Ehemaliges Mitglied 31195
Hallo,
Okke, Du kannst einpacken mit Deinem Hyper-Hyper
. Mir ist bewußt geworden, daß ich schon lange einen habe.
Mein erstes Setup mit dem ich Astrobilder gemacht habe, waren ein Bresser Pluto/s, eine ASI120MC und daran dann ein einfacher TSRED051-Brennweitenreduzierer, damit der Mond voll drauf geht (siehe z.B. hier: Mond - "back to the roots"). Damit komme ich beim 114/500 Pluto auf 314mm Brennweite - also ca. f/2,8.
Das ganze auf der EQSky-Montierung mit 6V-RA-Nachführmotor. Aufgenommen hatte ich mit einem 2005er ASUS-Laptop mit WindowsXP und Sharpcap 2.9 (die letzte Version die auf XP läuft). Das Zeug habe ich alles noch (man ist ja sentimental). Deshalb wollte ich einfach mal ausprobieren, was man heute noch alles damit machen kann - z.B. so richtig Deep-Sky-Aufnahmen, also nicht nur hellen Orionnebel oder Plejaden.
Auf dem alten XP-Laptop läuft noch Sharpcap 2.9, aber auch APT3.82, EQMOD, Platesolve2.8, ASCOM und Cartes du Ciel als Planetariumsprogramm. Damit kann man richtig was anfangen.
Sharpcap2.9 hat schon das Polar Align Tool, da war das genaue Einnorden bei ca. 300mm mit der ASI120 kein Problem. Nächster Punkt war das Finden und Zentrieren von M101. M101 hat eine relativ geringe Oberflächenhelligkeit und man erkennt sie eigentlich schlecht in einem Sucher oder kurzen Aufnahmen, vor allem wenn der Himmel nicht sehr klar und dunkel ist.
Da kommt EQMOD bzw. der EQMOD-Simulator, APT, Platesolve2.8 und Cartes du Ciel ins Spiel. Mit dem EQMOD-Simulator simuliert man eine Goto-Montierung. Das Goto muß man an der Montierung aber selber machen. Vorher aber verbindet man sich mit APT über ASCOM mit dem EQMODsim, tut so als ob man M101 anfährt, richtet das Teleskop ungefähr in Richtung M101 aus und macht dann mit der ASI120 eine Aufnahme über APT, lässt platesolven, synchronisiert und - Voila - man sieht in Cartes Du Ciel über ASCOM wo das Teleskop tatsächlich hinzeigt. Jetzt muß man natürlich manuell die Montierung verstellen und das Ganze wiederholen, aber nach ein paar Iterationen kann man so ziemlich jedes Ziel am Himmel ohne Goto-Montierung finden, selbst mit dem betagten Laptop. Man hätte einfach auf die gelöste Position des Platesolving verstellen und iterieren können - aber über Cartes du Ciel fand ich es cooler. Im Prinzip kann man das so mit jeder Montierung machen, die kein Goto hat.
Mit Sharpcap2.9 habe ich dann ca. 50 Minuten lang mit 8-Sekunden-Frames Livestacking gemacht (ca. ein dutzend Substacks). Ok, lange Vorrede - no sense, hier ist das Ergebnis von gestern Abend:
Das Bild wurde mit Pixinsight bearbeitet. Ich hoffe, es hat keiner wirklich Hypergraph-Qualität mit dem Setup erwartet
. Der Kugel-Pluto und der einfache Reducer hinterlassen ihre Spuren. Aber das ist doch mindestens so gut wie Bilder von hypermodernen Rundum-sorglos-Smart-Teleskopen, oder
?
Ich habe den Beitrag mal ins Anfängerforum gestellt und etwas länger ausgeführt, da ich mal wieder zeigen wollte, wie man auch anfangen kann. Wenn die Mittel nicht da sind, dann muß es nicht gleich am Anfang eine EQ6R, eine gekühlte Vollformat CMOS-Kamera und ein Astrograph mit MGEN3 sein. Und selbst wenn die Mittel da sind, schadet es nicht, erst mal einfach anzufangen, zu lernen und Spaß zu haben. Ich hatte ihn jedenfalls.
Gruß
*entfernt*
Okke, Du kannst einpacken mit Deinem Hyper-Hyper
Mein erstes Setup mit dem ich Astrobilder gemacht habe, waren ein Bresser Pluto/s, eine ASI120MC und daran dann ein einfacher TSRED051-Brennweitenreduzierer, damit der Mond voll drauf geht (siehe z.B. hier: Mond - "back to the roots"). Damit komme ich beim 114/500 Pluto auf 314mm Brennweite - also ca. f/2,8.
Das ganze auf der EQSky-Montierung mit 6V-RA-Nachführmotor. Aufgenommen hatte ich mit einem 2005er ASUS-Laptop mit WindowsXP und Sharpcap 2.9 (die letzte Version die auf XP läuft). Das Zeug habe ich alles noch (man ist ja sentimental). Deshalb wollte ich einfach mal ausprobieren, was man heute noch alles damit machen kann - z.B. so richtig Deep-Sky-Aufnahmen, also nicht nur hellen Orionnebel oder Plejaden.
Auf dem alten XP-Laptop läuft noch Sharpcap 2.9, aber auch APT3.82, EQMOD, Platesolve2.8, ASCOM und Cartes du Ciel als Planetariumsprogramm. Damit kann man richtig was anfangen.
Sharpcap2.9 hat schon das Polar Align Tool, da war das genaue Einnorden bei ca. 300mm mit der ASI120 kein Problem. Nächster Punkt war das Finden und Zentrieren von M101. M101 hat eine relativ geringe Oberflächenhelligkeit und man erkennt sie eigentlich schlecht in einem Sucher oder kurzen Aufnahmen, vor allem wenn der Himmel nicht sehr klar und dunkel ist.
Da kommt EQMOD bzw. der EQMOD-Simulator, APT, Platesolve2.8 und Cartes du Ciel ins Spiel. Mit dem EQMOD-Simulator simuliert man eine Goto-Montierung. Das Goto muß man an der Montierung aber selber machen. Vorher aber verbindet man sich mit APT über ASCOM mit dem EQMODsim, tut so als ob man M101 anfährt, richtet das Teleskop ungefähr in Richtung M101 aus und macht dann mit der ASI120 eine Aufnahme über APT, lässt platesolven, synchronisiert und - Voila - man sieht in Cartes Du Ciel über ASCOM wo das Teleskop tatsächlich hinzeigt. Jetzt muß man natürlich manuell die Montierung verstellen und das Ganze wiederholen, aber nach ein paar Iterationen kann man so ziemlich jedes Ziel am Himmel ohne Goto-Montierung finden, selbst mit dem betagten Laptop. Man hätte einfach auf die gelöste Position des Platesolving verstellen und iterieren können - aber über Cartes du Ciel fand ich es cooler. Im Prinzip kann man das so mit jeder Montierung machen, die kein Goto hat.
Mit Sharpcap2.9 habe ich dann ca. 50 Minuten lang mit 8-Sekunden-Frames Livestacking gemacht (ca. ein dutzend Substacks). Ok, lange Vorrede - no sense, hier ist das Ergebnis von gestern Abend:
Das Bild wurde mit Pixinsight bearbeitet. Ich hoffe, es hat keiner wirklich Hypergraph-Qualität mit dem Setup erwartet
Ich habe den Beitrag mal ins Anfängerforum gestellt und etwas länger ausgeführt, da ich mal wieder zeigen wollte, wie man auch anfangen kann. Wenn die Mittel nicht da sind, dann muß es nicht gleich am Anfang eine EQ6R, eine gekühlte Vollformat CMOS-Kamera und ein Astrograph mit MGEN3 sein. Und selbst wenn die Mittel da sind, schadet es nicht, erst mal einfach anzufangen, zu lernen und Spaß zu haben. Ich hatte ihn jedenfalls.
Gruß
*entfernt*