stabilere Montierung. Ich habe noch eine schöne Vixen GP-Montierung, aber die kriege ich selbst mit gutem Willen nicht im Rucksack verstaut. Also bleibe ich beim Fotostativ und beschränke mich, wenn es transportabel sein soll, auf 100fach. Ich habe alles in einem Rucksack verpackt, sofort griffbereit, sehr praktisch und häufig benutzt.

In den Rucksack muss ja nicht nur das direkte Teleskopzubehör. Ich brauche auch etwas zum Trinken und zum Essen, Sternkarten u.s.w. und vielleicht auch einen Pullover.

Also: EQ6 ist gut, 10"-Dobson auch. Beides ist aber nix für Wanderungen, auch nicht über kurze Strecken.

Reisedobson einerseits und APO auf leichtem Stativ anderseits decken jeweils andere Anwendungen ab. Der Rucksack-APO ist ganz schnell aufgebaut uns sofort betriebsbereit. Ich verwende ihn vor allem für kurze Wanderungen und kurze Beobachtungen nach Feierabend. Der Rucksack-Reisedobson ist eher etwas für Leute, die irgendwo an einer Stelle, die nicht mit dem Auto erreichbar ist, für längere Zeit beobachten wollen. Denn für mal schnell eine halbe Stunde gucken dauert (mir) der Aufbau zu lange.

CS
Wolfgang
 
Hallo Mario!

Aber schon ein 15cm Apo wird (meiner Erfahrung nach) nicht an einen 20cm Dobson herankommen.

Ich denke: doch!:cool:

Vergleichst du nun einen 80mm Apo mit einem 250mm Dobson, dann gewinnt der Dobson haushoch!

Naja, das kann man ja auch nicht wirklich vergleichen, aber das weißt Du - wie ich dich kenne - sowieso. Du sprichst ja nur die Öffnung an, Brennweite und Bildwinkel und Einsatzbereich sind ja dann auch völlig unterschiedlich. Also "gewinnt" hier keiner weil die in ganz verschiedenen Disziplinen antreten. :coffee:

lg
Niki
 
Hallo Niki!

Dann haben wir hier unterschiedliche Erfahrungen gemacht Ist ja ok und gut dass du Thomas schreibst, dass du hier anderer Meinung bist.
Nur weil ich diese Erfahrung gemacht habe, muss es ja noch lange nicht allgemein gültig sein.

Naja, das kann man ja auch nicht wirklich vergleichen, aber das weißt Du - wie ich dich kenne - sowieso. Du sprichst ja nur die Öffnung an, Brennweite und Bildwinkel und Einsatzbereich sind ja dann auch völlig unterschiedlich. Also "gewinnt" hier keiner weil die in ganz verschiedenen Disziplinen antreten. :coffee:
So ein Vergleich ist immer schwer bis unmöglich, da hast du sicher recht.

Ich hab das jetzt mal vorrangig auf die Planetenbeobachtung bezogen, da der Fragesteller ja von
schrieb.

Aber allgemein bin ich der Meinung, dass es kaum Beobachtungsobjekte gibt an denen ich einen 80mm Apo, wie Thomas ursprünglich geschrieben hat, einem 10'' Dobson vorziehen würde.
Weitfeld, wie ebenfalls von mir geschrieben, ausgenommen.

Und somit gewinnt für mich, ganz persönlich, der Dobson hier schon so gut wie immer.
Ist aber nur meine ganz persönliche Meinung.

Und nach Fragen von Thomas wie
Also die Qualität der Beobachtung nimmt eher ab mit dem Apo?
Vielleicht ist es sinnvoll für den 10" eine Tragetasche zu kaufen. Allerdings ist die sperrige Rockerbox ein Problem.
wirkte es so, als würde er sich vom 80mm Apo bessere Planetenbilder erwarten als vom 10'' Dobson.
Und das wird sicher nicht so sein (solange der Dobson gut justiert und die Spiegel nicht verschliffen sind).

Grüße, Mario
 
Ok. Liest sich so, als sollte ich von einem Apo erstmal Abstand nehmen. Dann investiere ich das Geld in einem Bollerwagen um den 10" transportabel zu machen + Okulare. Ich sehe durch den Dobson den Saturn nur sehr klein. Das 31mm Aspheric ist super zum suchen. Dann habe ich noch ein Zoom Mark IV. Das 5mm TS Optics Okular ist am Dobson echt anstrengend.

Zudem kann ich am Jupiter nur mit viel Anstrengung die Ringe sehen. Meine Freundin sieht keine. Ich dachte, wenn ich mit einem Apo auf den Berg gehe + mehr Okulare, dann kann ich das Problem lösen und das Bild wird vielleicht schärfer.
 
Hallo Thomas,

das liest sich, als würde das Problem wo anders liegen.
Mit einem 10'' Dobson solltest du Saturn relativ groß sehen können.Mindestens eine Teilung in den Saturnringen sollte ebenso zu sehen sein wie Wolkenstrukturen am Jupiter und auch der große Rote Fleck des Jupiter.

Wenn du / deine Freundin das nicht sehen, stimmt irgendwas nicht.
Ich sehe das alles problemlos mit meinem 8'' Dobson!

Aus der Ferne ist es immer schwierig hier auf Fehlersuche zu gehen.

Ein paar Ansätze:

a, Die Okulare:
Alle Okulare die du erwähnt hast sind nicht gerade hochwertig. Hier könnte schon mal ein Fehler liegen. Ich nutze an meinem 8'' Dobson TeleVue Nagler und TeleVue Delos Okulare.
Und allgemein bin ich der Meinung, dass die Okulare beim Dobson mehr Geld verschlingen sollten als das Teleskop selbst, damit man ein gutes Endergebnis erreicht.
Kannst du dir vielleicht irgendwo ein wirklich hochwertiges Okular borgen und an deinem Teleskop testen? Dann würde klar, ob es an den doch eher günstigen Okularen liegt.

b, Die Kollimation:
Ist dein Teleskop gut justiert? Gerade an Planeten merkt man es sofort, wenn die optische Achse und die Ausrichtung der Spiegel nicht 100% passt. Dann wird die Abbildung und die Detailerkennbarkeit gleich viel schlechter.
Am besten mal an einem hellen Stern testen. Den Stern bei hoher Vergrößerung in die Mitte des Sichtfeldes und dann absichtlich unscharf stellen. Ist dann der Schatten des Fangspiegels genau in der Mitte?
Also etwa so: http://www.astrosurf.com/legalet/Galeries/Divers/StarTest_T200.jpg
Falls nein, ist wohl hier das Problem und du musst dein Teleskop kollimieren.

c, Die Umgebung und das Seeing:
Von wo beobachtest du? Aufsteigende warme Luft kann dir das Bild ruinieren. Gerade auf Flächen wie Stein oder Beton, der am Abend dann abkühlt und die Wärme aufsteigt, ist das Bild oft richtig mies.
Auch Hauswände in der Nähe können am Abend und in der Nacht Wärme abstrahlen und das Bild stören.
Dazu kommt das allgemeine Seeing, das an manchen Tagen einfach schlecht ist und dann die Details an Planeten verschwinden lässt.

Grüße,
Mario
 
Erstmal Danke für die Ausführliche Antwort!

Zu A: Das Zoom hatte ich mir gekauft um gute Festbrennweiten für mich zu suchen. Allerdings ist darauf sehr klein.

Das XWA ist ein 110 Weitwinkel. Antares hatte mich schon gewarnt, dass es für den Dobson f4/7 problematisch wird und mir ES anschauen soll u. a. Für Mond ist es allerdings gut. Habe genernell bei dem 5mm das Gefühl, ich muss mein Auge rein pressen um was zu sehen trotz 110 Grad.

Ich werde mir mal ES und Televue anschauen. Am schnellen Dobson ist das nicht einfach, passende Okulare zu finden. Ich kenne sonst niemand im Freundeskreis der AstroHobby betreibt. Ich werde mich weiter rein lesen in die Tipps und Erfahrungen im Forum mit dem Dobson.

Zu B: Das Teleskop wurde erst vom Spezi justiert. Er meinte auch, das hält die nächsten Monate. Habe auch nicht das Gefühl, dass es dejustiert ist sondern Saturn ist mega klein und Jupiter etwas größer aber mehr ein weißer Ball bei dem die Bänder nicht zum Vorschein kommen. Nur ganz minimal.

Zu C: Die letzte Beobachtung war auf Kiesboden. Das Wabern war schon krass. Das war mir auch bewusst, dass es an der Wärme lag. Allerdings ist der Saturn eben nur ein waberner Mückenschiss und kein wabernder Saturn :D ( etwas überspitzt)

Saturn sehe ich fast dunkel braun. Ring ist erkennbar. Alles eben nur in Miniatur. Als ich den Saturn durch ein 114/900 mit Standard-okularen beobachtet hatte vor langer Zeit, war die Darstellung wesentlich besser. Das hat mich sehr stutzig gemacht
 
Saturn sehe ich fast dunkel braun. Ring ist erkennbar. Alles eben nur in Miniatur. Als ich den Saturn durch ein 114/900 mit Standard-okularen beobachtet hatte vor langer Zeit, war die Darstellung wesentlich besser. Das hat mich sehr stutzig gemacht

Also wenn Saturn im 114/900 Teleskop besser war als in deinem 10'' dann hast du ein großes Problem!
Saturn muss im 10-Zöller sowohl größer als auch viel besser aufgelöst erscheinen!

Nach dem was du schreibst, brauchst du a, bessere Okulare (die auch mit f/4,7 klarkommen) und b, solltest du unbedingt die Justage prüfen.
Auch wenn die im Volltubus in der Regel recht lange hält, kann sie doch plötzlich nicht mehr passen, weil sich irgendwas lockert oder verdreht.
Also teste, wie beschrieben, an einem Stern. Da sieht man sofort, ob die Justage passt oder nicht.

Mario
 
Habe genernell bei dem 5mm das Gefühl, ich muss mein Auge rein pressen um was zu sehen trotz 110 Grad.

Bei einem 5mm Okular ist der Augenabstand recht kurz, und 110 Grad am f/4,7 Dobson sind am Rand natürlich komamäßig der Hammer, wenn Du keinen Komakorrektor (Paracorr, etc.) verwendest. Zusammen also eine Herausforderung. Für Wide Field ok, für Planeten nicht.

Ich habe oft durch einen 14" mit TS 100° Oku geschaut, und so gut das auf Achse aussieht, so arg wird das im Feld - lauter kleine Kometen statt Sternen. Am Planeten genügt ein Plössl oder Monozentric oder wasauchimmer mit 45 - 50 Grad. Ein kleiner Mak wäre mein Ding der Wahl, wenn ich farbrein, mit längerer Brennweite, günstig und kompakt Planeten jagen möchte. Der 150er wäre prädestiniert, oder der kleinere Bruder.

aber wie Mario sagt: prinzipiell geht Jupiter mit jedem 10" Dob. Sein Tipp mit der Justage und unter Berücksichtigung des tiefen Standes ist genau richtig.

lg
Niki
 
Ok. Dann fahre ich mal zum Spezi wegen Justierprüfung und neuen Okus. Ein Mak habe ich mir auch schon überlegt. Ich denke, ich sammel allerdings erstmal mehr Grundkenntnisse und Erfahrung und versuche noch einiges aus dem Dobson raus zu holen. Anscheinend ist alleine bei den Okularen noch viel Luft nach oben ^^
 
Ok. Dann fahre ich mal zum Spezi wegen Justierprüfung und neuen Okus. Ein Mak habe ich mir auch schon überlegt. Ich denke, ich sammel allerdings erstmal mehr Grundkenntnisse und Erfahrung und versuche noch einiges aus dem Dobson raus zu holen. Anscheinend ist alleine bei den Okularen noch viel Luft nach oben ^^
Bleib lieber bei deinem Dobson, der schlägt alles andere was du bisher in den Raum gestellt hast bei weitem.
Justierung kannst du leicht überprüfen, ziehen sich die Sterne beim Fokussieren gleichmäßig zu kleinen Pünktchen zusammen ist alles in Ordnung. Erst wenn etwas verzerrt oder windschief aussieht besteht Handlungsbedarf. Kleine Ungenauigkeiten machen nichts aus.
Das 5mm XWA kenne ich nicht, aber ich würde nicht drauf wetten dass du mit anderen Okularen wesentlich mehr siehst. Mich macht nur stutzig dass du Saturn als winzig klein beschreibst, 240-fache Vergrößerung ist eigentlich schon genug um einen stattlichen Saturn zu sehen.
Problematisch ist nur der niedrige Stand der beiden Planeten. Man sollte momentan bis Mitternacht warten, dann siehts etwas besser aus. Je höher der Stand desto schärfer wird das Bild. Aber auch nicht immer, sondern nur bei ruhiger Wetterlage.
 
Bleib lieber bei deinem Dobson, der schlägt alles andere was du bisher in den Raum gestellt hast bei weitem.
Das sehe ich auch so. Aber der ursprügliche Ansatz war doch zusätzlich etwas mobiles anzuschaffen.
Ich würde gerne neben meinem 10Zoll Dobson etwas mobileres kaufen, womit ich auch lange Strecken zu Fuß zurück legen kann.
Und mobil, zusätzlich zum wenig mobilen 10"-Dobson würde ein 80mm-APO gut passen. Allerdings macht der Ansatz "primär für Planetenbeobachtungen" wenig Sinn, denn Planeten kann ich auch von zu Hause aus gucken.

CS
Wolfgang
 
Hallo Thomas,

denk auch an das Auskühlen der Optik. In der ersten halben Stunde kann das Bild enorm leiden, dann sollte es sich beruhigen. Und Planeten so hoch am Himmel wie möglich anschauen, dafür kann man ein Planetarium-Programm nutzen, um den besten Zeitpunkt zu finden.

VG Klaus
 
Servus!

Prinizpiell, ja! Mario, aber denk an die maximal 20°, die der jetzt steht. Eine größere Öffnung nimmt mehr Turbulenzzellen mit, als eine kleinere. Ich denke, es liegt eher auch daran...

Solche Beobachtungen habe ich auch schon gemacht. Einmal bei sehr, sehr schlechtem Seeing konnte ich mit dem 60/300er mehr Details am Jupiter wahrnehmen, als mit meinem guten 102/1300 Mak, wobei 4" ja auch noch sehr wenig Öffnung ist.

Ich kann aber auch nur meinen beiden Vorpostern coltrane und Wolfgang zustimmen. Mehr "Leistung" hast du mit deinem Dobson. Und gerade bei Planeten benötigst du keinen "dunklen Himmel". Für Weitfeldbeobachtungen in abgelegenen Gegenden kann so ein kleines Röhrl aber schon praktisch sein.

Noch kurz mein Senf zu dem, was hier teilweise über die Okulare geschrieben wurde: Die, die du hast, insofern sie nicht "kaputt" sind, sind schwer in Ordnung. Erst dann, wenn man um ein paar Prozent mehr Transmission sowie eine gute Randabbildung (bei schnellem Öffnugsverhältnis) möchte, kommt man an hochwertige Okulare nicht herum. Den Unterschied merkt man meist erst dann, wenn man einen direkten Vergleich machen konnte. Außerdem ist die Abbildung auf Achse auch bei günstigen Okularen schwer in Ordnung und kaum bis gar nicht den hochpreisigen unterlegen.

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Probleme, die du beschrieben hast, an den Okularen liegen. Ich selbst beobachte immer noch ab und zu mit dem Hyperion Zoom...

Liebe Grüße
Daniel
 
Hallo Thomas,

Ich habe nach längerem suchen für folgende reise-schnellspechtel kombi entschieden: tlapo 80mm auf einem lacerta trilac. Das stativ hat ne tasche mit bei, für den apo hab ich ne geoptik gekauft. Evtl fürs Handgepäck zu gross, aber im auto nimmts keinen platz weg und tragen kannst das auch länger ohne anstrengung. Man muss sich bewusst sein, dass es nur 80mm sind. Der ansatz is ja aber einanderer, leicht und transportabel. Was bringt dir mehr öffnung, wenn du sie nicht zur verfügung hast. Ist eben ein abwägen der prios. Ich sehe das so: lieber im urlaub mit ne
80mm als gar nicht beobachten. ?. Sorry für Rechtschreibung, bin grad am Handy.

Cs

Matthias
 
Hallo Thomas,

Noch ein kurzer Nachtrag, was so geht mit dem reisesetup: mondschatten auf jupiter, casssiniteilung und Wolkenband auf saturn, dunkle einfärbung und polkappe am mars, sowie einen schönen neowise. Alles heute nacht beobachtet. Natürlich geht mit meinem grossen apo und dem dobson mehr. Dafür alles innerhalb von einer minute im auto und ebenso schnell einsatzbereit. Als Ergänzung meiner meinung mach topp.

Cs
 
Rein theoretisch sollte die Darstellungsgröße wie in den Bildern mit dem 10zoll realisierbar sein oder?

Die Bilder sind aus der Fotogallerie des Forums und wurden mit einem 6" Refraktor gemacht. Meine Planeten sind max. halb so groß im Okular. Saturn ist nur dunkelbraun.

Eigentlich müsste ich die Planeten größer bekommen wie auf den Bildern oder?
 

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Also in etwa gefühlt (und je nach Bildschirmauflösung) sieht Jupiter visuell bei ca 1m Brennweite so aus (wenn die Luft absolut ruhig ist und er höher steht als jetzt!):

Juppi visuell Mak.jpg


...natürlich tanzt der rum und die Bänder kommen nur hie und da klar heraus, ebenso der GRF. Aber in etwa so sieht das aus.

lg
Niki
 
@ Coltrane: Ich bekomme die Sterne scharf. Habe es nochmal geprüft. Ich denke auch, ich werde den Dobson mit Bollerwagen mobil machen. Ich hoffe es liegt einfach an den Umgebungsbedingungen. Werde bei gutem Wetter heute alles nochmal genauer testen bei besseren Bedingungen.

@Wolfgang: Ich dachte, wenn ich einen Apo weit oben auf den Berg mitnehme, habe ich mehr Kontrast und ein besseres Bild also mehr Farbgebung als im Dobson "am Boden". Der Dobson stellt die Planeten so klein da und teilweise nur einfarbig. Jupiter wirkt weislich überstrahlt und die Ringe sind nur mit hoher konzentration erkennbar. Saturn is klein und dunkelbraun.

@klawipo: Ok, hätte nicht gedacht, dass das Auskühlen im Sommer so wichtig ist. Mein Dobson lagert nur im Koffeerraum.
Ich nutze Skysafari zur groben Orientierung. Werde mir für Deepsky wohl noch von Geoptik die digitale Teilkreise hohlen.

@ Daniel: Das Hyperion nutze ich am meisten. Das 5mm XWA ist schwer zu handeln. Ich denke, ein 13mm werde ich mir auf jeden Fall als nächstes holen. Wenn du sagst, es müssen nicht die teuersten sein dann ist das schonmal gut!

@bogix: Danke für deine Erfahrung am Apo! Ich werde nächstes Jahr für die Phillipinen auf jeden Fall einen Apo brauchen. Ich werde jetzt nach den ganzen Tipps hier erstmal das Dobson noch weiter auf Vordermann bringen.
 
Ich versuche mich von der Größe jetzt erstmal an Bild 2 ran zu tasten.

Mach das. Diese Größenangaben sind jedoch ein Hund. Mein zweites Bild soll in etwa die "gefühlte Größe" darstellen, damit meine ich, dass Du im Okular in etwa zeitweise diesen Anblick hinsichtlich der Auflösung von Details haben solltest. Er kann im Durchmesser auch kleiner sein, als hier am Schirm, aber in ruhigen Momenten sollten die Bänder und ggf der GRF in etwa so in Dein Gehirn dringen, wie es mein Bild zeigt.

Visuelle Beobachtung ist ein Aufsummieren. Man muss mindestens einige Minuten am Okular bleiben, weil das Gehirn die gesehenen Details aufsummiert und bei der jeweils nächsten ruhigen Sekunde wieder mit abruft. Kurz mal hingeguckt ist als gar nichts, deshalb sind viele enttäuscht. Beobachtungen am Teleskop sind also ein Sport, kein Durchgucken. Man muss das trainieren. Und nach 2 Jahren brauchst Du nicht mehr Minuten, dann geht es schneller, dass Du viel siehst. ;)

vergrößere so, dass Jupiter nicht zu hell ist, sonst überstrahlen die zarten Bänder. Und nicht zu stark, damit er nich zu dunkel ist. Also probieren, mit welchem Okular Du am meisten erkennen kannst. Die Kette ist ja lang: Planet, Luftmasse, Teleskop, Okular, Auge, Gehirn.

Und zum Trost: wir alles können Jupiter nicht besser sehen, als Du. Wir alle sehen ihn etwa gleich tief, wir alle haben ähnliche Geräte. Wir sehen ihn auch nicht größer als 100-fach oder 150-fach, wenn alles so wabert. :D

lg
Niki
 
Hi Thomas!
Bild 1 ist eine Ansage. Sowas wäre eine tolle Sache.
Für "Bild 1" musst du aber noch ein paar Jahre warten oder weiter in den Süden fahren. Denn, wie Niki schreibt: Zur Zeit steht Jupiter (genauso wie Saturn) zu tief. Das wichtigste ist Geduld! Geduld bis die Planeten wieder höher stehen. Geduld bis das Teleskop ausgekühlt ist. Geduld bis innerhalb der Nacht das Seeing passt. Geduld am Okular genau den Moment abzupassen, an dem die Luft kurz ruhig ist.

Wenn ich mit großer Optik beobachte, reduziere ich die Helligkeit mit zwei Polfiltern. Ohne Abdunkelung werden die Details sonst überstrahlt.

CS
Wolfgang
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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