Was haltet ihr TS-Optics Doublet SD-APO 72mm f/6 - FPL-53 / Lanthan Objektiv

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Kusifu

Aktives Mitglied
Hey Freunde

Ich stelle mir aktuelle ein vom Grundgedanken rein fotografisches leichtes Setup zusammen
Bei der Montierung hab ich mich schon entschieden und mich schon mit Wolfi von Teleskop Express geeignet
Ich werde eine AZEQ5 kaufen und unter, diese, dieses Berlebach Stativ stellen.
Er verkauft mir beides zusammen für einen guten Preis.

Nun hab ich mir, als Teleskop hierzu überlegt das ich erstmal, es werden noch, mehr einen kleinen Apo kaufe
Ich hab mich etwas eingelesen verschiedene Modelle verglichen und mich eigentlich bereits für diesen Apo entschieden
Nun hab ich schon einige ältere Meinungen und erfahrungen dazu durchgelesen, etwas neues hab ich auch erfahren.
Diese Apos seien so briliant in der Abbildung, dass ich mit meinen Okularen trotz der verglichen mit zbsp einem 8 Zoll Newton geringen Öffnung das beobachten sinn macht.

Die I Tüpfelchen die mir persönlich gefallen:
An dem Okular Aszug könnte ich meinen selbst gebauten Motorfokus einsetzen
Die Rohrschelle ermöglicht es das guding Rohr auf, dieser zu motieren, was genüber dem Sucherschuh für eine höhere Stabilität und so ein genaueres guidig sorgt und den Sucher Schuh zbsp für einen Leichtpunktsicher frei macht.

Nach einem Guiding Sope suche ich übrigens auch noch
und hab hierzu hier einen Thread eröffnet ich hab noch ein 80mm 2 Zoll von Apm, welches ich übergangsweise nutzen könnte aber für etwas zu groß zusammen mit dem Apo halte.

Mir ist klar, das ich noch einen Flattner brauche hier hab ich an diesen hier gedacht da er den Apo nochmal Lichtstärker macht und da er das abgelichtbare Feld vergrößert. Bleibt die Optik, obwohl die Kürzere Brennweit ja höhere Ansprüche an der Optik erfordert auch weiterhin so briliant.
Falls dies nicht so ist und die Abbildung Farbunreiner oder so wird, würde ich diesen Reducer kaufen
Würde dan halt mit f6 arbeiten.

Naja nach all dem was haltet ihr von dem Apo, wie sind eure Erfahrungen?
Alternativ Ideen brauche ich jetzt eigentlich nicht da ich mich definitiv für einen Apo
und nach allem was ich gelesen habe eigentlich für, diesen bereits entschieden habe.

Clear Skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Felix,

mit diesen FPL-53 Apos ist die Auslegung der Optik zugunsten der Farbkorrektur in eine nicht-komafreies Auslegung geändert, so auch bei meinem 60er f/6 ED.

Dies bedeutet, man kann nicht mehr jeden 08/15 Reduktor oder Feldebner verwenden, sondern muß die für dieses Teleskop gerechneten Linsensysteme einsetzen (werden von TS mit dem Refraktor angeboten, runterscrollen). Das ist im Prinzip nicht tragisch, schränkt aber die Auswahl sehr ein. Der Feldebner sollte sinnvollerweise ebenfalls miterworben werden.

Der zweite von Dir angegebene 'Reducer' ist keiner, sondern der erwähnte Feldebner (Faktor 1x). Wenn Du Photographieren willst benötigst Du beide Linsensysteme (alternativ, nicht gleichzeitig). Der Farbkorrektur tun die keinen Abbruch.


Gruß, Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Beide Flattner fand ich unterhalb des Teleskops.
Auch hab ich erwähnt das ich beim 2. bei f6 Bleiben würde ich weiß, also das, dieser keinen Reducer in sich hat ich lese mir Artikel Beschreibungen schon durch
Wiso ich zwangsläufig beide brauchen soll hab ich allerdings noch nicht verstanden.
oh jetzt seh ichs ich hab den zweiten Reducer genannt das ist ein Schreibfehler.

Gruß Felix
 
Hallo Felix,

Du benötigst beide nur dann, wenn Du auch beide möglichen Brennweiten mit diesem Teleskop nutzen möchtest:

f/6 mit dem Feldebner
f/4.8 mit dem Reducer

Je nach Sensorgröße bekommst Du bei f/6 ohne den Ebner verzogene Sterne in den Bildecken.

Gruß, Gerd
 
Also, wenn ich erstmal nur mit f/4,8 Arbeite bekomme ich keine verzogenen Sterne (coma)?
und mit f/6 immer oder wie?
 
Hallo Felix,

richtig, der Reducer korrigiert die Abbildung in den Bildecken bei f/4.8. Bei f/6 und größeren Sensoren sind die Sterne ohne den Feldebner verzogen, daher meine Empfehlung, gleich beide Linsen zu erwerben. Evtl. sind die irgendwann nicht mehr erhältlich, wenn Du sie benötigst.

Wenn es an den Thalern mangelt laß lieber das Leitrohr zunächst weg, das bekommt man immer. Außerdem kann man auch ohne Autoguiding mit vielen kurzbelichteten Bildern, die gestackt werden, gute Bilder machen.

Gruß, Gerd
 
Ich werde erstmal den Ebner mit Reducer kaufen damit die Abbildung Coma Frei ist da der andere Flattner das Coma nicht korrigiert kommt, dieser für mich eh nicht in Frage. Das bedeutet ich arbeie mif f/4,8.
Auf das Guiding werde ich auf keinen Fall verzichten ich möchte endlich langzeit Belichtungen machen mit 3min und länger Pro einzel Bild und dan 4 später 8+ Stunden Belichten und das soll dan auch automatisch währed ich schlafe laufen.

CS
Felix
 
Da der Preis Unterschied Recht gering ist ziehe ich jetzt doch noch diesen Apo in betracht, welcher unteranderem hier getestet wurde

Interessant finde ich auch noch diesen etwas kleiner aber immerhin. Muss ich den flattner nicht zusätzlich kaufen

Und ich dachte ich hätte mich entschieden^^

CS
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bleibe nach längerem lesen beim oben genanten 72/432
 
Hallo Felix,

das Teil ist für die Preisregion eigentlich nicht schlecht. Das wird auch im neuen Heft "Astronomie - Das Magazin" behandelt. Allerdings hatte ich mit den Flattener/Reducern auch so mein Leid. Der 0,79x Reducer Flattener, denn ich erst hatte, zeigte egal bei welchem Abstand noch Restkoma, da er nicht dafür gerechnet war. Also hatte ich ihn gegen einen speziell dafür gerechneten 0,8x Reducer/Flattener umgetauscht. Der hatte aber auch noch unsymetrische Bildfehler in den Ecken - also auch den wieder zurückgeschickt. Schuld daran soll ein falsch gefertigter Anschlussadapter am Korrektor gewesen sein. Jetzt habe ich den Ersatz zurück. Leider konnte ich ihn noch nicht ausprobieren. Wenn ich Resultate habe zeige ich mal, ob es was geholfen hat.

Gruß

*entfernt*
 
Ok mach das es dauert noch etwas bis ich Bestelle aber mein Apo muss bei Vollformat noch coma Frei und geebnet sein das sind meine Ansprüche.
 
Hallo Felix,

beim Händler steht beim 0,8x Reducer Flattener dort:
Ausgeleuchtetes und korrigiertes Bildfeld:33 mm
Das wäre gut APS-C, aber noch weit weg von Vollformat. Vollformat scheint es nur bei Flattenern ohne Reducer zu geben.

Gruß

*entfernt*
 
Felix, ich bin recht einfach gestrickt: Für alles von 6-800mm habe ich Fotoobjektive, danach setze ich dann Teleskope ein.
Ich habe keine Probleme mit Anschlüssen, Koma, verzogenen Sternen (was gibt es noch alles?). Ach ja... und viel Lichtstärker bin ich auch noch :rolleyes:. Warum soll ich mir so eine Apo-Gurke antun?

CS *entfernt*
 
Du offensichtlich sowieso nicht, aber nicht jeder hat wie Du von 6-800mm lichtstarke Objektive daheim...

lg
Niki
Stimmt Niki, das liegt auch daran, die ich Hobbykoch bin und bei Gurken schau ich nicht auf den Preis, sondern schau auf Qualität und den Ursprung. Und ich fahre morgens in einen anderen Ort um beim Biobäcker mein Brot zu kaufen.

Aber zurück zum Thema: Ich schmeiße hier mal meinen Achromaten Ø80 f=310mm in den Ring. Glas ist BK7 und SF 5, gerechnet für ein 632nm Laser-Aufweitungssystem. Habe ich schon seit 50 Jahren... ist beim Zentrieren nicht auf die Durchmesser-Toleranz 80f8 gekommen und war Ausschuss. Den würde ich gerne mal gegen einen "Apo" antreten lassen... aber nackt... ohne alles.

CS *entfernt*
 
Langsam habe ich keine Lust mehr irgendetwas zu kaufen. Ich hab eine Vereinssternwarte mit breitgefächerten Möglichkeiten.

Trotzdem wollte ich mir was eigenes zulegen und aufbauen später erweitern.
Angedacht AZ EQ 5 auf Berlebach mit erstmal kleinem Apo zbsp der hier später 8 sc
Und langer Refraktor für Sonne und Mond.
Von Newtons möchte ich weg.

Hintergedanke. Ich werde nicht immer Zeit haben vorallem, wenn meine Schule startet die ganze Nacht weg zu bleiben in der Sternenwarte. Deshalb möchte ich die Möglichkeit haben abends auf meinem Balkon alles einzustellen mir einen Wecker stellen und Dan einfach ein Objekt einige Stunden belichten. Außerdem soll das die Anfänge für eine Spätere eigene Sternwarte legen, wenn ich haus garten... habe. So ein Setup könnte ich dann immernoch, als Reise Setup mitnehmen. Aber die ganzen Kompromisse und das mir gesagt wird für den Preis bekäme ich nichts verdirbt mir den Spaß. Ich wäre übrigens auch mit f6 zufrieden, wenn es geebnet und Coma frei für meine astromodifizierte Spiegelreflex ist. Später hatte ich vor mir eine gekühlte zwo zu kaufen aber aktuell hab ich, als Haut kamera eben nur diese ich hab sonst nur noch eine Planeten guiding Kamera.

Aber soviele Probleme und Kompromisse, wie ich sie eingehen muss. Hab ich langsam keine Lust mehr.
 
Ich glaube, wir alle branden hier immer wieder gegen die Wand des Wettbewerbes, die letzten paar Strehlpunkte, suchen die wirklichen und tatsächlichen und wahrhaftigen APOs unter den APOs, lassen Beugungsringe erster und zweiter Ordnung gegeneinander antreten wie Soldaten und Guiden im Subpixelbereich und morgen im Sub-Subpixelbereich... ;)

Manche haben das Beste und schweigen still und verzückt in ihrer Gartenhütte, manche haben ein Gerödel und machen viel Wind darum, manche reden in Nanometern und manche bauen aus Matador eine Nachführung, andere zeigen ihre Bilder, sammeln Likes oder ernten Kritik, manchen wird gehuldigt und man errichtet ihnen Tafeln mit der Aufschrift "Referenz", man ist verzückt oder beleidigt, weil das Bild vom letzten 130er Tak des Kollegen doch ein wenig mehr Tiefe hat als das eigene, man ist erschüttert, dass sein 12" plötzlich keinen Jupiter mehr zusammenbringt, aber ein kleineres Fernrohr offenbar schon, tja, das ist ein Forum, Leute, da geht es zu wie auf dem Marktplatz, und jeder hat seinen Stand.

Doch wir kehren auch immer wieder mal zur Freude zurück, zum Sinn der Sache, zu dem, was wir da trotzdem gemeinsam haben. Leichter ist es für uns nicht geworden, wenn wir mit den Möglichkeiten und Ansprüchen mithalten wollen. Doch das wollen wir alle Gott sei Dank nicht in gleichem Maße. Ich bin manchmal schon froh, wenn ich mich nach dem Einschalten erinnere, welche verdammte Tastenkombination ich drücken muss, um die Slew-Rate des "einfachen" SynTrek Controllers zu ändern. Deshalb habe ich ihn ja gekauft, aber der ist komplizierter als der normale SynScan. _affeaugen: Nein, es wird nicht einfacher, und die Threads hier werden technischer. Ihr glaubt PixInsight ist jetzt und auch morgen das Ende der Fahnenstange? Es ist wahrscheinlich nur das Loch, in dem die Fahnenstange übermorgen erst noch errichtet wird...

Um so mehr freut es viele, wenn auch von der Freude berichtet wird, trotz aller Schwierigkeiten auf dem Weg dorthin, ein gutes Bild zu machen, mit dem erst mal MAN SELBST zufrieden ist, oder die Cassini-Teilung erstmals zu sehen... was auch immer. Junge Kollegen bringen hier wieder neuen Enthusiasmus herein, langjährige Autoren freuen sich wiederum über immer neue Herausforderungen. Da freue ich mich mit. :D

lg
Niki
 
Aber soviele Probleme und Kompromisse, wie ich sie eingehen muss. Hab ich langsam keine Lust mehr.

Vergiss den Frust, du hast Dir ein schönes Setup ausgesucht, und wenn Du in Foren nachfragst bekommst Du so viele Meinungen zu hören, dass sie sich gegenseitig aufheben. Ja, nein, ja, nein, Vorteil, Nachteil, blah...

Man muss auch rechtzeitig eine Pause einlegen und seinen Weg gehen. Alles ist ein Kompromiss, aber alles tut auch genau das, wozu es taugt. Hör auf Deinen Bauch, eine AZ EQ 5 auf Berlebach mit erstmal kleinem Apo macht viel Freude und bringt viel Erfahrung. Das ist viel mehr wert, als die Herumdiskutiererei, die oft losgetreten wird. Die Kollegen meinen es oft gut und überschütten Einsteiger mit Fachwissen und Diskussionen, in denen alles gleichzeitig gut- wie auch schlechtgeredet wird.

Die meisten hier sind keine Pädagogen und im Hinblick auf ihr Hobby auch keine Bauchmenschen, sonder sie messen und vergleichen und sammeln Daten und Diagramme und schnappen dies und das auf und so ist jeder kleine, unschuldige Fernrohr dann zum Schluss einfach nur furchtbar schlecht. JEDES. Weil keines alles kann, das einen hat Koma, ach Gott, das andere ist nicht farbrein, oh Himmel, das dritte ist teuer, das vierte billiger Schund...

Geh mal 10 Tage aus dem Forum, kauf Dein Equipment und mach Dein Ding. Das macht viel mehr Freude, als sich hier das Gezeter anzuhören, was es nicht alles für Nachteile gibt... ;)

lg
Niki
 
@ Niki - auch wenn offtopic:
in meinen Augen stimmt das alles soweit - allerdings hast du die, nicht bessere andere Seite vergessen: der potentielle Einsteiger/Equipmentkäufer. Die Ansprüche entsprechen in den allermeisten Fällen einer gewünschter Kaufberatung nicht ansatzweise den persönlichen Möglichkeiten/Vorraussetzungen.
Statt einfach mal einen Einstieg zu wagen, wird monate/jahrelang regelmäßig ein neuer Beratungsthread eröffnet, in der Angst, dass irgendwo immer noch ein Quentchen mehr "Leistung" zu erwerben ist. - egal ob nutzbar/erkennbar

@Felix
der kleine Apo im Set mit den entsprechenden beiden Korrektoren sollte ein schönes mobiles + flexibles Widefieldsetup darstellen. Und bei Neukauf hast du dann immer noch die Möglichkeit bei Problemen dein Nachbesserungsrecht zu nutzen.
Alternative wäre ein gebrauchter 3"-Apo klasssicher Korrektur, dann hast du auch mehr Auswahl bei nutzbaren (aber nicht perfekten ;)) Flattenern/Reducern.

viel Erfolg - Ronald
 
Hallo Felix,
die Suche nach DEM perfekten Teleskop ist sinnlos :)
Stell dir einfach die Frage, was du Fotografieren willst. Für ausgedehnte Nebelgebiete ist ein kleiner APO super. ( da würde ich dir zu einem mit integriertem Bildfeldebner raten) für Galaxien oder Planetarische Nebel braucht man mehr Brennweite... Alles mit einem Teleskop geht nicht ohne (reichlich) Kompromisse einzugehen.
Da das ganze mobil sein soll geht es wohl eher in Richtung kleiner APO. Ich habe z.B. diesen hier . Der ist relativ "schnell" sehr farbrein und hat ein geebntes Bildfeld bis 45mm.
Du hast Zugang zu einer Sternwarte, folglich drängt die Entscheidung nicht. Überlege dir in Ruhe dein weiteres Vorgehen ;)

Güße Rainer
 
in meinen Augen stimmt das alles soweit - allerdings hast du die, nicht bessere andere Seite vergessen: der potentielle Einsteiger/Equipmentkäufer. Die Ansprüche entsprechen in den allermeisten Fällen einer gewünschter Kaufberatung nicht ansatzweise den persönlichen Möglichkeiten/Vorraussetzungen.
Statt einfach mal einen Einstieg zu wagen, wird monate/jahrelang regelmäßig ein neuer Beratungsthread eröffnet, in der Angst, dass irgendwo immer noch ein Quentchen mehr "Leistung" zu erwerben ist. - egal ob nutzbar/erkennbar

Ich persönlich finde die Einsteigerberatung sowieso völlig falsch aufgestellt. Das zeigt sich auch in vielen Fällen. Und Du hast Recht, das führt oft zu ewigen Diskussionen, und wenn man hier 100 Threads abgearbeitet hat, dann gent man noch ins blaue Forum - auf der Suche nach der echten, ewigen Wahrheit.

Warum? Weil eine Beratung von 50 Beratern Misstrauen schafft, nicht Vertrauen. Geh zu 50 Ärzten und Du denkst nachher entweder, die haben allesamt keine Ahnung, oder Du bist sterbenskrank nach 50 Diagnosen.

So sitzen hier die Dobsonauten und empfehlen sich neben ein Kanonenrohr zu setzen. Die Refraktierer empfehlen ein Linsenteleskop - no na, was sonst. Die Newtonianer ihren Newton. Selten hört man eine Stimme, die sagt: "Hey Leute, ich hab einen Refraktor gekauft und hasse ihn, also empfehle ich Dir gleich einen Dobson." Oder umgekehrt. Jeder empfiehlt sein Zeug, jeder hat seine Argumente und das ändert sich nie. Also kann man das alles eigentlich weglassen. Das ist keine BERATUNG. Beratung wäre, auf den Fragenden einzugehen, hinzuspüren was er will. Und vielleicht in einem Jahr will.

Und dass die Einsteiger teilweise alles wollen und das um 300 Euro ist auch nicht neu, denn das suggeriert unser Wirtschaftssystem. Zahle wenig und verlange viel. Wer nicht aufpasst ist selbst schuld, wer einen Euro zu viel zahlt, ist ein I**ot und wer sich vorher nicht 80 Stunden lang informiert ein Wahnsinn**er. Alles ist bei uns offiziell Kopfsache, auch wenn der Bauch längst "Nein" zu etwas sagt, der Kopf sagt: "Die anderen sagen aber, das ist Quack, ich soll mir das nochmals gründlich überlegen."

Nein, ich würde die 30 Einsteiger-Grundinfos zusammenfassen und niederschreiben, die sollen sich die Einsteiger erst mal in Ruhe durchlesen, wertfrei, meinungsfrei, und wenn dann Fragen sind, können sie gezielt fragen.

es nutzt aber auch nichts, wenn ein junger und engagierter Einsteiger nach einem kleinen Refi fragt, und ein Althase schreibt daraufhin:
Für alles von 6-800mm habe ich Fotoobjektive, danach setze ich dann Teleskope ein.
Ich habe keine Probleme mit Anschlüssen, Koma, verzogenen Sternen (was gibt es noch alles?). Ach ja... und viel Lichtstärker bin ich auch noch :rolleyes:. Warum soll ich mir so eine Apo-Gurke antun?

Sehr motivierend. "Für alles von 6-800mm habe ich Fotoobjektive... Ich habe keine Probleme... Warum soll ich mir so eine Apo-Gurke antun?" Als ob wir alle anfangs mal eben 6-800mm Fotoobjektive zuhause haben. Als Schüler! In solchen Augen sind alle anderen wohl arme Würstchen, die leider ein "normales Teleskop" kaufen müssen.

die Suche nach DEM perfekten Teleskop ist sinnlos :)

Das wissen wir alle und trotzdem stürzen sich oft 10 "Berater" auf einen Neuling, und reden ihm genau das ein, was Ronald kritisiert: "allerdings hast du die, nicht bessere andere Seite vergessen: der potentielle Einsteiger/Equipmentkäufer." Denn der Berater sagt zu allererst meist: "Wenn Du viel Himmel für wenig Geld haben willst, kauf nen Dob."
Punkt.

Also: gib wenig Geld aus, bekommen viel Leistung, und das ist gut. Nicht jeder Einsteiger ist per se vorher dieser Meinung. Und die, die dieser Meinung waren, bekommen sie bestätigt. Aber Fakt ist, dass die meisten zuerst eine Phase der Verunsicherung durchlaufen. Weil sie natürlich nicht an alles gedacht haben, was ihnen hier dann erzählt wird. Aber manche hier sind keine Berater, manche drängen sich gern vor und kritisieren die anderen Berater und so nimmt dann die Schlacht um die beste Meinung ihren Verlauf.

Ich habe keine Lösung. Die Meinungsvielfalt ist Stärke und Schwäche eines Forums zugleich. Für Einsteiger ist sie manchmal kontraproduktiv. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Und ja, manch einer ist zu faul, sich etwas selbst anzueignen und stellt eine Frage rein, das ist bequemer. Und versteht dann die Antwort nicht und dann treten ewige Kreisläufe in Kraft... wie es aussieht, müssen wir halt damit leben. :coffee:

lg
Niki
 
Hallo Niki,
Jeder empfiehlt sein Zeug, jeder hat seine Argumente...
Nun "jeder" hat seinen Weg zu seinem Equipment gefunden.Der eine schneller, der nächste hatte einen steinigeren Weg.
Diese Erfahrung sollte meiner Ansicht nach schon in die Einsteigerberatung mit einfliessen.
Das siehst du zu pessimistisch. Gerade bei der Fotografie ändern sich mal die Ziele, und damit auch das Konzept. Zumindst ging/geht es mir so.
ich würde die 30 Einsteiger-Grundinfos zusammenfassen und niederschreiben, die sollen sich die Einsteiger erst mal in Ruhe durchlesen, wertfrei, meinungsfrei, und wenn dann Fragen sind, können sie gezielt fragen.
Auf die Idee sind schon andere gekommen, aber so wirklich angenommen wird/wurde das nicht.
... und trotzdem stürzen sich oft 10 "Berater" auf einen Neuling, und reden ihm genau das ein, was Ronald kritisiert
Ich habe damals alle Meinungen aufgesaugt und für mich ausgewertet. Da kamen natürlich auch so "tolle" Antworten wie von Bernd aka *entfernt*. Die hatte ich eben gleich, mangels unendlicher Liquidität ausortiert ;)

Aber um nochmal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen...
Wie ich oben bereits erwähnt habe, sollte man für sich erstmal herausfinden, welche Objekte bzw Objektgröße mit welcher Kamera man Knipsen will. Dann hat man schonmal einen Brennweitenbereich. Ist der gefunden kann man sich überlegen welcher Teleskoptyp da am besten passt. Bei Brennweiten um die 300 - 400mm wird beim Newton arg eng...
Bei Brennweiten um die 1000 - 1300mm wirds beim APO arg teuer...

Und was empfielt man dann als "Berater"? Eben - das womit man selbst gut klarkommt... Jetzt habe ich mir eine Zeitschleife gebastelt :eek:

Schönen Abend und Grüße

Rainer
 
Jetzt habe ich mir eine Zeitschleife gebastelt :eek:

Hallo Rainer.

Ich weiß, gute Ideen gibt es schon lange, und die "Grundschule wie ich mein Teleskop suche" wurde nur bedingt und rudimentär angenommen. Ich denke, wenn man sich nicht vorher in die Theorie hineintigert und ein halbes Jahr in alle Aspekte einliest, dann weiß man genau Nüsse, was man wollen soll.

Mir ging es nicht anders. Vor etwa 40 Jahren war das wohl... ich sah an der Kuffner-Sternwarte den Orion-Nebel und stürmte Tags darauf in das nächste Astro-Geschäft und verlangte ein "Teleskop". Der Verkäufer wurde planmäßig ohnmächtig. Man könnte auch in ein Schuhgeschäft gehen und Schuhe verlangen. Sommerschuhe? Winterschuhe? Wanderschuhe? Sandalen? Halbschuhe? Stiefel? Lederschuhe? Gore-Tex-Schuhe? Sicherheitsschuhe? ... Warum sollte es bei Teleskopen anders sein. Es ist sogar komplizierter.

Es wurde ein C8 auf Vixen Great Polaris und 3 Okularen. PUNKT. Gerald Rhemann ließ sich nicht auf Diskussionen ein. Das war perfekt. Er sagte, er könne mir entweder 3 Stunden lang alles erklären, was ich nicht verstehe, oder ich glaube ihm und kaufe das verdammte C8. Erstens sei es lagernd, zweitens sehe ich den Orion-Nebel, drittens kann ich dank der Vixen mit RA-Motor später auch fotografieren und viertens ist es preisgünstig.

Also kaufte ich das verdammte Ding und fand heraus, dass es völlig ok war, ich sah den Orion-Nebel, die Jupiter-Bänder, M13, Andromeda und ich schraubte die Kamera oben drauf und nicht hinten dran. Das reichte für einige Jahre und Rhemann hatte absolut recht, als Anfänger hätte ich nicht einmal SEINE FRAGEN beantworten können, so blank war ich astronomisch. Wenn er mich nach Nebeln gefragt hätte, Wide Field, Deep Sky oder Doppelstern-Trennung, nach Brennweiten oder Gesichtsfeld, nach Barlow oder Ha Filter - ich hätte exakt NULL Ahnung gehabt wovon er überhaupt spricht. Und so war es gut, dass ich einfach das Zeug gekauft habe, das er mir vertrauensvoll angetragen hat. :D

lg
Niki
 
Sehr motivierend. "Für alles von 6-800mm habe ich Fotoobjektive... Ich habe keine Probleme... Warum soll ich mir so eine Apo-Gurke antun?" Als ob wir alle anfangs mal eben 6-800mm Fotoobjektive zuhause haben. Als Schüler! In solchen Augen sind alle anderen wohl arme Würstchen, die leider ein "normales Teleskop" kaufen müssen.
Du hast es nicht kapiert? Du reißt Dinge aus dem Zusammenhang und interpretierst sie dann falsch. Das sind die gleichen Methoden die Donald T. auch anwendet. Es ist schön, dass Du hier Deinen Frust ausleben kannst. Aber schau mal auf die Überschrift... das hat nichts mehr mit Deinen Ausführungen zu tun. Hier hat jemand eine Frage gestellt und wollte keine "Anfängerberatung". Und zu der Frage sind unterschiedliche Antworten gekommen. Und ich erkläre Dir meine Antwort auch noch einmal. Ich habe Verständnis, dass nicht jeder eine technische Ausbildung haben kann. Also: Warum soll ich mir für einen Haufen Geld eine Apo-Gurke kaufen, wo ich für die Hälfte des Geldes eine (Marken) Festbrennweite mit gleichem Öffnungsverhältnis bekommen kann? Bei eBay-Kleinanzeigen habe ich bei einem Dutzend Angeboten aufgehört zu suchen.
Und chromatische Aberration und Koma wie der Apo schaffen die leicht :D.

Ich habe damals alle Meinungen aufgesaugt und für mich ausgewertet. Da kamen natürlich auch so "tolle" Antworten wie von *entfernt* aka *entfernt*. Die hatte ich eben gleich, mangels unendlicher Liquidität ausortiert ;)
Rainer, was hast Du denn damals nicht verstanden? Das jetzt hier so in den Raum zu schmeißen ist auch nicht fair. Wenn, dann sollte man auch Ross und Reiter nennen.

CS *entfernt*
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben