Kleiner Einstiegsleitfaden für absolute Beginner

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Ehemaliges Mitglied 75764
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Hallo.

Ich finde diese Liste mit den Empfehlungen für die angeblich häufigsten sinnvollen Kombinationen ziemlich einseitig. Die Auswahl orientiert sich in erster Linie an der m.E. fragwürdigen Devise "maximale Öffnung für's Geld". Das sieht dann so aus, als käme für Einsteiger im unteren Preisbereich außer Newtonbauweise vernünftigerweise kaum was anderes in Frage. Dass man sich mit einem Newton jedoch auch Nachteile einhandelt, die nicht jedem schmecken, bleibt ebenso unerwähnt wie die Alternativen, bei denen man für etwas Verzicht auf Öffnung in anderer Hinsicht Vorteile gewinnt:

Refraktoren z.B., oder auch Spektive, die überhaupt nicht vorkommen, können gerade die für Leute ideal sein, die auf unkomplizierte schnelle Einsatzbereitschaft wert legen. Kein Justieren, kein Auskühlen, kein umständliches Visieren und kein um-die-Ecke-Durchgucken, keine Spikes. Im Fall eines Spektivs kommen neben seitenrichtiger und aufrechtem Bild meist auch noch Robustheit und Wasserfestigkeit hinzu. Außerdem kann man mit solchen Systemen auch auf Reisen und Wanderungen mal Tagbeobachtungen machen und Schiffe, Flugzeuge, Vögel, Bergsteiger beobachten.

Ein kleiner achromatischer Refraktor 80/640 z.B. bildet erstaunlich knackig ab und der Farbfehler hält sich auch im höheren Vergrößerungsbereich noch sehr in Grenzen. Mit halbwegs vernünftiger Monti ist da auch unter 200 Euro schon was zu bekommen. Wer die Länge nicht scheut, kann auch einen 90/900 mal in Augenschein nehmen, wen der Farbfehler nicht groß stört, kann vielleicht an einem achromatischen 102/500-700 Gefallen finden.

Auch und gerade für Kinder als Einsteiger finde ich ein kleineren Refraktor ideal: der Skywatcher 80/400 z.B. ist kurz, leicht, schnell aufgebaut, passt gut ins Gepäck, liefert weite Felder mit schöner Übersicht und zeigt auch an Planeten schon das ein oder andere Detail - Farbfehler hin oder her. der ist nämlich ab >120fach so lichtschwach, dass er dann kaum noch stört. Der Kleine funktioniert auch auf einer EQ1 Tischmonti stabil genug, die man außerdem zwischen azimutal und parallaktisch umstellen und später auch noch motorisieren kann - dann lassen sich damit sogar erste fotografische Erfahrungen sammeln.

Die Alternative Mak kann beim Einstieg z.B. in Hinblick auf Transport, Handhabung, oder Brillanz und Hochvergrößerungsmöglichkeit und günstigere Okularausstattung gegenüber einem vergleichbaren Newton punkten. Wer Sonnensystem und Tagbeobachtung anpeilt, weil DS mit kleinen Öffnungen eh nicht so prickelnd ist, wird mit einem 102/1300 oder 127/1500-1900 nicht schlecht bedient. Bei mehr Budget oder späterem Upgrade ergänzen die sich auch mit einem Weitfeldrefraktor gut, der dann das Übersichts-Defizit ausgleicht.

Bei den Montierungen würde ich ebenfalls nicht nur kompromisslos stabile klassische Rockerbox oder parallaktische EQ3/EQ5 Klasse empfehlen. Ich würde nachfragen, wer Spaß an GoTo und Steuerung mit einem Mobilgerät hat, und den Strombedarf nicht als Problem sieht, ob er/sie bereit wären dafür auf etwas Stabilität oder zu Öffnung verzichten, oder auch auf eine justierbare HS-Zelle bei einem Newton - die ist m.E. bei Systemen bis 6" und > ca. f/5 nicht zwangläufig nötig, wenn der Spiegel ab Werk richtig justiert verklebt ist.

Dafür können solche Kompromiss-Geräte dank elektr. Nachführung später leicht mit einer Videokamera für EAA ausgestattet werden - was gerade mit kleinen Öffnungen unter lichtverschmutztem Himmel sehr viel Spass machen kann. Auch Rockerbox-Varianten mit einem Pointierungssystem ("Pushfix", "Intelli-Irgendwas" usw.) sind m.E. nicht per se zu verteufeln. Die etwas größere Wackelei gegenüber einem schwereren stabileren Unterbau sollte man die Leute individuell ausprobieren lassen, nicht jeder Einsteiger ist Grobmotoriker, einem anderen wiederum kann es gar nicht stabil genug sein.

Es kommt halt darauf an, wie sich ein interessierter Einsteiger das Beobachten unter seinen speziellen Umständen vorstellen kann. Da haben solche gut gemeinten Standardlisten wie oben m.E. nur sehr begrenzten Nutzen - ganz davon abgesehen, dass man solche Standardempfehlungen auch überall anderswo leicht finden kann.

Und bevor das jetzt falsch rüberkommt: ich bin nicht dagegen, empfehlenswerte Geräte und Kombis aufzulisten, würde aber auf mehr Alternativen und Auswahlmöglichkeiten hinweisen, und auch nicht die jeweiligen Nachteile unterschlagen, die jede Empfehlung nunmal zwangsläufig mit sich bringt. Kein Teleskoptyp hat nur Vorteile oder ist alternativlos, es geht immer um Kompromisse und darum, wer sie wo machen kann.

Gruß,
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
...
Die Auswahl orientiert sich in erster Linie an der m.E. fragwürdigen Devise "maximale Öffnung für's Geld".
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Maximale Öffnung fürs Geld ist für dich eine fragwürdige Devise?

Also sorry, das ist ja wohl sehr fragwürdig diese Formulierung. ;)

Bin mir ziemlich sicher, dass du weisst und das auch bei deiner eigenen Auswahl eines Teleskops berücksichtigst, dass mit grösserer Öffnung egal welcher Teleskoptyp die wichtigsten optischen Eigenschaften (Lichtsammelvermögen und Auflösung) des Teleskops besser werden.

Gruß
Peter
 
Die Auswahl orientiert sich in erster Linie an der m.E. fragwürdigen Devise "maximale Öffnung für's Geld".
Maximale Öffnung fürs Geld ist für dich eine fragwürdige Devise?

Ich muss mich Mathias da schon ein wenig anschließen, weil das "maximale Erlebnis" bei der Himmelsbeobachtung nicht für alle dasselbe bedeuten muss. Natürlich minimiert sich eine mögliche Enttäuschung, wenn man "das meiste Auflösungsvermögen und maximale Helligkeit" für's Geld anstrebt, aber ich mag ebenso die Eleganz, den Kontrast und die Handhabbarkeit meines Refraktors nicht missen.

In Wahrheit liefe sonst alles auf Dobs hinaus, Dobs und nichts als Dobs, die "maximale Öffnung für's Geld" bieten, und leider wird das auch vorrangig so kommuniziert. Mein 100er Bino ist aber genauso so ein Hammer für Wide Field, wie mein kleiner Mak fürs schnelle Planetengucken, mein 8 x 56 ist auch super für minimales Grab and Go und mein Tak ist einfach schön und hat einen herrlichen Kontrast. Was davon ist "besser"? Alles ist toll.

Aber beim Einsteiger tut man so, als würde ein Teleskop alles irgendwie erfüllen, und so kommt man dann zum 8" Dob und gut is. Und irgendwie erwartet ein Einsteiger auch, dass um 400 Euro möglichst "alles geht". Würde ich hier sagen, Leute, kauft Euch irgendein Teleskop, dass Euch gefällt, und tut mal rum damit, würden etliche wohl über mich herfallen - wie kann man nur so etwas Verblödetes empfehlen. Unseriös.

Da wärs auch egal, zu sagen, wenn es Spaß macht, habt ihr sowieso 3 Teleskope in den nächsten Jahren. WEIIIIIIL dann jemand sagt: wenn er mit dem falschen Rohr beginnt, schmeißt er aus Frust hin, und wir haben einen möglichen Kollegen vergrault. Nun gut, wenn man ihn zu Toder berät, bis er sich etwas kauft, was vernünftig ist, aber nicht seins, kann er auch hinschmeissen. Just my 2 cents.

;)

Ergo: ich weiß es auch nicht.
Man sollte die Frage weder stellen, noch beantworten.
Man sollte ihn mit einem Lasso einfangen und zu einem Verein schleppen zum Durchschauen. :cool:

lg
Niki
 
Hi Niki @Demokrat ,

na ja, bei dir hört sich das schon etwas anders an. ;)

Es kommt wie immer darauf an, was man für Ziele hat.

Ich kann mich nur erinnern wie ich vor Jahrzehnten (im letzten Jahrhundert) mit der Astronomie angefangen habe.
Man sieht und liest als Jugendlicher ganz begeistert etwas über diese tollen Objekte (Deep Sky und Planeten) und will die halt selber sehen und beobachten.
Ich glaube bei vielen ist es so einfach. Das ist einfach die Grundfaszination der (visuellen) Astronomie.

Was benötigt man dazu, damit es nicht gleich zu einem totalen Frusterlebnis wird?

Eine Optik, die möglichst für das wenige Geld das man hat viel Licht sammelt, damit man nicht, wie es mir mit einem Mini-Teleskop gegangen ist, nächtelang (! Wahnsinn was ich da für eine Geduld hatte) nach eigentlich einfachen Messier Objekte geschaut hat und aber überhaupt nichts gesehen hat.
Nachdem ich dann doch mehr investiert habe (oder war es ein Geschenk?) und ein grösseres (sprich grössere Öffnung, oh Gott das damals übliche C8) Teleskop bekommen habe, konnte ich auf einmal die begehrten Objekte finden und erkennen.

Ich hatte dann damals schon bemerkt, die Öffnung, die Beobachtungs-Experten angeben, muss ich ungefähr verdoppeln, damit ich ungefähr die Chance habe das Objekt auch zu sehen. ;)

So einfach ist das.

Warum soll man jetzt einem Beginner der ähnliche Ziele hat ein Teleskop mit kleinerer Öffnung empfehlen?
Damit er erstmal Frust hat?

Für mich ist es für generelle visuelle Beobachtung der Standard Objekte ganz einfach:
Kauf dir das Teleskop mit der grössten Öffnung und Beobachtungs-Stabilität und -Komfort, das du dir leisten und in deiner Situation einfach handhaben (transportieren) kannst.
(Muss nicht unbedingt ein Dobson sein, hatte ich ja am Anfang auch nicht. Wobei ... , es spricht schon vieles dafür ;) )

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin :)
Und um mich gleich unbeliebt zu machen: Hmmmm.
Der ganze Thread liest sich nämlich so, als würdet Ihr grundsätzlich immer von einem DAU ausgehen, der die Fragen stellt (ohne grundsätzliche Abwertung: ich komme aus der IT und es gibt sehr viele davon); aber was ich bei euch bislang im Forum gelesen habe, ist von der reinen Herleitung zu etwa 70% für mich schlüssig gewesen (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Gut, man hat auch große Spezialisten, die beispielsweise auch ein Handy für eine professionelle Fotokamera halten und die wirklich alles vorgekaut haben wollen - ja, das gibt es alles. Oft genug erlebt.

Und doch, gerade wenn man versucht Wissen zu vermitteln, wird man selbst eben manche Fragestellung öfter hören und manche wieder nicht. Natürlich ist in einem persönlichen Gespräch mit Anschauungsobjekten vieles davon sehr viel einfacher zu erklären, und manche Fragestellungen kommen dabei erst gar nicht auf.
Aber aktuell sind wir leider in einer relativ speziellen Situation, ich hab da nämlich gehört, da gibbets so n komisches neues Virus... :p Ein persönliches Gespräch fällt also für viele von uns flach.

Die Idee des TO als Fragebogen halte ich grundsätzlich für gut, das kenne ich auch aus anderen Bereichen - IT-, Fotografie- und ähnlichen Foren, in denen ich garantiert auch 100, teils 1000 mal dieselbe Frage gestellt bekommen habe (und ja, ich habe auch ein Cheat-Sheet für wiederkehrende Antworten für Copy & Paste bzw. auch Deeplinks in die entsprechenden Subforen).

Und warum mache ich das? Weil ich Spaß dran habe, meine Erfahrung zu vermitteln.
Hab ich mal einen Tag nicht so viel Spaß dran, lasse ich das mit den Antworten - hey, schließlich werde ich nicht dafür bezahlt.
Und so ist es auch hier: Ihr habt ein Hobby, und Ihr habt Spaß daran. Ihr möchtet diesen Spaß auch an andere vermitteln und Denkanstöße geben. Ihr könnt mit eurer Erfahrung **relativ** einfach (teure) Fehlkäufe von anderen vermeiden, indem ihr argumentiert.
Sicher, das setzt alles Intelligenz beim Empfänger voraus, und ob sie eure Denkanstöße dann noch annehmen steht wieder auf nem anderen Blatt. Aber die meisten bringen doch ein Grundverständnis mit, oder habe ich nur nicht zu weit nach hinten geblättert?

In einem Fragebogen kann man das mittels einfacher Exclude-Variablen auch so gestalten, dass es nicht in "ich kreuze mal alles an" endet - Freitext sollte aber trotzdem gegeben sein.
So habt Ihr einen groben Überblick, wie "ernsthaft" diejenige Person sich schon informiert hat, ob Kontakt oder Anfragen an Händler rausgegangen sind usw usf...
Manchmal sind die Anfragen auch sehr speziell - meinereiner zum Beispiel hat hier im Forum die ketzerische Frage (inkl. Auswahl an Komponenten) gestellt, welches Setup man initial mit einer professionellen Fotoausrüstung verwenden kann oder besser gesagt: sollte. Aber den Thread hatte ich erst gestartet nachdem Anfragen bei mehreren Händler in teils mehrere verschiedenen Antworten (vom selben Händler!) resultierten, und da frage ich mich: bin ich zu dumm, denke ich zu kompliziert oder ist es einfach unmöglich, was ich gern hätte.

Manchmal macht es mehr Spaß, naiv an das Gute in den Menschen zu glauben ;)
Wollte ich nur mal gesagt haben.
Ich als Neuling im Forum würde mich jedenfalls über wie-auch-immer-gearteten einen Fragebogen freuen, der es euch und mir mit dem Austausch leichter macht :)

Clear Skies
Wolf
 
Ihr könnt mit eurer Erfahrung **relativ** einfach (teure) Fehlkäufe von anderen vermeiden

Das ist das gängige Narrativ... ;)
Solche logisch klingenden "Grundsätze" klingen recht einleuchtend, sind aber m.E. nur eingeschränkt richtig. Am ehesten könnte ich mir einen "Fehlkauf" so vorstellen, dass das erworbene Ding überhaupt nicht das leistet, was man sich vorgestellt hat. Etwa, die Dreiecksgalaxie in allen Einzelheiten oder den Orionnebel in Farbe zu sehen. Das würde ich bei Beratungsseiten oder Fragebögen voranstellen. Damit schließt man mal die wichtigsten Hauptillusionen aus.

Über diese korrigierbaren Fehlerwartungen hinaus wird die "Vermeidung von (teuren) Fehlkäufen" unwahrscheinlicher, denn wer tatsächlich teuer kauft, hätte erstens auch bei einem "Fehlkauf" weniger Verlust beim Verkauf und zweitens stecken Anfänger und Einsteiger meist 300-400 Euro in den ersten Versuch, und nicht 4.000. Deshalb kommt das mit dem "viel Geld für Nichts" seltener vor, denke ich, es sind eher die, die mehr und mehr Leistung wollen, die ihr Geld dann schaufelweise in das Hobby stecken. :p

Und wenn jemand realistische Erwartungen hat, dann kommt es höchstwahrscheinlich zu keinem "Fehlkauf". Selbst wenn ein Teleskop kein 8" Dobson ist (den man sich, ginge es nach allen Einsteiger-Beratungen, wohl ausschließlich kaufen dürfte), kann man Freude daran haben, aber das kommt, wie gesagt, bei Standardberatungen zu kurz. Ich hätte nicht gern mit einem Dobson angefangen, auch nicht mit 8", und je nach "Berater" wird man dorthin gelenkt, wo der "Berater" seine Argumente für sich bereits gefunden hat. Die Dobsonauten fallen in Scharen über das kaufwillige Opfer her und stellen den 8" Dob auf Platz 1 und gut is.

Dann beginnen im schlechtesten Fall Grabenkämpfe zwischen Mak-konauten, Refrationierern und Newtonisten oder der Einsteiger lässt alles über sich ergehen und überschläft dann das Gehörte. Vielleicht kommt er dann zu einer "eigenen" Entscheidung... was zu wünschen wäre.

Das wichtigste wäre also, den Umgang mit Forenmeinungen zu lehren, die nicht selten großes Durcheinander und gnadenlose Kaufunsicherheiten auslösen. Ob man dann KEINEN "Fehlkauf" tätigt, sei nicht nur dahingestellt, sondern auch ein wenig bezweifelt. Und "objektiv" sind die wenigsten Meinungen bei einer Beratung, und noch weniger geht man meist auf vorhandene Präferenzen ein.

"Du möchtest ein Linsenfernrohr? Ganz sicher? Gut überlegt? Warum? Da hast Du doch nur hohe Kosten und wenig Licht! Das geht so nicht, glaube es mir, wir alle haben uns letztlich für einen 8" Dobson entschieden!" Und <BAMM> weg ist die Vorfreude, vielleicht einen Refraktor wollen zu dürfen. Die Berater werden zu "Ausredern" und "Überredern", natürlich nur im besten Sinne, um dem Neuling zu VIEL LICHT zu verhelfen, denn darum geht es ja AUSSCHLIESSLICH.

Nein, darum geht es am Anfang erst mal nicht für alle, aber das sehen die meisten hier wohl völlig anders. Sternegucken ist ein Öffnungsmatch. Und wer mit dem besten, sinnvollsten und einzig möglichen 8" Dob anfängt, schreibt hoffentlich bereits nach drei Monaten im Forum hier: "Also Leute, das ist ja schön und gut, aber das reicht mir eigentlich nicht mehr. Ich möchte einen 12" oder 14", weil mein Kollege sieht den Sturmvogel in völliger Pracht, und der hat einen 12", also das soll es mindestens auch für mich sein. Wenn jemand einen 8" Dob haben möchte, gerne, 200 Euro hätt ich gerne noch dafür."

Nun, also kein "Fehlkauf", der 8", sondern ein voller Erfolg?

Langfristig betrachtet ist es m.E. fast völlig wurscht, womit man beginnt, denn fast jeder wollte nach kurzer Zeit MEHR. Und dann darf es plötzlich auch etwas kosten... :D Erfahrung muss man sammeln, egal womit. Dann wird man wissen, was man will. Vorher ist es ein theoretisches Sandkastenspiel im Wohnzimmer.

Just my 2 cents. :coffee:

lg
Niki
 
Hi Niki @Demokrat ,

alles schön und gut, aber es gibt halt 2 wichtige physikalische (objektive) Eigenschaften einer Optik für visuelle Astronomie:

Lichtsammelvermögen und Auflösung.

Seltsamerweise steigt beides mit der Größe der Öffnung.
So einfach ist das.

So, und jetzt gibt es einige wichtige, subjektive Eigenschaften die im Nutzer liegen:

Budget
Transport-fähigkeit/Motivation
Beobachtungs Komfort/Bequemlichkeit
Aufstellungsort
...

Teil 1 führt definitiv zur grössten, möglichen Öffnung.

Teil 2 führt dazu, dass Teil 1 trotzdem, aber subjektiv gewichtet wird.
Dadurch wird es kompliziert. Aber nur für den zu Beratenden! ;)

Gruß
Peter
 
Hallo erstmal,

Aber aktuell sind wir leider in einer relativ speziellen Situation, ich hab da nämlich gehört, da gibbets so n komisches neues Virus... :p Ein persönliches Gespräch fällt also für viele von uns flach.
wenn das Gespräch im Freien stattfindet und sich an den entsprechenden Abstands- und Hygiene-Regeln gehalten wird, sehe ich hier kein Problem.
Schwierig wäre es nur, wenn es um den Besuch von Sternwarten oder Vereinen ginge. Deshalb wären nur private Treffen möglich.
Aber die meisten bringen doch ein Grundverständnis mit, oder habe ich nur nicht zu weit nach hinten geblättert?
Welches Grundverständnis meinst Du?
In einem Fragebogen kann man das mittels einfacher Exclude-Variablen auch so gestalten, dass es nicht in "ich kreuze mal alles an" endet - Freitext sollte aber trotzdem gegeben sein.
Ein Teil dieses Satzes verstehe ich nicht. Was sind Exclude-Variablen?
Kannst Du das anhand eines Beispiels darstellen?

So habt Ihr einen groben Überblick, wie "ernsthaft" diejenige Person sich schon informiert hat, ob Kontakt oder Anfragen an Händler rausgegangen sind usw usf...

Ich sehe vor allem zwei Verhaltensweisen von Fragestellern als Problem:

1) Eine freundliche Person erklärt hier einem Fragesteller sehr ausführlich, was er für seine Entscheidungsfindung wissen muss. Der Fragesteller geht aber auf diese Antwort nicht ein und postet einfach einen weiteren Link aus einem Shop und fragt dann, was davon zu halten ist.

2) Eine freundliche Person erklärt hier einem Fragesteller sehr ausführlich, was er für seine Entscheidungsfindung wissen muss. Die anschließende Schlussfolgerung des Fragestellers ist nicht nachvollziehbar und lässt darauf schließen, dass er die Erklärung nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. Kurz und knapp: Beratungsresistent.

Ich als Neuling im Forum würde mich jedenfalls über wie-auch-immer-gearteten einen Fragebogen freuen, der es euch und mir mit dem Austausch leichter macht :)

Der Initiator der Idee für diesen Thread und möglicherweise auch ein paar andere Menschen würden sich freuen, wenn Du Deine Ideen in den Fragebogen einfließen lassen würdest.

Gruß
Ronald
 
Hallo Niki,

"Du möchtest ein Linsenfernrohr? Ganz sicher? Gut überlegt? Warum? Da hast Du doch nur hohe Kosten und wenig Licht! Das geht so nicht, glaube es mir, wir alle haben uns letztlich für einen 8" Dobson entschieden!" Und <BAMM> weg ist die Vorfreude, vielleicht einen Refraktor wollen zu dürfen. Die Berater werden zu "Ausredern" und "Überredern", natürlich nur im besten Sinne, um dem Neuling zu VIEL LICHT zu verhelfen, denn darum geht es ja AUSSCHLIESSLICH.
Diese Aussage finde ich zu pauschal. Es hängt immer von den Rahmenbedingungen und den Erwartungen des Fragestellers ab. Häufig stimmen am Ende Erwartungshaltung und Realität nicht überein.
Dennoch würde ich das nicht so pessimistisch sehen. Es gibt auch viele Leute, denen so eine Beratung geholfen hat. Es gibt vielleicht auch viele, die einfach nur lesen, verstehen, keinen Thread starten und am Ende das richtige Gerät kaufen.
Bereits vor Corona wurde häufig gefragt, ob der Fragesteller schon einmal durch ein Teleskop geschaut hat und es wurde ihm auch empfohlen, sich die Geräte erstmal in der Praxis anzuschauen. Manche Leute setzen diesen Vorschlag um, manche nicht.

Gruß
Ronald
 
Eieiei...ich versuche das mal schön gegliedert aufzudröseln :)

  • Bezüglich "Rona" und Treffen gibt es aber wieder Ausnahmen (sogar je nach Bundesland und Stadt (Spoiler: Aachen wird zu morgen dichtgemacht, da die Grenze überschritten ist, BW hat Pandemielevel 2 ausgerufen usw).
    Ich zum Beispiel muss aktuell meine privaten Hobbys hintenanstellen, weil meine Kunden bezüglich...nennen wir es "Multikontakt" sehr strenge Richtlinien haben. Ist nicht die Regel, gebe ich zu, aber stellt doch vor Problemchen. Zuvor war ich gerne auch mal in der nahegelegenen Sternwarte in St. Andreasberg bei Events zugegen (leider viel zu selten).
    Und sind wir mal ehrlich, nicht jedermann, bzw. hier gerade auch Frauen, trifft sich außerhalb eines "Rudels" einfach mit irgendwem, den er aus dem Internet kennt (bitte nicht falsch verstehen).
    Ich nehme mich da aufgrund meines Formats und der ehem. Ausbildung im Personenschutz zwar ein wenig raus, aber mich hindern eben andere Gründe.
    Du siehst, alles eine Frage der Bewertung und der Umstände...so schön es wär, pauschal kann man kaum ne Aussage treffen...

  • Welches Grundverständnis ich meine kommt ein wenig auf das Subforum an. Fotografie hat eigene Gestaltungsmöglichkeiten, rein optische Beobachtung hat Eigenheiten, aber bei dem, was ich durchblättert habe, hat wirklich keiner absolut bei 0 angefangen, sondern sich zumindest mal grobe Gedanken gemacht, in welche Richtung er gehen möchte.
    Ob diese Person dann Ratschläge annehmen wird oder nur von euch hören will, dass er alles richtig gemacht hat, steht wieder auf nem anderen Blatt. Was man im Detail möchte kristallisiert sich dann vielleicht auch erst im Gespräch heraus, weil der-/diejenige nur nen groben Plan hat.

    Wieder ein Beispiel von mir selbst: ich hab Fotoequipment - was möchte ich? Höchstwahrscheinlich fotografieren.
    Ich hab mein Equip mit einer Brennweite bis zu 1200mm bei Blende 13 klassifiziert - das wäre für Anfangsfragen bzw. wo die Reise hingehen soll ein Hinweis, für einen Fragebogen wäre es aber viel zu detailliert.
    Klar wird es immer Leute geben, denen du alles weitere aus der Nase ziehen müsstest - scheint aber hier zumindest nicht die Regel zu sein (oder ich bin viel zu kurz dabei, um derartig leidgeprüft zu sein ;) )

  • Exclude ist einfach erklärt: Du sperrst gewisse Dinge gegeneinander. Wenn jemand bei "was möchtest Du fotografieren" von sagen wir 5 Punkten Deepsky (fern) auswählt, kann er maximal noch Deepsky (Weitwinkel) oder Planeten auswählen, nicht aber Sonne oder Mond - sinnvolle Kombinationen eben :)
    Wenn ich mir die Forumssoftware so ansehe, sollte so etwas durchaus möglich sein.

  • Zu den Verhaltensweisen der Fragesteller kann ich dir beipflichten - aber das gilt halt in jedem Forum.
    Wünsch-Dir-was passiert leider nur ganz selten.

  • Und zu den Ideen des Fragebogens: ich finde die Liste als Denkanstoß selbst bereits sehr gelungen - bitte auch nicht zu detailliert machen, denn man verliert sich dann gerne in Kleinigkeiten.

    Die Fotografieoption wäre aber zumindest noch etwas ausbaufähig; wichtig wäre m.E. etwa das Fotografielevel, das derjenige/diejenige bereits besitzt, vielleicht unterteilt in absoluter Anfänger/Handykamera, "Urlaubsfotograf", "Amateur" (der sich die Bilder zu Hause auch z.B. auf Acryl zieht und übers Sofa hängt), SemiPro (fotografiert Feiern und kennt sich mit den Einstellungen aus bzw. Wildlife, welche lange Brennweiten erfordern) oder professionell (verdient damit Geld).
    Dass (gekühlte) Astrokameras dann wieder n ganz anderes Level sind wäre schon wieder zu detailliert...
Liebe Grüße
Wolf
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Wolf,
Bezüglich "Ronald" und Treffen gibt es aber wieder Ausnahmen (sogar je nach Bundesland und Stadt (Spoiler: Aachen wird zu morgen dichtgemacht, da die Grenze überschritten ist, BW hat Pandemielevel 2 ausgerufen usw).
Das mag ja sein, aber das wird ja nicht ewig dauern. Dann wartet man halt, bis es wieder möglich ist.
Und sind wir mal ehrlich, nicht jedermann, bzw. hier gerade auch Frauen, trifft sich außerhalb eines "Rudels" einfach mit irgendwem, den er aus dem Internet kennt (bitte nicht falsch verstehen).
Nein, aber man kann ja vorher telefonieren und noch eine Begleitperson mitbringen.
Welches Grundverständnis ich meine kommt ein wenig auf das Subforum an. Fotografie hat eigene Gestaltungsmöglichkeiten, rein optische Beobachtung hat Eigenheiten, aber bei dem, was ich durchblättert habe, hat wirklich keiner absolut bei 0 angefangen, sondern sich zumindest mal grobe Gedanken gemacht, in welche Richtung er gehen möchte.
Unter "Null" verstehe ich, dass jemand noch nie durch ein Teleskop geschaut hat. Das waren schon einige Leute.
Was man im Detail möchte kristallisiert sich dann vielleicht auch erst im Gespräch heraus, weil der-/diejenige nur nen groben Plan hat.
das fände ich nachvollziehbar und auch positiv.

Klar wird es immer Leute geben, denen du alles weitere aus der Nase ziehen müsstest - scheint aber hier zumindest nicht die Regel zu sein (oder ich bin viel zu kurz dabei, um derartig leidgeprüft zu sein
Mein Eindruck ist, dass es mehr sind, als ich erwarten würde.
Exclude ist einfach erklärt: Du sperrst gewisse Dinge gegeneinander. Wenn jemand bei "was möchtest Du fotografieren" von sagen wir 5 Punkten Deepsky (fern) auswählt, kann er maximal noch Deepsky (Weitwinkel) oder Planeten auswählen, nicht aber Sonne oder Mond - sinnvolle Kombinationen eben :)
ach so, das meinst Du. Ja, das fände ich sehr gut! Dann würde der Fragesteller sozusagen "geleitet".
Wenn ich mir die Forumssoftware so ansehe, sollte so etwas durchaus möglich sein.
das hätte ich nicht gedacht!
Und zu den Ideen des Fragebogens: ich finde die Liste als Denkanstoß selbst bereits sehr gelungen - bitte auch nicht zu detailliert machen, denn man verliert sich dann gerne in Kleinigkeiten.
Zu lange Texte dürften eher abschrecken und könnten den Leser überfordern.
Die Fotografieoption wäre aber zumindest noch etwas ausbaufähig; wichtig wäre etwas das Fotografielevel, das derjenige/diejenige bereits besitzt, vielleicht unterteilt in absoluter Anfänger/Handykamera, "Urlaubsfotograf", "Amateur" (der sich die Bilder zu Hause auch z.B. auf Acryl zieht und übers Sofa hängt), SemiPro (fotografiert Feiern und kennt sich mit den Einstellungen aus bzw. Wildlife, welche lange Brennweiten erfordern) oder professionell (verdient damit Geld).
Dass (gekühlte) Astrokameras dann wieder n ganz anderes Level sind wäre schon wieder zu detailliert...
Ja, das wäre ein Schritt in die richtige Richtung. :)

Gruß
Ronald
 
Moin, kurze Rückmeldung: Ich bin zwar "nicht geheilt", verstehe aber nun quasi am eigenen Leib wie Ihr das grundsätzlich mit der Meinungsbildung meint.
Die Forianer haben natürlich alle Ihre eigenen Erfahrungen und daraus resultierende Meinungen, versuchen aber auch völlig außer der Reihe zu überzeugen - in meinem Anfragethread zur Nutzung vorhandener Ausrüstung mit guten Objektiven wird inzwischen über Samyang, Dobson und Co sinniert. Das ist...etwas gruselig... :eek:

Trotzdem halte ich einen Anfangsfragebogen für nicht verkehrt, aber es sollte ein deutlicher Hinweis dabeistehen, dass die eigene Meinung aus den Empfehlungen gebildet werden muss.
Ansonsten bildet sich schnell die Meinung, dass sich die TO und Fragesteller berieseln lassen könnten und am Schluss ein Paket geschnürt wird, und sollten sie damit dann nicht zurechtkommen und/oder zufrieden sein, entlädt sich das eigene Unvermögen kurzzeitig ins Forum und dient zur Meinungsmache - und das wäre unschön.

CS
Wolf
 
Falls die Ansicht eines Einsteigers dazu gefragt ist:
Ich finde es großartig, wie sich die Mitglieder dieses Forums um Neulinge - wie Ewald und mich - kümmern. Wir haben uns durch dutzende Einsteiger-Threads durchgelesen, die Infos in unser anfangs spärlich vorhandenes Grundwissen eingebaut und dabei sehr viel dazugelernt. Das wichtigtste ist: Wir haben gelernt, uns die richtigen Fragen zu stellen.

Der Fragenkatalog ist eine grundsätzlich gute Idee, doch vermutlich hätte ich zu Beginn viele der Fragen gar nicht beantworten können (Siehe die Musterantworten ;-) ) Und das, obwohl ich vorher brav "Astronomie für Einsteiger" gelesen habe! Das habe ich übrigens anfangs auch nicht wirklich verstanden, erst jetzt nach einiger praktischer Erfahrung und erneutem Lesen konnte ich das dort vermittelte Wissen auch verarbeiten.

Was ich sagen will: Der Einstieg in die Astronomie ist ein sehr langwieriger Prozess. Wer keine Geduld hat, wer nicht zuhören will und wer alles zugleich machen will, der wird scheitern. Das ist eine wichtige Info für den Anfänger. Der Fragebogen ist eine wertvolle Hilfe, inbesondere wenn er Links zu weiterführenden vertiefenden Texten enthält. Dann kann der Anfänger nämlich selbst lernen und nur noch die Dinge fragen, die immer noch unklar sind. Und diese Aufgabe erfüllt das Forum ja in bester Manier.

Ach ja, noch eine kleine Anregung in eigener Sache: Was mich am Anfang in den Wahnsinn getrieben hat, waren die verwendeten Abkürzungen in den Beiträgen (z.B. fragte ich mich lange, was ein GRF ist). Vielleicht wäre da eine kleine Abkürzungstabelle eine echte Hilfe, um die wertvollen Beiträge besser verstehen zu können.

Viele Grüße Susanne
 
Hallo Susanne,

ich denke auch, dass Ratsuchende Neueinsteiger sehr von Erfahrungen profitieren können, welche andere Neueinsteiger kürzlich gemacht haben.
Klar waren wir alle mal Neueinsteiger, aber teilweise ist das auch schon länger her und man bewegt sich gedanklich im eigenen Perfektionismus, den man gerne weitergeben möchte, der aber vielleicht garnicht zielführend ist ;).

Gruß Martin
 
Tag,

schöner Thread, schöne Idee!

<tongue in cheek> Vll sollte es auch einen Fragebogen für die BeratenDen geben. Einen Bogen, der den Beratenden verdeutlicht, dass, wenn die Fragenden im Mittelpunkt stehen, eine für sie befriedigende Beratung rauskommt.

Hätte mich jemand in offener Frage gefragt: warum willst Du überhaupt in den Himmel gucken, was war der Auslöser?
Hätte ich womöglich nicht die Umwege gemacht, die ich dann ging.
Dann wär mir bewusst geworden, dass ich unterm Sternenzelt stehen will und einfach in Es aufgesogen werden möchte, dass mein Busen erbebend krängt vor der Schönheit und unendlichen Weite und seinen Geheimnissen und möglichen Wirklichkeiten....
....
Heheheheee, zu viel?
Aber so war das einklich damals, 2012.
Ich habs auch genau das gemacht.
Während ich allerdings neben meinem 8" Newton stand und wie dämlich die manuelle Remotefernauslöse klickte, um den Carina-Nebel zu fotografieren, stand ich unterm Sternenzelt und konnte Es einfach nicht fassen.
Ne ganz andere Freude wars dann, am Compi die Geheimnisse zu entdecken, die ich vorher draussen vor der Tür , in der Auffahrt, aufgenommen hatte.
Aber ich wär einklich nich der Typ gewesen für diesen Workflow.

ICH WAR IMMER DER TYP FüR EIN GROŚFERNGLAS, bloss hat mir das keiner empfohlen.

Peace! CS Silver
 
Hallo Peter,
Ich hatte dann damals schon bemerkt, die Öffnung, die Beobachtungs-Experten angeben, muss ich ungefähr verdoppeln, damit ich ungefähr die Chance habe das Objekt auch zu sehen. ;)
deshalb sind es ja auch Experten. Ich sehe die Andromeda-Galaxie unter mäßigem Himmel mit bloßen Augen während ein Anfänger nicht mal weis, wo er suchen soll;)
Viele Atlanten gehen auch von einem Himmel aus, den die meisten Anfänger gar nicht haben, da ist der Frust vorprogrammiert.
Kauf dir das Teleskop mit der grössten Öffnung und Beobachtungs-Stabilität und -Komfort
Das sind drei Paar verschiedene Schuhe. Den größten Komfort bietet mir mein 80/480mm Apo auf einer alten AYO, der ist in einer Minute aufgebaut und muß nicht einmal auskühlen, ist also sofort einsatzbereit.
Es ist das kleinste meiner 4 Teleskope und ich liebe es bis heute. Aber den als Anfängerteleskop zu empfehlen ist nicht allgemeiner Konsens.

Gruß Uwe
 
Hi Silver,

ICH WAR IMMER DER TYP FüR EIN GROŚFERNGLAS, bloss hat mir das keiner empfohlen.

Das ist aber exakt auf dem Silber :ROFLMAO: tablett das, was hier oft schon gesagt wurde (@Demokrat woran ich mich erinnern kann, andere sicher auch). Du musst mit irgend etwas sinnvollem anfangen und dann sehen, wo die Reise hin geht.
Empfehlen, was aus "unserer Sicht" Sinn macht ist möglich.
Aber mehr auch nicht, das muss sich dann entwickeln. Dieses Leid bleibt keinem erspart.
Wichtig ist, überhaupt anzufangen ...

Gruß Martin
 
Dann gucken wir doch ab heute mal, wie es mit der Frage läuft für die Einsteiger.
"Hätte mich jemand in offener Frage gefragt: warum willst Du überhaupt in den Himmel gucken, was war der Auslöser?"

Vll sind sie schon so tief im Kaninchenbau der Astro-Tech, dass sie die Frage gar nicht mehr aus dem Bauch raus beantworten können. Wär schade. Aber den Auslöser des ursprünglichen Wunsches rauszukitzeln hilft, das richtigeRe Einstiegsgerät rauszufinden. WENN man darauf acht gibt, den Wunsch nich als lächerlich unrealistisch abzukanzeln, ...

....sondern ihn wie eine seltene Blume vorsichtig zum Erblühen bringt.....

Heheheheee. :giggle:
 
Moin Martin,

besser kann man das nicht zusammenfassen. Und ansehen, anfassen, fragen - grau ist alle Theorie. Das muss man in der Hand gehabt haben, dann sagte einem das alles auch was.

CS
Jörg
 
Danke! Ich wollte aber nochmal ausdrücklich sagen, dass das nicht auf meinem Mist gewachsen ist.
Die Diskussion über das Thema fand ich sehr aufschlussreich und bin dank dieser Diskussion zu der letztgenannten Ansicht gelangt. :y:
 
Trotzdem halte ich einen Anfangsfragebogen für nicht verkehrt, aber es sollte ein deutlicher Hinweis dabeistehen, dass die eigene Meinung aus den Empfehlungen gebildet werden muss.
Ansonsten bildet sich schnell die Meinung, dass sich die TO und Fragesteller berieseln lassen könnten und am Schluss ein Paket geschnürt wird, und sollten sie damit dann nicht zurechtkommen und/oder zufrieden sein, entlädt sich das eigene Unvermögen kurzzeitig ins Forum und dient zur Meinungsmache - und das wäre unschön.
Ich würde das nicht als Berieselung empfinden. Als ich im DSLR-Forum nach Objektiven recherchiert habe, fand ich es sehr praktisch, dass dort jemand eine Übersicht erstellt hatte. Ich sehe so einen Leitfaden oder wie auch immer man das nennen mag, als eine Art Hilfestellung. So etwas wächst vermutlich auch mit der Zeit und muss immer wieder mal angepasst werden.

Gruß
Ronald
 
Das wichtigtste ist: Wir haben gelernt, uns die richtigen Fragen zu stellen.
Wenn dies ein Leitfaden erreichen kann, ist schon einiges gewonnen.
Der Fragenkatalog ist eine grundsätzlich gute Idee, doch vermutlich hätte ich zu Beginn viele der Fragen gar nicht beantworten können (Siehe die Musterantworten ;-) ) Und das, obwohl ich vorher brav "Astronomie für Einsteiger" gelesen habe! Das habe ich übrigens anfangs auch nicht wirklich verstanden, erst jetzt nach einiger praktischer Erfahrung und erneutem Lesen konnte ich das dort vermittelte Wissen auch verarbeiten.
Welche Fragen wären das gewesen?
Wer keine Geduld hat, wer nicht zuhören will und wer alles zugleich machen will, der wird scheitern. Das ist eine wichtige Info für den Anfänger.
Ich halte diese Info auch für wichtig, bin mir aber nicht sicher, ob damit jeder etwas anfangen kann.

Der Fragebogen ist eine wertvolle Hilfe, inbesondere wenn er Links zu weiterführenden vertiefenden Texten enthält. Dann kann der Anfänger nämlich selbst lernen und nur noch die Dinge fragen, die immer noch unklar sind. Und diese Aufgabe erfüllt das Forum ja in bester Manier.
Ja, wobei ich glaube, dass Du im Grund wieder das positive Beispiel und nicht unbedingt die Mehrheit darstellst.
Ach ja, noch eine kleine Anregung in eigener Sache: Was mich am Anfang in den Wahnsinn getrieben hat, waren die verwendeten Abkürzungen in den Beiträgen (z.B. fragte ich mich lange, was ein GRF ist). Vielleicht wäre da eine kleine Abkürzungstabelle eine echte Hilfe, um die wertvollen Beiträge besser verstehen zu können.
Abkürzungen und Akronyme mag ich auch nicht. Ein Glossar wäre sicherlich hilfreich.

Gruß
Ronald
 
Abkürzungen und Akronyme mag ich auch nicht. Ein Glossar wäre sicherlich hilfreich

Nein, viel besser wäre es, bei einer Anfaengerberatung einfach keine Abkuerzungen zu benutzen, jedenfalls nicht bei der ersten Benutzung eines Fachwortes. Wenn ich jetzt gerade in aktuelle Threads zur Anfaengerberatung schaue, erstaunt es mich immer wieder, was den Anfängern so an Fachausdrücken und Abkürzungen um die Ohren gehauen wird. Viele beraten voller Enthusiasmus und mit besten Absichten, sind aber oft nicht in der Lage sich gedanklich so weit „runter“ zu versetzen in das Wissen ( oder besser Nichtwissen) eines Anfänger. Und das erschlägt dann viele. Darum finde ich, „Berater“ sollten sich ihre Beiträge vor dem Posten noch einmal unter diesem Gesichtpunkt ansehen, denn mit ein bisschen Mühe kann man vieles auch einfacher ausdruecken.
 
Und das erschlägt dann viele. Darum finde ich, „Berater“ sollten sich ihre Beiträge vor dem Posten noch einmal unter diesem Gesichtpunkt ansehen, denn mit ein bisschen Mühe kann man vieles auch einfacher ausdruecken.
Natürlich wäre es besser, auf Abkürzungen zu verzichten. Ein Glossar würde aber zumindest in den Fällen hilfreich sein, in denen ein Berater nicht daran denkt.
Gruß
Ronald
 
Noch besser wäre es, wenn sich der Einsteiger einen persönlichen Berater aussuchen könnte. :D
Einen kleine Liste von Beratern und deren persönlichen Vorlieben wäre sicher ... nett ;)

Da reden dann nicht so viele drein mit der sonst so gewünschten und hilfreichen Meinungsvielfalt, die ja ein Forum generell auszeichnet... :unsure:

Naja. Nicht machbar, ich weiß. :coffee:

lg
Niki
 
Zum Beispiel: Willst du Planeten anschauen oder Deep Sky Elemente? Naja, als Einsteiger sage ich natürlich, dass ich alles sehen will, Planeten und Nebel und Galaxien. Mond finde ich auch prima. Wie soll ich mich festlegen, wenn ich noch keine Ahnung habe, was meine Wünsche für Folgen haben?

Ein wichtiger Teil der Anfängerberatung wäre auch die realistische Einschätzung, was ich mit einem Amateur-Teleskop eigentlich sehen kann. Und da sind ganz banale Infos wichtig, etwa, dass man Galaxien und Nebel nur als "matschige graue Flecken" sieht und nicht so detalliert und in den strahlenden Farben, die wir aus den tollen Nasa-Fotos kennen. Vielleicht können die Astrofotografen unter euch ja mal einen Satz "visuell realistischer" also nicht geschönter Fotos machen, wie sie typisch für den Blick durch die klassischen Einsteigergeräte wären.
VG Susanne
 
Ein wichtiger Teil der Anfängerberatung wäre auch die realistische Einschätzung

Versuche gibt es schon ganz nette:


Hier ein guter Vergleich zu:
- Teleskopvergleich an bekannten Deepsky-Objekten
- Teleskopvergleich am Planeten Saturn
- Teleskopvergleich am Planeten Jupiter


einfach runterscollen und die obigen Überschriften anklicken:


lg
Niki
 
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