Der Teufel liegt im Detail ...

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MarcusAurelius

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Hallo ihr Sterngucker,

ich bin Carsten, lebe und studiere in München, und würde gerne in die Astronomie einsteigen – da es mir mit Ausnahme eines Kollegen und der Volkssternwarte an Austauschmöglichkeiten mangelt, und ich im Alltag eher mit Kameras und Mikroskopen spiele, als mit Teleskopen, frage ich einfach mal hier nach :)

Zur Verfügung steht ein Anfangsbudget von ca. €500-600. Ich lebe in einer Mietwohnung ohne Balkon oder Garten, mein Hauptbeobachtungsort wird daher der nächste Park sein (laut Onlinetool Bortle 5, 1.490 μcd/m2). Hin und wieder möchte ich mich aufs Fahrrad schwingen um z.B. im weniger lichtverschmutzten Forstenrieder Landschaftspark zu beobachten (angeblich Bortle 4, 434 μcd/m2). Ein paar Freunde von mir besitzen Autos und haben schon Interesse daran bekundet, mal zum Sternegucken an wirklich dunkle Orte ins Umland zu fahren, aber das wird natürlich trotzdem eher seltener vorkommen als die Beobachtung im Park.

An sich finde ich Deep Sky interessanter als das Sonnensystem, aber das ist in der Großstadt wohl eher schlecht realisierbar. Es wäre also ein Kompromiss schön, mit dem man beides zumindest halbwegs hinbekommt – in der Stadt Planeten, an dunklen Orten Deep Sky. Ich weiß, von Kompromissen darf man nicht allzu viel erwarten, aber was soll ich machen :unsure: Astrofotografie würde mich zwar sehr reizen (fotografiere eh), ist bei dem Budget wohl aber nicht machbar – eine EQ-5/6 ist einfach (noch) zu teuer, und die DSLR schwer.

TL-DR also:

€500-600 für den Einstieg (Teleskop mit Montierung, ein besseres Okular, ein UHC-Filter, evtl. noch ein Laser zur Justierung)

Auf dem Fahrrad transportabel (großer Trekkingrucksack, oder vielleicht ein gefederter Anhänger)

Grundsätzlich Planeten und Deep Sky (im Rahmen des Machbaren)

Einsatzort Großstadtpark > Landschaftspark etwas außerhalb der Großstadt > wirklich dunkle Orte



Hier im Forum wird bei dem Budget ja sehr gerne ein Dobson empfohlen – 200/1200 klingt zwar wirklich gut, ich bezweifle aber, dass ich das zu Fuß 3 km in den Park geschleppt oder 10 km auf dem Fahrrad transportiert bekomme.

Nach etwas Recherche sind mir diese Modelle untergekommen:

Skywatcher AC 102/500 EQ-1/AZ-3 (€280)

Omegon Advanced 150/750 EQ-320 (€430)

Skywatcher BD 150/750 EQ3-2 (€445)

Skywatcher PDS Explorer BD 150/750 EQ-3 (€420)

(Skywatcher 150/750 EQ-5 (€505)


Mein Gegoogle hat ergeben (gerne korrigieren, falls ich Blödsinn schreibe):

Der Refraktor soll ein vernünftiges Einsteigermodell sein, das ganz gut Rich Field kann, Planeten halt mit Farbsäumen, und sehr gut zu transportieren ist. Es bleibt bei dem niedrigen Preis deutlich mehr Budget für gutes Zubehör. Ob die EQ-1 ihn ausreichend hält? Die Reflektoren sind für Deep Sky deutlich besser geeignet, können aber auch Planeten ganz gut, sind dafür größer, schwerer, und teurer. Es bleibt weniger Geld für Zubehör.

Bei den Reflektoren bin ich mir unsicher hinsichtlich der Differenzen:

Montierung: die angebotenen Kombinationen werden in Foren meist als grenzwertig unterdimensioniert bezeichnet. Die Version mit EQ-5 für €505 passt eigentlich nicht mehr wirklich ins Budget. Wenn sie aber um viele, viele Meilen besser und zukunftssicherer ist, als die anderen, könnte ich noch ein bisschen sparen. Das Omegon hat eine EQ-320 Montierung, zu der ich gar nichts gefunden habe. Sieht auch definitiv anders aus als die anderen EQ-3 Varianten. Und beim PDS Angebot weiß ich nicht, ob das wirklich eine EQ-3 ist, oder eine EQ3-2 - ich dachte die EQ-3 wird nun wirklich lange nicht mehr hergestellt?

Dann die restlichen Unterschiede. Der Skywatcher hat einen 2" Okularauszug, das Omegon nicht. Mh. Trotzdem listet ein sehr großer Onlineshop in seiner subjektiven ‚Einsteiger – Fortgeschrittene – Profis‘ Einschätzung das Omegon auch unter 'Fortgeschrittene', den Skywatcher nicht. Wissen die mehr als ich? Also, klar tun sie's, aber was genau? :unsure: Und schließlich habe ich in einem österreichischen Onlineshop die eigentlich teurere PDS-Version mit besserer Fokussierung günstiger als die woanders verfügbare Normalversion gefunden. Dafür angeblich nur EQ-3 und nicht EQ3-2.

Da soll noch einer durchblicken ...

Als Zubehör hatte ich einen UHC-Filter für Kontrasterhöhung bei Deep Sky unter Lichtverschmutzung geplant, einen Justierlaser (falls es ein Reflektor wird), und drei neue Okulare – da beim Teleskop ein 25er und ein 10er beiliegen erstmal ein HR Planetary 4 mm, dann mit der Zeit ein HR Planetary 15 mm und Baader Hyperion 31 ASPH 2“.

So, jetzt kann ich Berichte lesen und Zahlen wälzen, wie ich will, aber praktische Erfahrung habe ich keine, und bin daher auf eure Meinung gespannt. Was haltet ihr von den Vorschlägen? Habe ich bessere Alternativen übersehen? Oder bin ich komplett auf dem Holzweg?

Freue mich auf euren Input :)

Carsten
 
Hallo Carsten,

willkommen im Forum!

Lass Dich nicht von den Kategorien bei Astroshop irritieren! Alles was nicht als komplettes Set daher kommt ist nach deren Zuordnung nicht für Anfänger geeignet. Man geht wohl davon aus, daß ein Anfänger nicht in der Lage ist, sich die Komponenten selbst zusamnen zu stellen.

Ansonsten ist Dein limitierender Faktor halt der Transport mit dem Rad. Du scheinst Dich auf einen Newton eingeschossen zu haben, der da IMHO am wenigsten geeignet ist. Da passt der 100er Refraktor schon besser, weil kompakt und leicht. Auch möglich wäre ein Heritage 130 Newton. Da brauchst Du im Park aber einen Tisch oder etwas zum Draufstellen.

Bei Deinem Budget würde ich den online Shop links liegen lassen und gebraucht schauen!

Deepsky ist relativ... es gibts einige Objekte, zum Beispiel Sternhaufen, die gehen auch aus der Stadt heraus ganz gut. Auch M42 oder M57 gehören dazu. Aber mit relativ kleiner Öffnung wird das wird das nicht so einfach. Das musst Du ausprobieren.

Ich bin kein Newton Fan und würde eher den Refraktor mit einem leichten Stativ und einer einfachen Montierung neigen. Aber es wird sicher andere Meinungen geben. Es gab auch schon ähnliche Threads - vielleicht stöberst Du noch ein bissl im Forum.

Viel Spaß mit der Astronomie wünsche ich Dir schonmal und immer Clear Skies!

CS.Oli
 
Für die visuelle Anwendung würde ich Dir wegen des Transports zu ebenfalls zu einem kleinen Refraktor und einer einfachen azimutalen Montierung raten. Dann musst Du Dich nicht mit Einnorden usw. rumschlagen, schwenkst einfach dahin wohin Du willst, eine drehbare Sternkarte oder ne Planetariums-App und es geht los... Alternative wäre ein Dobson, da müsste man sich nach was transportablem umsehen, gibt's aber auch.

CS
Jörg
 
Hallo Carsten,

hier mal mein Grab&Go Set: Zeigt her eure grab and go Teleskope

Gibts allerdings so nicht zu kaufen. Ein ein älterer 100/600 B+W Refraktor (war ein Selbstbau-Kit), den ich mit einem Skywatcher Auszug umgerüstet habe, ein Berlebach Stativ mit einer selbst gebauten azimutalen Montierung. Sind 3 Taschen: Teleskop 3 kg, Stativ mit Montierung 4 kg und nochmal 2 kg für Spiegel und Okulare. Mit dem Rad gut zu transportieren.

Schau Dir mal den Thread komplett an, da gibt es vielleicht ein paar Anregungen für Dich. Auch was Fotografie angeht.

CS.Oli
 
Hallo Carsten,

aus eigener Erfahrung kann ich dir für deine Zwecke den 102/500 auf der AZ3 empfehlen. So was (Celestron aber baugleich) habe ich in meiner Praxis als Grab and Go stehen. Da greife ich mir das Fernrohr samt Montierung mit einer Hand, den Okularkoffer mit der anderen und stelle zum Schluss noch einen Hocker vor die Tür. Auf diese Weise komme ich oft zum Spechteln wenn es an Zeit fehlt und ich mit anderem Gerät gar nicht beobachten würde, z.B. zur Winterzeit wenn es schon vor Feierabend dunkel wird. So eine Kombi würdest du bestimmt viel öfter in den Park tragen oder aufs Fahrrad packen als etwas anderes.

Die AZ3 trägt das kurze Rohr hinreichend gut, mit der Feinbewegung in beiden Achsen ist die Nachführung kein Problem. Vorteil gegenüber der EQ1 - die AZ3 braucht kein Gegengewicht.

Für Richfield ist das Rohr prima. 10 cm Öffnung zeigen schon einiges und die kurze Brennweite ermöglicht große Gesichtsfelder. Offene Sternhaufen, Orionnebel, Andromedanebel etc. sind durchaus eine Freude beim Beobachten.

Wenn ich mit diesem Gerät aus Faulheit Planeten, Sonne oder Mond beobachte, benutze ich die kleine Öffnung im Objektivdeckel. Bei den verbleibenden 5cm Öffnung ergibt sich ein Öffnungsverhältnis f/10 und damit verschwindet der Farbfehler fast völlig. Regelmäßig verwende ich so 80fache Vergrößerung für Mond, Saturnringe, Jupiter und Venus und bin mit dem Verhältnis Aufwand zu Effekt zufrieden.

Merke: Das beste Fernrohr ist das, das man am häufigsten benutzt.

CS Gerhard
 
Hallo Carsten,

ich tendiere auch zum Refraktor, auf Grund der Transportsituation.
So ein Newton muss von Haus aus schon regelmäßig justiert werden, besonders dann wenn er häufig transportiert wird.
Da ist die Radfahrerei sicherlich nicht zuträglich, da musst wohl schon ordentlich polstern.
So ein 150/750-er Newton ist auch schon voluminös und die Montierung in den Sets, auch die originale EQ3-2 (Skywatcher) ist m.E. schon etwas grenzwertig. Die Montierung ist gut, aber eher was für kleinere Teleskope. Meinen 120/600-er Refraktor FH trägt sie stabil.

Refraktoren FH sind da einfach robuster.
Schon nach kurzer Auskühlzeit einsatzbereit.
Vom Gewicht her auch in längeren Brennweiten, so bis 1000mm, noch gut zu tragen.
Ob so eine 1000mm Brennweite noch in Deinen Rucksack passt, kann ich nicht beurteilen

Schau auch das es vom Öffnungsverhältnis eine langsame Optik ist , da schlägt der Farbfehler an Planeten nicht so zu.
Da gibt es eine Faustformel, damit kannst Du den unteren Grenzpunkt des Öffnungsverhältnisse mit errechnen.

Das Öffnungsverhältnis errechnet sich aus:
Öffungsverhältnis = Brennweite in mm / Öffnung in mm
Bei einem 90/900-er also 900 / 90 = f10.

Um den unteren Grenzpunkt zu erreichen:
bei dem 90/900-er wird die Öffnung in mm * 0,122 genommen
also 90 * 0,122 = f10,98.

Somit kann man zumindest schon mal grob abschätzen, was einen an Farbfehler erwartet.
Bei dem 90/900-er sicherlich noch wahrnehmbar aber eben nicht so krass.

Z.B. bei meinem 120/600 Refraktor FH
600 / 120 = f5
120 * 0,122 = f14,64
liege also weit unter dem unteren Grenzpunkt.
Das Teil zeigt an Planeten und hellen Objekten schon deutlich Farbe, deshalb der Einsatz als Weitfelder.

Deep-Sky ist dann allerdings "begrenzt" auf Weitfeld, aber so offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, großflächige Objekte im Ganzen und mit was drumherum zu beobachten hat was.
An Planeten drückt halt der Farbfehler den Kontrast etwas.
Wie Du schon sagst und auf Grund Deiner Transportsituation, wirst Du Kompromisse machen müssen.

zu einem kleinen Refraktor und einer einfachen azimutalen Montierung raten.
So ein Refraktor FH auf einer soliden Alt/AZ Montierung, da bin ich voll dabei.
 
Also erstmal vielen Dank für die vielen hilfreichen Antworten :)

Oli hat schon recht, ich habe mich etwas auf die Newtons 'eingeschossen'. Ich ging irgendwie davon aus, dass das zwar an der Grenze des Machbaren, aber mit Aufwand noch transportabel sei. Es heißt überall ab 200 mm Öffnung ginge der Spaß bei Deep Sky los, 150 ginge noch so gerade, die Refraktoren hätten teils üble Farbfehler und Newtons böten die meiste Öffnung fürs Geld und wären die idealen Einsteigerteleskope. Daher meine Tendenz zum Newton. In die 100m, 500m und 2km entfernten Stadtparks bekäme ich’s noch getragen, aber wenn ihr recht einhellig der Meinung seid, dass es im Trekkingrucksack (Tubus, Gewichte und Zubehör drin, Stativ an die Seite geschnallt) auf dem Fahrrad nicht sinnvoll zu transportieren ist, dann macht das natürlich wenig Sinn.

Beim Refraktor waren halt meine Bedenken, dass ich mit der geringeren Öffnung weniger Licht für Deep Sky habe, und mit der geringeren sinnvollen Vergrößerung und dem Farbfehler weniger nahe an Planeten rankomme und weniger Details sehe. Aber gut, einen Tod muss man sterben, und in der Fotografie kenne ich auch das Konzept, dass die beste Kamera die ist, die man dabei hat.

Zum Thema Gebrauchtkauf: [zensiert] mich seit ein, zwei Wochen in den Kleinanzeigen rum, da ist im Münchener Raum aber irgendwie nichts zu finden. Auch auf eBay kaum Gebrauchtangebote. Gibt es andere gute Gebrauchtquellen, die ihr empfehlen könnt?

Ich habe jetzt mal Gesamtgewichte verglichen:

150/750 PDS EQ-3: ca. 15 kg
105/500 AZ3: ca. 8kg
105/500 AZ4: ca. 9kg
105/500 AZ5: ca. 10kg
120/600 AZ3: ca. 9kg

Gut, da kommen die Refraktoren natürlich deutlich besser weg. Damit radel ich auch gerne durch die Gegend.

Die Fragen wären dann:

Macht bei nur ca. 1kg Mehrgewicht ein 120/600er mehr Sinn als ein 102/500er?

Da das Okular bei den Refraktoren hinten unten liegt, ist der Einblick unpraktischer als bei den Newtons, oder? Muss ich dann nicht einen Campingstuhl mitschleppen, um keinen Rücken zu kriegen?

Und wenn ich auch Planeten vernünftig sehen möchte, dann kann ich den Farbfehler mit gewissen Filtern ganz gut drücken, oder?


P.S. Der Grab-and-Go Thread ist übrigens super, ich denke ich werde mich an TaurusM45 Setup vom 2. Juni orientieren – das sieht doch leicht und luftig aus :LOL:
 
Hallo Carsten,

der Refraktor ist Deiner Transportsituation geschuldet.
So ein Dobson in 8" mit 1200mm Brennweite wiegt so seine 9 Kg.
Dann musst auch die Rockerbox noch transportieren und deine Zubehörtasche.
Mir wäre das persönlich zu Fuß und auf dem Rad, auf Grund Deiner drei Entfernungsangaben, zu viel.
Das musst Du aber entscheiden, was Du gewillt bist zu transportieren.

Ja, auch der Farbfehler ist nicht weg zu diskutieren.
Je mehr Öffnung und weniger Brennweite, um so mehr.
So ein 120/600 Refraktor FH hat sein Einsatzgebiet halt hauptsächlich im Weitfeld und bringt an Planeten den Farbfehler.
Mich persönlich stört er nicht.
Wie gesagt, der Unterschied im Farbfehler von meinem 120/600-er zu meinem 120/1000-er ist schon gut bemerkbar.
Wobei das sicherlich rein rechnerisch stimmt aber eben wohl auch subjektiv eingefärbt ist.

Vom Öffnungsverhältnis sind der 120/600 und der 102/500 nahezu gleich, f5 (120/600) zu f4,9 (102/500).
Somit wird m.E. der Farbfehler gleich ausgeprägt sein.
Der 120/600 hat ein deutlich höheres Lichtsammelvermögen. ~293 zu ~212.
Wird Dir a weng mehr an Deep-Sky zeigen, aber natürlich nicht mit einem 8" Dobson zu vergleichen.
Wenn ich mit diesem Gerät aus Faulheit Planeten, Sonne oder Mond beobachte, benutze ich die kleine Öffnung im Objektivdeckel. Bei den verbleibenden 5cm Öffnung ergibt sich ein Öffnungsverhältnis f/10 und damit verschwindet der Farbfehler fast völlig
Dieser Tipp ist gut.

Alle Teleskope die den Einblick in das Okular hinten haben werden mit einem sogenannten Zenitspiegel ausgeliefert.
Sowas hier:
Zenitspiegel

Bei meinen Refraktoren war ein, leider jeweils nur in 1,25", Zenitspiegel dabei, ebenso bei meinem C8, leider auch nur in 1,25".
Ohne Zenitspiegel wäre der Einblick schon sehr unkomod, besonders wenn es in Richtung Zenit geht, da hast Du recht.
Bei den kurzen Refraktoren ist das Ganze aber nicht so wild.
Bei den längeren, ja, da ist ein Stuhl, Hocker etc. angesagt.
Grundsätzlich ist eine Sitzgelegenheit m.E. angesagt, Du sitzt ruhiger als Du stehst. Im stehen schwankst Du immer leicht hin und her.
Du schaust ja nicht nur für ein, zwei Minuten auf ein Objekt. Je länger Du ein Objekt beobachtest, um so mehr bekommst Du mit, um so mehr entdeckst Du.
Da gibt es doch diese Camping-Falthocker, zusammengebunden mit dem Stativ sollte das doch gehen.
Sowas in der Art:
Campinghocker

Mit Filter meinst Du einen "Fringe-Killer" oder "Kontrast-Booster"?
Hatte ich auch mal vor, bin ich aber wieder von ab, keine Ahnung mehr warum.

Was Filter angeht, OIII- oder UHC-Filter für Deep-Sky.
Die dann aber später (sparen ;)), da die in ordentlicher Qualität, von Astronomic, mit ca. 200,-€, je Stück, zu Buche schlagen.
 
Hallo Carsten,
mal ein gut gemeiner Rat von mir: Belade Deinen Rucksack mit sperrigen, in etwa gleichgewichigen Gegenständen, wie Du sie für die Astronomie planst und mache die Tour zu Deinem bevorzugten Platz mit dem Fahrrad (bei Nacht).
In einem anderen Leben war ich einmal Naturfotograf und mit Stativ und langen Brennweiten zu Fuß/Fahrrad unterwegs, allerdings tagsüber. Die Gewichte und Abmessungen sind ähnlich. Ein Spaß war das nicht. Übrigens sind Sitz- und Ablagemöglichkeiten unerlässlich.
CS und guten Einstieg
Dieter
 
Hallo Carsten,

dann will ich noch mal etwas dazu meinen.

Der 120/600 würde vermutlich auf der AZ3 auch noch recht gut gehen, diese Kombination gibt es auch irgendwo als Paket zu kaufen. Mein Refraktor und die Montierung waren jeweils günstige Gebrauchtkäufe.

So ein Filter (Kontrast Booster oder Fringe Killer) lässt bei höheren Vergrößerungen den Farbfehler weniger hervortreten. Wenn man aber Details mit und ohne Filter im Vergleich betrachtet, bringt der Filter keinen wirklichen Zugewinn an Auflösung. Das hab ich vor Jahren an einem meiner Standard Instrumente einem FH 150/1200 ausführlich getestet. Auch den habe ich dann für Mond und Planeten lieber abgeblendet (auf 10 cm). Das brachte zwar auch nicht wirklich mehr Auflösung aber ein ästhetisches Bild (einfach schön zum ansehen) und damit eine bessere Auffassung der zu sehenden Details. Das macht bim Gucken einfach mehr Freude und auf die kommt es an!

Im übrigen höre auf die Ratschläge, die dir vorn zu viel Packeselei abraten.

CS Gerhard
 
Das mit der Packeselei ist wirklich ein Thema.
Bei Stativmontierung, Alt/AZ oder parallaktisch, ist es nochmal mehr als beim Dobson.

Ich habe:
- Tasche für Stativ
- Tasche für Optik
- Tasche/Koffer für Montierungskopf
- Tasche/Koffer für Okulare , Filter, Rotlicht usw.

Taschen deshalb, weil ich es nicht mag das mein Equipment im Kofferraum aneinander klackert und unschöne Macken verursacht, dafür ist das einfach alles zu kostspielig.

Beim Dobson hast halt
- den Newton, auch in Tasche
- die Rockerbox, Achtung aus Holz, kann Macken bekommen
- Tasche/Koffer für Okulare , Filter, Rotlicht usw.

Na ja und was noch so dazu kommt:
- Sitzgelegenheit
- Tisch als Ablage, Atlanten, Okulare, Filter etc.

Bei GoTo oder Einzelachsen motorisierung kommt noch die Stromversorgung dazu.

So, das will alles transportiert werden und nicht nur hin, sondern auch zurück ;).

Nimm den Tipp von Dieter auf und teste das mal des Nächtens mit dem Fahrrad und entsprechenden Gewicht und Ausmaßen an.
 
Okay, Gewicht simulieren macht sicher Sinn - mal gucken, wann ich dazu komme.

Nun kam mir nach Olis Verweis auf das Heritage 130 eben noch ein Gedanke: ich besitze ein gutes Fotostativ von Manfrotto (055XPROB, Tragkraft ca. 8 kg) - sehr stabil, auch ohne Nutzung der Mittelsäule auf Augenhöhe. Warum also nicht ein Skywatcher Heritage kaufen und mit azimutaler Montierung (z.B. dieser hier) auf dem Stativ befestigen:

Heritage-12.jpg

Quelle: https://neilenglish.net/wp-content/uploads/Heritage-12.jpg

Die Heritages sind leicht (2,5 kg bei 130 mm, 3,5 kg bei 150 mm), das Stativ selbst wiegt 2.4 kg, die von mir verlinkte Montierung nur ca. 800g (trägt 4kg so und 6kg mit optionalem Gegengewicht). Ich hätte die optische Leistung eines Newtons und wäre mit 5.7kg (130mm), respektive 6.7kg (150mm) für Röhre und Montierung unterwegs, plus natürlich Zubehör. Nur auf 2" Okulare müsste ich verzichten.

Ist das verrückt, oder ist das machbar?
 
Hallo Carsten,

warum soll das nicht gehen? Das Heritage hat wohl eine Prismenschiene, damit passt es an jede Montierung mit passender Prismenklemme. Ob man so ganz in den Zenit kommt, kann ich nicht sehen aber das kann Dir der Laden sagen wo Du einkaufst.

Manche Leute machen auch sowas: Celestron/AZ5 Modified Mount for Heritage 130P

Ich mag es nicht, weil ein Teleskop IMHO so austariert sein sollte, dass es in jeder Stellung stehen bleibt. Das wäre hier nicht der Fall.

Zum Ausprobieren von Gewicht und Dimensionen kannst Du Dir im Baumarkt einfach das braune KG Rohr kaufen, entsprechend auf die passende Länge kürzen und mit irgendwas füllen was Gewicht hat.

CS.Oli
 
Hallo,

ich nutze das Manfrotto 055 auch, das ist bei Weitem nicht so stabil wie man meint! Ob das mit nem 130er Newton noch zum Beobachten taugt wage ich zu bezweifeln. Ich nutze es für DSLR und kurze bis leichte Telebrennweiten, selbst für mein 300er ist mir das schon nicht stabil genug, das es mit der Vollformat 1Ds darauf schwingt wenn der Motor läuft und damit Teleaufnahmen leicht verwackeln, wobei ich unter allen Objektiven Schienen zum tarieren auf dem Kugelkopf nutze. Stabiler, in der annähernd gleichen Baugröße ist, wenn man bei Manfrotto bleibt, das 0745B, da es keine schiebbare Mittelsäule sondern eine Kugelfixierung für den Kopf hat und sich damit nivellieren läßt.

CS
Jörg
 
Hi Carsten,
Deepsky visuell in einer Millionenstadt wohnend, ohne Auto funktioniert m.E. nicht.:confused:
Der Fürstenrieder Park wird vmtl. nur Bortle 7-6 haben.
Kleine hochtransportable Optiken lösen z.B. Kugelsternhaufen garnicht auf- Eindruck noch wie durchs Fernglas.
Was eine Investition wert ist wäre:
Mit Reisedobson im Zug nach Lenggries und mit der Seilbahn aufs Brauneck; das ist auch bei Hochnebel im Winter immer frei.
Also, wenn dich DeepSky reizt, aber kein Auto da ist, halte ich es für gewinnbringender das Geld für Zugfahrten aufzusparen u. nur in ein 100€ Fernglas (8x40) und Campingstuhl zu investieren.
Der dunkle Himmel macht es ! :love:;)
Screenshot_20200709-184041.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde nicht ganz so schwarz sehen: man muss halt mit dem klarkommen was man hat und das Beste draus machen. Für Carsten heißt das, meiner Meinung nach: leicht zu transportierendes Equipment, damit das Benutzen leicht fällt. Dann kann er schauen was damit geht und evtl. auch mal mit dem Zug wohin fahren wo gute Bedingungen sind.

Astronomie hat sowieso schon viel mit dem Abpassen des richtigen Augenblicks zu tun: hab ich Zeit, ist der Mond nicht im Weg, ist das Wetter gut? Wenn alles passt, sollt man möglichst problemlos loslegen können. Deshalb beobachte ich inzwischen fast nur noch in meinem Garten, auch wenn die Bedingungen da nicht optimal sind. Aber ich finde immer das eine oder andere lohnende Ziel am Nachthimmel.

CS.Oli
 
Hallo Oli,

Ich würde nicht ganz so schwarz sehen: man muss halt mit dem klarkommen was man hat und das Beste draus machen
so sehe ich das auch.

Wenn ich all das, was bezüglich Balkonbeobachtung so negatives kursiert, beherzigt hätte, wäre kein einziges Teleskop mein Eigentum.
Ich habe mich halt meinen Bedingungen angepasst und bin auch den ein oder anderen Kompromiss eingegangen.
Und was soll ich sagen, es klappt gut :y:.
 
Deepsky visuell in einer Millionenstadt wohnend, ohne Auto funktioniert m.E. nicht.:confused: Der Fürstenrieder Park wird vmtl. nur Bortle 7-6 haben. [...] Mit Reisedobson im Zug nach Lenggries und mit der Seilbahn aufs Brauneck; das ist auch bei Hochnebel im Winter immer frei.

Ich würde nicht ganz so schwarz sehen: man muss halt mit dem klarkommen was man hat und das Beste draus machen. Für Carsten heißt das, meiner Meinung nach: leicht zu transportierendes Equipment, damit das Benutzen leicht fällt. Dann kann er schauen was damit geht und evtl. auch mal mit dem Zug wohin fahren wo gute Bedingungen sind.

Genau, daher ja die Idee mich in München auf Planeten zu beschränken, und für DSO hin und wieder (wie es Zeit und Transportmöglichkeiten zulassen) an dunklere Orte zu fahren.

ich nutze das Manfrotto 055 auch, das ist bei Weitem nicht so stabil wie man meint! Ob das mit nem 130er Newton noch zum Beobachten taugt wage ich zu bezweifeln.

Interessant - Stabilität für normale Fotografie (Landschaften) und Astrofotografie/Sterngucken scheinen zwei unterschiedliche Dinge zu sein :) Ich habe das Manfrotto nie als instabil empfunden, allerdings habe ich auch nie mehr als 1.5kg draufgeladen. Man kann das Stativ ja auch noch mit Rucksack und diversem Inhalt (Klamotten, Zubehör, Futter) beschweren und damit weiter stabilisieren?

Aber ich verlasse mich hier auf euer Urteil - ich kenne mich nur mit Fotografie aus, beim Sternegucken seid ihr die Profis. Wenn du das Stativ dafür zu wacklig hälst, dann besorge ich lieber etwas Stabileres :)

Manche Leute machen auch sowas: Celestron/AZ5 Modified Mount for Heritage 130P

Ich mag es nicht, weil ein Teleskop IMHO so austariert sein sollte, dass es in jeder Stellung stehen bleibt. Das wäre hier nicht der Fall.

Das Heritage ist doch in der Dobsonmontierung gut austariert, oder? Dann müsste es über die Schiene doch auch auf einer Stativmontierung so zu positionieren sein, dass es im Gleichgewicht bleibt?

Meine Idee ist momentan Heritage 150P (3.5kg) + z.B. AZ4 Montierung und Stativ (6kg) oder AZ3 (4,5 kg) plus ein bisschen Zubehör = 10-12 kg oder so. Das habe ich an Gewicht in Schottland regelmäßig Berge hochgeschleppt, das sollte schon gehen. Und das AC 102/500 mit Montierung würde genauso viel wiegen, das AC120/600 0.5kg mehr.

Wäre das ein sinnvolles transportables Set-Up (und ich kann ja auch jederzeit weiter die mitgelieferte Dobsonmontierung nutzen), oder soll ich aufhören den Newtons hinterherzulaufen und einfach einen Refraktor nehmen :D Ich will ja auch nicht beratungsresistent sein :censored:
 
Irgendwie ist da der MVV noch nicht erwähnt worden.
Du kannst in München die ganze Nacht hindurch zB nach Holzkirchen rausfahren und wieder heim da hast Du einen wesentlich größeren Radius.
Von der Station Wolfratshausen ist es nicht weit nach Geretsried wo es eine Sternwarte gibt.
Vielleicht mal mitbedenken

Gruß
Felix
 
Irgendwie ist da der MVV noch nicht erwähnt worden.
Du kannst in München die ganze Nacht hindurch zB nach Holzkirchen rausfahren und wieder heim da hast Du einen wesentlich größeren Radius. Von der Station Wolfratshausen ist es nicht weit nach Geretsried wo es eine Sternwarte gibt.
Vielleicht mal mitbedenken

U- und S-Bahnen fahren bis ca. 1:00/1:30 Uhr. Die letzte Verbindung von Wolfratshausen zu mir ginge z.B. um 0:44 Uhr. Von Wolfratshausen zur Sternwarte sind es nochmal ca. 50 Minuten mit dem Bus, der bis 17:40 Uhr fährt :D Alternativ mit dem Fahrrad ca. dieselbe Zeit, also muss man vor Mitternacht schon wieder einpacken.

MVG ins Umland lohnt sich eigentlich nur, wenn man dann entweder heimlich zelten, oder die ganze Nacht aufbleiben will.
 
Für das Heritage mit Minidobson gibt es auf jeden Fall 3/8" Adapter, die man unten dranschrauben kann. Dann brauchst Du nur ein stabiles Stativ drunter.

Was das gelegentliche Rausfahren für DSO angeht: gerade für DSO brauchst Du Erfahrung = viel Beobachtungspraxis. Das wird mit gelegentlichen Ausflügen eher zum Frusterlebnis. So jedenfalls meine Erfahrung. Planeten kann man eher spontan.

Deshalb mein Tipp: den bestmöglichen Platz in der Nähe suchen, wo Du oft hin kannst und dann dort schauen was geht.

CS.Oli
 
Hallo Carsten,

aus meiner Beobachtungs - Erfahrung mit all den angeführten Geräten hier würde ich Dir zu den beiden 150 / 750mm Dobson raten, die ich Dir in der privaten Benachrichtigung vorgestellt habe.
Die sind mit Tubus und Zubehör im Rucksack und Montierung auf dem Gepäckträger ( dazu kann man sich eine passende faltbare Montagekiste, die dann auch als Säule oder Sitz verwendet werden kann basteln ) so gut transportabel! Tipps dazu und für Teleskop Klemmhalter oder ein stabiles Selbstbaustativ kann ich Dir geben!

Gerade bei Beobachtungen unter dunklem Himmel auf Astrotreffs, zeigte sich so ein 150 / 750 als recht leistungsstark, alle Gasnebel ; Kugelsternhaufen, einzel - Galaxien und sogar Gruppen, die in weit größeren Newtons gesehen wurden waren auch mit 150mm zuerkennen, ja selbst der Besitzer eines 16" Meade war erstaunt wie gut doch die Frühjahrs - Galaxien zwischen Jungfrau und Löwe zu erkennen waren, und sagte " eh Gail ", alle sechs sind ja auch hier gut zusehen! "
Auch an Mond und Planeten zeigen 150mm schon viele Details!

Wenn Du aber lieber einen Refraktor haben möchtest, dann mindestens 120 / 600mm auf eine der vorgeschlagenen Azimut Montierungen.

Dann ist aber auch ein 127/1500mm Maksutov eine Möglichkeit, die eingeschränkte DeepSky Tauglichkeit kann ich nicht bestätigen, mir sind nur 3 - 4 Objekte bekannt die nicht voll ins Gesichtsfeld passen!
Wer sich muckiert ein Objekt mit 0,7- 0,5 Reducer zu beobachten, ist selber schuld wenn es doch nur ums gesehen oder nicht geht!
Wie viel Entdeckungen wären dann nicht getan worden, wenn man früher so gedacht hätte, nach dem Motto geht damit nicht!

Wie ein Bericht mit der kleineren Russentonne zeigt!
mit-der-russentonne-nach-mauritius

ich habe über 8 Jahrelang mit einen 114 / 900mm tausende von Mond und Planeten ( Verfolgung der Jupitermonde, Bedeckungen und Verfinsterungen ) sowie Hunderte verschieden DeepSky Beobachtungen gemacht und und ca. 650 Zeichnungen davon angefertigt.
Dazu musste man alles einsetzen was die Erkennbarkeit erhöht, Barlows, Filter und Reducer, gute justage und richtiger Okulareinblick, vorausgesetzt und dann ist eine Augenklappe für des freie Auge unbedingt erforderlich!
Seiner kann länger als 30 Seckunden ohne tränende oder zwinkernde Augen ins Okular schauen, mit äugen klappe sind bis zu 60 Minuten kein Problem, wer es mal probiert wird es sofort bestätigen!

Vom Gewicht her werden beide Teleskop + Montierungs - Systeme annähernd gleich sein!

Grüß Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Da war ich kurz davor mir ein Heritage 150P und eine AZ4 als leichte, transportable Kombi zuzulegen, da sehe ich online ein gebrauchtes Skywatcher 200/1000 mit EQ5 für €350 VB o_O Ist zwar absolut nicht transportabel, aber bei dem Preis kommt man ja fast ins Grübeln, wenn auch sinnloserweise :D
 
Hallo Markus,

das ist doch dann bei dem Preis dann ein leichtes, sich für den 200/1000 Tubus eine faltbare / zerlegbare Rockerbox zu bauen!

Grüß Günter
 
Hallo Markus,

das ist doch dann bei dem Preis dann ein leichtes, sich für den 200/1000 Tubus eine faltbare / zerlegbare Rockerbox zu bauen!

Grüß Günter

Hallo Günter, das Angebot sprang mir ins Auge, weil es ja sonst doch deutlich mehr kostet, aber leider erfüllt es ja mein Bedürfnis nach leichtem Transport ohne Auto einfach nicht :)

Gerade habe ich mit einem bekannteren Shop telefoniert um abzuklären ob das Heritage 150P mit AZ4 eine vernünftige Kombi wäre, und welches Okular dazu passen würde, da hieß es erst das könnte man ganz gut so auf eine Parkbank oder auf den Boden stellen und daneben knien, außer im Winter sei es unpraktisch, und als ich nach einer Montierung dafür fragte hieß es das sei dann ja sperrig und schlecht zu transportieren, und ich solle mir lieber den Skywatcher Mercury 707 Refraktor (70 mm Öffnung, 700 mm Brennweite) ansehen, der habe ja mit 70 mm eigentlich schon genug Öffnung.

Jetzt bin ich etwas verwirrt, das Ding sieht eher nach Kinderkaufhausteleskop aus, als nach was Vernünftigem? Ich würde gerne in der Stadt Planeten gucken und außerhalb Deep Sky, und das soll ich mit einem 70 mm Refraktor tun? Was haltet ihr von dem Rat?
 
Hallo Marcus,

hier kannst Du die Sesichtsfelder und Objekt - Anblicke mit verschiedenen Teleskopen und Okuaren ausprobieren und anschauen, kommt der Ansicht unter besteen Bedingungen sehr nahe
> astronomy.tools <
Aus der Stadt heraus würde ich den Mond als bevorzugtes Opjekt betrachten, der ist für dich viel öfter greifbar als Alle anderen Objekte und bietet mit einem Mondatlas bewafnet tausende Ziele für Jahre!


Du hast zu Montierung und Kamera noch eine Nachricht von mir!


Gruß Günter
 
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Jetzt bin ich etwas verwirrt, das Ding sieht eher nach Kinderkaufhausteleskop aus, als nach was Vernünftigem? Ich würde gerne in der Stadt Planeten gucken und außerhalb Deep Sky, und das soll ich mit einem 70 mm Refraktor tun? Was haltet ihr von dem Rat?


Naja, so sind halt Verkäufer -schamlos ! :sneaky:
Aber um dem Menschen auch gerecht zu werden: Deine Anforderungen (v.a. DeepSky visuell) sind wirklich nur mit einem Reisedobson auf einen Nenner zu bringen.

Selbstbau (Volkssternwarte MÜNCHEN 2016): Fünflinge 240 mm

Kauf (aber über deinem Budget):

Schulten 8-Zöller f/6, ab 920€

Hofheim 8-Zöller f/4, ab 1130€

Sumerian Optics 10-Zöller f/5, 1900€
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe mich dann letztendlich entsprechend dem Motto 'Das beste Teleskop ist das, was du auch nutzen kannst.' für das Heritage 150P entschieden, mit dem Plan es mit einer Lichtschutz'socke', Auskleidung mit Velours usw. etwas aufzupimpen. Bei der Bestellung vor drei Wochen hieß es, dass es in 1-2 Wochen geliefert werden solle, nun wurde das Lieferdatum aufgrund der Lieferschwierigkeiten aus China leider auf Ende September verschoben. Und auch im Rest Europas scheint es komplett ausverkauft zu sein.

Das kommt mir natürlich ziemlich ungelegen, weil ich schon noch gerne die Semesterferien und lauen Sommernächte (ja, ich weiß, seeingmäßig nicht ideal, aber gemütlich zum Einstieg) zum ausgiebigen Beobachten nutzen wollte.

Nun habe ich das Teleskop doch noch in einem ungarischen Onlineshop mit Ladenlokal in Budapest entdeckt und die Bestätigung bekommen, dass tatsächlich noch wenige Modelle vorrätig und lieferbar sind.

Gibt es handfeste Gründe das Teleskop nicht dort zu bestellen? Hat jemand schonmal schlechte Erfahrungen mit dem Kauf im EU-Ausland gemacht? Ist an sich ja EU, es gilt europäisches Rückgaberecht etc.
 
Hallo Marcus,

ich lebe ja in Ungarn, habe aber bei den beiden (größeren) in Ungarn bekannten Online Händlern selbst noch nicht bestellt. Nicht weil ich kein Vertrauen hätte, sondern einzig und alleine weil ich aus Deutschland alles wesentlich billiger bekomme. Einfach der geringere Umsatz und die dazu extrem hohe MwSt von 27% im Land ermöglicht es hier nicht die Waren so günstig wie in D. anzubieten.
Wenn Dir aber die Zeit wichtiger als der höhere Preis ist hätte ich keine Bedenken bei einem dieser Läden zu bestellen! Das sind keine "Fakeläden", die existieren auch schon eine längere Zeit und ich habe hier auch noch nichts schlechtes gehört.

Grüße und CS
Dietmar
 
ich lebe ja in Ungarn, habe aber bei den beiden (größeren) in Ungarn bekannten Online Händlern selbst noch nicht bestellt. Nicht weil ich kein Vertrauen hätte, sondern einzig und alleine weil ich aus Deutschland alles wesentlich billiger bekomme. Einfach der geringere Umsatz und die dazu extrem hohe MwSt von 27% im Land ermöglicht es hier nicht die Waren so günstig wie in D. anzubieten.
Wenn Dir aber die Zeit wichtiger als der höhere Preis ist hätte ich keine Bedenken bei einem dieser Läden zu bestellen! Das sind keine "Fakeläden", die existieren auch schon eine längere Zeit und ich habe hier auch noch nichts schlechtes gehört.

Hallo Dietmar,

vielen Dank für die Antwort. Das Teleskop ist selbst mit MwSt und Versand bei dem Laden günstiger (€223 + €17 Versand nach Deutschland) als in deutschen Onlineshops (€250) - ich denke dann schlage ich jetzt zu, statt bis Herbst warten zu müssen :)
 
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