da bin ich jetzt nicht so firm... es kommt drauf an was Du fotografieren willst.
Naja... es ist eher so, dass kein normaler Refraktor auf UV und IR korrigiert ist, zusätzlich zu den drei Farben im visuellen, die für die (in der Praxis ohnehin schwammige) Apo-Definition hergenommen werden. Auch ein Apo ist für die Benutzung im visuellen Teil des Spektrums ausgelegt.
Interessanter für die Filterfrage ist die Empfindlichkeit der Kamera.
Wenn deine Kamera UV/IR-sensitiv ist – was für jede astromodifizierte Kamera gilt und ansonsten davon abhängt, wo der eingebaute UV/IR-Sperrfilter der Kamera genau greift – solltest du am Refraktor generell einen UV/IR-Sperrfilter verwenden. Am reinen Spiegelteleskop ist er witzlos, da das Licht dda nicht gebrochen und in seine Farben zerlegt wird. Aber kein Refraktor-Hersteller macht sich unnötig die Mühe und korrigiert seine Optiken für einen Spektralbereich, der visuell eh unsichtbar ist und auch nicht so viele Beobachtungsziele hat.
Und wenn du Richtung UV beobachten willst – Sonne im Kalzium oder Venus im UV – dann blendest du eh alles andere aus. Aber da solltest du ggf. TS fragen, wie sich das Gerät im UV schlägt, bzw. wieviel die Linsen durchlassen.
Vorsicht bei der Aussage, dass ein Reducer das Feld vergrößert – das stimmt nur, solange der Sensor klein genug ist. Er schrumpft nämlich eigentlich das Bild auf eine kleinere Fläche, wodurch es heller wird und mehr Feld auf die selbe Sensorfläche passt. Aber wenn es dumm läuft, leuchtet er dann keinen Vollformat-Sensor mehr aus, sondern nur APS-C. Was egal ist, wenn du eh nur APS-C oder kleiner verwendest

TS hat da verschiedene Reducer, auch für Vollformat, also nicht am falschen Ende sparen.
Der ED80/600 mit Reducer macht mir Spaß (an APS-C und visuell bis zur Höchstvergrößerung); das TS-Gerät kenne ich nicht – aber der reduzierte Preis ist verlockend. Such am besten mal nach Bildern, die mit den Geräten aufgenommen wurden. Keine Ahnung, wie gut er letztlich im Vergleich wirklich ist.
Beste Grüße,
Alex